Paris SG 4-0 FC Barcelona 14.02.17

#575883
R10_ViscaElBarca
Teilnehmer

Ich habe mich einmal grundlos mit einer wahrscheinlich nicht ganz profanen Frage beschäftigt und zwar wieso der Begriff „Leidenschaft“, also ein Begriff, mit dem man in erster Linie Begeisterung, Interesse, generell positive Emotionen verbindet, das Substantiv „Leiden“ , ein Begriff mit dem man etwas Negatives assoziiert , beinhaltet. Wieso sollte ich bei etwas, was ich gerne tue, leiden?

Die Antwort darauf war noch nie so naheliegend wie gestern. Ich habe gestern während der Partie so sehr gelitten, dass ich phasenweise das Gefühl hatte, mich in einem Delirium-ähnlichen Zustand zu befinden. Ich habe jedoch paradoxerweise gelitten. Warum paradoxerweise? Weil sich dieses Auftreten und eine solche Schmach schlichtweg abgezeichnet haben, mich der Spielverlauf insofern eigentlich nicht überrascht hat und ich trotz dieser Erwartungshaltung Leid verspürt habe, als ich unseren (und nicht MEINEN) Verein derart untergehen sah. Besagtes Auftreten und besagte Schmach haben sich abgezeichnet, auch wenn gewisse Pseudo-Fussballexperten hier das nicht so wahrhaben wollten. Ich will hier keine Namen nennen (verweise aber gerne auf ViscaElBarcaLM), da mein Blut fast immer noch am kochen ist und ich im Strahl kotzen könnte, wenn ich an vergangene Diskussionen mit gewissen Herrschaften zurück denke, aber eine ganz bestimmte erkenntnisresistente Gummibärenbande hier, die gefühlt den Anspruch erhebt, eine Koryphäe in Sachen Fussball zu sein, hat offensichtlich komplett den Bezug zur Realität verloren. Es werden aberwitzige und inhaltlich nahezu komplett leere Argumente vorgebracht oder alternativ irgendwelche spekulativen Aussagen getätigt und so geformt, dass sie in die eigene Theorie passen. Es wurden ein ums andere Mal Standardphrasen mit argumentativem Anschein rausgehauen, die einfach jegliche Diskussion im Keime erstickt und gekillt haben und welche man schlichtweg nicht widerlegen konnte. Aber auf solche Stilmittel greift man halt, wenn man selber einfach nicht weiss, wie man den Gegenüber von seiner Meinung überzeugen kann. Ich bin wirklich kein nachtragender und im Prinzip ein sehr friedliebender Mensch. Aber bei arroganten und insbesondere ignoranten Diskussionspartnern komme auch ich an meine Grenzen. Wahrscheinlich habe ich diesbezüglich eine kurze Lunte aber das ist ein anderes Thema

Butter bei die Fische:

Ich werde, wie gesagt, keine Namen der User nennen, aber einen derart realitätsfremden Bullshit habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen.

User X

Quote:
Sehe auch nicht den leisesten Anlass zu Pessimismus. Wenn wir zuletzt rumgegurkt haben, war das mindestens zu 80 % Sache der Einstellung. Heute Abend wird die so top sein wie sie sein muss. Glaube auch nicht, dass PSG viel besser ist als die letzten Male. Knapp kann so ein Auswärtsspiel im AF natürlich immer ausgehen, aber für uns.

User Y

Quote:
Dann sag uns doch mal bitte welche Mannschaft in diesem Jahr uns 4-5 Dinger einschenken soll ?

Auch wenn wir defensiv oft schwimmen, sehe ich keine Mannschaft diese Saison, die dazu in der Lage ist.

Solch haarsträubende Aussagen sind im Vorfeld der Partie gg PSG getätigt worden. Ich frage mich, auf welcher Grundlage? Wie dem auch sei: Sich mehr ans eigene Bein urinieren, geht wohl kaum.

Mir fehlen schlichtweg die Worte um das gestrige Auftreten adäquat zu beschreiben. Ich war fassunglos ob der Hilf- und Planlosigkeit der Spieler auf dem Feld. Und um den Kreis nun endgültig zu schliessen und an die obigen Zitate anzuknüpfen:

Ich werde jetzt Post-Match Aussagen von Iniesta und Busquets zitieren und diejenigen User gerne zur Replik auffordern, welche bis dato darauf beharrt haben, dass es nicht an der taktischen Marschroute oder einem Matchplan, sondern an der Einstellung der Spieler liegt, welche an einer Arbeitsverweigerung grenze:

Quote:
„Ich habe das Wort Einstellung nie gemocht und das Thema trifft es auch heute nicht. Es geht um Fußball und die Frage, ob man gut positioniert ist auf dem Platz. PSG war uns in allen Belangen überlegen“, sagte Iniesta.
Auch der im Mittelfeld ebenso hilflose Sergio Busquets teilte diese Meinung. „Das Ergebnis hat nichts mit unserer Einstellung zu tun, sondern mit fußballerischen Dingen“, sagte der Spanier. „Sie hatten einen Plan, haben uns gut attackiert und waren uns taktisch wie physisch überlegen.“

Diese Worte implizieren doch, dass es bei den Spielern anscheinend nicht an der Einstellung liegt, oder schlussfolgere ich falsch?

Und wie erklärt er ihr euch das hier: http://futbol.as.com/futbol/2017/02/15/champions/1487138947_613582.html
Aus Kulanz übersetze ich es euch kurz: „Die Schlüsselspieler sind verärgert über den Trainer, weil dieser es nicht vermag, die Mannschaft aufzurappeln und Lösungen zu implementieren“

Btw: ich habe die Schnauze auch gestrichen voll von Culers, die sich immer und immer wieder damit profilieren müssen, wie lange sie schon Fan dieses Vereins sind um darauf hinzuweisen, was für schwere Zeiten sie schon durchleben mussten (Nicht auf dich bezogen, lieber Johann). So what? Seid ihr jetzt etwas Besseres als die Freshmen-Culers? Was wollt ihr damit bezwecken? Habt ihr euer Ego dann befriedigt wenn ihr euch über andere erhebt?

Danke übrigens noch an dieser Stelle an PedroRodriguez, Falcon, Kale, Fifty etc. welche die ganze Trainer-Polemik hervorragend erläutert haben. Habe diesbezüglich schon lange keine Lust mehr, mich zu erklären.

EDIT:

Ter Stegen hat mir gestern gefallen. Auch wenn der Freistoss alles andere als unhaltbar war, sah ich gestern bei ihm ein Aufbäumen gegen die Niederlage und das rechne ich ihm hoch an. Das Selbe gilt für Neymar.