Atlético Madrid 2-0 FC Barcelona 13.04.16

#563084
rumbero
Teilnehmer
Spongebob wrote:
Man hätte von Beginn an ein ganz anderes Tempo einschlagen und einen deutlich höheren Aufwand gehen müssen. Atlético hat permanent verschoben, war defensiv immer in Bewegung und nahm damit fast alle Spieler aus dem Spiel. Diese haben zT auf dem Feld Wurzeln geschlagen.

Insgesamt bleibe ich daher bei meiner Meinung, dass die gestrige Niederlage in ihren Hintergründen wohl komplex ist und man sich nicht nur auf ein Detail berufen kann.

Natürlich hat unser Scheitern sehr komplexe Ursachen, allen voran wohl die Kaderbreite und Messis Motivation, aber das erklärt höchstens 50 Prozent. Und es ist unheimlich schwierig, sich anhand des wenigen, was man sehen kann und was aus der Mannschaft durchsickert, ein klares Bild zu machen.

Bewegung ist sicherlich ist sicherlich ein zentrales Stichwort. Nur wurde der Energiesparmodus nicht erst gestern eingeschaltet, sondern Monate zuvor. Auch wenn ich die Spielweise schon damals kritisiert habe, geschah dies wohl mit gutem Grund, letztlich wegen Spätfolgen der Transfersperre. Da Arda und Vidal erst seit Januar spielen durften, bestanden die Alternativen zur Gala-Elf v.a. aus Sandro und Munir. Wir alle wissen, wie es ausging. Lucho war auch klar, dass beide Neuen Zeit brauchten, um sich einzugliedern. Das heißt, er konnte sich früh ausrechnen, dass die Stamm-Elf bis zum Frühjahr mehr würde spielen müssen, er weniger rotieren kann, als sinnvoll wäre. Die 10 Spieler mit den meisten Minuten bringen es jetzt auf durchschnittlich 3.534 Minuten, nach Saisonende 2014/15 inkl. CL-Finale waren es 3.842 Minuten. Busquets, Suárez und Rakitic haben jetzt schon mehr Minuten in den Knochen als beim Abpfiff in Berlin. Letztlich ging die Rechnung in Sachen Energiesparen nicht auf. Am Ende wirkte unsere Gala-Elf wie stehend KO. Wenn der Kopf nicht mehr will, Mascherano hat gerade wieder darauf hingewiesen, muss man an der Motivation arbeiten oder die Spieler bei der Ehre packen. Irgendwann springt der Motor wieder an. Da steht der Trainer, aber auch der Leitwolf in der Pflicht. Lucho wurde stattdessen immer vorsichtiger – M oder S oder N hätten ja durchaus gegen Getafe oder Gijón mal pausieren können – und Messi hat nicht erst gestern körpersprachlich keine Aufbruchsignale ausgesendet. So kam eines zum anderen.