Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

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Kev antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Patolona schrieb: und einen Holzhacker Vidal beginnen zu lassen

Ich glaube ich bin nicht alleine wenn ich sage, Vidal hat ein super Spiel gemacht. Ohne Vidal wären wir vermutlich zuhause schon negativ ausgegangen. Ich denke Vidal ist, über die letzten zwei Spiele, neben Messi der letzte Spieler den man kritisieren kann.
1 Monat 1 Woche her
#281
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Konfuzius antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Ich versuche mich nun in den Schlaf zu weinen. Gute Nacht, Jungs.


@Barca14

Ich geh glaube ne Runde Frustw**en. Muss auf andere Gedanken kommen. Mit Fussball habe ich abgeschlossen, solange Valverde noch an der Seitenlinie steht.


In der Nacht sollte man nicht wischen, weil man eh nichts sieht. :evil: :evil:
1 Monat 1 Woche her
#282
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Safettito antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Nachdem Hinspiel war noch alles gut, heute sind wir wieder Witzfiguren :P

Das heute war schlimmer als in Rom damals, bei der Roma hatten wir so gut wie keine Chance aus dem Spiel gehabt, aber heute hatten wir zumindest 2-3 100% liegen lassen und dazu noch ne Handvoll guter Einschussmöglichkeiten, selbst die Liverpoolspieler hatten nach der 4-5 Chance durch Barca das Gefühl die schießen heute kein Tor mehr und jede vergebene Chance gab denen mehr auftrieb.

Es ist ganz klar ein Versagen der ganzen Mannschaft, auch Messi hatte am Ende aus zwar spitzem Winkel aber dennoch eine sehr gute Chance gehabt das zu drehen, trotzdem ich hätte mich auf kein Finale gefreut wären wir mit einem 1:3 oder 1:4 weitergekommen, da muß man schon so abgebrüht wie Real Madird sein um das Mental einfach wegzustecken.

Technisch sind wir nicht in der Lage ein hohes Pressing gekonnt zu umspielen, dazu fehlt uns einfach das nötige Mittelfeld, ein Rakitic stösst an seine Grenzen, ein Vidal kann kämpfen aber kein Spiel leiten und Busquets ist komplett überfordert ohne richtige Anspielsituationen.

Was aber viel schlimmer ist, wei haben Transfers getätigt die uns eigentlich wenig weitergebracht haben, ein Coutinho, Dembele, Malcom haben diesem Team nicht diesen Mehrwert gegeben, den man erwartet hatte. Soll keine Kritik an den Spielern sein, vielleicht liegts am Trainer, an der Spielweise, an anderen Spielern ? Jedenfalls sind wir kaum ein Schritt nachvorn gekommen und das ist seit dem CL-AUS gegen Atletico 2016/2017 der Fall.

Es ist einfach Zeit sich von einigen Spielern zu trennen, es wäre aber auch im Fall eines Triplegewinns die Zeit gewesen, ein Pique ist für mich auch kein Puyol das hat man heute auch gesehen und es wird Zeit das vorne anstatt Messi andere wirbeln und Messi sich mehr zurückzieht, der Verantwortungsbereich muss komplett ausgeglichen werden, da hat man mit DE JONG schonmal einen guten Anfang gemacht.
1 Monat 1 Woche her
#283

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Dr.Doofenshmirtz antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Das Halbfinale ist Best Of 5 stimmts?
1 Monat 1 Woche her
#284

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Patolona antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Es kann aber auch nicht jedes Jahr dann der Anspruch von uns Cules sein zu hoffen das Messi Weltfussballer wird..
Defakto zum jetzigen Zeitpunkt wird er es!

Valvedere bringt null Stabilität wenn er immer das von unseren Spielern verlangt was sie am wenigstens können ich errinere mich letztes Jahr in Rom wo Dembele auf der Bank war warum?!
Semedo heute auf der Bank warum?
Arthur auf der Bank warum?

Roberto ist nicht so schnell und devensiv nicht besser wie Semedo
Vidal ein Krieger aber braucht es den 80 min lang wenn man eh 3:0 führt oder warum verliert Valverde so spät in der Saison das Vertrauen an Arthur?

Dembele wieder verletzt kann passieren aber warum so oft?
warum können jz unsere 3 vorne nicht so pressen wie einst
Villa Pedro und Messi?

