Präsidentenwahl 2015

#550211
Roland
Teilnehmer
el_loco_8 wrote:
Laporta hat damals btw den Verein mit einem Plus verlassen.

Ja, einem enormen Plus an Nettoverbindlichkeiten bei vergleichsweise stagnierenden Erträgen. Er agierte ohne Konzept auf der Aktivseite und beschämender Naivität auf der Passivseite, warum er auch zunächst nur knapp ein Misstrauensvotum gegen sich überstand und schließlich mit überragender Einstimmigkeit der Socis vom Hof gejagt wurde.

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Bildquelle. fc barcelona.com

Quote:
Rosell/Barto haben die Zahlen gefälscht…das ist auch so aufgeflogen.

Quelle ? Mir ist so, als wäre es genau andersrum. Der Neymar-Deal war sicherlich dilettantisch ausgeführt, und wurde zurecht sanktioniert. Allerdings ist das Ganze nicht ganz so einfach zu bewerten wie es schlichte Geister im Netz hemmungslos zu tun pflegen. Aufgefallen ist dies im Übrigen auch nur, weil ein Vereinsmitglied sich das Recht auf freie Einsicht eingeklagt hat. Gut, dass niemand genauer bei Laporta hinschauen wollte, oder ? :)

Laporta ist ein Populist vor dem Herren, der uns goldene Türgriffe versprechen würde, wenn er dafür Wählerstimmen bekäme und das in allen Interviews und Talkshows, die er so vorfindet. Ganz egal, ob der Verein darunter leidet oder nicht. Er schmückt sich mit La Masia, verspricht aber Pogba, er prangert die Transfersperre an, sagt aber nicht, dass auch teilweise seine Transfer waren, die dazu geführt haben, er spricht sich gegen Katar aus, hat aber keine Bedenken den katar’schen Fussballbotschafter als Trainer einzustellen, gibt sich integer und bescheiden, ließ es seiner Zeit aber im weltmännischen Stil krachen – auf Kosten des Vereins natürlich. Laporta ist keinen Deut besser als Bartomeu oder Rosell. Die Wahl ist eigentlich gar keine. Man versucht über das Ausschlussprinzip das größte Übel zu vermeiden.

Ich muss auch gestehen, dass ich über deinen Sinneswandel etwas überrascht bin. Laporta wirbt damit, sich von Quatar zu lösen und sich UNICEF zuzuwenden. (,,Sie sind Quatar, wir sind UNICEF“) Dabei stellt er aber nicht nur Katar infrage, sondern greift implizit die Trikotwerbung an. Unnötig zu erwähnen, dass er mal wieder kein Konzept auf die Straße bringt, sondern sich in seinen fussballromantischen Phrasen verfängt. Wenn ich dich zitieren darf:,, Man kann heute keinen Verein mehr führen, wenn man keinen Trikotsponsor hat. Ich habe es damals richtig gefunden, dass endlich einer raufkommt, nur war die Wahl mit Qatar Foundation bzw. Airways einfach beschissen.

Klar ist es aus fußballromantischer Sicht schön und so weiter, wenn man keinen Sponsor oben hat oder eben UNICEF. Aber das kann man sich heutzutage einfach nicht mehr leisten. Barca muss auch in Zukunft finanziell konkurrenzfähig sein und das geht eben ohne nicht mehr, keine Chance. Das müssen die Fußballromantiker und Traditionalisten endlich mal in ihre Köpfe bekommen.