Michael Weilch

Michael Weilch

Treuer Culé seit Beginn der Ära Messis und der festen Überzeugung, dass Barça "més que un club" ist. Denn wie in der Vereinshymne geschrieben steht: "tots units fem força". Im Forum als Barçabest anzutreffen.

Kontakt: michael.w[at]barcawelt.de

Beim FC Barcelona dürfte man gestern etwas überrascht gewesen sein, als man plötzlich las, dass Gerard Piqué einen neuen Klub habe. Aber Barças Abwehrchef wechselte nicht den Verein, sondern kaufte sich mit seinem Unternehmen „Kosmos“ einen eigenen! Damit sorgt Piqué nach dem Erwerb des Davis-Cup wieder einmal für Aufsehen abseits des Platzes. Dass Barcelonas dritter Kapitän auch als Geschäftsmann sehr aktiv ist, ist hingegen nichts Neues.

Wie Lindsey Horan auf der Plattform „The Players‘ Tribune“ schreibt, war die Inspiration durch Barça und insbesondere Messi entscheidend für ihren Lebensweg. Wir berichten über ihre ungewöhnliche Karriere und die allzu menschlichen Höhen und Tiefen. Denn dies ist die Geschichte eines kleines Mädchens, das trotz aller Widerstände auch wegen der Liebe zum FC Barcelona niemals aufgab, an seine Träume zu glauben und schlussendlich Profifußballerin und Nationalspielerin der USA wurde.

Donnerstag, 27 Dezember 2018 16:35

Jeison Fabián Murillo Cerón

  • Geburtsdatum: 27.05.1992
  • Geburtsort: Barranquilla, Kolumbien
  • Nationalmannschaft: Kolumbien
  • Größe: 181 cm
  • Position: Abwehr
  • Bildquelle: JOSEP LAGO/AFP/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
Deportivo Cali (Jugend) bis 2009
Deportivo Cali 2009-2010
Dépor Aguablanca FC 2010
Udinese Calcio 2010
FC Granada (Leihe) 2010-2011
FC Granada 2011
FC Cádiz (Leihe) 2011-2012
UD Las Palmas (Leihe) 2012-2013
FC Granada 2013-2015
Inter Mailand 2015-2017
FC Valencia 2017-2018
FC Barcelona (Leihe) seit 2018

Jeison Murillo wechselte im Winter 2018/19 auf Leihbasis zum FC Barcelona. Die Katalanen liehen den Kolumbianer um gut 1 Mio. Euro vom FC Valencia aus, um ihr Problem in der Innenverteidigung zu lösen. Durch die Verletzungen von Samuel Umtiti und Thomas Vermaelen waren nämlich nur zwei der vier nominellen Innenverteidiger einsetzbar.

In der kolumbianischen Heimat

Jeison Fabián Murillo Cerón, genannt „Muralla“ (Mauer), wurde in der kolumbianischen Stadt Cali geboren, die mit ungefähr 2,5 Mio. Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes ist. Die im Westen gelegene Metropole stellte auch den Ausgangspunkt seiner fußballerischen Ausbildung dar, die beim örtlichen Klub Deportivo Cali begann. Nachdem er dort die Jugendmannschaften durchlaufen und seine Stammposition in der Innenverteidigung gefunden hatte, debütierte er für die A-Mannschaft des Vereins im Jahr 2009. Kurz darauf wurde er von Dépor Aguablanca verpflichtet, einem anderen Klub aus Cali, wo er allerdings ebenfalls nicht lange blieb.