Es sind viele kleine Dinge die solche Spiele in eine ganz andere Richtung lenken.
1 Monat 1 Woche her

Barca since 1998
#285
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Patolona antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Kev schrieb:

Patolona schrieb: und einen Holzhacker Vidal beginnen zu lassen

Ich glaube ich bin nicht alleine wenn ich sage, Vidal hat ein super Spiel gemacht. Ohne Vidal wären wir vermutlich zuhause schon negativ ausgegangen. Ich denke Vidal ist, über die letzten zwei Spiele, neben Messi der letzte Spieler den man kritisieren kann.



Ein schlechtes Spiel hatte heute niemand Alba zwar mit einem Patzer aber 1:0 hielten wir lange und hatten chancen die Kernfrage und somit bring ich es auf den Punkt warum hatte heute niemand ein sehr gutes Spiel wo waren die Impulse ausser von Messi..
Arthur hat in den paar Minuten mehr offensiv Szenen wie Vidal in den gesamten beiden Spielen und unsere Stärke ist das kurzpasspiel in Tottenham war Arthur einer der Besten wurde Stammspieler und Valvdere schenkt ihm kein Vertrauen in solchen Spielen und das Semedo sich gegen Mane leichter tut wie Roberto müsste man eigentlich wissen und vorne auch mal tief geht wie Alba!!

Chancen waren da und am Ende stehst du halt mit leeren Händen da Vorwurf kann man nur dem Trainer machen so leid es mir tut und Coutihno ist der typische 20 min Spieler den kannst du nach 20 min auswechseln den es wir nix mehr kommen
alternativen haben wir leider keine Liverpool schon frag mich echt was eigentlich gewesen wäre wenn Suarez sich verletzt hätte wer stürmt dann Vermaalen?
1 Monat 1 Woche her

Barca since 1998
#286
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Dr.Doofenshmirtz antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Wie kann man in so einer Situation darüber diskutieren ob Messi noch Weltfußballer wird oder nicht? Who the f*ck cares was er diese Saison noch wird???
1 Monat 1 Woche her
#287
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Barca_star antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Unbeschreiblich.

Einfach nur unbeschreiblich.

Um ehrlich zu sein fehlen mir gerade die Worte, um meine Gedanken in irgendeiner Art und Weise strukturiert darzulegen, insofern bitte ich um Entschuldigung, wenn das Folgende nun etwas chaotisch rüberkommt. Nichtsdestotrotz möchte ich nach etwas längerer Abstinenz wieder mal einen etwas längeren Beitrag verfassen, der meine Eindrücke der letzten Monate mit dem heutigen Tag als absoluten Negativhöhepunkt und einem der dunkelsten Kapitel der jüngeren Klubgeschichte zusammenfasst.

Ich habe mich in den letzten Wochen bewusst zur Personalie Valverde zurückgehalten, weil ich lieber das große ganze Bild bewerten wollte und nicht einzelne Teilsegmente dieser Saison von Valverdes Barca, gerade weil mir eine derartige Bewertung etwas beschränkt schien und man mit einem gewissen zeitlichen Abstand einen besseren Rückblick auf das ganze Bild hinbekommt.

Was mir in dieser Zeit markant ins Auge gestochen ist, ist, wie gut Valverdes Barca statistisch performt. Nach den Spielen schaue ich mir immer gerne die Statistiken eines Spieles an und betrachtet man sich etwa "populäre" Statistikbereiche wie den Ballbesitz, die Passquote oder auch die Schüsse aufs Tor pro Spiel, dann könnte man wirklich zu der Einschätzung kommen, dass Valverdes Barca eine überzeugende Gesamtperformance über die gesamte Saison hingelegt hat.

Dass dem so nicht ist, hat sich vor allem in den letzten Monaten und Wochen immer stärker herauskristallisiert. Bei aller Liebe für Statistiken, aber selten habe ich eine größere Diskrepanz zwischen der statistischen und der "tatsächlichen" Performance gesehen als bei Valverdes Barca. Eine richtige Erklärung hierfür habe nicht, vielmehr handelt es sich hierbei um Erklärungsansätze, die allerdings auch nicht das große Ganze erklären können. Im Ergebnis ist es aber immer das gleiche: Valverdes Barca ist ein undefinierbares Objekt geworden, das - wenn man sich einmal die realen Geschehnisse hauptsächlich vor Augen führt - für nichts wirklich steht und, sogar ganz im Gegenteil, die Identität, für die dieser Verein in den letzten Jahren gestanden hat, ein Stück weit untergräbt.

