Eldar Moranjkic

Eldar Moranjkic

Stolzer Culé seit 1997. Rivaldo erweckte meine Liebe zum Verein, Ronaldinho machte den Rest. Absoluter Liebling: Andrés Iniesta.

Kontakt: eldar.m[at]barcawelt.de

Freitag, 14 September 2018 20:00

Vorschau: Barça bei Real Sociedad gefordert

Die Länderspielpause ist vorbei, der Alltag in der Liga ruft wieder. Der vierte Spieltag steht an und beinhaltet eine Reise ins Baskenland. Der FC Barcelona gastiert am Samstag um 16:15 Uhr beim Tabellenachten Real Sociedad, für das es das erste Heimspiel der neuen Saison ist. In der Vorsaison konnte die über 10 Jahre lange sieglose Zeit im Anoeta-Stadion mit einem 4:2-Triumph beendet werden, nun gastieren die Katalanen sehr früh in der Meisterschaft bei den Basken. Der gute Start soll aber auch im Norden Spaniens weitergehen. Barcawelt hat alle wichtigen Fakten zum Spiel.

Samstag, 08 September 2018 21:30

Er will zurück: Rückkehr von Neymar möglich?

Es war DER Transfer des Sommers 2017, wenn nicht sogar in der Geschichte des Fußballs. Neymar hat nach vier erfolgreichen Jahren den FC Barcelona in Richtung Paris verlassen, sage und schreibe 222 Mio. € ließen sich die Franzosen den flinken Brasilianer kosten. Mittlerweile hat die zweite Saison ohne Neymar begonnen, sehr gut begonnen. Der Brasilianer hat aber trotz des Gewinns des nationalen Triples mit Paris SG seine Gemütslage deutlich gemacht und wünscht sich sehnlichst eine Rückkehr ins Camp Nou. Ist ein erneutes Auflaufen von Neymar in Barcelona überhaupt realistisch? Im Folgenden ein Rückblick über eine starke Laufbahn für den 26-Jährigen beim FC Barcelona.

Nach wochenlangen Qualifikationsspielen in ganz Europa ist das Teilnehmerfeld der Champions League-Saison 2018/2019 endlich komplett. Somit weiß auch der FC Barcelona, gegen wen es in der Gruppenphase geht. Die Auslosung ergab mit Tottenham Hotspur, PSV Eindhoven und Inter Mailand eine knifflige, aber machbare Gruppe B. Im Folgenden ein genauer Check der Gruppengegner.

2016 ist er mit hohen Erwartungen aus Valencia gekommen: Paco Alcácer. Nach zwei Jahren in Barcelona folgt nun der Abschied. Borussia Dortmund wird der nächste Verein des in Kürze 25-Jährigen heißen. Nach erfolgtem Medizincheck wurde Paco offiziell vorgestellt und vorerst für 2 Mio. Euro ausgeliehen. Mit einer Summe von 23 Mio. Euro inklusive fünf Mio. in Variablen sicherten sich die Borussen zudem eine Kaufoption, die Barça allerdings ablehnen kann, und übernehmen das komplette Gehalt des Stürmers. Barça würde vom BVB 5% an allen Weiterverkäufen erhalten.

Donnerstag, 16 August 2018 21:32

Ernesto Valverde Tejedor

Ernesto Valverde Tejedor
  • Geburtsdatum: 09.02.1964
  • Geburtsort: Viandar de la Vera, Extremadura, Spanien
  • Größe: 172 cm
  • Bildquelle: Octavio Passos/Getty Images Images

Trainerkarriere

VereinZeitraum
Athletic Bilbao (Jugend) 1997-2003
Athletic Bilbao 2003-2005
Espanyol Barcelona 2006-2008
Olympiakos Piräus 2008-2009
FC Villarreal 2009-2010
Olympiakos Piräus 2010-2012
FC Valencia 2012-2013
Athletic Bilbao seit 2013-2017
FC Barcelona seit 2017

Ernesto Valverde ist seit der Saison 2017/18 Trainer des FC Barcelona. Sein Vorgänger war Luis Enrique.

