Forum Home Off-Topic Inhalt des Off-Topic Lieblingsserien

Lieblingsserien

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 413)
  • Autor
    Beiträge
  • #605046
    Tical
    Teilnehmer

    Schaut hier jemand Chernobyl oder hat es schon?
    Ich bin eigentlich kein Serienmensch, mag eigentlich nur Filme wo man weiß, dass es nach anderthalb bis zwei Stunden vorbei ist. Bin kein Freund davon, wenn erstmal eine Staffel gebraucht wird um alle Hauptcharaktere vorzustellen, in Staffel 8 dann noch irgendjemand ganz Wichtiges aus dem Nichts auftaucht, in Staffel 13 alles umgedreht wird à la „krasser Plottwist“, um dann in Staffel 25 zu sagen: „Das war es noch lange nicht.“ :lol:

    Aber Chernobyl ist da ja anders. 5 Folgen, historisch sehr akkurat, kann man sich geben. MUSS man sich geben.

    Trailer.

    Ich verschlinge ja so ziemlich alles was mit Geschichte zu tun hat, doch diese Serie sprengte meine Erwartungen um ein Vielfaches. Von den fünfeinhalb Stunden gab es insgesamt vielleicht so 15 Minuten, in denen ich mir dachte: „Okay, gerade passiert nicht so viel, wann wird es denn mal wieder spannend?“ Die Stimmung ist quasi dauerhaft bedrückend und fesselnd, man leidet mit jeder involvierten Person mit, die musikalische Untermalung ist eine glatte 1, man schafft es, ganz nebenbei ein bisschen Physikunterricht reinzustreuen damit jeder Laie versteht, was da eigentlich passiert ist und am Ende gelingt es der Serie sogar noch, Regierungskritik zu üben. Abgesehen von einer Person und einer kurzen Szene hat sich wohl alles genau so zugetragen, heißt es. Ich habe die Serie jetzt zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten verschlungen und nötige sie jedem auf.
    Also: Guckt die!

    #587953
    vivabarca
    Teilnehmer

    Star Trek Discovery, die beste Serie die ich 2017 gesehen habe.

    #587912
    Anonym

    Da seit letzter Woche die zweite Staffel draußen ist: Stranger Things
    Die Serie ist einfach der Hammer, eventuell muss man dafür aber auch dieses 80er Jahre Szenario mögen. Aber wenn man die Goonies, E.T. oder Nightmare on Elm Street mag, dann kommt man um diesen Mystery-Horror-Thriller nicht herum.

    #586418
    Kalelarga82
    Teilnehmer
    Barca_King wrote:
    Was sagt ihr zur siebten Staffel von Game of Thrones?

    Geht so.
    Ich bin einer von denen die immer begeistert waren, weil die Serie sich über die Jahre konstant hervorragend entwickelt hat. Sie wirkte immer lebendig und lieferte ab, fast in jeder Kategorie.

    Die Lebendigkeit, Frische, fehlt mir in Staffel 7 jedoch.
    MMn liegt das vor Allem daran dass R. R. Martin nicht mehr alles in der Hand hat was die Serie angeht denn die Bücher wurden überholt.
    HBO verteilt hier viel zu viel Fanservice. Das tut meinen Augen weh. Die Kreativität ist so ein bisschen Futsch und sehr viele Figuren sind abgestumpft und zu glatt. Selbst mein Liebling Tyrion hat sehr viel an Profil verloren. Es ist nicht mehr so wie es einmal war.
    Folge 4 und 6 gebe ich eine Bestnote, dem Rest auf keinen Fall.

    GoT ist immer noch gutes Fernsehen wenn man es mit dem Rest vergleicht, jedoch ist mir Staffel 7 schon sehr fremd wenn ich es mit dem letzten Staffeln vergleiche.
    Ob die weissen Wanderer auch daran schuld sind? :):lol:

    #586214
    barca_king
    Teilnehmer

    Blue Mountain State hat sehr lustige Momente zu bieten, ist aber nicht jedermanns Sache. :)

    Ansonsten natürlich noch die klassischen Sitcoms wie TBBT, 2&HalfMen, HIMYM, King of Queens oder auch Scrubs. Californication soll gut sein.

    That’s my Bush von den South Park Machern habe ich den Piloten gesehen, aber es hatte was. Gefiel mir auf jeden Fall mehr als die Bush-Regierung in ihrer wirklichen Amtszeit. :)

    Edit: Was sagt ihr zur siebten Staffel von Game of Thrones?

