FC Barcelona 3:0 Liverpool [01.05.2019]

  • Dieses Thema hat 233 Antworten und 50 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre von Paul2678.
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  • #601310
    San Iker
    Teilnehmer

    Jeder, der dieses Spiel für eine Meisterleistung von Valverde hält, muss auch Zidane und Deschamps für Übertrainer halten.
    Sie stehen nämlich für die gleiche „Philosophie“: Ihrer Mannschaft eine defensive Grundordnung beibringen und offensiv auf die Fähigkeiten ihrer Spieler bauen.
    In Wahrheit ist es nämlich weder der Trainer, noch Glück oder Pech, dass Barca, Real, Frankreich aus der kleinsten Chance ein Tor erzielte, während Pool oder Bayern das leere Tor nicht treffen. Es ist vielmehr Qualität von Spielern wie Messi, CR oder Mbappe.

    #601308
    Tical
    Teilnehmer

    Sorry, aber da müssen wir verschiedene Spiele angeguckt haben.
    Semedo kam in der 60. In der 65. steckt Messi den Ball zu Vidal durch, der links im 16er hätte abschließen können, aber nochmal querlegen wollte. In der 67. war von dem Einigeln am eigenen 16er schon nichts mehr zu sehen, das Spielgeschehen war viel weiter im Mittelfeld. In der 69. geht Suarez gegen Matip ins 1gg1, was Matip gewinnen konnte. Gut, in der 71. gab es dann nochmal eine Kombination Liverpools bis an den 16er, aber ohne Schuss. In der 75. fällt das 2:0.
    Pi mal Daumen sind das 2 Angriffe in 15 Minuten, die erst am bzw im Liverpooler Strafraum zum Ersticken gekommen sind. Zur Erinnerung: Vom Wiederanpfiff bis dahin war Liverpool drauf und dran, den Ausgleich zu machen. Ich weiß nicht was du gesehen hast, aber als kompletten Schwachsinn kann ich das nicht stehenlassen.
    Zusätzlich nicht noch Dembele zu bringen heißt gar nichts. Man hat doch gesehen dass Coutinho nach Wiederanpfiff ziemlich in der Luft hing, weil man im Mittelfeld wenig Kontrolle hatte. Was hätte Dembele da plötzlich besser gemacht? Die Stürmer kommen meistens erst dann in Szene, wenn man das Spielgeschehen hat und das geht nunmal meistens vom Mittelfeld aus.

    #601306
    technoprophet
    Teilnehmer
    Tical wrote:
    andrucha wrote:
    chadroxx wrote:
    Wäre nach der Umstellung zum 442 auf den Verwaltungsmodus umgestellt worden, frage ich mich, wie man in eben diesem Modus noch 2 Tore schießen kann…

    Es sagt ja niemand, dass EV gegen weitere Tore war, aber diese zu erzielen, war nicht Sinn und Zweck seiner Kerntaktik nach dem 1-0.

    Aber warum hat er nach dem 1:0 Semedo eingewechselt um Sergi ins Mittelfeld beordern zu können? Das diente dazu, um im Mittelfeld mehr Präsenz zu haben und das Spiel ansich zu reißen. Das macht man doch nicht wenn man nicht noch ein Tor erzielen will!?
    Ich glaube, Falcon schrieb das hier schon mal. Das 2:0 war zwar in seiner Entstehung glücklich, doch vom Spielverlauf absolut fällig. In der Phase des Spiels (73. oder so?!) war Barca wieder am Drücker. Eben durch den o.g. Wechsel (in der 61., glaube ich).

    Wenn man zwingend noch ein Tor schießen will, wechselt man Semedo und Dembele ein und nicht bloss Semedo. Und dass das zweite Tor „absolut fällig“ war ist doch auch unfassbarer Schwachsinn. Man hat in HZ 2 bis dahin keinen einzigen Schuss aufs Tor abgegeben, wie soll das da bitte so fällig sein, wie es hier dargestellt wird. Das Spiel an sich reissen konnte Barca erst nach dem Tor, vorher gelang weder Entlastung noch irgendeine Form von dauerhafter Spielkontrolle. Man hat im Sechzehner ziemlich ordentlich verteidigt, war aber auch weit von defensiver Perfektion entfernt.

