FC Barcelona 6-0 Sporting Gijón 23.04.16

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  • #563817

    Ich würde es ebenfalls sehr begrüssen wenn Messi mehr rennen und kämpfen würde. Nicht wegen dem Mehrwert seiner Defensivarbeit an sich, sondern weil er seit Puyols Abgang der einzige ist, der die Mannschaft mitreissen könnte. Wisst ihr noch wie Puyol die jeweils angeschrien und angetrieben hat? Stellt euch vor Messi macht das, dann rennt aber dann jeder. Wenn Messi einfach mit gutem Beispiel vorangehen würde, dann würde ihm zweifellos die ganze Mannschaft folgen. Er könnte der Kapitän sein den wir seit Puyol vermissen, ist er aber halt leider nicht. Ich weiss nicht ob er sich dieser Möglichkeit nicht bewusst ist oder ob er diese Rolle schlicht nicht will. Die des Antreibers meine ich. Ich denke letzteres ist der Fall.

    Allerdings muss ich sagen dass ich Messi eh kaum kritisiere und ihm auch vieles verzeihe. Wer mir so richtig auf die Nerven geht ist Neymar. Der zeigt für mein Empfinden eine viel üblere Kein-Bock-Einstellung, verhält sich taktisch schlecht, kämpft nicht, zeigt wenig Einsatz und spielt dazu auch noch sehr schlecht und das alles ohne dass er bei mir irgend einen Kredit hätte. Also „alle kämpfen ausser Messi“ würde ich so nicht unterschreiben.

    #563816

    Austrokatalane und mesque sprechen meines Erachtens einen Punkt an, der unglaublich wichtig ist, und zwar im Zusammenhang mit einer anderen Situation auf dem Spielfeld: Das Angriffsspiel.

    Rakitic, Alves, Roberto und Suárez – allesamt sehr wichtige Spieler für Barça, auch für die Zukunft. Mit ihnen lässt sich aber tatsächlich sehr wenig offensiv umsetzen. Deshalb freue ich mich so sehr auf Rafinha in der kommenden Saison. Auf den AV-Flügelpositionen muss Barça nachlegen, davon reden wir schon seit einer halben Ewigkeit. Für den Sturm muss Barça einen weiteren spielstarken Spieler verpflichten.

    Nur so kann man auch Messis ganzes Potenzial entfalten.

    #563814
    Anonym
    MesqueunClub wrote:
    …..Für mich sieht es einfach so aus als hätte Messi keinen Spaß, denn wenn er Spaß am Spiel hat macht er auch diese Schritte mehr. ….

    Wenn der persönliche Spaßfaktor für Messi entscheidend ist, dann wäre er schlichtweg halt kein Mannschaftssportler. Gerade wenn es nicht so läuft wie gewünscht, zeigt sich dann halt der Charakter eines Spielers, ob er denn bereit ist für positive Veränderungen auf dem Platz sich zu engagieren oder nicht. Keiner erwartet, dass Messi jetzt damit anfängt Marathonläufer zu werden. Aber mal wenigstens temporär auch die „unangenehmen Arbeiten“ beim Fußball erledigen, das würde ja schon genügen. Man sieht doch, wie ein Ruck durch die Mannschaft geht, wenn Messi „Spaß“ hat und mal richtig gegen den Ball arbeitet und sogar mal grätscht. Das ist ein richtiges Signal für das Team. Leider kommt das halt gefühlt maximal jedes 10. Spiel vor.

    Und wenn die Ursache für dieses Verhalten fehlender Spaß sein sollte, dann sollte man auch klar sagen, was es im Bezug auf einen Mannschaftssport wirklich ist. Es sind Starallüren und sonst nichts. Wenn Messi in der Lage wäre nur 10 % des Engagements eines Suarez auf dem Feld zeigen, dann wäre dem Team Barca schon viel geholfen.

