Messis 5. Goldener Schuh: Der Werdegang zum Rekord

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Er verteidigte die Auszeichnung aus dem Vorjahr. Nach einer starken Saison sicherte sich Lionel Messi erneut den Titel des besten Torjägers von Europa. Zum mittlerweile fünften Mal – Rekord! Wieder mal war deutlich erkennbar, dass La Pulga in den meisten Spielen den Unterschied für seine Mannschaft ausmachte. Frische im Team ohne ihn ist fast gar nicht vorhanden, gefährliche Aktionen entstanden ebenfalls nur selten. Wir werfen nun einen Blick darauf zurück, wie Leo die magische 5 erreichte und was seine Tore so besonders machte.

Die Champions League ist es zwar nicht geworden, wohl aber das Double. „Der Floh“ holte mit dem FC Barcelona in überlegener Manier Meisterschaft und Pokal, wobei Tore dafür logischerweise notwendig waren. Doch es waren nicht irgendwelche Tore, es waren Tore des kleinen Argentiniers, die zu einem großen Teil die Dominanz innerhalb Spaniens bestätigten. Der 5. Goldene Schuh war die logische Folge einer Kaltschnäuzigkeit, die im Fußball nur wenige haben. Nichts neues bei diesem Mann, aber die Art und Weise, wie er die gegnerischen Torhüter zur Verzweiflung brachte, ist mehr als herausragend.

Erst Doppelpack, dann Hattrick

Beim Auftakt im Camp Nou gegen Betis ging Lionel Messi noch leer aus, im zweiten Saisonspiel auswärts gegen Alavés startete Leo seine Torejagd. Kurz vor der Halbzeitpause bekam Barça einen Elfmter zugesprochen, das sichere Tor für die Katalanen, könnte man meinen. Pacheco erriet die Ecke und Messi erwischte für seine Verhältnisse einen dürftigen Start in der Liga. Es gab aber noch eine zweite Halbzeit, in der Messi seinen Fehler wieder gut machen wollte. Und wie er das tat. Mit zwei Treffern innerhalb von wenigen Minuten sicherte er den Katalanen im Alleingang die wichtigen drei Punkte. Dabei wurde erstmals in der jungen Saison das gefürchtete Zusammenspiel mit Jordi Alba erkennbar.

Es folgte das Heimspiel gegen Espanyol. Ein Derby, das auch für hitzige Momente im Spiel gut sein kann. Schnell wollte Barça klarstellen, wer der Herr in der Stadt ist. Ein Mann ganz besonders, wer wohl? Lionel Messi. Mit zwei Toren zur Halbzeit war die Entscheidung so gut wie gefallen, mit einem dritten Treffer zum 3:0 holte er zudem seinen ersten Hattrick der Saison. Auch in diesem Match spielte Jordi Alba mit zwei Assists eine tragende Rolle. Er weiß einfach über die Laufwege und Positionierungen seines argentinischen Mitspielers Bescheid und Messi mit seiner Weltklasse war vor dem Tor eiskalt. Fünf Tore innerhalb von zwei Spielen ließ alle Culés dieser Welt auf mehr Tore des Superstars hoffen.

Besser als ein Hattrick? Ein Viererpack

Nach einem Zittersieg gegen Getafe folgte die erste englische Woche in der Liga. Diese bestand aus einem Heimspiel für den FC Barcelona, bei dem der SD Eibar aus dem Baskenland zu Gast war. Mit einem 6:1-Kantersieg feierten die Katalanen das erste Schützenfest der Saison, wobei Lionel Messi auch dabei seinen linken Fuß im Spiel hatte. Erst verwandelte er einen Elfmeter souverän, der zweite Durchgang verdiente sich dann den Namen „Messi-Festspiele“. Platzierte Schüsse ins Eck, gefürchtete Vorstöße über die rechte Seite nach innen und ein Abschluss nach einem Doppelpass..alles war mit dabei. Vor allem das Tor zum 5:1 zeigte einmal mehr seine Robustheit und des absoluten Willen, das Tor machen zu wollen, obwohl er von mehreren Gegenspielern bedrängt worden war.