    #586194
    shamandra
    Teilnehmer

    Brooklyn Nine-Nine. Aktuell finde ich eine der besten Comedy Sitcoms! Polizeiarbeit trifft auf „J.D./Scrubs“-Humor. Kann ich wärmstens empfehlen. :)

    #586188
    Anonym

    Franklin & Bash
    Ist zwar eher eine Anwaltsserie, aber die beiden Hauptdarsteller lösen ihre Fälle immer auf sehr witzige Art und Weise. Schau dir mal den Trailer an. Wenn er dir zusagt, dann kannst du dir ja mal eine Folge gönnen.

    #586186
    Anonym

    So meine Lieben!

    Dringendst brauche ich eine gute Comedy-Serie. Bevorzugt würde ich diese auf englisch anschauen bzw. Originalsprache.

    Was habt ihr so alles im Repertoire?

    #583910
    Kalelarga82
    Teilnehmer
    Spongebob wrote:
    Im Spoiler finden einige Gründe, warum Mad Men für mich die Nummer 1 unter den Serien ist – unangefochten.

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Besonders wenn es auch zu meinen persönlichen Serienfavoriten zählt, liest man so Rezensionen dann noch lieber. :)

    Mir fiel da wieder eine Kleinigkeit ein, die mir bei Beendung der Serie Mad Men im Hinterkopf war. Die Serienlandschaft ist mittlerweile riesig, fast schon zu riesig. Was mir aber bei allen Meisterwerken auffällt, ist eine Detail was sich stark von den ganz üblichen Zeugs unterscheidet.
    Nachhaltig erinnert man sich auch an gewisse Einzelepisoden, die sogar alleinstehend, isoliert von der ganzen Staffel oder Serie, hervorragend ist und punkten kann. In ihr spiegelt sich z.B. die ganze Emotionalität, schauspielerische Leistung der Serie. Da ist ein gewisser Wiedererkennungswert zu sehen und scheint in einer Folge ihr volles Potenzial zu entfalten. Da kommt irgendwie alles zusammen. Und möchte man jemanden z.B. Mad Men beschreiben, zeigt man ihm diese Art Folge. Allein um Spannung gehts da halt nicht, es ist viel viel tiefsinniger.

    Ein Beispiel so einer Einzelepisode, davon gibt es auf die Staffel verteilt so einige, ist Mitte Staffel 4 in der Folge „In Koffer voller Wahrheit“ (The Suitcase) zu sehen. Das hat mich von der ersten bis zur letzen Minute mitgenommen…
    Aller spätesten da, war für mich die Sache eindeutig. Die Serie ist ein absolutes Meisterwerk !!! :)

    #583866
    Anonym

    Was die Charaktere angeht bei Mad Men bin ich derselben Meinung, zumindest nach den 1.5 Staffeln, die ich gesehen habe. Wenn ich sage die sind da irgendwie charakterlich alle mies, ist es eigentlich nichts Schlechtes. ZB. bei Don dacht ich mir am Anfang was ist das bitte für ein Arsch und dann nach einer Weile denk ich dann, OK, der hat einfach nie gelernt was eine Familie ist, deshalb ist er so. Generell finde ich es toll, wie man immer mehr und mehr von den Figuren erfährt, sodass man die Charaktere nicht sofort in irgendeine Schublade stecken kann.

    Was deren Firma angeht und dieses ganze Werbezeugs, ich mag das. Diesen Bezug zur Realität und Dingen, die wirklich passiert sind. Das ist dann fast schon ein kleiner Einblick in die Geschichte, unagbhängig davon wie wahrheitsgetreu das jetzt sein mag. Ich stell mir dann immer vor, dass diese Firmen damals wirklich so auf gewisse Ereignisse reagiert haben, was sie bei bestimmten Entscheidungen geleitet hat, etc.

    #583862

    Ich habe nicht ganz 1,5 Jahre für Mad Men gebraucht – ich habe jeden Tag 1 Folge geschaut und mich darauf alltäglich wirklich sehr gefreut. Meines Erachtens ist die Serie in der charakterlichen Brillanz unübertroffen. Die Serie nimmt einige Charaktere und ihre Geschichten in den Fokus, der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf Donald Draper. Der Zugang zu diesem doch schwierigen Menschen gelingt nicht auf Anhieb. Die Serie entwickelt allmählich ein Persönlichkeitsprofil, man muss sehr wachsam sein, um jede Nuance seiner Persönlichkeit zu erfassen. Dabei wird der Zuseher erst einmal vollkommen allein gelassen. Mehr will ich dazu aus Spoiler-Gründen nicht sagen.