    #563813
    Anonym

    Wenn Messi nicht mehr Sprints in einem Spiel machen kann, dann soll er mehr trainieren, damit er es kann. Ist mMn nicht viel verlangt bei 40 Mio. Gehalt. Niemand verlant, dass er jetzt die ganze Zeit nach hinten sprintet. Aber wenn der Ball zwei Meter vor ihm hin und her gespielt wird, könnte er schon etwas mehr pressen.

    #563812
    mesqueunclub
    Teilnehmer

    Ich sehe das auch so, dass mehr von Leo im Arbeiten gegen den Ball kommen müsste. Gerade wenn er diese Schritte mehr macht treibt es seine Teamkollegen mehr, denn Messi ist und bleibt die Figur beim Fc Barcelona.

    Messi ist von Fitness Level nie ein Aushängeschild gewesen aber daran liegt es nicht. Für mich sieht es einfach so aus als hätte Messi keinen Spaß, denn wenn er Spaß am Spiel hat macht er auch diese Schritte mehr.

    Hier wurde geschrieben, dass Messi zu intelligent für seine Mitspieler ist. Genau so sehe ich das auch. Gerade wenn er von Rakitic (ZM) Roberto (RV) und Suarez (ST) umgeben ist, hat er niemanden mit dem er ordentlich zusammen spielen kann. Suarez macht das oft vom Gedanken her richtig aber die Umsetzung passt selten.

    Messi ist mehr oder weniger gezwungen Alles mit einzelaktionen zu lösen und wenn er dann ein paar mal hängen bleibt, seine zuspiele nicht verarbeitet werden und er garnicht von seinen Kollegen in Szene gesetzt werden kann, dann verliert man die Freude am Spiel.

    #563810
    Anonym

    Ich weiß deine Mühe zu schätzen, Sponge, aber so Leid es mir tut, aus den Screenshots kann ich jetzt nicht so viel herauslesen, da müsste man die ganze Situation nochmal sehen.

    Es geht mir auch nicht darum, Messi von jeder Kritik freizusprechen. Es gibt sicher einige Aspekte, die man ihm ankreiden kann, so wie es auch von dir angesprochen wurde, nur sehe ich das Problem eben woanders grundgelegt. Nämlich wie gesagt darin, dass solch eine Arbeit überhaupt notwendig wird. Messi machte letztes Jahr auf mich keinen defensiv engagierteren Eindruck, und auch die Jahre davor nicht, das ist wie gesagt sein Spiel. Man hat in der Champions League regelmäßig gesehen, dass er sich den Hintern aufreißt, wenn es darauf ankommt und darum geht, die Bälle zu gewinnen. Solange es so funktioniert und nicht erforderlich ist, wird er aufgrund seiner Ökonomie auch weiterhin minimalistisch in den Bewegungsabläufen bleiben. Sonst ist diese Fülle der Spiele bei seinen Voraussetzungen nicht aushaltbar. Messi wirkt auf mich weniger desinteressiert als viel mehr verängstigt nach seinen jüngsten Verletzungen und ich denke er weiß genau, was er mit einem Sprint anrichten kann, wenn es für ihn blöd läuft. Er spielt meiner Meinung nach eher mit angezogener Handbremse als mit mangelndem Engagement.

    Wie gesagt: Es gibt eine Vielschichtigkeit an Problemen, bei denen ich in Messi einfach das geringste sehe, das ist alles was ich sagen will.

    #563809

    Ich möchte mir nicht vorwerfen lassen, meine Kritik auf einen Spieler zu reduzieren, weil ich in den letzten Wochen und Monaten genug zu den Leistungen der Mannschaft als Ganzes geschrieben habe. Ich kann nichts dafür, wenn es nicht gelesen wird und man womöglich deshalb meine Gedanken völlig verkennt.

    Soeben habe ich die erste Halbzeit überflogen und einiges wiederentdeckt, was mir während des Spiels aufgefallen ist.