    #601305
    Tical
    Teilnehmer
    andrucha wrote:
    chadroxx wrote:
    Wäre nach der Umstellung zum 442 auf den Verwaltungsmodus umgestellt worden, frage ich mich, wie man in eben diesem Modus noch 2 Tore schießen kann…

    Es sagt ja niemand, dass EV gegen weitere Tore war, aber diese zu erzielen, war nicht Sinn und Zweck seiner Kerntaktik nach dem 1-0.

    Aber warum hat er nach dem 1:0 Semedo eingewechselt um Sergi ins Mittelfeld beordern zu können? Das diente dazu, um im Mittelfeld mehr Präsenz zu haben und das Spiel ansich zu reißen. Das macht man doch nicht wenn man nicht noch ein Tor erzielen will!?
    Ich glaube, Falcon schrieb das hier schon mal. Das 2:0 war zwar in seiner Entstehung glücklich, doch vom Spielverlauf absolut fällig. In der Phase des Spiels (73. oder so?!) war Barca wieder am Drücker. Eben durch den o.g. Wechsel (in der 61., glaube ich).

    #601304
    ….
    Teilnehmer

    interessant find ich dass immer wieder auf peps barca verwiesen wird.

    aber dieses barca fordern wir ja gar nicht mal, mir ist auch klar dass tiki taka in der form wahrscheinlich nicht mehr funktioneren wird.

    was ich jedoch forder ist ein moderner frischer offensiv fussball, wie z.b. ajax den praktiziert…

    wenn wir offensiv fussball meinen meinen wir nicht nur tiki taka, sondern einfach dominanten, offensiven fussball.
    das könnte z.b. wie ajax es macht aus permanenten positionswechseln bestehen.

    zu behaupten dass das was EV macht die einzige möglichkeit ist modern zu spielen ist schlicht und ergreifend falsch

    #601301
    chris_culers
    Teilnehmer
    andrucha wrote:
    Chris_culers wrote:
    Ich finde den Beitrag von Konfuzius toll!
    Auf der einen Seite hat(te) man mit Guardiola einen Trainer, der für viel Fans, insbesondere für die Cule, der Inbegriff des Fußballs war/ist. Triplesieger und überragender Taktiker, der den schönsten Fußball aller Zeiten spielen ließ (zu recht)! So zumindest die Theorie. Doch wenn man ganz ganz ehrlich ist, und die Saisonen 09/10 und 11/12 reflektiert, kommt man nicht umher, Guardiola zu kritisieren. Der überragende Taktiker, der totale Coach, der Übermensch am Spielfeldrand, der konnte nur ein System. Und das, da könnt ihr mich gerne kritisieren, war gleichzeitig der „Untergang“ seiner Ära. Denn seien wir uns ehrlich. 09/10 – Inter Mailand, die waren alles anderer als unschlagbar. Und 11/12 – Chelsea, die wohl bitterste Niederlage in der Ära Guardiola. Ihr alle wisst bestimmt noch genau, wie diese zustande gekommen sind. Guardiola hat stur 433 bzw 235 spielen lassen, die Mannschaft hat 70% Ballbesitz gehabt und an die 1200 Pässe gespielt. Und im Endeffekt ist man ausgeschieden. Seien wir uns alle mal GANZ ehrlich. Teilweise hat doch auch der Fußball von Pep genervt. 10 Minuten um den 16er spielen und keinen Abschluss suchen. Oder die Konter und Stadarttore, die man sich regelmäßig eingefangen hat.
    Manchmal hat man die Hilflosigkeit der Spieler doch gesehen, wenn um den gegnerischen 16er zwei Fünferketten gemauert haben. Das Problem Peps war, dass er taktisch überhaupt nicht flexibel war. Er konnte ein System. Hat das System gezogen, hat man den Gegner kassiert! Hat das System jedoch nicht gezogen (gegen Ende, als die Mannschaften das Tiki Taka durchschauten), oder hatte man ein Team als Gegner, dass einfach aufs mitspielen pfeift und Barca den Ball ließ und mauerte (Chelsea) ist Pep zusammen mit Messi, Xavi, Iniesta, Villa und Busquets (alle am Höhepunkte ihres Schaffens) in Schönheit und Ineffizienz gestorben!
    Und das hat man bei Pep bei Bayern gesehen und teilweise bei City! Und genau deswegen hat Pep nicht 3 oder 4 Triple gewonnen. Denn auch die wären mehr als möglich gewesen.
    Rein taktisch gesehen muss man EV mindestens auf eine Stufe mit Pep stellen, da Barca zwar nicht mehr so schön spielt, jedoch unberechenbarer und variabler geworden ist, ohne großartig von der Ausrichtung (Sieg) abzuweichen.
    Und was EVs Roma Debakel ist, ist Peps Chelsea Trauma!