    Mad Men ist für mich in seiner Gesamtheit ein Kunstwerk. Die Geschichte ist sehr interessant, die Charaktere sind tiefgründig. Von der ersten Staffel bis zur letzten hatte ich bei keinem der Protagonisten das Gefühl, dass ich nun alles wüsste. Überdruss stellte sich dementsprechend zu keiner Zeit ein, ich hatte immer das Verlangen, noch mehr über die Personen und die Veränderungen in ihrem Leben zu erfahren. Die Personen sind sehr sprunghaft, weshalb eigentlich immer viel los war.

    Die schauspielerische Darbietung von Donald Draper war herausragend. Er konnte Empfindungen und Emotionen auf den Punkt transferieren, seine Mimik und Gestik war sehr, sehr stark. Überhaupt schien D.Draper wie prädestiniert für die Rolle, seine Ausstrahlung war enorm. Ich kenne niemanden, der Arroganz, Überheblichkeit, Übermut, Zweifel und Hingabe so gut übermitteln könnte wie dieser Schauspieler. Aber auch die anderen Rollen wurden sehr stark gespielt.

    Spoiler: Ein paar Sätze zur letzten Folge

    Die letzte Folge von Mad Men ist – wie auch die gesamte Serie – schlichtweg genial. Am Ende ist D. Draper kurz davor, sich das Leben zu nehmen. Er befindet sich irgendwo außerorts, weit weg von zu Hause. Die Tochter seiner wichtigsten Bezugsperson, die bereits verstorben war, hatte ihn zu einem Selbstfindungskreis geführt und ihn dort alleine zurückgelassen. Eine Frau dieser Selbstfindungsgruppe sah D. Draper am Boden zerstört und führte ihn zu einer weiteren Sitzung. Ein anderer Mann ergriff das Wort und lamentierte über das Leben und darüber, wie wertlos er für die Welt zu sein scheint. Sein Leben wird von den anderen Menschen nicht wertgeschätzt, nicht einmal seine Familie kümmert sich um seine Befindlichkeiten. Wenn er an den Küchentisch kommt, heben seine Familienmitglieder nicht einmal mehr den Kopf. Er ist privat und beruflich gescheitert, ein Nichts in dieser Welt und so allein, wie man es nur sein kann.

    Was hat das alles mit D. Draper zu tun? D. Draper steht auf, mit Tränen im Gesicht, geht auf diese Person zu und umarmt den Mann innig. Er hat sich in der Person selbst wiedererkannt. Diese Person, die da soeben offen über seine Gefühlswelt sprach, ist ein purer D. Draper – ohne dessen Ausstrahlung, dessen Charisma und Selbstbewusstsein; ohne dessen Genialität, die ihn vor allem im Beruf an die Spitze der Werbebranche geführt hat; ohne die Aufmerksamkeit, die Bewunderung, die ihm andere Menschen aufgrund seiner beruflichen Qualitäten und seines einzigartigen Charisma entgegenbringen. Ohne seinen Beruf und ohne die aus seiner Sicht eher oberflächlichen Bekanntschaften und Beziehungen, die ihm von seinem inneren Elend ablenken, ist er genauso ein Nichts wie diese Person, die in diesem Kreis sitzt, ihre Geschichte erzählt und verständlicherweise völlig in Selbstmitleid zerfließt. Er ist in jeder Hinsicht eine begehrte Persönlichkeit, in Wahrheit aber völlig allein und isoliert. Er hat nur eine schöne Fassade aufgebaut, seine Seelenwelt bröckelt aber nach und nach auseinander.

    Dr. Draper klammert sich an seine beruflichen Erfolge und die oberflächlichen Beziehung wie an einen Strohhalm, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Er ist, auch wenn es in einigen Szenen zweifelhaft erscheinen mag, eigentlich ein Mann voller Integrität, ausgestattet mit einer ordentlichen Portion Menschlichkeit. Aus diesem Grund kann er seine Vergangenheit nicht mit sich selbst vereinbaren, die ihn unentwegt verfolgt. Nein, vielleicht liegt die Sache anders: Er lässt es zu und steuert darauf hin, dass die Vergangenheit sich seiner Person und seines Daseins bemächtigt. Daran scheitert (beinahe) er als Person, daran scheitert seine Ehe und die familiäre Eintracht. Er kann noch so viel Ruhm für seine Erfolge in der Werbebranche ernten, noch so viel Anerkennung und Bewunderung durch gestandene Persönlichkeiten erfahren, von noch so vielen Personen umgeben sein, die ihn lieben und die sich zu ihm hingezogen fühlen – er kann das alles nicht wertschätzen, weil er mit sich selbst nicht im Reinen ist. Man hat den Eindruck, als würde D. Draper sich selbst in einem gewissen Maße hassen und alles Gute zerstören wollen, nur weil er der Meinung ist, er würde all das nicht verdienen.

