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Mittwoch, 13 März 2019 23:01

FC Barcelona - Olympique Lyon: 3 Brennpunkte zum Spiel

Messi und Co. können sich auf das Viertelfinale freuen Messi und Co. können sich auf das Viertelfinale freuen David Ramos/Getty Images Sport

Um 21 Uhr begann das große Zittern. Würde der FC Barcelona das Weiterkommen die französische Traditionsmannschaft Olympique Lyon schaffen können, obwohl man es versäumte, im Parc Olympique Lyonnais ein Auswärtstor zu schießen. Nun muss man sagen: Alle Sorgen waren unbegründet, denn die Katalanen spuhlten, zumindest in der ersten Hälfte, eine äußerst starke und routinierte Leistung ab, sodass man das Viertelfinale der Champions-League relativ ungefährdet erreichen konnte. Wie der Sieg zustande kam, erfahrt ihr in unseren drei Brennpunkten.

Coutinho in der Startelf

Vor dem Spiel galt es vor allem eine Frage zu beantworten: Welcher Spieler startet bei Barça auf der linken offensiven Position? Zur Erinnerung: Ousmane Dembélé beendete das vergangene Ligaspiel am Wochenende angeschlagen und es war nicht sicher, ob der Franzose gegen Lyon von Beginn an spielen könne. Ernesto Valverde beantwortete die Frage dahingehend, dass er Dembélés Konkurrenten auf dieser Position, Philippe Coutinho, starten ließ. Der Brasilianer zeigte dabei eine recht ordentliche Leistung und scheint sich langsam aber sicher aus seiner Formkrise befreien zu können. Seine Vorstellung konnte er sogar mit einem eigenen Treffer krönen. Coutinho hielt sich dabei, wie gewöhnlich, die meiste Zeit im zentralen Mittelfeld auf und gliederte sich gut ins Kombinationsspiel mit den anderen Offensivkräften ein. Einige Probleme in der Entscheidungsfindung, z.B. unnötige Abschlussversuche aus der zweiten Reihe bei völliger Überlagerung der Schusslinie schlichen sich trotzdem ein. Die Hoffnung bleibt, dass der Formanstieg weiter anhält und der Brasilianer in Zukunft wieder eine deutlich stärkere Alternative als zuletzt darstellt.

Suárez als "falsche Neun"

Luis Suárez wurde von Ernesto Valverde als Mittelstürmer eingesetzt. Bei den meisten Angriffen hielt sich der Uru allerdings nicht im Sturmzentrum auf, sondern ließ sich ins Mittelfeld oder auf die Außenpositionen fallen. Dies kann als Reaktion auf die erwartet defensive Einstellung des Gegners aus Frankreich interpretiert werden. Ein reiner klassischer Mittelstürmer hätte gegen Lyon wohl in der Luft gehangen. Stattdessen entschied man sich dazu, Suárez´ Spielintelligenz an anderer Stelle einzusetzen und das Mittelfeld mit ihm zu überlagern. El Pistolero kombinierte im Mittelfeld vor allem mit den nach vorne stoßenden Rakitić, Arthur und Coutinho. Diese versuchte er mittels Doppelpässen über die Außen oder durch die Mitte freizuspielen, was oft zu spektakulären und schnellen Angriffen führte. Teilweise ließ er sich sogar bis in die Mitte des gesamten Feldes fallen. Einzig bei gegnerischem Ballbesitz änderte sich diese Rolle, da der Uru dann zum ersten Pressingspieler wurde und die gegnerische Viererkette anlief.

Fahrlässige zweite Hälfte

So stark die erste Halbzeit des FC Barcelona war, so sorglos ging man die zweiten 45 Minuten an. Spätestens mit dem Anschlusstreffer war die Partie für mehrere Minuten völlig offen und die Katalanen gaben die Kontrolle über das Spiel ab. In dieser Phase kam Lyon zu mehreren Chancen und war dem Ausgleichstreffer sehr nah, was ein temporäres Weiterkommen der Franzosen bedeutet hätte. Zwar kam Barça in diesem Spielabschnitt auch zu einer Menge gefährlichen Konterchancen, spielte diese jedoch nur unzureichend aus, sodass der Gegner lange am Leben gehalten wurde. Mit nur ein wenig mehr Konzentration im Abschluss hätte das Spiel wohl viel früher zu den Akten gelegt werden können. Mit dem 3:1 durch Lionel Messi kam dann endlich die Erlösung für alle, die es mit dem FC Barcelona halten. Die Tore zum 4:1 und 5:1 sind dann eher auf die Resignation des Gastes aus Frankreich zurückzuführen. So kann man sich über das Weiterkommen im Wettbewerb freuen, auch wenn sicherlich noch Teams auf unseren Lieblingsklub zukommen werden, die eine solche Halbzeit effektiver bestrafen würden.

 

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Lucas Gröning

Kontakt: lucas.g[at]barcawelt.de

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