    Im Grunde liegt hier sicherlich eine gewisse Wahrheit verborgen, aber gerade mit Blick auf Chelsea muss ich dich etwas korrigieren. Barca war in beiden Spielen nicht nur ballbesitztechnisch, sondern auch chancentechnisch drückend überlegen. Gerade im Hinspiel in London gab es zwei oder dreimal Aluminium und Chancen en masse. Im Rückspiel nicht viel anders. Barca ist damals nur an sich selbst und seiner Chancenverwertung gescheitert. Es gab auch niemals so etwas wie eine perfekte Defensivleistung von Chelsea, es war pures Glück und Barcas Unvermögen. Viele sprechen über die Überlegenheit der Bayern im nachfolgenden Finale in München. Aber im Vergleich zu Barca im Halbfinale war Bayerns Überlegenheit ein Witz…

    Du hast recht! Aber im Endeffekt ist man sowohl gegen Inter und Chelsea ausgeschieden! Von Alupech kann man sich nichts kaufen!
    Ich überlege immer wieder mal, was passiert wäre, wenn Guardiola (und vl Messi??) sein/ihre Ego(s) hinten angestellt hätte(n) und man Ibrahimovic eine Chance gegeben hätte. Gut möglich, dass man dann zumindest ansatzweise einen Plan B gehabt hätte. Jedoch kennt man den Charakter von Guardiola und seine Machtfantasien. Ich denke, so einen Fall hätte es bei EV nicht gegeben. Bestes Beispiel sind Dembele und Vidal. Beide mit schwierigen Charaktern, beide hat jedoch EV auf den Boden gebracht und zu Leistungsträgern geformt. Das muss man ihm hoch anrechnen und zeigt, dass er ein wahrer Trainer und MENSCH ist!

    #601300
    andrucha
    Teilnehmer
    Chris_culers wrote:
    Ich finde den Beitrag von Konfuzius toll!
    Auf der einen Seite hat(te) man mit Guardiola einen Trainer, der für viel Fans, insbesondere für die Cule, der Inbegriff des Fußballs war/ist. Triplesieger und überragender Taktiker, der den schönsten Fußball aller Zeiten spielen ließ (zu recht)! So zumindest die Theorie. Doch wenn man ganz ganz ehrlich ist, und die Saisonen 09/10 und 11/12 reflektiert, kommt man nicht umher, Guardiola zu kritisieren. Der überragende Taktiker, der totale Coach, der Übermensch am Spielfeldrand, der konnte nur ein System. Und das, da könnt ihr mich gerne kritisieren, war gleichzeitig der „Untergang“ seiner Ära. Denn seien wir uns ehrlich. 09/10 – Inter Mailand, die waren alles anderer als unschlagbar. Und 11/12 – Chelsea, die wohl bitterste Niederlage in der Ära Guardiola. Ihr alle wisst bestimmt noch genau, wie diese zustande gekommen sind. Guardiola hat stur 433 bzw 235 spielen lassen, die Mannschaft hat 70% Ballbesitz gehabt und an die 1200 Pässe gespielt. Und im Endeffekt ist man ausgeschieden. Seien wir uns alle mal GANZ ehrlich. Teilweise hat doch auch der Fußball von Pep genervt. 10 Minuten um den 16er spielen und keinen Abschluss suchen. Oder die Konter und Stadarttore, die man sich regelmäßig eingefangen hat.
    Manchmal hat man die Hilflosigkeit der Spieler doch gesehen, wenn um den gegnerischen 16er zwei Fünferketten gemauert haben. Das Problem Peps war, dass er taktisch überhaupt nicht flexibel war. Er konnte ein System. Hat das System gezogen, hat man den Gegner kassiert! Hat das System jedoch nicht gezogen (gegen Ende, als die Mannschaften das Tiki Taka durchschauten), oder hatte man ein Team als Gegner, dass einfach aufs mitspielen pfeift und Barca den Ball ließ und mauerte (Chelsea) ist Pep zusammen mit Messi, Xavi, Iniesta, Villa und Busquets (alle am Höhepunkte ihres Schaffens) in Schönheit und Ineffizienz gestorben!
    Und das hat man bei Pep bei Bayern gesehen und teilweise bei City! Und genau deswegen hat Pep nicht 3 oder 4 Triple gewonnen. Denn auch die wären mehr als möglich gewesen.
    Rein taktisch gesehen muss man EV mindestens auf eine Stufe mit Pep stellen, da Barca zwar nicht mehr so schön spielt, jedoch unberechenbarer und variabler geworden ist, ohne großartig von der Ausrichtung (Sieg) abzuweichen.
    Und was EVs Roma Debakel ist, ist Peps Chelsea Trauma!

