UD Almería 1-2 FC Barcelona 08.11.14

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Soeben rügte Enrique die weiterhin fehlende Präzision im Mittelfeld. Hier liegt denke ich tatsächlich ein Defizit von Barça, wenngleich es nicht unbedingt spielentscheidend war. Wir haben im Verhältnis zu anderen vor allem in diesem Bereich einen Nachteil zu großen Mannschaften, das wird sich bis zum Schluss auch nicht mehr ändern. Aber wenn man das System sprechen lässt, dann ist vielleicht doch etwas möglich. Enriques Ansatz hat sich verändert, die Mittelfeldspieler rücken wieder enger aneinander.

Das Spiel heute war, das hat Enrique selbst betont, zum Vergessen. Es mangelte heute an vielen Dingen, die gerade noch gegen Ajax funktionierten. Das ließ sich auch gut an Messi ablesen: Gegen Ajax noch gut unterwegs, war das heute eher Stehfußball. Lösungen gegen das sporadische Pressing von Almería, das die Mannschaft vor allem in Halbzeit eins hinten hineindrängte, waren vorhanden, wurden aber dadurch vereitelt, dass die Mannschaft bei den Abstößen von Bravo auf Adriano nicht kontrahiert hat – Rakitic war zu weit weg, und Messi, dem es ohne Weiteres möglich wäre, Adriano zu Hilfe zu kommen und den zweiten Ball abzufangen, schaute nur zu. Ohne bedingungslose Leistung werden solche Spiele enorm schwer. Aber vielleicht konnten die Spieler nach Ajax nicht mehr bringen. Die Pause war ziemlich kurz und wieder musste die Mannschaft auswärts ran.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Nehmen wir die Punkte mit und werten das Spiel so, wie die Fans anderer großen Mannschaften solche Spiele zu werten pflegen.