Paco Alcácer

#595069
rumbero
Teilnehmer

Ich spekuliere mal: Messi (seit 2005 erste Mannschaft) und Piqué (2008), die schon in La Masia befreundet waren, sind die Chefs in der Mannschaft. Da Piqué extrovertierter ist, ist er quasi der wirkliche Kapitän. Messi ist dazu einfach zu schüchtern. Pique war aber schon zu Peps Zeiten als lockerer Typ bekannt, der immer Druck brauchte, um sein Potential auszureizen. Entsprechend „locker“ dürfte sich sein Einfluss auf die Mentalität im Team auswirken. Zu der Clique gehört sicher auch Busquets (2008) und Messis südamerikanischer Kumpel Suárez (2014), ich schätze aber auch, dass Rakitić (2014) einen guten Draht zu der Gruppe hat. Gegen diese Clique läuft nichts, aufstellungsmäßig eh nicht, sie sind gesetzt, punkt. Und natürlich haben sie den meisten Ballbesitz, werden eher angespielt. Wenn Messi keine Lust zu Laufen hat, ziehen die jüngeren Spieler mit, weil sich natürlich keiner traut, den Messias zu kritisieren oder bei Angriffen zu umgehen. Was natürlich auch an seiner Qualität liegt! Wenn Pique unkonzentriert ist, gibt es keinen Puyol mehr, der ihn anpflaumt, also den nötigen Druck macht. Umtiti oder Lenglet werden sich schön zurückhalten, sie sind eine oder zwei Stufen tiefer in der Hierarchie.

Noch ist die Bilanz positiv, aber mit zunehmendem Alter wird diese Hierarchie zum Problem. Genießen wir, was noch zu genießen ist und hoffen darauf, dass der Umbruch in zwei Jahren wieder zu einem halbwegs normalen Mannschaftsgefüge ohne Erbhöfe und Stammplatzgarantie führt.