    Im Grunde liegt hier sicherlich eine gewisse Wahrheit verborgen, aber gerade mit Blick auf Chelsea muss ich dich etwas korrigieren. Barca war in beiden Spielen nicht nur ballbesitztechnisch, sondern auch chancentechnisch drückend überlegen. Gerade im Hinspiel in London gab es zwei oder dreimal Aluminium und Chancen en masse. Im Rückspiel nicht viel anders. Barca ist damals nur an sich selbst und seiner Chancenverwertung gescheitert. Es gab auch niemals so etwas wie eine perfekte Defensivleistung von Chelsea, es war pures Glück und Barcas Unvermögen. Viele sprechen über die Überlegenheit der Bayern im nachfolgenden Finale in München. Aber im Vergleich zu Barca im Halbfinale war Bayerns Überlegenheit ein Witz…

    #601299
    lukasfroehli
    Teilnehmer

    Noch ein Gedanke von mir, Barca hatte die älteste Startelf ihrer Geschichte wenn ich mich nicht täusche. Das ist halt auch dann irgendwo eine ja ich sags mal hart Rentnertruppe von der man halt keinen hurra Fussball aller Amsterdam erwarten kann und sollte. EV kann dennoch aus ihnen noch viel heraus holen. Und das muss man ihm zu gute halten. Man sollte, so wahr man weiter kommt (noch ist man nicht durch) und evt. das Tripel oder auch nur das Double holt auf keinen Fall die Augen verschliesen. Nächstes Jahr ist der Umbruch fällig. Noch ein Jahr werden die Kräfte und der Wille nicht mehr in dieser Form bei allen da sein (Suarez 33, Rakitic 32, Vidal 32, Pique 33, Alba 31, Messi 32/33, Busi 31). Die Zeit läuft nach der Saison für viele ab und wenn wir nicht wie Real dieses Jahr enden wollen, muss halt ein De Jong/Artur einen Rakitic oder vielleicht sogar einen Busi ersetzen und auch Alena sollte viel mehr spielen. Auch in der Abwehr muss trotz Piques sensationellen Saison ein Umbruch her ob mit De Ligt oder mit Umtiti Lenglet und Todibo, Pique sollte nicht mehr unangefochten sein. Alba wird wohl noch ein oder zwei Jahre in den Beinen haben, wird jedoch auch an seiner größten Stärke, nämlich am Tempo nachlassen. Und da muss man wohl handeln, nicht zwingend nächste Saison da man ja auch 3 er kette bzw. einfach Umtiti oder De Ligt Roberto oder Semedo mal dort spielen lassen kann. Das größte Problem wird allerdings Suarez, er spielt eine Gute Saison aber er hat abgebaut und er wird weiter Abbauen und da sehe ich leider ein großes Problem, da muss man eigentlich sofort handeln. Messi hat noch ein paar Jahre egal wo aber er kann auch ohne viel Tempo noch sehr wichtig sein. Vielleicht ja auch wieder als MS. Mit Dembele, Malcom und Coutinho müssen auf den Flügeln auch die jungen übernehmen. Außerdem muss man Puig ein wenig mehr Spielzeit geben.