Der Sprung nach Europa

Im Alter von gerade einmal 18 Jahren einigte sich Murillo mit dem italienischen Serie A-Klub Udinese Calcio auf einen Wechsel und wagte somit den Sprung nach Europa. Im Zuge eines Partnerschaft-Vertrages zwischen Udinese und dem FC Granada sollte Murillo allerdings nie für seinen ursprünglichen Verein auflaufen, sondern wurde sofort nach Spanien verliehen. In Granda spielte Murillo dann eine Saison für deren B-Mannschaft, bevor er von den Andalusiern fest verpflichtet wurde. Daraufhin folgten dann aber zwei Leihen nach Cádiz und Las Palmas, wo er sich langsam einen Stammplatz erkämpfen konnte. 2013 kehrte Jeison Murillo dann bereits als erfahrenerer Spieler zum FC Granada zurück und durfte in den folgenden Spielzeiten die Verteidigung zusammenhalten. Durch gute Leistungen rief er dann in der Saison 2014/15 zwei Schwergewichte des europäischen Fußballs auf den Plan: Atlético de Madrid und Inter Mailand.

Doch noch in die Serie A

Im Endeffekt erhielt Inter den Zuschlag und verpflichtete Murillo für acht Mio. Euro. In Italien sollte er sich früh durchsetzen und so kam er zu regelmäßigen Einsätzen. Nach zwei Spielzeiten standen 61 Serie A-Einsätze zu Buche, bei denen er zu zwei Toren gekommen war. Beim 3:2-Sieg gegen Bologna in der Coppa d’Italia erzielte er ein Tor, das später sogar zum besten Tor der gesamten Spielzeit 2016/17 in Italien gekürt werden sollte.

Von Valencia nach Barcelona

Am 18. August 2017 wurde Jeison Murillo dann als Spieler des FC Valencia präsentiert, wobei er allerdings zuerst nur für zwei Saisons ausgeliehen war. Es herrschte dem Vernehmen nach jedoch eine Kaufpflicht. Zuerst zahlten die Ches eine Leihgebühr über eine Million Euro, in der zweiten Saison wurden dann zwölf Mio. Euro nach Mailand überwiesen, um Murillo fest zu verpflichten. 2017/18 absolvierte Murillo 17 Partien für die Valencianer, in denen er sich jedoch nie endgültig durchsetzen konnte. Daher folgte ein schwieriger Start in die Saison 2018/19 - weder Murillo noch der FC Valencia spielten gut und der Kolumbianer sah sich oft außen vor.
Wohl auch aufgrund dieser unbefriedigenden Situation für beide Seiten erklärte man sich im Dezember 2018 damit einverstanden, Murillo bis zum Ende der Spielzeit 2018/19 gegen eine Gebühr von gut einer Mio. Euro an den FC Barcelona auszuleihen. Weiters wurde eine Kaufoption in der Höhe von 25 Mio. Euro vereinbart.

Im Trikot der Nationalmannschaft

Murillo wurde zum ersten Mal am 3. Oktober 2014 für die A-Nationalmannschaft Kolumbiens einberufen. Seitdem absolvierte er 27 Partien für sein Land. Dabei spielte er unter anderem auch mit Ex-Barça-Spieler Yerry Mina zusammen, der zum Zeitpunkt von Murillos Wechsels bereits an den FC Everton verkauft worden war. Seinen größten Erfolg mit der Nationalmannschaft stellte ein dritter Platz bei der Copa Amércia 2016 dar.

Zum Handeln gezwungen - Murillo nur Notlösung?

Dass der FC Barcelona im Winter 2018 schnell einen Innenverteidiger brauchte, war wohl bereits allen bekannt. Nach den Verletzungen von Umtiti und Vermaelen verfügten die Blaugrana mit Piqué und Lenglet nur mehr über zwei gelernte und in der ersten Liga erfahrene Innenverteidiger. Daher wurde eine Leihe angestrebt, um die anspruchsvollen und wichtigen Monate im Frühling zu überstehen. Leider schien niemand daran zu denken, jungen Spielern aus der B-Mannschaft wie Chumi eine Chance zu geben, und man schaute sich auf dem Transfermarkt um. Im Wissen, dass Barça so schnell wie möglich die Verpflichtung eines Innenverteidigers bekanntgeben musste, befand man sich natürlich in einer schwierigen Verhandlungsposition. Trotzdem kam es etwas überraschend, als im Endeffekt Jeison Murillo als neuer Spieler der Katalanen präsentiert wurde.