Trainerkarriere

Mit zarten 33 Jahren hat der Mann aus Extremadura seine Karriere als Coach begonnen. Von den Jugendteams aus Bilbao hoch gearbeitet, übernahm der mittlerweile 54-jährige Ernesto Valverde zahlreiche namhafte Vereine in Spaniens höchster Spielklasse. Nach seiner ersten Amtszeit im Baskenland bei Bilbao landete er erstmals in Barcelona, allerdings bei Espanyol. Mit dem Einzug ins Finale des UEFA-Cups 2007 konnte sich Valverde trotz einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen den FC Sevilla in ganz Europa einen Namen machen. Genauer gesagt in Griechenland, wo er in der folgenden Saison als Coach tätig war.

Mit Olympiakos Piräus konnte das Double geholt werden, was im Anschluss eine Rückkehr nach Spanien zur Folge hatte, wo er das "gelbe U-Boot" aus Villarreal übernahm. Ein zwischenzeitlicher zehnter Platz in der Tabelle führte jedoch zu einer Entlassung, somit war diese Trainerstation für Valverde keine rosige Zeit. 2010/11 wurde es aber wieder besser, als er zu Olympiakos Piräus zurückkehrte, dorthin wo Valverde seinen bis dato größten Erfolg als Trainer feiern konnte. Erneut konnte er mit dem Gewinn des Meistertitels groß aufzeigen. In der folgenden Saison konnte er mit seinem zweiten Double sogar noch eins draufsetzen und krönte sich damit in Griechenland zu einer Trainerlegende.

Aus persönlichen Gründen verließ er die Griechen und heuerte bei Valencia an, wo er jedoch die Qualifikation zur Champions League verpasste. Dieser Entlassung folgte eine Rückkehr zu seinen Trainerwurzeln, nach Bilbao. Diesmal verbrachte Ernesto Valverde im Baskenland ganze vier Jahre als Coach, auch hier sprang ein Titelgewinn heraus: mit einem Gesamtscore von 5:1 spazierte er gegen den FC Barcelona zum Supercopa-Titel, was ihm die Auszeichnung "Trainer des Jahres" für die Saison 2015/16 bescherte. Für Athletic war es zudem der erste Titel nach über drei Jahrzehnten. Außerdem durfte Valverde mit den Basken Champions-League-Luft schnuppern, man schied aber in der Gruppenphase der Saison 2014/15 aus.

2017 folgte dann die Krönung für Ernesto Valverde: die Unterschrift beim großen FC Barcelona, wo er die Nachfolge des zurückgetretenen Luis Enrique antreten durfte. Zur selben Zeit verließ Neymar das Team in Richtung Paris, was bedeutete, dass Valverde die Mannschaft etwas umstrukturieren musste. Die Supercopa gegen Real Madrid ging klar verloren, in der Liga dominierte man jedoch nach Belieben und holte mit nur einer Niederlage den Meistertitel. Das Finale der Copa del Rey wurde mit 5:0 gegen den FC Sevilla gewonnen und auch der Startschuss zur Saison 2018/19 verlief erfolgreich: Die in der Vorsaison verpasste Supercopa wurde gewonnen.

Trainertyp

Spätestens bei seiner Ankunft in Barcelona war schnell ersichtlich: Ernesto Valverde achtet auf viel Stabilität und eine kompakte Defensive. Dadurch wurde von vielen Seiten mangelnde Attraktivität beklagt, ergebnistechnisch hat dieses System in seiner Debütsaison im Camp Nou hervorragend funktioniert. Der Liga-Rekord an ungeschlagenen Spielen wurde aus der Vorsaison fortgesetzt und in weiterer Folge ausgebaut.

