Die große Barçawelt-Fangeschichte

#503313
Messinho
Teilnehmer

Ich hatte überhaupt kein Überblick mehr, deshalb habe ich alles nochmal zusammengesetzt:
Die Luft in Barcelona war drückend schwül und drang durch jede Pore seines Körpers. Doch Gerardo „Tata“ Martino blieb keine andere Wahl als den freien Mannschaftstrainingstag zum Shoppen zu nutzen. Da er eines seiner geliebten pistazienfarbenen Poloshirts zu heiß gewaschen hatte, musste er umgehend Ausschau nach einem Ersatz halten, als plötzlich ein kleiner Junge vor ihm stand, eine Hand hinter dem Rücken versteckt, und ihn mit großen Augen ansah. „Darf ich dich um ein Autogramm bitten?“ fragte er, nahm die Hand vom Rücken und hielt Tata erwartungsvoll einen Stift und ein grünes T-Shirt Größe XL hin. Sofort ging Tata weiter und ließ den Jungen unbeachtet stehen. „Blödmann“, murmelte dieser enttäuscht. Aber er konnte ja nicht ahnen, dass Tata soeben einen alarmierenden Anruf bekommen hatte, und jetzt ohne Zeit zu verlieren die Klobrille in seinem Haus runterklappen musste. Seine Frau hatte ihm das schon X-Mal gesagt, aber der liebe Tata hatte es wie immer vergessen. Dieses Mal aber war es schon zu spät, da seine Frau bereits im Hausflur auf ihn gewartet hatte und ihn nun mit einem zornigen Blick ansah. Tata begriff den Ernst der Lage sofort und wollte beschwichtigend auf seine wutentbrannte Frau einreden. Doch es war bereits zu spät, Frau Martino haute ihm ihm ohne Umschweife eine derart saftige Zuhälterschelle, dass sie ihm augenblicklich ein Schädelhirntrauma verpasst hat. Als Jordi Roura diesbezüglich informiert wurde und erfuhr, dass Tata Martino infolge dieser Auseinandersetzung die nächsten vier Monate auf der Intensivstation verbringen würde, konnte er sein Glück kaum fassen. Ab jetzt durfte er wieder den Chefposten als Interimstrainer übernehmen. Als jedoch die Spieler davon Wind bekamen, gab es bei nächsten Training, wie schon so oft, eine hefitige Auseinandersetzung in der Umkleidkabine. Der unerträgliche Geruch von Adrianos Füßen verschlimmerte die Lage nur noch. Auf die Spitze wurde das Ganze getrieben, als nach dem heftigen Tumult plötzlich Roura mit einem Dolch im Rücken im Whirlpool lag. Hauptverdächtiger der sofort herbeigeeilten Mossos d’Esquadra war ziemlich schnell Xavi, dem Roura kurz vorher mitgeteilt hatte, dass er unter ihm keine Stammplatzgarantie mehr hätte in den Big Games. Und belastete stattdessen Alex Song, so wie er es von „Tata“ gelernt hat. Song ist ja schließlich das einfachste Ziel, da hinter ihm keine so große Lobby steht wie hinter beispielsweise Messi. Song aber hatte ein Alibi, er war nämlich auf einem Elefanten nach Afrika gereist. Eigentlich wollte Song auf einer Giraffe reiten. Pinto kam ihm allerdings zuvor, indem er nicht mit einem Elefanten nach Afrika reiste, sondern mit einem Kamel. Schließlich sei in Afrika die Sahara. Und um die zu durchqueren, braucht man viel Wasser und ein so belastbares Gemüt wie es Pinto hat. Pinto wollte den Grund seiner Reise nicht weiter ausführen. Stattdessen lenkte er die Aufmerksamkeit wieder auf das eigentliche Thema, indem er vermutete, dass hier mehrere Täter am Werk gewesen sein müssen. Er hat außerdem am Tatort eine leere Coca-Cola-Dose und einen Lippenstift gefunden. Der Fall ist für ihn längst klar, denn es gibt in der Mannschaft nur einen Spieler, der für seine Cola-Verliebe bekannt ist, auch wenn er dabei über Leichen gehen muss oder seine Trainer, wie beispielsweise Pep Guardiola, damit bloss stellt: Lionel Messi. Über das Motiv war man sich ebenfalls schnell einig, denn anscheinend hat Roura sofort das Kommando in der Mannschaft übernehmen wollen und dabei kurzerhand Messi das Verbot erteilt, eine Cola-Dose vor dem Training zu öffnen, wobei sich Leo dies natürlich nicht gefallen liess und ihm sofort den besagten Dolch vorsätzlich in den Rücken rammte. Er musste an diesem Abend schließlich gut