Die nächste Show bekamen die Zuschauer im Camp Nou gegen Las Palmas zu sehen. Stichwort Zuschauer: es gab keine im Stadion! Aufgrund unruhiger politischer Verhältnisse mussten die Katalanen ein Geisterspiel abhalten, in dem Lionel Messi sich von den ganzen Unruhen nicht aus der Ruhe bringen ließ. Es wurde ein Doppelpack, wobei eines dieser Treffer zeigte, dass er teilweise mit seinen Gegnern spielte. Leo überspielte den gegnerischen Torhüter mit einer kurzen Bewegung und schob ins leere Tor ein. Eine Meisterleistung eines Meisters!

Führungstor in San Mamés & Phantomtor im Mestalla

Das Auswärtsspiel gegen Athletic Bilbao hat sich zum erwartet schweren Spiel für den FC Barcelona entwickelt. Nach einer erneuten Vorlage durch Jordi Alba und einem ebenso perfekten Abschluss von Lionel Messi brachen die Katalanen aber den Riegel und konnten in der zweiten Halbzeit etwas besser atmen. Ein weiteres Mal konnten die Fans im Stadion sehen, was für Vollstreckerqualitäten der Argentinier hat und mit was für einer Passgenauigkeit er ausgestattet ist.

Einige Wochen später war Messi wieder im Mittelpunkt. Das nächste schwierige Gastspiel stand auf dem Programm, mit Valencia traf man auf die bis dato zweitstärkste Mannschaft in Spanien. Trotzdem war es eine der besten ersten Halbzeiten in dieser Saison, in der die Gastgeber förmlich an die Wand gespielt wurden und die Tabellensituation wahrlich nicht zu erkennen war. Lionel Messi sorgte auch an diesem Abend für die Führung, jedoch nicht für die Schiedsrichter. Neto im Tor der Valencianer konnte den Ball nicht festhalten und schlug den Ball erst hinter der Torlinie weg, das Tor wurde nicht anerkannt und Messi blieb bei zwölf Ligatoren stehen. Mit seinem sehenswerten Assist zum späten Ausgleich durch seinen kongenialen Partner Jordi Alba wurde noch verdientermaßen das Remis gerettet.

Tore gegen Celta und Villarreal

In weiterer Folge konnte Lionel Messi seinen Torhunger weiter nicht stillen und sorgte für Begeisterung. Sein Torkonto wuchs und wuchs. Gegen Celta Vigo konnte er einen zwischenzeitlichen Rückstand nur Momente später mit einem satten Schuss ausgleichen, während er gegen Villarreal nach schnellem Zuspiel von Sergio Busquets gleich zwei Gegenspieler wie kleine Jungs stehen ließ und den Keeper problemlos bezwingen konnte.

Diese Aktionen vor dem Tor zeugten aber auch von seiner Routine, die sich Lionel Messi im Laufe der Jahre angeeignet hat. Damit werden die Tore nur mehr zur Selbstverständlichkeit, die Barça zum überlegenen Tabellenführer in dieser Phase der Liga machten. Die Abhängigkeit von Leo ist von Spiel zu Spiel erkennbar, was vielen Culés durchaus Sorgen bereitet.

Starker Auftritt im Bernabéu – 25. Clásico-Tor

Keine Tore gegen La Coruña, man könnte meinen, Lionel Messi sparte sich die Batterien für den nächsten Spieltag. Das war dann das Spiel der Spiele, im Bernabéu-Stadion gegen den Erzrivalen aus Madrid. Nach einer eher schwachen ersten Halbzeit machte Messi dann ernst. Nachdem er beim Führungstor seinen Kollegen den Vortritt lassen musste, war er beim 2:0 maßgeblich beteiligt. Durch einen Stangenschuss kam die Real-Abwehr in Bedrängnis, so dass sich Dani Carvajal nur mit einem Handspiel zu helfen wusste. Den fälligen Elfmeter knallte Leo unter die Latte und jubelte in der Madrider Sonne vor den gegnerischen Fans. In der Nachspielzeit ließ er noch Marcelo stehen und assistierte zum 3:0 durch Aleix Vidal, die Demütigung und der dritte Ligasieg in Folge im Bernabéu waren perfekt.