Valverde verschaffte dem Team viel Flexibilität im Spielaufbau, die Rolle von Lionel Messi verschaffte dem Argentinier mehr Freiraum und die Außenverteidiger übernahmen mit den Vorstößen zunehmend den Spielaufbau. Spielkontrolle ist ebenfalls ein wichtiges Stichwort, das zum Stil von Ernesto Valverde passt. Viel Ballbesitz, Hochgeschwindigkeitsfußball und kollektive Angriffe auf den ballführenden Gegner - alles Merkmale, die Ernesto Valverde als Trainer ausmachen.

Mit einer engeren Zusammenarbeit in der Defensive, was gleichbedeutend mit einer Defensivarbeit der Offensivakteure ist, konnte die dringend notwendige Stabilität in der Abwehr hergestellt werden. Sämtliche Statistiken, die die Abwehrarbeit betreffen, konnten deutlich verbessert werden.

Die Offensive wurde unter Valverde in keinster Weise flexibler gestaltet: Lionel Messi fungiert sowohl als Spielmacher als auch als der altbekannte Torschütze. Grundsätzlich gilt bei Ernesto Valverde: viel Ballbesitz und absolute Spielkontrolle inklusive stabiler Defensivarbeit.

Der erste Titel der Saison ist eingetütet. Mit Mühe, aber hochverdient setzte sich der FC Barcelona gegen Sevilla mit 2:1 durch und festigte mit dem 13. Triumph seine Vormachtstellung in diesem Wettbewerb. Nun ist die Mannschaft zurück aus Marokko und bereitet sich auf das nächste Spiel vor: die Joan Gamper Trophy, das traditionell erste Saison-Heimspiel der Katalanen. Bekanntlich wird auch gleichzeitig der Kader vorgestellt, bei dem sich in den letzten Wochen einiges getan hat. Nach einer anstrengenden USA-Tour mit hochkarätigen Testspielgegnern und der gewonnenen Supercopa hat das Warten also ein Ende, das Camp Nou ist bereit für den ersten Auftritt 2018/2019. Im Folgenden ein kurzer Vorbericht zum Spiel und Details zum Kaderumbruch.

Donnerstag, 09 August 2018 10:03

Arturo Erasmo Vidal Pardo

  • Geburtsdatum: 22.05.1987
  • Geburtsort: Santiago de Chile, Chile
  • Nationalmannschaft: Chile
  • Größe: 180 cm
  • Position: Mittelfeld
  • Bildquelle: JOSEP LAGO/AFP/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
CSD Colo-Colo (Jugend) bis 2005
CSD Colo-Colo 2005-2007
Bayer 04 Leverkusen 2007-2011
Juventus Turin 2011-2015
Bayern München 2015-2018
FC Barcelona seit 2018

Dieser Transfer kam im Sommer 2018 völlig aus dem Nichts. Arturo Vidal kam vom FC Bayern nach Katalonien und verstärkte das Team des FC Barcelona um schlappe 19 Mio. € inklusive Bonuszahlungen. Auf drei Jahre wurde der Vertrag festgelegt. Mit seinen 31 Jahren ist der chilenische Nationalspieler zu einem erfahrenen Spieler gereift, der das Mittelfeld der Blaugrana mit seiner Extraklasse bereichern wird.

Über Heimat Chile in die deutsche Bundesliga

Erste Station von Arturo Vidal war der chilenische Rekordmeister Colo-Colo, bei dem er sämtliche Meisterschaften gewinnen und auf sich aufmerksam machen konnte. 2007 wagte er dann den Sprung und entschied sich nach einem starken dritten Platz bei der U-20-WM in Kanada für Bayer Leverkusen, wo er bis 2012 unterschrieb. Unter dem damaligen Trainer Michael Skibbe konnte Vidal sein Können auf europäischer Bühne zeigen, wobei er zunächst als Linksverteidiger eingesetzt wurde. In den Folgejahren entwickelte er sich zum Allrounder in Leverkusen, so dass er mehrere Positionen besetzen konnte. Durch seine fußballerischen Qualitäten reifte er schnell zum Stammspieler und bekam bereits in seiner zweiten Saison die Chance auf den ersten Titel in Deutschland, das Pokalfinale wurde gegen Werder Bremen jedoch verloren. In diesem Endspiel spielte der Chilene 85 Minuten, ehe er ersetzt wurde. Die nächsten Spielzeiten bescherten ihm eine offensivere Rolle im Spiel der Werkself, was dazu führte, dass er torgefährlicher wurde und in seiner letzten Saison 2011 bester Torschütze seiner Mannschaft war. Mit einem Titel wurde es aber wieder nichts, in der Liga wurde man hinter Borussia Dortmund Vizemeister.