Erwartungen in Katalonien

Schlussendlich kann man aber auch gut argumentieren, warum die Wahl auf Murillo fiel. Der Kolumbianer ist in La Liga erfahren und hat bereits genügend Stationen in Europa durchlaufen, um die nötige Ruhe für Barcelona zu haben. Er gilt als bissiger und kopfballstarker Innenverteidiger, der viel körperliche Präsenz ausstrahlt. Außerdem war Murillo offensichtlich bereit, die Rolle eines Backups anzunehmen, denn sobald Umtiti wieder einsatzbereit ist, kann davon ausgegangen werden, dass Murillo nur mehr Innenverteidiger Nummer 4 ist. Darüber hinaus akzeptierte Valencia diese kurzfristige Leihe und verlangte keine sehr große Summe.

„Murillo erfahren“ - Jordi Mestre

„Wir sind hier, um Ihnen die Verpflichtung von Jeison Murillo bekanntzugeben. Er ist ein Spieler, der vom FC Valencia ausgeliehen wird und mit einer Kaufoption über 25 Mio. Euro zu uns stößt. [...] Er ist ein international erfahrener Mann, der in der kolumbianischen Nationalmannschaft spielt und auch bei Inter Mailand und eben Valencia aktiv war. Wir begrüßen ihn herzlich und hoffen, dass er uns bei vielen Erfolgen wird helfen können.“

„Starker Charakter“ - Éric Abidal

„Jeison ist ein Innenverteidiger, der meist rechts spielt, aber auch auf den Seiten spielen kann. Er ist ein schneller Spieler, der viel für sein Team arbeitet und einen starken Charakter hat. Außerdem behält er immer einen ruhigen Kopf und es wird für uns wichtig sein, so einen Spieler zur Verfügung zu haben. Wir wünschen ihm viel Glück. Auf dass er uns Titel bringe!“
„In Bezug auf unsere Planung ändert sich nichts. Das Wichtigste ist, dass der Trainer Optionen hat. Wir kennen die derzeitige Situation in der Verteidigung und wir wollen genügend Spieler zur Verfügung haben. Das ändert auch nichts an La Masia. Es gibt Talente, die sich entwickeln und auch immer weiter entwickeln werden, das bestimmt aber schlussendlich der Trainer.“
„Wir analysieren immer die interne Situation und wir beobachten den Markt, aber im Moment haben wir noch keine Transfers geplant und in Bezug auf Abgänge hängt das meiste von den Spielern selbst und deren Vorstellungen ab. Ich bin nicht Trainer und entscheide das nicht. Aber man setzt sich an einen Tisch und dann entscheidet man zusammen, wie es weitergeht.“

„Erfüllter Traum“ - Jeison Murillo

„Ich will mich bei allen bedanken, ich bin sehr froh über diese Möglichkeit. Ich danke auch Gott, dass er mir eine so große Tür zu einem Spitzenverein geöffnet hat, die größte überhaupt. Es ist ein wahrgewordener Traum. Weiters danke ich dem Klub, der mir diese Chance gibt, die mir sehr viel bedeutet. Jetzt bleibt mir nur noch, gut zu trainieren und mich zu beweisen, damit mich der Trainer aufstellt und ich endlich das Spielfeld für Barça betreten kann.“
„Die Gefühle, die ich jetzt gerade habe, merkt man sicher meinem Grinsen an. Auch das Glück, dieses Trikot überstreifen zu dürfen. Die Charakteristiken meines Spiels sind es, den Ball immer bedächtig zu behandeln. Ich erwarte, der Mannschaft helfen zu können, egal, um was es geht. Mit meiner Erfahrung in La Liga will ich Barça dabei unterstützen, alle Ziele zu erreichen.“
„Ich träume seit meiner Kindheit davon, Barcelona zu vertreten. Jetzt lebe ich diesen Traum in der Realität und ich hoffe, alles am Platz beweisen zu können.“
„Yerry Mina ist ein guter Freund und er hat viel Positives über Barça berichtet.“