Müsste ich also Valverdes Barca beschreiben, dann handelt es sich hierbei um eine Ansammlung gewisser gruppentaktischer Abläufe (die Messi-Alba-Connection hierbei als herausragendstes Beispiel), die im Verbund eine schwer zu definierende Masse im Sinne einer Spielidee ergeben. Konkret bedeutet dies: Valverdes Barca macht mehrere mittelgroße Sachen ganz solide, ist aber in der Gesamtbetrachtung nicht wirklich greifbar, hauptsächlich bedingt durch den Umstand, dass es nichts Großes, sondern vielmehr gruppenbezogene Abläufe, gibt.

Was meine ich damit? Wenn ich mir diesen Verein und seine Spielkultur anschaue, dann stand Barca stets für ein ballbesitzorientiertes Spiel. Damit aber natürlich nicht genug. Unser Spiel war immer proaktiv ausgelegt und zielte auf das gezielte Bespielen von Räumen ab, um den Gegner so zu penetrieren. Ganz konkret handelt es sich hierbei um das "Juego de posicion", sprich das Positionsspiel und in unserem Fall natürlich ein ballbesitzorientiertes Positionsspiel. Und wenn ich mir die Kritik an Valverde in den letzten Wochen zu Gemüte führe, dann glaube ich, dass hauptsächlich dieser (fehlende) Aspekt kritisiert wird. Valverdes Barca ist weiterhin ballbesitzorientiert. Ja, das stimmt. Aber die Orientierung während des Ballbesitzes ist hauptsächlich Messi, sprich auf ein Individuum beschränkt. Dieser Umstand steht der Grundidee des Positionsspiel diametral gegenüber. (Ballbesitzorientiertes) Positionsspiel ist per se ein kollektivistischer Ansatz, um überhaupt durchgeführt zu werden. Die Zentrierung auf eine einzelne Person führt dabei in erster Linie zu Effizienzverlusten beim Bespielen von Räumen und sorgt zudem dafür, dass andere Spieler in relativ starren Strukturen "gefangen" sind, um so die Zentrierung auf dieses Individuum, das im Mittelpunkt steht (Messi), aufrechtzuerhalten.

Auch wenn Messi diese Negativeffekte durch seine einzigartige spielerische Klasse zu großen Teilen kompensieren kann, so kann ich jene Fans absolut verstehen, welche meinen, dass das große ganze Bild einfach unbefriedigend wirkt, und sogar deren Meinung teilen. Wie gesagt, mein Erklärungsansatz für diesen Eindruck wäre das fehlende Positionsspiel. Und ja, ich würde sagen, dass das Fehlen dieses Positionsspiels einen Identitätsverlust darstellt. Der alternative Ansatz von Valverde pervertiert den Grundgedanken des Positionsspiels und beschränkt Barca ungemein. Das ist wie gesagt nicht in statistischen Kennzahlen messbar, aber für die Fans unserer proaktiven, auf Ballbesitz orientierten Spielkultur einfach in einer gewissen Weise spürbar.

Btw: in diesem Zusammenhang finde ich es mittlerweile relativ amüsant, wie die "Ober-Babos" des Blanco- und Barca-Threads in der letzten Woche in einer relativ aggressiven Art und Weise versucht haben, diese fragmentierte, auf gruppentaktische Abläufe beschränkte Herangehensweise von Valverde zu einem Art "Masterplan" und Valverde darüber hinaus zu einem Art "Mastermind" darzustellen, welcher diesen gesamten Spielverlauf sogar in der Form geplant hat. Für mich hat sich ehrlicherweise ein ähnliches Bild dargestellt; allerdings hat meine Bewertung dieser Herangehensweise einen komplett anderen Charakter. Valverde hat gewisse gruppentaktische Abläufe in unserem Spiel, welche vor allem mit dem Ballbesitz zusammenhängen, ausgeschaltet, weil er gewusst hat, dass sein gesamtkollektives Spielsystem von Liverpools mannschaftlichem Ansatz im wahrsten Sinn des Wortes "auseinandergenommen" wird und sich auf gruppentaktische Abläufe konzentriert, die von Liverpool schwer zu greifen sind. Noch eindeutiger kann meiner Meinung nach ein Coach nicht eingestehen, dass sein Ansatz gegen die kollektive Spielidee von Klopp nicht den Hauch einer Chance hätte.