    [attachment=1184]Messi1.JPG[/attachment]

    Suárez kann hier noch so viel Aktionismus zeigen, er alleine wird hier aufgrund der Überzahl des Gegners wenig ausrichten können. Messi macht keine Anstalten, die Ausgangssituation für seine Mannschaft in irgendeiner Form zu verbessern.

    [attachment=1185]messi2.JPG[/attachment]

    Nach einem Doppelpass des Gegners stellt Messi den Betrieb komplett ein und lässt den Spieler links von ihm, der sich vorher unmittelbar bei ihm befand, sehenden Auges ziehen. Die ganze rechte Flanke liegt blank, Sporting findet auf links sehr viel Raum vor.

    [attachment=1186]Messi3.JPG[/attachment]

    Hoher Ball von Mascherano auf den durchstartenden Roberto. Messi im Kampf um den zweiten Ball nur Zuschauer.

    [attachment=1187]Messi4.JPG[/attachment]

    Wiederum keine Unterstützung für die Mitspieler, weshalb Sporting sehr weit vordringen kann und sogar richtig gefährlich wird.

    [attachment=1188]Messi5.JPG[/attachment]

    Messi spielt den Ball auf den durchstartenden Alba, der jedoch abgefangen wird. Im Anschluss joggt Messi vor sich hin, mit einem einfachen Pass kann sich Sporting befreien und es wird richtig gefährlich. Mascherano klärt wohl regelwidrig mit einer Grätsche von hinten.

    Zur Klarstellung

    Mir geht es nicht darum, eine Prangerwirkung zu erzeugen, sondern vielmehr darum, einen Bereich aufzuzeigen, in dem die Mannschaft relativ leicht einen unglaublichen Sprung nach vorne machen kann. Die Mannschaft muss deutlich stärker kontrahieren und darf den Gegner erst gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. Er darf nicht mehr so weit eindringen, wie es in dieser Saison des Öfteren der Fall war. Dafür ist Messi genauso wie jeder andere Spieler auch mitverantwortlich. Entweder er zieht mit und hilft dabei, die Bälle in einer sehr günstigen Position zurückzuerobern, oder er sieht dabei zu, wie der Gegner sich in eine günstige Position bringt und Barça zurückdrängt.

    Es ging mir auch niemals um Kilometer, Laufleistung oder gar seine Form, die ich natürlich nicht dazu verwende, ihn zu diskreditieren. Von mir aus kann er auf dem Platz spazieren gehen – das macht mir nichts aus. Er kann ein Dribbling nach dem anderen verlieren und komplett außer Form sein – geschenkt. In taktisch wichtigen Situationen erwarte ich aber beherztes Engagement und ein Verhalten, das eine gewisse Intensität erreicht und eine bestimmte Körpersprache nach außen trägt. Diese Momente sind unabdingbar für den mannschaftlichen und persönlichen Erfolg, für das schöne Spiel und Fußballästhetik. Fußball ist zu 80% harte Arbeit, das gilt auch für einen Weltfußballer. Wenn diese Grundlage nicht gegeben ist, dann wird er sicherlich dennoch irgendwie glänzen können. Er wird die Mannschaft aber nicht auf ein anderes Niveau heben können und umgekehrt wird die Mannschaft ihn nicht auf ein noch viel höheres Niveau hieven können.

    Versteht ihr, was ich meine? Messi ist das Zentrum von Barças Spiel. Im Vergleich zur letzten Saison erkenne ich ihn kaum wieder. Auch im Spiel ohne Ball gab es bei ihm Funkenschlag, er brachte sich ein und war sich für kaum einen Weg zu schade. Mir fehlt diese Demut vor der Mannschaft, ich weiß nicht, was für ein Problem er hat. Verletzt ist er nicht, aber irgendwie mag er nicht so richtig.