aussehen für Neymar, der sich während des Tathergangs vor seinem Schminkspiegel befand, geriet dabei derart unter Panik, dass er aus Nervosität seinen Lippenstift fallen liess und dieser auf seinem kleinen Zeh landete. Nun war auch der letzte Zehnagel in einem fluffigknuffigen rosarot lackiert. Dani, der dies sah, war fasziniert und wollte als leidenschaftlicher Fashionista natürlich in Erfahrung bringen, wie der Farbton des Nagellacks hieß. „Wurst-Uli-Rot – der Lack ändert je nach Gemütszustand die Rotabstufungen“, stand Neymar Rede und Antwort. In diesem Zusammenhang fiel dem Brasilianer plötzlich ein, dass Roura vor seinem tragischen Tod noch erklärt hatte, sich in der Wintertransferperiode um den Wechsel eines „sympathischen“ Bayernspielers nach Barcelona bemühen zu wollen, der den Namen Kirchhof trägt, welcher als neue falsche Neun das Spiel des FC Barcelona bereichern sollte. Aufgrund der Tatsache, dass Roura zudem Messi mitgeteilt hat, dass dieser seine Rückennummer an den neuen Star-Transfer aus der Säbenerstrasse abgeben müsse, wusste sich der katalanische Floh nicht mehr anders als durch einen dreisten Dolch-Stoss in Rouras behaarten Rücken zu helfen. Seinen Unmut über die neue Konkurrenz hat Messi unter anderem aber auch dadurch kundgetan, dass er sofort seine Mama einfliegen ließ, damit sie ihm seine Lieblingsmahlzeit kocht. Danach, noch mit dem Löffel im Mund, startete er in Messi-Manier zu Rosell. „Sandrusco“ schrie ein wenig undeutlich, aber trotz Löffels noch einigermaßen verständlich, „du Schnittlauch du!“ „Wie kannst du es wagen Roura als Trainer einzusetzen, ohne es vorher mit mir zu besprechen!“ sagte Messi mit dem zerkauten Löffel im Mund. Als der Rosell sich zu Messi drehte, wurde der kleine Argentinier plötzlich ganz blass, denn es war gar nicht Rosell, sondern ein Spurensicherer auf der Suche nach den 40 Millionen. Und nun befürchtete Messi, dass auch sein kleines Geheimnis auffliegen könnte. Voller Panik gingen alle seine Gedanken zurück an den Abend des 1.6.2013. Der FC Malaga war zum letzten Saisonspiel im Camp Nou zu Gast und Messi hatte sich aufgrund einer angeblichen Oberschenkel Verletzung entschuldigen lassen. Stattdessen wartete er nervös in einer düsteren Arbeiterkneipe, in einer Seitengasse nicht fern der Plaça Catalunya. Seine Gäste verspäteten sich, als er sich gerade seinen dritten Appletini bestellen wollte, ging die Türe auf und drei zwielichtige Gestalten betraten den Raum. Sofort verstummten alle Gespräche, die Augen waren auf die neuen Gäste mit ihren dunklen Anzügen und dem starren Gesichtsausdruck gerichtet. Wohin würden sie sich wenden, auf wen hatten sie es abgesehen? Die Herrschaften warfen einen flüchtigen Blick in die Runde und begaben sich zielstrebig zu jenem düsteren Gesellen, welcher, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, im hintersten Winkel der Kneipe sass und mit seiner Kubanischen die sowieso schon stickige Luft noch schwüler erscheinen liess. „Buenas noches Leo!“, „Hola Florentino, que tal?“, begrüssten sie sich, bevor…
Mario „Florentino“ Balotelli und Stephan „Mourinho“ El Shaarawy sich vorstellten und die Haartrimmermaschine zückten. Voller Entsetzen floss Leo der kaltgefrorene Schweiß über die Wange am Hals entlang. Dieser wusste nicht, was er sagen soll und sah die dritte Person lediglich voller Schreck an, da stellte er fest, es handelte sich um den mit Alfajores bekrümmelten Sponge „Ibra“ Bob, Herausgeber der deutschsprachigen Tageszeitung „Barçawelt“. Pinto, natürlich der deutschen Sprache mächtig, las dieses Blatt täglich während seiner morgendlichen Sitzung auf dem Klosett, ehe er anschließend im Training stets davon eifrig zu erzählen wusste, weshalb Messi im Bilde war, wer denn da vor ihm stand. Sponge verfolgte die Absicht von Messi ein Exclusivinterview in Sachen Steuerhinterziehung zu bekommen. Schließlich und endlich verdiente er als Herausgeber von Barçawelt eine Menge Kohle, die er dem deutschen Fiskus nicht unbedingt in den Rachen werfen wollte. Er klopfte Messi also freundschaftlich auf die Schulter und sprach: „Hallo, ich bin Spongebob“ und kicherte anschließend wie ein schwuler Pinguin, so dass im Balotelli mal wieder einen Klaps auf den Hinterkopf geben musste. Dieser ergriff nun selbst das Wort und fragte: „Hast du alles vorbereitet, Leo?