    All das sollte EV so schwer es mir zu glauben fällt hin bekommen, den noch ein Jahr wie dieses halte ich für unmöglich, natürlich kann ich mich auch täuschen.

    Evt. passt das alles nicht zum Spiel, waren halt meine Gedanken dazu.

    Edit: Ich will damit nicht sagen, das die Spieler alle verkauft werden sollen, sondern nur, dass sie des öfteren mal auf der Bank sitzen sollten, vor allem auch in wichtigen Spielen.

    #601298
    chris_culers
    Teilnehmer

    Ich finde den Beitrag von Konfuzius toll!
    Auf der einen Seite hat(te) man mit Guardiola einen Trainer, der für viel Fans, insbesondere für die Cule, der Inbegriff des Fußballs war/ist. Triplesieger und überragender Taktiker, der den schönsten Fußball aller Zeiten spielen ließ (zu recht)! So zumindest die Theorie. Doch wenn man ganz ganz ehrlich ist, und die Saisonen 09/10 und 11/12 reflektiert, kommt man nicht umher, Guardiola zu kritisieren. Der überragende Taktiker, der totale Coach, der Übermensch am Spielfeldrand, der konnte nur ein System. Und das, da könnt ihr mich gerne kritisieren, war gleichzeitig der „Untergang“ seiner Ära. Denn seien wir uns ehrlich. 09/10 – Inter Mailand, die waren alles anderer als unschlagbar. Und 11/12 – Chelsea, die wohl bitterste Niederlage in der Ära Guardiola. Ihr alle wisst bestimmt noch genau, wie diese zustande gekommen sind. Guardiola hat stur 433 bzw 235 spielen lassen, die Mannschaft hat 70% Ballbesitz gehabt und an die 1200 Pässe gespielt. Und im Endeffekt ist man ausgeschieden. Seien wir uns alle mal GANZ ehrlich. Teilweise hat doch auch der Fußball von Pep genervt. 10 Minuten um den 16er spielen und keinen Abschluss suchen. Oder die Konter und Stadarttore, die man sich regelmäßig eingefangen hat.
    Manchmal hat man die Hilflosigkeit der Spieler doch gesehen, wenn um den gegnerischen 16er zwei Fünferketten gemauert haben. Das Problem Peps war, dass er taktisch überhaupt nicht flexibel war. Er konnte ein System. Hat das System gezogen, hat man den Gegner kassiert! Hat das System jedoch nicht gezogen (gegen Ende, als die Mannschaften das Tiki Taka durchschauten), oder hatte man ein Team als Gegner, dass einfach aufs mitspielen pfeift und Barca den Ball ließ und mauerte (Chelsea) ist Pep zusammen mit Messi, Xavi, Iniesta, Villa und Busquets (alle am Höhepunkte ihres Schaffens) in Schönheit und Ineffizienz gestorben!
    Und das hat man bei Pep bei Bayern gesehen und teilweise bei City! Und genau deswegen hat Pep nicht 3 oder 4 Triple gewonnen. Denn auch die wären mehr als möglich gewesen.
    Rein taktisch gesehen muss man EV mindestens auf eine Stufe mit Pep stellen, da Barca zwar nicht mehr so schön spielt, jedoch unberechenbarer und variabler geworden ist, ohne großartig von der Ausrichtung (Sieg) abzuweichen.
    Und was EVs Roma Debakel ist, ist Peps Chelsea Trauma!