Fluch im Anoeta besiegt – Weltklassetor von Messi

Nach einem Tor gegen Levante musste der FC Barcelona zu Real Sociedad und das bedeutete nur eines: Hoffen auf einen Sieg nach über einem Jahrzehnt! Zunächst sah es erneut nicht danach aus, aber Barça raffte sich wieder auf und siegte im strömenden Regen noch mit 4:2. Der Schlusspunkt wurde aber einem Mann überlassen, natürlich: Lionel Messi. Er setzte einen Freistoß über die Mauer, wobei die Flugbahn eine äußerst seltsame war. Der Ball senkte sich immer mehr und landete schließlich im Tor, was die Fans in Staunen versetzte. Ein Freistoß der Extraklasse, der die Krönung eines überragenden Comebacks darstellte.

Doppelpack gegen Betis – Siegtor gegen Alavés

Mit dem Auswärtsspiel gegen Betis wurde die zweite Runde der Saison eingeläutet. Wie die Vergangenheit mehrmals bewiesen hat, sind die Auftritte im Benito Villamarín nicht immer Spaziergänge gewesen. An diesem Abend jedoch schon. Erst verwandelte Lionel Messi einen Busquets-Pass zum zwischenzeitlichen 2:0. Bei diesem Tor wurde die schnelle Reaktionsfähigkeit von Sergio zu Barças und Messis Vorteil. Das 4:0 war ein Tor, das wir oft von einem Lionel Messi gesehen haben. Ein typisches Messi-Tor. An der Strafraumgrenze nach innen ziehen, Gegenspieler aussteigen lassen und überlegt ins Tor schieben. Einen derartigen Treffer verteidigen? Nahezu unmöglich. Das 5:0 mochte am Ende zwar zu hoch erscheinen, war aber dennoch ein Ausrufezeichen in Richtung Endspurt der Meisterschaft. Stichwort Ausrufezeichen: dieses setzte auch Lionel Messi im Kampf um den Goldenen Schuh, Cristiano Ronaldo konnte kaum nachsetzen und befand sich in einer Torflaute. Ernstzunehmende Gegner waren die Topstürmer aus der englischen Premier League Mohamed Salah und Harry Kane.

Gegen Alavés erwischten die Katalanen einen überraschend anstrengenden Arbeitstag. Man lag sogar in Rückstand, wo auch die Konsequenz im Angriffsspiel gefehlt hat. Wer wenn nicht Lionel Messi sollte diesen Abend noch retten? Er tat dies mit einem Freistoß in der Schlussphase der Partie, um doch noch die drei Punkte zu sichern. Spätestens da war vielen klar: ohne diesen Mann ist Barça die Hälfte wert, wenn überhaupt.

Kurzzeitige Torpause – Doppelpack gegen Girona

Espanyol, Getafe und Eibar konnten sich glücklich schätzen. Sie besiegten den Tabellenführer aus Barcelona, falsch! Das eigene Netz wurde von Lionel Messi nicht getroffen, wobei die ersten beiden genannten Teams sogar Unentschieden herausholen konnten und damit neben Messis Erfolglosigkeit vor dem Tor auch ergebnistechnisch punkten konnten. Im Derby gegen Espanyol wurde Messi von Valverde sogar eine Stunde lang auf der Bank gelassen.

Die Antwort konnte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Im Heimspiel gegen Girona sahen die Fans ein weiteres Schützenfest, Leo traf dabei wieder in typischer Manier. Viele glaubten schon an eine vergebene Chance, doch der Maestro wusste mit dem Ball wie sooft mehr anzufangen als man glaubte. Er marschierte vom Tor weg und fand vom Elfmeterpunkt aus seine ideale Schussposition. Muss erwähnt werden, dass diese Aktion zu einem Treffer führte? Nein. Das nächste Tor hatte auch seine frechen Seiten. Wie einst Ronaldinho schob er einen Freistoß unter die springende Mauer hindurch und schraubte sein Konto weiter nach oben. La Pulga war mittlerweile unaufhaltsam unterwegs.

Freistoßtore gegen Las Palmas und Atlético Madrid

In den folgenden Spielen hat Lionel Messi immer mehr Gefallen an Freistoßtoren gefunden. Auswärts gegen Las Palmas wurde es die Torwartecke, die dran glauben musste. Mit einem wuchtigen Schuss ließ er dem Schlussmann keine Chance und sorgte für die Führung. Dass das Match mit einem unglücklichen und auch umstrittenen 1:1-Remis endete, ließ Messi und seinen FC Barcelona nicht von der Bahn bringen.