Soviel zu meinen Gedanken über die spielerische Entwicklung bzw. Stagnation von Valverdes Barca. Zum Schluss möchte ich aber noch einen Aspekt ansprechen, der mir gerade an diesem Abend wahnsinnig stark ins Auge gefallen ist und eigentlich schon damals in Rom aufgefallen ist. Und der betrifft unsere geistige Verfassung in heiklen (CL-)Spielen, sprich die "Mentalität". Grundsätzlich bin ich kein Fan von derartigen Erklärungsansätzen, da dadurch einerseits wahnsinnig viele Prozesse auf dem Platz unter dem Teppich gekehrt werden können und andererseits wahnsinnig viele Prozesse auf dem Platz mit diesem Erklärungsansatz pauschal beurteilt werden, ohne auf individuelle, gruppenbezogene/-taktische, kollektivbezogene/-taktische Erklärungsansätze einzugehen. Wenn ich mir aber unsere Truppe anschaue, dann hat diese Erklärung - gerade heute - ihre Berechtigung. Die Zentrierung unseres Spieles auf Messi und die damit einhergehende (Teil-)Delegation von Eigenverantwortung und eigenen Lösungsansätzen auf dem Platz sind für mich ein wesentlicher Grund dafür, dass viele unserer Spieler mittlerweile zu eher "seelenlosen" Individuen verkommen, bei denen man sich denken könnte, dass sie sich ohne Messi nicht einmal die Schuhe zubinden könnten. Ich kann es schwer in Worte fassen, aber ich glaube, dass diese extreme Messipendencia - gerade in den letzten Jahren - nicht förderlich dafür war, dass wir ein willensstarkes Kollektiv bilden, das als "Mentalitätsmonster" durch die Fußballwelt marschiert. Wenngleich ich auch hier zugeben muss, dass ich mir bei dieser Bewertung eher unsicher bin, weil ich - wie bereits gesagt - diesem Erklärungsansatz grundsätzlich _eher_ distanziert gegenüberstehe.

Wie soll es nun weitergehen? Um ehrlich zu sein, bin ich in diesem Punkt völlig ratlos. Ich weiß schon gar nicht wie ich dieses Ausscheiden in adäquaten Worten bewerten soll und die Fortführung der bisherigen Saison - mit diesem Ereignis nun im Hinterkopf - fällt mir noch einmal ein Stück schwerer. Ich hatte schon kurz nach Abpfiff ein bis zwei Tränen in den Augen und bin jetzt noch völlig konsterniert und schockiert über diese Darbietung. Da will ich nicht wissen, wie der Grundtenor im Verein aussieht. Nach dem Ausscheiden gegen Rom war das heute ein absoluter Supergau, dessen Folgen - egal auf welcher Ebene diese nun stattfinden werden - ich noch nicht abschätzen kann.

Was ich aber definitiv noch anführen möchte ist folgender Punkt, der mir (und vielleicht auch dem ein oder anderen, dem es ähnlich geht) Hoffnung gibt: Barcelona steht ganz eindeutig für eine gewisse Spielidee, für eine gewisse Spielkultur, für eine fußballerische Philosophie, die auf diesem Planeten fast einzigartig ist und dabei (verständlicherweise) nur bei Ajax (als unseren "geistigen Bruder") vorhanden ist. Die gesamten Strukturen in diesem Verein - beginnend mit den kleinsten Culés bis hin zu den obersten Managementstufen - sind auf diese Spielkultur in den letzten Jahrzehnten ausgerichtet worden und können nicht einfach mal so ausradiert werden. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass wir zu unseren wahren "Cruyff'schen" Wurzeln zurückkehren. Dafür wurde viel zu viel in den letzten Jahrzehnten aufgebaut und dafür ist das Bewusstsein in diesem Verein und unter den Fans auch viel zu groß. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass das Pendel irgendwann mal wieder in jene Richtung schwingt, die ich gerne bei uns im Klub vorfinden würde. Wann das sein wird, kann ich und wahrscheinlich niemand genau sagen, aber nichtsdestotrotz lässt mich dieses Fundament absolut positiv in die Zukunft blicken.
1 Monat 1 Woche her