Am heutigen Nachmittag wurde Jeison Murillo als neuer Spieler des FC Barcelona der Öffentlichkeit vorgestellt und er stellte sich den Fragen der Journalisten. Murillo wird künftig die Rückennummer 17 tragen und zumindest bis zum Ende der Saison das Trikot der Katalanen tragen. Auch Éric Abidal und Jordi Mestre äußersten sich zu Murillos Leihe und sprachen über deren Gründe. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Aussagen bei seiner Präsentation zusammengefasst.

Ist das Thema de Ligt abgehakt und will de Jong wirklich nur zu Barça? Gibt es schon Verhandlung für eine Neymar-Rückkehr? Und scheint der Rabiot-Deal bereits weit fortgeschritten zu sein? In der spanischen Winterpause haben die Medien traditionell wenig zu tun, aber die Journalisten arbeiten fleißig weiter und produzieren Meldungen am Fließband. Hier eine Zusammenfassung aller Neuigkeiten mit persönlicher Meinung.

In einem ausführlichen Interview mit der Mundo Deportivo erzählt Arthur, wie er seine Anfangszeit bei Barça einordnet und welche Erfahrungen er gemacht hat. Überdies äußert er sich zu Iniesta, Coutinho und Dembélé und gibt Einblicke in den Trainingsalltag. Warum er sich als Mensch sehr verändert hat und welcher Ratschlag ihm besonders geholfen hat, könnt ihr im folgenden Interview ebenso nachlesen wie seine Gründe, warum er Neymar gerne wieder in Barcelona spielen sähe.

Still und heimlich hat sich der FC Barcelona mit einem internen Spieler für das kommende Jahr verstärkt: Moussa Wagué, ein junger Rechtsverteidiger aus der B-Mannschaft, wird ab 1. Jänner 2018 auch für das Team rund um Barça-Kapitän Lionel Messi auflaufen. Mit dieser Beförderung soll der Engpass an Außenverteidigern ein wenig aufgelockert werden, denn mit Alba, Roberto und Semedo stehen den Katalanen nur drei auf dieser Position erfahrene Männer zur Verfügung.

Am vergangenen Champions League-Spieltag mühte sich der FC Barcelona zu einem Sieg gegen die PSV Eindhoven, der vor allem Lionel Messi zu verdanken ist. Beim 2:1 Sieg in den Niederlanden konnten die Blaugrana dafür einen neuen vereinsinternen Rekord aufstellen, denn man qualifizierte sich zum zwölften Mal in Folge als Gruppenerster für die KO-Runde. Messi selbst hatte dabei ebenfalls Grund zur Freude.

In einer von der „Global Sprots Salaries Survey 2018“ durchgeführten Statistik-Erfassung ging hervor, dass auf der ganzen Welt kein Sportverein mehr Geld für seinen Kader ausgibt als der FC Barcelona. Die Katalanen lassen sich die Dienste ihrer Spieler im Durchschnitt umgerechnet 11,82 Millionen Euro im Jahr kosten, womit man vor sämtlichen anderen Fußball- und auch NBA-Klubs liegt. Zweiter in der Rangliste ist Erzrivale Real Madrid.

Im Spiel gegen Atlético Madrid lief Sergio Busquets zum 500. Mal in einem Pflichtspiel für den FC Barcelona auf. Damit ist er erst der siebte Spieler der Blaugrana, der diesen Meilenstein erreicht hat. Es lohnt sich daher, Busquets‘ Zeit bei den Katalanen etwas näher unter die Lupe zu nehmen und einige Eckdaten seiner großartigen Karriere hervorzuheben. Seine Zeit in der katalanischen Metropole scheint aber noch längst nicht abgelaufen zu sein!

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