    Er wird aber müssen, ansonsten wird von Barça auch in den nächsten Jahren international nicht zu viel zu erwarten sein. Man kann sich einfach nicht erlauben, einen Spieler von elementaren taktischen Aufgaben freizustellen. Selbst die klassischen Stürmer heutzutage spulen ein wahnsinniges Programm, um der Mannschaft zu helfen. Den klassischen Stürmer gibt es längst nicht mehr, nicht ohne Grund. Ein Spieler weniger im taktischen Gefüge bedeutet einen erheblichen Nachteil.

    Für die Bilder übernehme ich keine Gewähr. Mir ging es nur darum, damit ein grundsätzliches Problem anzusprechen. Ich hätte auch irgendein beliebiges Spiel aus den letzten Wochen nehmen können

    PS: Ich kann bis jetzt nicht nachvollziehen, was das Präsidium, Messis Verdienste etc. mit meinem Grundgedanken zu tun haben sollen. Natürlich sind meine Bedenken nicht populär, das war mir von vornherein klar. Nicht-populäre Meinungen zu vertreten bin ich gewohnt – anstrengend ist das aber trotzdem, wenn man permanent aneinander vorbeidiskutiert.

    #563805
    rumbero
    Teilnehmer

    Pep hat einen neuen Stil erfunden. Die anderen Spitzenteams brauchten Jahre, um sich darauf einzustellen, was am Ende ja auch gelang. Dass Lucho mit einem ähnlichen Stil, aber älteren und viel satteren Spielern noch so erfolgreich ist, rechne ich ihm hoch an. Nichts gegen Pep, aber der Vergleich geht auf Krücken. Aber wenn schon vergleichen, dann jetzt bitte die Saison 15/16 mit den Saisons nach den CL-Siegen von Pep!

    #563796
    Anonym

    Ich sehe Tello und Cuenca schon als polyvalenter an, als Munir und Sandro es sind. Sandro ist spielerisch irgendwas, Munir hat keinen rechten Fuß. Tello war ein ganz anderer Spielertyp, etwas völlig neues. Mit seinen sich drehenden Bällen, die aus dem spitzesten Winkel ins lange Eck gepasst haben. Cuenca war sowohl Sandro als auch Munir technisch um Häuser überlegen. Und Maxwell war auf links in jeder Form mehr wert, als es ein Mathieu beispielsweise ist.

    Außerdem hatte Pep den insgesamt jüngeren und frischeren Kader, das ist auch ein Punkt. Pep stand nicht auf einen Kader, in dem viele Spieler waren, sondern auf einen dynamischen, der dich taktisch unberechenbar macht und wo du Spielern nicht aufgrund der Kadergröße eine Pause geben kannst, sondern aufgrund der Polyvalenz der entsprechenden Spieler. Dann spielt halt ein Alves einmal RA. Oder ein Puyi links/rechts…. Abi innen, Busi hinten, Masche, …. Oder wenn es sich anders nicht so super ausgeht, dann spielt man halt mit Dreierkette oder mit insgesamt neun Mittelfeldspielern auf dem Platz.

    Pep ist ein Genie, Lucho ist es nicht. Dennoch macht Lucho bessere Arbeit als seine Vorgänger (zugegeben, Tito kann man nicht mit einberechnen, der lag im Sterben).

    Ich wäre der letzte, der irgendeinen Coach auf eine Stufe oder gar über Pep stellt (gut Cruyff ist wieder eine andere Geschichte, aber da war ich nicht dabei). Dennoch gibt es meiner Meinung nach, solange Xavi keinen Trainerschein hat, keinen besseren für Barça.

    #563794
    Austrokatalane wrote:
    Wie auch immer um es auf den Punkt zu bringen: Ich sehe die Probleme nicht in Lucho und noch viel viel weniger in Messi. Messi derart hart zu kritisieren widerstrebt mir, da es für mich keinen Grund dafür gibt, Lucho mag nicht immer alles richtig gemacht haben, dennoch gibt es aktuell keine wirklichen Barça-like Alternativen und meiner Meinung nach auch keinen Grund, ihn auszutauschen. Wenn wir einen polyvalenteren, jüngeren und auch breiteren Kader hätten, wäre es glaube ich gerade jetzt um vieles einfacher. Die Spieler scheinen nämlich ganz nebenbei auch einfach platt zu sein.