    Die letzte Folge scheint aber ein Happy End zu bedeuten für D. Draper. Er hat Personen gefunden, die ihn verstehen und die das Gleiche durchmachen wie er. Er findet seine innere Ruhe, kehrt in die Werbebranche zurück und haut für Coca Cola einen Werbesport raus, der sich gewaschen hat.

    Peggy hatte einen (wenn auch schwachen) Zugang zu D. Draper. Auch sie scheint begehrt, hat auf beruflicher Ebene Erfolg, bleibt aber bis zu letzten Folge allein und frustriert. Auch sie war daher ein sehr interessanter Charakter.

    Im Spoiler finden einige Gründe, warum Mad Men für mich die Nummer 1 unter den Serien ist – unangefochten.

    Derzeit schaue ich House of Cards und The man in the high castle.

    Zu House of Cards: Ich war zu Beginn großer Fan dieser Serie, die mich fasziniert hat. Doch die neuste Staffel packt mich irgendwie nicht mehr. Alles wirkt irgendwie diffus und die Folgen plätschern so vor sich hin. Die Ereignisse der Vergangenheit werden jetzt nochmal ausgiebig von anderer Stelle durchgekaut und Francis ist darum bestrebt, seinen Präsidentenstuhl zu sichern. Dabei weiß er wahrscheinlich nicht, dass Clair Vorbehalte gegen ihn hegt (oder doch?). Jedenfalls fehlen der Serie momentan die Überraschungsmomente.

    The man in the high castle: Eine beachtliche und sehr interessante Serie. Ich habe gerade die zweite Staffel hinter mir und bin der Meinung, dass die Serie das gewisse Etwas hat. Die Geschichte ist sehr spannend, nicht alles ist rational ergründbar. In der Serie geht es darum, was wäre, wenn Nazi-Deutschland und die Japaner die Welt, einschließlich der USA, unter sich aufgeteilt hätten. Der Handlungsstrang spielt fast nur in den USA, Nazi-Deutschland und Japan haben einen Friedenspakt geschlossen, der allerdings sehr instabil ist. Gewisse Kräfte versuchen, diesen Frieden zu zerstören. Dann gibt es auch noch eine Widerstandsbewegung und eine sog. neutrale Zone, in der weder Nazi-Deutschland noch Japan etwas zu sagen haben. Ach ja, bevor ich es vergesse: Parallelwelten spielen in der Serie auch eine Rolle :)

    #583742
    champagnepapi
    Teilnehmer
    Austrokatalane wrote:
    Bin grad extrem into House of cards. Geniale Serie!

    Definitiv! Die Serie soll aus Online Umfragen seitens Netlfix‘ entstanden sein. Es wurde versucht die häufig vorkommenden Interessenspunkte in die Serie zu packen. Allemal sehenswert ;)

    #583740
    Anonym

    Bin grad extrem into House of cards. Geniale Serie!

    #583738
    Kalelarga82
    Teilnehmer

    @Dr. Doofenschmirtz

    Nicht verzagen und durchhalten !!! Ging mir ähnlich. Habe glaube ich ziemlich lange gebraucht um alle 7 Staffeln durchzuschauen. So in etwa 1 1/2 Jahre vielleicht. Zwischen den Staffeln dann immer wieder eine etwas längere Pause. Ich verstehe exakt was du meinst mit den „Sympathien“ für die Figuren. Es ist da nicht so ganz einfach und so üblich wie bei anderen Serien, mit den Charakteren mitzufiebern.
    Ich muss tatsächlich zugeben dass mir Peggy und Don am meissten zugesagt haben. :lol:
    Aber schau mal weiter und überstürze nichts. Folgeweise durchsuchten habe ich da auch nicht hinbekommen.

    Bei mir entwickelte sich in der Pause zwischen den Staffeln, eine Art Reifeprozess, wie bei einer Weinflasche. Klingt absurd, aber eine andere Analogie fiel mir dazu leider nicht ein. :lol:

    P.S. – Mein allergrösstes Problem war bei mir die Thematik an die ich mich sehr lange gewöhnen musste. Ich habe fast nie den Draht zu dieser Werbeagentur gefunden.

    #583732

    Kommt noch. Die miesen Charaktere haben auch gute Seiten, die nach und nach durchscheinen.

    Du musst die Serie unbedingt weiterschauen bis zur letzten Folge. Die Genialität entlädt sich auch noch in der letzten Folge.

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 413)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.