Über Turin wieder nach Deutschland

Der mittlerweile 24-jährige Vidal ist nun endgültig zu einem Star in Europa geworden, was diversen Topklubs nicht verborgen geblieben ist. Er verließ schließlich Leverkusen in Richtung Italien und schloss sich dem Rekordmeister Juventus Turin an. 10,5 Mio. € ließen sich die Schwarz-Weißen den Transfer kosten. Zudem bekam Vidal die Ehre, im damals frisch eingeweihten Juventus Stadion seine erste Saison in der Serie A bestreiten zu dürfen und im ersten Meisterschaftsspiel gleich als Torschütze aufzuzeigen. Wermutstropfen gab es aber trotzdem: Juve verpasste in der Vorsaison ganz klar die Europacup-Plätze und somit blieb der Traum Champions League weiter ein Traum. Arturo unterstrich jedoch bald seine Wichtigkeit für die "Alte Dame" und entwickelte sich zu einem herausragenden Führungsspieler. Am Ende holte er mit Juventus Turin sieben Titel, davon vier Meistertitel und erzielte in 124 Spielen 35 Treffer. Im Finale der Champions League 2015 in Berlin gegen den FC Barcelona sah er ganz früh die gelbe Karte und musste schließlich nach 79 Minuten für einen Mitspieler Platz machen, um von der Bank aus die 1:3-Niederlage miterleben zu müssen. Heißt: erneut kein Henkelpott für den mittlerweile routinierten Mittelfeldspieler.

Noch im selben Jahr kehrte Arturo Vidal nach Deutschland zurück, diesmal zum Aushängeschild des deutschen Fußballs, dem FC Bayern München. Über seine Qualitäten wusste man nun längst Bescheid. Diese Qualitäten zeigte Vidal Spieltag für Spieltag und begeisterte so die Fans in der Allianz-Arena. Wieder dominierte er das Ligageschehen mit seiner neuen Mannschaft, drei Meistertitel in Folge sprangen heraus, wobei auch Siege im Pokal und Supercup gefeiert wurden. Aufgrund seines schwierigen Charakters war Arturo Vidal aber nicht mehr unumstritten in München, was seinen Verbleib oftmals in Frage stellte.

Vom Bayern-Trainingslager ins Camp Nou

Sein Abschied vom FC Bayern schien von Tag zu Tag immer wahrscheinlicher und dieser wurde am 6. August 2018 amtlich. Das Trainingslager der Bayern hatte Arturo Vidal wenige Tage zuvor verlassen, um in Barcelona anzuheuern. In seiner ersten Stellungnahme konnte der 31-jährige Routinier seine Freude über den Transfer nicht verbergen: „Ganz ehrlich, ich freue mich riesig, hier zu sein. Ich freue mich schon darauf, mit meinen neuen Kollegen trainieren zu können und dieses berühmte Trikot anzuziehen, es ist der beste Klub der Welt.“ Seine Ziele hat er dabei sofort definiert: „Ich möchte mit Barcelona alles gewinnen und meinen Teil dazu beitragen, um alle Herausforderungen zu meistern.“

Ein Wechsel, der unerwartet kam, doch für ihn stellt der Sprung zu Barça wohl den Höhepunkt in seiner Karriere dar. Anders als noch 2015, möchte er diesmal mit dem FC Barcelona den Champions League-Titel feiern, der Titel, der in seiner Sammlung noch fehlt, nachdem er, zusätzlich zu den gewonnenen Vereinstrophäen, auch zweimal die Copa América mit seinem Heimatland gewinnen konnte. Gegner bei diesen Triumphen war sein neuer Klubkollege Lionel Messi.