Denn nur wenige Tage später stieg der Showdown im Camp Nou gegen den ärgsten Verfolger Atlético Madrid. Ein dummes Foul der Rojiblancos bescherte den Katalanen ein Freistoß aus vielversprechender Position. Vielversprechend deshalb, weil es die Position wie für einen Lionel Messi geschaffen ist. Und das bestätigte sich im Anschluss: nicht einmal der beste Torwart der Liga, Jan Oblak, konnte den Schlenzer über die Mauer parieren. Die Fingerspitzen waren zu wenig, um den 1:0-Heimsieg des FC Barcelona zu verhindern und den Punktevorsprung wieder auf 8 wachsen zu lassen. Sicherlich die Vorentscheidung im Kampf um den Meistertitel. Und wer machte den Unterschied aus? Natürlch Leo himself!

Vaterfreuden verzögerten nächsten Treffer

Das Spiel in Málaga wurde durch die Geburt des dritten Kindes ausgelassen. Auch ohne Messi reichte es zu einem lockeren 2:0. Lange mussten die Fans auf eine Rückkehr nicht warten. Bilbao war am nächsten Spieltag im Camp Nou zu Gast und müsste früh das 0:1 durch Paco Alcácer hinnehmen, Lionel Messi wollte nach dem Familienzuwachs auch in sportlicher Hinsicht nachlegen und dies verabsäumte er nicht. Ein wuchtiger Linksschuss von der Strafraumgrenze war natürlich nicht zu halten, der gleichzeitig auch den Endstand fixierte.

Niederlage in Sevilla? Nicht mit Messi

Der 30. Spieltag wird wohl in der Geschichte der Primera División unvergessen bleiben. Man musste in Andalusien gegen spielfreudige und motivierte Männer des FC Sevilla antreten. Messi drückte dabei zunächst wie schon im Derby gegen Espanyol die Bank und bekam etwas zu sehen, was er nicht sehen wollte: einen 0:1-Rückstand zur Pause. Der Beginn der zweiten Halbzeit ließ sein Gesicht nicht entspannen. Sevilla schlug erneut zu und führte mit 2:0. Leo befand sich zu diesem Zeitpunkt beim Aufwärmen und sah mit ernster Miene dem Torschützen Muriel beim Jubel zu. In diesem Moment hatte La Pulga einige Gedanken im Kopf und brannte nun auf seinen Einsatz.

Nach einer knappen Stunde kam er dann. Endlich! Was war danach passiert? Na klar, das Spiel des FC Barcelona wurde flüssiger, orientierter und gefährlicher. In der 88. Minute war es dann sein Sturmkollege Luis Suárez, der einen Corner spektakulär verwertete und so nochmal für Spannung sorgte. Was eine Minute später geschah, haben nicht einmal die größten Culés für möglich gehalten: eine Hereingabe von Coutinho rollte an Freund und Feind vorbei. Denis Suárez näherte sich dem Ball, doch er überließ einem den Abschluss, richtig: Lionel Messi! Mit seiner unvergleichlichen Schusstechnik schlenzte er den Ball Richtung Tor, Sergio Rico war dran. Die Kugel landete aber hinter seinem Rücken, das Tor zählte, die Aufholjagd war perfekt. Es wurde keine Niederlage und ein wertvoller Punkt in Sevilla, die Abhängigkeit  von einem Lionel Messi war endgültig nicht mehr zu leugnen.

Triplepack gegen Leganés als Draufgabe

Leganés wurde diesmal, im Gegensatz zum Hinspiel, ein weiteres Opfer von La Pulga. Freistoßtor, Schuss ins kurze Eck und ein Heber aus kurzer Distanz, das volle Programm. Es wurden wieder drei Tore in einem Spiel, es fiel einem mittlerweile schwer, zu entscheiden, welches Tor das schönste war. Die spielerische Meisterleistung von Leo war in allen Belangen Balsam für alle Fußballaugen. Dieser Mann war schwer zu Fall zu bringen, in den schwierigsten Situationen bringt er den Ball im Tor unter und die Ruhe vor dem Tor braucht gar nicht erwähnt zu werden. Der Maestro schlechthin!