“ Er nickte, konnte seine Sorge noch immer nicht verdrängen, was wäre wenn sie ihm den schönen neuen roten Anzug beschmutzen oder gar zerreißen würden? Diesem Sponge traute er nicht über den Weg, so freundlich, wie der sich gab, musste etwas faul sein. Und was würde wohl Antonella dazu sagen, wenn sie von seinem Doppelleben erfahren würde. Nein, das konnte er nicht riskieren und bat Sponge das Fenster zu schließen unter dem Vorwand dass er sich nicht erkälten dürfe. Als dieser ihm den Rücken zuwandte griff er blitzschnell in den Socken von Balotelli, wohlwissend dass dieser dort immer einen Dolch deponiert hatte und hatte ihn schon fast herausgezogen, als Balotteli es bemerkte. Noch nie hatte er jemanden an seine Schweißfüße gelassen und so zuckte er aus und treffsicher landete sein Fuß direkt am Hinterteil des sich über das Fenster beugenden Sponge. Sowohl das Messer als auch Sponge flogen in hohen Bogen, aus dem Fenster, wobei wohlgemerkt zu sagen sei, dass das Messer mit der Spitze im Boden landete und Sponge auf diesem genau so landete, dass sich seine jahrelangen Balanceübungen zunutze machten und er den Sturz aus dem Erdgeschoss unverletzt überlebte. Sponge nahm das Messer in die Hand und rannte davon. Messi der dies sah war beeindruckt von dieser Technik und Eleganz mit der Sponge, das alles tat und bat Balotelli und El Shaarawy darum, dass einer der beiden doch bitte diesen Balancekünstler zurückholen solle. Balotelli sprintete sofort los und es gelang ihm wirklich, Sponge bei einer auf rot geschalteten Fußgängerampel einzuholen. Da eine sprachliche Verständigung nicht möglich war, packte er Sponge kurzentschlossen am linken Ohr, denn Sponge war bekannt für seine Dumbo-Ohren, die ihm beim Balancieren einen wesentlichen Vorteil beschafften. Sponge war rasend vor Wut und stach Balotelli kurzerhand mit dem Messer ab. Als Messi und El Shaarawy dann am Tatort ankamen metzelte er auch die beiden wortlos nieder. Er hatte jegliche Kontrolle über sich verloren und stand minutenlang völlig paralysiert an der Fußgängerampel obwohl diese in der Zeit mehrmals auf grün schaltete und er die Straße hätte überqueren können. Als er wieder etwas zu Sinnen gekommen war, beschloss er sich auf den Weg zu Sandland and Watercity , einem Vergnügungspark und Schwimmbad, zu gehen. Dort angekommen schmiss er das Messer weg und rannte ohne zu zögern zu den Rutschen. Die Erfrischung tat ihm eindeutig gut, denn er dachte nun nicht mehr an unkontrollierbaren Hulkvulkan der Emotionen, sondern an den Elfmeter den er soeben schiessen musste. Er hatte alles geträumt. Die nächste geplante Ausgabe von barcawelt bereitete ihm tagelange Kopfschmerzen und schlaflose Nächte denn ein Leser der ersten Ausgabe (Mühsam) hatte ihn verklagt weil Sponge ihm Barcawelt nicht geschenkt hat. Desweiteren lag ein Drohbrief mit aus verschiedenen Zeitschriften ausgeschnittenen Buchstaben in seiner Tasche. Auf dem Brief stand: „Du hast die Wahl, du trennst dich jetzt von Barcawelt oder es wird alles ganz schutzig.“ Spongebob konnte das gar nicht schnell genug verarbeiten, da es in diesem Moment an der Tür klingelte. Er öffnete und vor ihm stand WinniehPooh, sein Bruder, welcher sagte: „Barcawelt hat gerade ein millionenschweres Sponsoren-Angebot von Quatar Airways bekommen, mit dem wir ein Vermögen verdienen können und falls du irgendwann Probleme mit irgendjemanden bekommen würdest, steht Sandro Rosell hinter dir und verteidigt dich.“ Spongebob stand nun total konfus, als plötzlich…