    #601297
    andrucha
    Teilnehmer
    chadroxx wrote:
    Das ist doch einfach nicht wahr. Messi ist schon seit 14 Jahren bei uns und trotzdem haben wir die CL selten so dominiert, wie in dieser Saison und trotzdem haben wir in den letzten 2 Saisons lediglich 3 Spiele in der Liga verloren, was noch immer das Maß der Dinge ist.
    Das der Fußball unter Valverde nicht der schönste ist liegt meiner Meinung nach auch nicht an Valverde, sondern am verfügbaren Spielmaterial. Xavi und Iniesta waren einfach der Inbegriff von schönem Fußball und beide sind nun weg. Ein Vidal oder Rakitic spielen selbstverständlich nicht so atemberaubend wie Xavi oder Iniesta. Der Fußball unter Enrique war meiner Meinung nicht wirklich schöner und da standen zweifelsohne die „besseren“ Spieler im Kader.
    Die erste Chance von Mane war keine wirkliche Chance, tut mir leid. Um den Ball überhaupt zu erreichen musste er (verfolgt von 2 Barca Spielern) einen zu großen Schritt machen und so konnte er den Ball nicht richtig auflegen und verwerten. Es sah gefährlicher aus, als es tatsächlich war.
    Milner hatte eine Chance aber zu einem Fussballspiel gehört auch noch immer der Torwart und 1. haben wir den besten Torwart der Welt und 2. war der Schuß viel zu zentral. Auch die Szene sah bei weitem gefährlicher aus, als sie wirklich war. Die einzige 100%ge Chance, die Liverpool hatte, war die von Salah aber auch sowas gehört zum Fußball. Dembele hatte ebenfalls eine 100%ge Chance und hat sie nicht verwertet.
    Wer hier einen Elfer für Barca fordert, der muss aber auch die Fanbrille abnehmen und zugeben, dass Liverpool ebenfalls einen Elfmeter hätte bekommen müssen.
    Wieso Roberto für Semedo? Ganz einfach. Roberto ist vielseitiger einsetzbar und der offensivere Außenverteidiger. Roberto kann ins Mittelfeld vorrücken oder zum Flügelspieler werden. Semedo ist in der Offensive limitierter als Roberto. Was die Verteidigung angeht gebe ich dir recht, dass Semedo der bessere Spieler ist. Trotzdem ist diese Flexibilität nicht zu unterschätzen.
    Das 2:0 war keinesfalls das Produkt eines Zufalls sondern hat sich schon länger abgezeichnet und das 3:0 war eben ein Standart Tor und damit in der selben Kategorie wie ein Kopfballtor nach einer Ecke. Es gibt Fußballer, die haben eben die Qualität solche Tore zu schießen und da gehört neunmal Messi dazu. Es war auch nicht das erste, zweite oder dritte Freistoßtor in dieser Saison. Also kann man hier auch nicht von Zufall sprechen, sondern muss es klar als Können akzeptieren. Das 3:0 war absolut verdient gewesen und ich bezweifle, dass Liverpool das Spiel mit mehr Glück hätte gewinnen können, da wir noch immer die beste Abwehr in der Champions League besitzen. Aber klar, mit Glück hätte auch der Ballungen ein Einwurftor machen können. Mit Glück könnte auch Ronaldo am Wochenende 20 Tore in einem Spiel machen. Die Chancen sind aber astronomisch gering.

    Just my two Cents.

    Hier geht es aber nicht um das Können einzelner Spieler, das ist uns allen klar. Individualisten können jedes Spiel entscheiden.
    Unser Problem ist die generelle Spielausrichtung des Trainers, die einfach zu passiv war. Und dafür gibt es keinen Grund. Du sprichst das Spielermaterial an… wir haben auch gute und jüngere Spieler, die Dynamik und Geschwindigkeit ins Spiel bringen können und auch dem Mittelfeld mehr Kreativität verleihen. Es ist nicht so, dass wir auf Gedeih und Verderb diesem Spielstil ausgeliefert sind.
    Was mich persönlich nervt, ist diese Angst vor den großen Teams, die ständig zu solch einer passiven Spielweise führt. Dafür gibt es einfach keinen Grund.
    Ja klar, kann ein Messi immer Tore schießen, ein Suarez auch – ganz unabhängig von der taktischen Ausrichtung. Hier geht es aber darum, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Spielausrichtung zu Toren und zum Verhindern von Toren führt. An den Chancen von Liverpool haben wir gesehen, dass letzteres nicht besonders gut funktionierte und bis zum Pingpong-2-0 von Messi kam auch vorn kaum etwas Produktives in der zweiten HZ heraus.