    Hammer Beitrag Austro! Ich sehe viele Punkte ähnlich. Allerdings kommt mir Enrique in dem hier zu gut weg. Ich finde nicht, dass Pep den besseren Kader hatte. Wie du schon sagst: Pep hat einen Maxwell zu einer polivelenten Waffe gemacht. Unter ihm Haben Montoyas und Cuencas in Clásicos gespielt. Ein Pedro war eine Allzweck-Waffe und so weiter. Enrique hat einen Sturm der dem von Pep nominell haushoch überlegen ist, Sandro und Munir stehen Tello und Cuenca nicht nach. Sergi ist polyvalent wie sonst was. Auf der Bank haben wir noch Arda und Aleix, Rafinha und mehrere Innenverteidiger. Iniesta und Busi sind noch da, ebenso Piqué und Messi.

    Bei Pep hatten die Spieler allerdings ganz klare Vorgaben an die sie sich halten konnten. Pep hat denen gesagt wie sie sich bewegen sollen, wann sie wohin laufen sollen. Er hat ihnen klare Anweisungen für verschiedene Pressing-Formationen und -Situationen gegeben. Hat ihnen gesagt wie sie sich defensiv und offensiv verhalten sollen und so weiter. Die jungen und teilweise limitierten Spieler konnten sich an exakte Vorgaben halten und diese strikt umsetzen.

    Unter Enrique sieht das anders aus. Nimm die linke Seite als Beispiel: Alba und Neymar gehören individuell zu den besten Akteuren auf ihrer Position, ihr Zusammenspiel ist irgendwo zwischen „verschwendet“ und „erbärmlich“ einzuordnen. Iniesta ist auch noch auf dieser Seite zu finden. Das müsste eine alles überragenden Synergie ergeben mit den dreien, die Realität sieht bekanntlich anders aus. Einstudierte Mechanismen und Spielzüge sehe ich kaum noch bei uns. MSN die untereinander zaubern, in der Regel von Messi initiiert. Das ist unser Offensivspiel. Wenn die Wirksamkeit eines Akteurs zum grössten Teil von seiner individuellen Klasse abhängt, weil eben kein System, welches das Kollektiv grösser macht als die Summe seiner Teilchen, vorhanden ist, dann können individuell limitiertere Spieler eben nicht glänzen und auch sonst keine sonderliche Nützlichkeit für das Team erreichen. Ein MSN in Form macht dann Spass. Wenn die ausfallen heisst es aber wir haben keine Alternativen, mit Arda Turan, Aleix Vidal, Sergi Roberto, Rafinha Alcántara, etc auf der Bank und man sehnt sich nach dem facettenreichen Kader unter Pep.

    Was glaubt ihr könnte Enrique mit Cuenca, Maxwell und Co anstellen? Ich tippe auf einen Stammplatz auf der Tribüne.

    #563793
    R10_ViscaElBarca
    Teilnehmer
    R10_ViscaElBarca wrote:
    Korrelieren Neymars Leistungen mit seinem dekadenten Lebensstil?

    Entscheidet selbst.

    Nächste exzessive Partynacht :) Diesmal in London :)

    http://www.sport.es/es/noticias/barca/escapada-neymar-londres-5082746

    Mal Butter bei die Fische: Der Junge soll sich mal eine anständige Freundin zulegen. Rumpippern war gestern. Aber wenn die eigene Leistungsfähigkeit so dermassen durch das zügellose Privatleben beeinträchtigt wird, dann muss interveniert werden.

    #563789
    el_loco_8
    Teilnehmer

    Starke Diskussion, das muss man auch mal festhalten. Deshalb bin ich hier angemeldet, Chapeau!

    Und ganz besonderen Dank an Austro…du sprichst mir, und ich denke nicht nur mir, absolut aus der Seele.