Blaugrana al vent
un crit valent
tenim un nom el sap tothom:
Barça, Barça, Baaarça
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Hamid antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Safettito schrieb: Nachdem Hinspiel war noch alles gut, heute sind wir wieder Witzfiguren :P



Technisch sind wir nicht in der Lage ein hohes Pressing gekonnt zu umspielen, dazu fehlt uns einfach das nötige Mittelfeld, ein Rakitic stösst an seine Grenzen, ein Vidal kann kämpfen aber kein Spiel leiten und Busquets ist komplett überfordert ohne richtige Anspielsituationen.


Arthur, Alena, Puig, S.Busqeuts, O.Busquets, DeJong,


Kollege. Das ist Technik pur, um jedes Pressing dieser Welt zu umspielen, aber du brauchst dann auch einen Coach, der auf diese ja noch jungen Spieler setzt, damit diese sich entwickeln können und weit kommen können.

Willst du jetzt mit dem Erfahrungs-Quatsch kommen?

Ich sage dann: Trent-Alexander Arnold, Ajax Amsterdam, Der Triple Alaba unter Heynckes, usw.


Vertrau den Jungs und sie werden es dir zurückzahlen, aber Valverde stellt ja immer mindestens 2 Holzhacker auf. Diese Jungs werden unter diesem Coach niemals aufgehen.

Der Fisch stinkt vom Kopf und der Kopf ist eben Valverde! Auf seiner Position gilt es einen TenHaag zu implementieren!
1 Monat 1 Woche her
#289
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Shwazy antwortete auf das Thema: Liverpool 4:0 FC Barcelona [07.05.2019]

Barca_star schrieb: Unbeschreiblich.

Einfach nur unbeschreiblich.

Um ehrlich zu sein fehlen mir gerade die Worte, um meine Gedanken in irgendeiner Art und Weise strukturiert darzulegen, insofern bitte ich um Entschuldigung, wenn das Folgende nun etwas chaotisch rüberkommt. Nichtsdestotrotz möchte ich nach etwas längerer Abstinenz wieder mal einen etwas längeren Beitrag verfassen, der meine Eindrücke der letzten Monate mit dem heutigen Tag als absoluten Negativhöhepunkt und einem der dunkelsten Kapitel der jüngeren Klubgeschichte zusammenfasst.

Ich habe mich in den letzten Wochen bewusst zur Personalie Valverde zurückgehalten, weil ich lieber das große ganze Bild bewerten wollte und nicht einzelne Teilsegmente dieser Saison von Valverdes Barca, gerade weil mir eine derartige Bewertung etwas beschränkt schien und man mit einem gewissen zeitlichen Abstand einen besseren Rückblick auf das ganze Bild hinbekommt.

Was mir in dieser Zeit markant ins Auge gestochen ist, ist, wie gut Valverdes Barca statistisch performt. Nach den Spielen schaue ich mir immer gerne die Statistiken eines Spieles an und betrachtet man sich etwa "populäre" Statistikbereiche wie den Ballbesitz, die Passquote oder auch die Schüsse aufs Tor pro Spiel, dann könnte man wirklich zu der Einschätzung kommen, dass Valverdes Barca eine überzeugende Gesamtperformance über die gesamte Saison hingelegt hat.

Dass dem so nicht ist, hat sich vor allem in den letzten Monaten und Wochen immer stärker herauskristallisiert. Bei aller Liebe für Statistiken, aber selten habe ich eine größere Diskrepanz zwischen der statistischen und der "tatsächlichen" Performance gesehen als bei Valverdes Barca. Eine richtige Erklärung hierfür habe nicht, vielmehr handelt es sich hierbei um Erklärungsansätze, die allerdings auch nicht das große Ganze erklären können. Im Ergebnis ist es aber immer das gleiche: Valverdes Barca ist ein undefinierbares Objekt geworden, das - wenn man sich einmal die realen Geschehnisse hauptsächlich vor Augen führt - für nichts wirklich steht und, sogar ganz im Gegenteil, die Identität, für die dieser Verein in den letzten Jahren gestanden hat, ein Stück weit untergräbt.