    #601296
    andrucha
    Teilnehmer
    chadroxx wrote:
    Wäre nach der Umstellung zum 442 auf den Verwaltungsmodus umgestellt worden, frage ich mich, wie man in eben diesem Modus noch 2 Tore schießen kann…

    …indem man wenige Individualisten hat. Es sagt ja niemand, dass EV gegen weitere Tore war, aber diese zu erzielen, war nicht Sinn und Zweck seiner Kerntaktik nach dem 1-0.

    #601295
    konfuzius
    Teilnehmer

    @Hamid

    Um das zu spielen, was du forderst – was ich im Übrigen auch sehr gerne möchte -, muss es eine absolute Eintracht des ganzen Vereins geben. Das war unter Guardiola so. Der Grundstein für Barcas Erfolg und für Guardiolas Erfolg war einfach diese Vorhersehung. Es sollte so sein.

    Ich behaupte, dass man nichts erzwingen kann, was nicht aus Überzeugung passiert. Beispielsweise Michael Jackson. Warum hat er nicht jedes Jahr ein Album rausgebracht, wenn er doch so genial und perfekt war? Erstens würde er sich stets wiederholen, ein Thriller 2, Thriller 3…würde auf Dauer langweilig sein, so genial das Album auch sein mag.
    Er hat also alle 4-5 Jahre ein Album rausgebracht. Und sehr oft hat er weitere Elemente eingebaut, sich weiterentwickelt.

    Selbiges ist mit Barca unter Guardiola passiert. Guardiola hat erkannt, dass er bei Barca, obwohl die besten Spieler bei Barca waren, langsam stagniert, keine Erweiterung mehr leisten konnte.

    Aber ich komme mal zum Ende – wir schreiben das Jahr 2019 und Barca ist auf dem Weg, womöglich ( hoffentlich) das Triple zu holen. Und das alles mit einer Art und Weise, die sich wie Tag und Nacht vom Barca unter Guardiola unterscheidet! Zumindest können wie also festhalten, dass Barca sich extrem positiv verändert hat, auch wenn wir „Thriller 1 “ geil fanden, so lässt sich dieses „Bad1“ extrem gut sehen, wie ich finde. Und mal ehrlich, Tiki Taka war ja auch nicht ohne Grund irgendwann nicht mehr zu gebrauchen. Zwar geil anzusehen, aber mit der Zeit zu berechenbar gewesen.

    Und da sich aber auch viele Dinge im Leben wiederbeleben lassen, kann ich mir vorstellen, dass es irgendwann wieder ein Tiki Taka geben wird, dann, wenn es keiner mehr kennt. Schau dir mal Guardiola an- er erzwingt seit Jahren diesen Stil und macht immer dieselben Fehler. Er hat eben keinen Messi. Punkt. Aus. Ende. Und seine Spielidee möchte er auch nicht ändern. Somit wird er vermutlich wie Mourinho sehr sehr lange versagen in der CL. Denn die Teams stellen sich einfach gut drauf ein.

    #601294
    Anonym
    chadroxx wrote:
    Das der Fußball unter Valverde nicht der schönste ist liegt meiner Meinung nach auch nicht an Valverde, sondern am verfügbaren Spielmaterial. Xavi und Iniesta waren einfach der Inbegriff von schönem Fußball und beide sind nun weg. Ein Vidal oder Rakitic spielen selbstverständlich nicht so atemberaubend wie Xavi oder Iniesta.

    Ich möchte mich nicht zur gestrigen Spielweise äußern. Valverde wird niemals 100% der Fans für sich gewinnen , da die Fans in 2 Lager gespalten sind:

    Es gibt zum einen das „Cruyff-Lager“ zu welchem ich mich selber zähle und eben das „Hauptsache Erfolg Lager“. Das ist in diesem Forum so. Das ist in Barcelona so. Das ist auf der ganzen Welt so.