    #563787
    safettito
    Teilnehmer

    Gewissermaßen haben beide Seiten Recht, wenn man die Vergangenheit mit einbezieht als Referenz, erkennt man schon ein signifikantes Gefälle in Bezug auf Messis Laufleistung gegenwärtig. Glaube dieser Aspekt steht wohl außer Frage, dessen ungeachtet liegt vieles beim FC Barcelona auf dem Spielfeld bezogen uneingeschränkt in seinem Wirkungsbereich.

    Viele rä­so­nie­rten hier, warum Messi zunehmender sich der Mitte des Spielfelds widmet, seine vereinzelnen Schnittstellenpässe wären entbehrlich, nun dann frage ich mich warum anscheinend niemand anders zur Zeit in der Lage ist in dieser Mannschaft diese Pässe zu spielen ?

    Erkenne derzeit ausnahmslos eine Gefahr für den Gegner, aufgrund von Messis Schnittstellen oder Diagonalbälle, daß ist leider der aktuelle Stand.

    #563782
    Anonym

    Wie gesagt, ich sehe das taktische Problem woanders liegen, Messi hatte, genauso wie andere Akteure auch, ein Formtief, das einen auch in der Motivation zu hemmen vermag.

    Messis Spiel hat sich jedoch nicht wirklich verändert, das Mannschaftsgefüge schon. Messi ist wie gesagt der Dreh- und Angelpunkt und hat auch gestern wie ich finde ein sehr gutes (daher auch die Benotung) Spiel gemacht. Dass er sich schont ist eine andere Geschichte. Meiner Meinung nach ist es notwendig. Dass er manchmal mehr aus sich herausholen könnte ist auch klar. Die Frage ist dann eben, wo es fehlen würde.

    Und dass Messi im Kopf aktuell auch nicht unbedingt frei ist (was zugegebenermaßen auch selbst verschuldet sein mag) ist klar, bei Neymar gilt ähnliches. Nur dass Messi wesentlich zahmer und besonnener auf dem Platz agiert und vor allem auch für die Mannschaft wertvoller ist, da er auch in der Verfassung gemeinsam mit einem gewissen Herren Suarez der entscheidende Faktor ist, sollte auch nicht außer Acht gelassen werden.

    Ein Fazit kann nach der Saison gezogen werden. Fakt ist, dass Messi heuer lange verletzt war und seither jedes Spiel macht und das in einer englischen Woche nach der anderen. Die Probleme der Mannschaft waren meiner Meinung nach bei seinem Fehlen genauso zu erkennen wie jetzt, nur dass Neymar damals noch gut in Form war (diese Form konnte er zum Glück ja auch nach Messis Comeback noch einige Zeit sehr hoch halten wenn nicht sogar steigern). Das kann jetzt an Lucho liegen, was ich nur bedingt für realistisch halte, oder an der Tatsache, dass uns eine gewisse Variabilität und Tiefe fehlt, die sich jetzt, wo alle Spieler platt sind, eben zeigt.

    #563781

    Ich werde bei Gelegenheit mal paar Screenshots hochladen zu einigen Situationen, so führt diese Diskussion zu nichts. Es ist eben nicht Ökonomie oder dergleichen, es ist schlicht ein Selbstverständnis von sich und seinem Spiel beim FC Barcelona, das in einigen Bereichen die Mannschaft schwächt.

    Und ich bitte eines zu beachten: Messi wird hier kaum kritisiert, dafür andere Spieler umso mehr. Es ist aber an der Zeit, da mit diesem Engagement eines Spielers Barça wenig reißen wird. Das Gefälle zu den anderen Akteuren ist absolut evident. Man muss sich nur mal Rakitic anschauen, der im Vergleich zu letzter Saison einen viel größeren Raum abdecken und deutlich weitere Wege gehen muss. Kleine Ursache, große Wirkung, will ich meinen.

    Barça wird so immer ein taktisches Problem haben.

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