Müsste ich also Valverdes Barca beschreiben, dann handelt es sich hierbei um eine Ansammlung gewisser gruppentaktischer Abläufe (die Messi-Alba-Connection hierbei als herausragendstes Beispiel), die im Verbund eine schwer zu definierende Masse im Sinne einer Spielidee ergeben. Konkret bedeutet dies: Valverdes Barca macht mehrere mittelgroße Sachen ganz solide, ist aber in der Gesamtbetrachtung nicht wirklich greifbar, hauptsächlich bedingt durch den Umstand, dass es nichts Großes, sondern vielmehr gruppenbezogene Abläufe, gibt.

Was meine ich damit? Wenn ich mir diesen Verein und seine Spielkultur anschaue, dann stand Barca stets für ein ballbesitzorientiertes Spiel. Damit aber natürlich nicht genug. Unser Spiel war immer proaktiv ausgelegt und zielte auf das gezielte Bespielen von Räumen ab, um den Gegner so zu penetrieren. Ganz konkret handelt es sich hierbei um das "Juego de posicion", sprich das Positionsspiel und in unserem Fall natürlich ein ballbesitzorientiertes Positionsspiel. Und wenn ich mir die Kritik an Valverde in den letzten Wochen zu Gemüte führe, dann glaube ich, dass hauptsächlich dieser (fehlende) Aspekt kritisiert wird. Valverdes Barca ist weiterhin ballbesitzorientiert. Ja, das stimmt. Aber die Orientierung während des Ballbesitzes ist hauptsächlich Messi, sprich auf ein Individuum beschränkt. Dieser Umstand steht der Grundidee des Positionsspiel diametral gegenüber. (Ballbesitzorientiertes) Positionsspiel ist per se ein kollektivistischer Ansatz, um überhaupt durchgeführt zu werden. Die Zentrierung auf eine einzelne Person führt dabei in erster Linie zu Effizienzverlusten beim Bespielen von Räumen und sorgt zudem dafür, dass andere Spieler in relativ starren Strukturen "gefangen" sind, um so die Zentrierung auf dieses Individuum, das im Mittelpunkt steht (Messi), aufrechtzuerhalten.

Auch wenn Messi diese Negativeffekte durch seine einzigartige spielerische Klasse zu großen Teilen kompensieren kann, so kann ich jene Fans absolut verstehen, welche meinen, dass das große ganze Bild einfach unbefriedigend wirkt, und sogar deren Meinung teilen. Wie gesagt, mein Erklärungsansatz für diesen Eindruck wäre das fehlende Positionsspiel. Und ja, ich würde sagen, dass das Fehlen dieses Positionsspiels einen Identitätsverlust darstellt. Der alternative Ansatz von Valverde pervertiert den Grundgedanken des Positionsspiels und beschränkt Barca ungemein. Das ist wie gesagt nicht in statistischen Kennzahlen messbar, aber für die Fans unserer proaktiven, auf Ballbesitz orientierten Spielkultur einfach in einer gewissen Weise spürbar.

Btw: in diesem Zusammenhang finde ich es mittlerweile relativ amüsant, wie die "Ober-Babos" des Blanco- und Barca-Threads in der letzten Woche in einer relativ aggressiven Art und Weise versucht haben, diese fragmentierte, auf gruppentaktische Abläufe beschränkte Herangehensweise von Valverde zu einem Art "Masterplan" und Valverde darüber hinaus zu einem Art "Mastermind" darzustellen, welcher diesen gesamten Spielverlauf sogar in der Form geplant hat. Für mich hat sich ehrlicherweise ein ähnliches Bild dargestellt; allerdings hat meine Bewertung dieser Herangehensweise einen komplett anderen Charakter. Valverde hat gewisse gruppentaktische Abläufe in unserem Spiel, welche vor allem mit dem Ballbesitz zusammenhängen, ausgeschaltet, weil er gewusst hat, dass sein gesamtkollektives Spielsystem von Liverpools mannschaftlichem Ansatz im wahrsten Sinn des Wortes "auseinandergenommen" wird und sich auf gruppentaktische Abläufe konzentriert, die von Liverpool schwer zu greifen sind. Noch eindeutiger kann meiner Meinung nach ein Coach nicht eingestehen, dass sein Ansatz gegen die kollektive Spielidee von Klopp nicht den Hauch einer Chance hätte.