Spielstil

Arturo Vidal sticht vor allem mit seiner Robustheit hervor. Nachdem er zu Beginn seiner Laufbahn noch einen defensiveren Part übernommen hatte, verwandelte er sich zunehmend zu einer gefährlichen Waffe im Angriff. Mit seinem rechten Fuß war der Chilene immer wieder für ein Tor gut, was besonders in seiner Zeit bei Juventus zur Geltung kam. Durch seine Vielfältigkeit kann er auch in der Abwehr aushelfen, wobei eben jene körperlichen Aspekte von Vorteil sein könnten, die ihn so ausmachen. Ein Auge für seine Mitspieler kann der Chilene ebenfalls ins Camp Nou mitnehmen, von dem Lionel Messi, Luis Suárez und Co. profitieren werden. Nach über 100 Länderspielen mit Chile bringt er auch viel Erfahrung mit. Nicht die einfachste Persönlichkeit, aber in sportlicher Hinsicht ein absoluter Topmann.

Dienstag, 24 Juli 2018 16:41

Arthur Melo

  • Geburtsdatum: 12.08.1996
  • Geburtsort: Goiânia, Brasilien
  • Nationalmannschaft: Brasilien
  • Größe: 172 cm
  • Position: Mittelfeld
  • Bildquelle: PAU BARRENA/AFP/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
Goiás (Jugend) 2008-2010
Porto Alegre (Jugend) 2010-2015
Porto Alegre 2015-2018
FC Barcelona seit 2018

Mit dem Transfer zum FC Barcelona im Sommer 2018 ging für Arthur Henrique Ramos de Oliveira Melo ein Kindheitstraum in Erfüllung. In Brasilien hat er sich trotz seines jungen Alters bereits einen Namen gemacht und sich in die Notizblöcke der Verantwortlichen des FC Barcelona gespielt. Geboren am 12.08.1996 gehört er zu den Juwelen des brasilianischen Fußballs. In seiner Heimatstadt begann das Abenteuer „Fußballkarriere“.

Von der Heimatstadt nach Porto Alegre

Schon mit 14 Jahren konnte Arthur Melo von seiner Geburtsstadt nach Porto Alegre ziehen, wo er in der Jugendabteilung sein Können unter Beweis stellen konnte. In der Stadt, in der ein gewisser Ronaldinho geboren wurde und ebenfalls angefangen hat. Nach zahlreichen guten Leistungen auf dem Platz wurde er im Januar 2015 von keinem Geringeren als Luis Felipe Scolari in die Kampfmannschaft einberufen, wo er allerdings nur eine Halbzeit spielen durfte. Dies blieb vorerst der einzige Saisoneinsatz für den agilen Melo. Ein Jahr später debütierte der kleine Brasilianer in der Liga. Dieses Match ging jedoch gegen Botafogo mit 0:1 verloren.

2017: Arthurs Jahr

Das Jahr darauf sollte zum Durchbruch für Arthur Melo werden. Mit weiterhin herausragenden Leistungen wurde er endgültig zum Stammspieler bei Grêmio Porto Alegre. Das Debüt in der Copa Libertadores, der südamerikanischen Champions League, endete mit der Ernennung zum Spieler des Spiels, als er gegen Club Guaraní groß aufzeigte und seine Passgenauigkeit unglaubliche 100 Prozent aufwies. Bald darauf folgten Tore gegen Fluminense und Vitória, wobei das Tor gegen letztgenannten Verein das erste Ligator war. Nach dem Campeonato Gaúcho und der Copa do Brasil folgte mit dem Titelgewinn in der Copa Libertadores die absolute Krönung, mit zarten 20 Jahren die größte Trophäe im südamerikanischen Fußball in die Höhe stemmen zu dürfen.