Nächster Triplepack sicherte Meistertitel für Barça

Mit dem zwischenzeitlichen Finalsieg in der Copa del Rey gegen den FC Sevilla wollte sich Lionel Messi mit dem FC Barcelona auch vorzeitig den Meistertitel sichern. Es wäre sein neunter mit den Katalanen. Die Chance dazu bot sich im Riazor gegen Deportivo La Coruña und das war ein Abend der Festspiele. Beim 4:2 steuerte Messi den nächsten Dreierpack bei. Sein erstes Tor verdankte er einem Traumpass von Luis Suárez, die mit einer ebenso sehenswerten Direktabnahme, zu der nicht viele Toptorjäher im Stande sind, gekrönt wurde. Das zweite Tor des Argentiniers entstand nach einem wunderschönen Kombinationsspiel im Strafraum, wobei eindeutig zu erkennen war, dass Luis Suárez trotz guter Schussposition seinem Sturmpartner bewusst zu weiteren Toren verhelfen wollte. Das dritte Tor war die gewohnte Kaltschnäuzigkeit inklusive Abschluss ins kurze Eck.

Nächstes Tor gegen Real bildet Schlusspunkt

Das Clásico war sportlich gesehen nicht mehr von Bedeutung, ein solches Spiel ist aber auf jeder Ebene ein Hingucker. Die Emotionen, die Rivalität, Topspieler auf beiden Seiten..und es wurde ein rassiges Spiel im Camp Nou. Messi hatte dabei ein persönliches Ziel: gegen Real nach Jahren wieder im Camp Nou zu treffen. Die Vorzeichen waren nach der ersten Halbzeit nicht die besten: Sergi Roberto musste mit Rot vom Platz, was Lionel Messi aber keine Sorgen bereitete. Er konzentrierte sich auf sein Spiel und behielt dabei seine Topform. Casemiro und Sergio Ramos konnten La Pulga nicht aufhalten und so war der Schuss ins kurze Eck nur noch Formsache, das die zwischenzeitliche 2:1-Führung bedeutete. Endlich wieder ein Treffer im Camp Nou gegen Real, 34 Ligatore sind erreicht.

Messi so gut wie noch 2011/2012?

Der Goldene Schuh war somit fix, der fünfte an der Zahl. Kein anderer Spieler hat diese Auszeichung öfter zugesprochen bekommen, was diesem fünften Schuh für die Saison 2017/2018 einen besonderen Wert gibt. Allein die Präsenz auf dem Feld hat immer wieder gezeigt, was Lionel Messi für die Katalanen bedeutet. Die Veränderung des Spielverlaufs ist dabei zur Selbstverständlichkeit geworden, was die Leistungen der anderen Spieler nicht schmälern soll. Immerhin hat ein Luis Suárez 25 Tore erzielt und der vermeintliche Transferflop Paulinho neun Treffer als Mittelfeldspieler beigesteuert, aber der FC Barcelona als Team zeigt mit Lionel Messi ein ganz anderes Gesicht und gewinnt durch ihn jeden Glauben zurück, ein Spiel so zu gestalten, dass am Ende alle Culés dieser Welt strahlen.

Vor sechs Jahren holte Lionel Messi zwar nicht den Meistertitel, aber er schaffte etwas, was bisher noch kein Spieler geschafft hat. Ganze 50 Tore in einer Saison! Da wäre unter anderem das 7:1 in der Champions League gegen Bayer Leverkusen, als La Pulga fünf Tore erzielte und ein Tor schöner als das andere war. Oder das Auswärtsspiel gegen den FC Sevilla, als ein Abwehrspieler mit Leichtigkeit getunnelt wurde und der Heber im Anschluss zu einem seiner schönsten Karrieretreffer geführt hat. Ist Leo in der abgelaufenen Saison an die Leistungen von damals heran gekommen? Die Anzahl der Tore möge zwar dagegen sprechen, doch die Form lässt nicht erahnen, dass Messi in Kürze 31 Jahre alt wird. Die Spritzigkeit hat er, gepaart mit seiner Routine sind diesem Mann weitere Tore der Extraklasse auf jeden Fall zuzutrauen. Das Wort Weltklasse brauchen wir in einem Atemzug mit Lionel Messi überhaupt nicht mehr in den Mund nehmen, dieser Mann ist für den Fußball geboren worden. Und da wäre noch die Weltmeisterschaft in Russland, wo das letzte große Ziel, der WM-Pokal, bereit steht. Mit Toren von La Pulga ist auch dieser Titel mehr als realistisch, so dass dem Goldenen Schuh eine goldene WM-Medaille hinzugefügt werden kann. Mucha suerte Leo! Te amamos!

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