Soviel zu meinen Gedanken über die spielerische Entwicklung bzw. Stagnation von Valverdes Barca. Zum Schluss möchte ich aber noch einen Aspekt ansprechen, der mir gerade an diesem Abend wahnsinnig stark ins Auge gefallen ist und eigentlich schon damals in Rom aufgefallen ist. Und der betrifft unsere geistige Verfassung in heiklen (CL-)Spielen, sprich die "Mentalität". Grundsätzlich bin ich kein Fan von derartigen Erklärungsansätzen, da dadurch einerseits wahnsinnig viele Prozesse auf dem Platz unter dem Teppich gekehrt werden können und andererseits wahnsinnig viele Prozesse auf dem Platz mit diesem Erklärungsansatz pauschal beurteilt werden, ohne auf individuelle, gruppenbezogene/-taktische, kollektivbezogene/-taktische Erklärungsansätze einzugehen. Wenn ich mir aber unsere Truppe anschaue, dann hat diese Erklärung - gerade heute - ihre Berechtigung. Die Zentrierung unseres Spieles auf Messi und die damit einhergehende (Teil-)Delegation von Eigenverantwortung und eigenen Lösungsansätzen auf dem Platz sind für mich ein wesentlicher Grund dafür, dass viele unserer Spieler mittlerweile zu eher "seelenlosen" Individuen verkommen, bei denen man sich denken könnte, dass sie sich ohne Messi nicht einmal die Schuhe zubinden könnten. Ich kann es schwer in Worte fassen, aber ich glaube, dass diese extreme Messipendencia - gerade in den letzten Jahren - nicht förderlich dafür war, dass wir ein willensstarkes Kollektiv bilden, das als "Mentalitätsmonster" durch die Fußballwelt marschiert. Wenngleich ich auch hier zugeben muss, dass ich mir bei dieser Bewertung eher unsicher bin, weil ich - wie bereits gesagt - diesem Erklärungsansatz grundsätzlich _eher_ distanziert gegenüberstehe.

Wie soll es nun weitergehen? Um ehrlich zu sein, bin ich in diesem Punkt völlig ratlos. Ich weiß schon gar nicht wie ich dieses Ausscheiden in adäquaten Worten bewerten soll und die Fortführung der bisherigen Saison - mit diesem Ereignis nun im Hinterkopf - fällt mir noch einmal ein Stück schwerer. Ich hatte schon kurz nach Abpfiff ein bis zwei Tränen in den Augen und bin jetzt noch völlig konsterniert und schockiert über diese Darbietung. Da will ich nicht wissen, wie der Grundtenor im Verein aussieht. Nach dem Ausscheiden gegen Rom war das heute ein absoluter Supergau, dessen Folgen - egal auf welcher Ebene diese nun stattfinden werden - ich noch nicht abschätzen kann.

Was ich aber definitiv noch anführen möchte ist folgender Punkt, der mir (und vielleicht auch dem ein oder anderen, dem es ähnlich geht) Hoffnung gibt: Barcelona steht ganz eindeutig für eine gewisse Spielidee, für eine gewisse Spielkultur, für eine fußballerische Philosophie, die auf diesem Planeten fast einzigartig ist und dabei (verständlicherweise) nur bei Ajax (als unseren "geistigen Bruder") vorhanden ist. Die gesamten Strukturen in diesem Verein - beginnend mit den kleinsten Culés bis hin zu den obersten Managementstufen - sind auf diese Spielkultur in den letzten Jahrzehnten ausgerichtet worden und können nicht einfach mal so ausradiert werden. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass wir zu unseren wahren "Cruyff'schen" Wurzeln zurückkehren. Dafür wurde viel zu viel in den letzten Jahrzehnten aufgebaut und dafür ist das Bewusstsein in diesem Verein und unter den Fans auch viel zu groß. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass das Pendel irgendwann mal wieder in jene Richtung schwingt, die ich gerne bei uns im Klub vorfinden würde. Wann das sein wird, kann ich und wahrscheinlich niemand genau sagen, aber nichtsdestotrotz lässt mich dieses Fundament absolut positiv in die Zukunft blicken.


Danke! Schön geschrieben. Ich hoffe du hast recht mit deiner letzten Aussage!
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