2018: Unterschrift beim FC Barcelona

Es kamen zwei weitere Titel in Brasilien dazu, womit klar war, dass Arthur Melo in Porto Alegre nicht mehr gehalten werden konnte. Im März 2018 wurde mit Barça eine Kaufoption vereinbart, die dann vier Monate später gezogen wurde. Eine Ablösesumme von 31 Millonen Euro, die sich um weitere neun Millionen erhöhen kann, wurde erzielt, während die Ausstiegsklausel auf ganze 400 Mio. festgelegt wurde. Gebunden ist Melo bis 2024, somit kann Barça sich längerfristig auf die Qualitäten des Mittelfeldjuwels freuen.

Spielweise: Gute Übersicht mit perfekter Passgenauigkeit

Was zeichnet diesen jungen Mann aber aus? Im zentralen Mittelfeld beheimatet sticht er mit einer fantastischen Übersicht hervor, wobei seine Passgenauigkeit perfekt zur Geltung kommt. So kann er das Spielgeschehen glänzend organisieren und mit dem Ball an seinem rechten Fuß seine Mitspieler bestens in Szene setzen. Trotz seiner geringen Körpergröße ist Arthur Melo auch per Kopf präsent, was durchaus für Gefahr in der brasilianischen Liga gesorgt hat. Dabei vernachlässigt er auch nicht die Defensive. Durch seine Spielweise wurde er auch mit Andrés Iniesta verglichen, in dessen Fußstapfen er sich vornimmt zu treten. Nach einigen Einsätzen für Brasiliens Jugendauswahlen konnte er zudem auch Nationalteamluft schnuppern und wird bei der nächsten WM für sein Land sicherlich eine tragende Rolle spielen.

"Es war immer mein Traum, in Barcelona zu spielen"

Arthur Melo nach seiner Ankunft bei Barça: „Es ist ein Tag voller Emotionen. Es war immer mein Traum, in Barcelona zu spielen. Mit diesen Spielern auf dem Platz zu stehen wird mir Freude bereiten, von denen ich sicher viel lernen werde.“

... über Barças Stil: „Die Philosophie dieses Vereins habe ich immer geliebt und schon in meiner Kindheit bewundert.“

... über Zusammenspiel mit Lionel Messi: „Ich kann es kaum erwarten, ihn zu treffen und mit ihm in einem Team zu spielen. Er ist der beste Spieler der Welt.“

... über sein Idol: „Andrés Iniesta ist mein absolutes Vorbild. Schade, dass er den Verein verlassen hat, aber ich habe ihm oft zugesehen und viel von ihm lernen können.“

Die Weltmeisterschaft ging für Spanien unerwartet früh zu Ende, gegen Gastgeber Russland im Achtelfinale. Fernando Hierro verzichtete im Anschluss auf eine Fortsetzung seiner Arbeit als Trainer und fungiert von nun an auch nicht mehr als Sportdirektor. Diesen Posten übernimmt Jose Francisco Molina, Nationaltrainer wird aber ein anderer: Luis Enrique kehrt nach einem Sabbatjahr ins Trainergeschäft zurück und soll die spanische Nationalmannschaft wieder zu Erfolgen führen.

Es ist die bitterste Art, um ein Match zu verlieren. Noch dazu in einem WM-Achtelfinale, im Elfmeterschießen. Dieses Schicksal ereilte tapfere Kolumbianer rund um Barcelona-Verteidiger Yerry Mina gegen insgesamt enttäuschende Engländer, die wiederum ihr eigenes Trauma überwinden konnten. Nach einem 1:1 n.V. siegte England schließlich mit 4:3 im Elferschießen, wobei Jordan Pickford der umjubelte Held war.

Seite 1 von 3