    Wollte aber bezüglich der These da oben kurz mein Senf abgeben:

    Dieses Mittelfeld-Trio Xavi-Iniesta-Busquets hat in seiner Blütezeit keinen schönen Fußball gespielt. Es war auch kein wunderschöner Fußball. Was die Ästhetik und Schönheit angeht war es meiner Meinung nach einfach nur absolute Perfektion.

    Es wäre nicht realistisch zu sagen, dass Valverde genau das mit Busquets, Rakitic, Vidal, Alena und Sergi wiederholen soll. Meiner Meinung nach ist das nur schwer möglich, denn die Messlatte liegt einfach so unglaublich hoch.

    Zu behaupten, dass Valverde aber nicht mehr schön spielen lassen kann, weil er Xavi und Iniesta nicht mehr hat ist doch totaler Bullshit. Es gibt doch zahlreiche Vereine, die auch keinen Xavi und Iniesta haben/hatten und dennoch dominant und schön spielen/spielten.

    Das schöne Spiel habe ich auch schon unter Valverde gesehen, jedoch bestand das Mittelfeld da aus Busquets, Rakitic und Arthur (Vidal ist dann eben doch ein Brecher zu viel). Natürlich war es nicht so schön wie das mit Xavi-Iniesta-Busquets, denn dieses war zu perfekt, aber es entsprach defintiv der Cruyffschen Fußballphilosophie.

    Valverde kann selbstverständlich seinem Team die Initiative ergreifen lassen, statt passiv zu stehen, aber er will das einfach nicht, weil er eben ein Pragmatiker ist und eben keiner, der das schöne Spiel liebt.

    PS:

    Mit Frenkie kommt nächste Saison übrigens noch jmd, der für schönen dominanten Cruyffschen Fußball steht. Spätestens da dürfte man die Ausrede: „Wir haben aber keinen Xavi und Iniesta mehr“ Ausrede nicht mehr bringen.

    #601292
    Herox
    Teilnehmer

    Die Chance von Milner, wo er zentral auf das Tor und damit auf Ter Stegen abschließt, war ein 100% Ding. Wenn er den nur halbwegs platziert, hat Ter Stegen aus so kurzer Distanz (Elfmeterpunkt) mal sowas von keine Chance, auch nur irgendwie zu reagieren.

    Generell gefällt mir das Ingame-Coaching von Valverde nicht. Er reagiert in meinen Augen viel zu spät oder gar nicht. Ein weiteres Beispiel ist das Copa-Rückspiel gegen Real. Vinicius konnte machen, was er wollte und Valverde hat die Antwort darauf erst im nächsten Spiel (Liga-Clasico) gefunden, wo Vinicius quasi unsichtbar war. Schon in den ersten 5 Minuten der zweiten Halbzeit gegen Liverpool sah man, wie sich das Spiel nun entwickeln wird und das Liverpool darauf ausgelegt war, enorm zu drücken. Die Korrektur kam erst, nachdem sich Liverpool ein paar sehr gute Chancen erspielte. Verwerten sie einige davon, dann ist womöglich das komplette CL-Halbfinale futsch.

    #601291
    Tical
    Teilnehmer

    Ich glaube, bei Lucho hat man noch viel mehr gesagt, dass eigentlich gar nicht groß gecoacht werde und das Triple einzig und allein auf MSN zurückzuführen ist. Spiel irgendwie den Ball zu denen, El Tridente macht 4-5 Buden. Immer.
    Da finde ich die Verbesserungen und Veränderungen unter Valverde deutlich spürbarer. Klar sieht das erstmal komisch aus, wenn man Barca mit schönem Offensivfußball verbindet und dann jemand kommt, der erstmal von 4-3-3 auf 4-4-2 umstellt und abwartend spielt. Aber das ist nicht automatisch dumm, inkompetent etc pp. Und sowieso, wenn man immer unsere Goldene Generation als Maßstab heranzieht dann haben Spieler wie Vidal und Rakitic per se eher wenig Chancen, zu brillieren, ohne dass sie selbst eine schlechte Saison spielen müssen.
    Ten Hag will ich nächste Saison Stand heute nicht bei uns sehen. Erstens wäre das respektlos gegenüber Valverde und zweitens ist mir das Ajax-Wunder eben noch zu jung. Hat mir noch zu sehr Wundertütencharakter.

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