Steuerliche Vorteile für Fußball-Klubs

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  • #500473
    Feips
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    Falcon wrote:
    Monaco ist ein Fall für sich, das ist ein eigener Staat. Auch hier könnte die Liga ihnen die Teilnahme verwehren und wäre mMn auch deren Aufgabe für Wettbewerbsgleichheit zu sorgen.

    Ich glaube da gibt es ein uraltes Abkommen ziwschen dem Königshaus und Frankreich, aber recht hast du natürlich trotzdem.

    Auch sonst kann ich dir durchaus zustimmen, auch ich würde nicht gerne mehr Steuern zahlen als mein Nachbar :) (mit gleichem Job nur in einer anderen Firma). Wie du auch meinst, sollte es aber nicht die EU sondern Spanien/die Liga selber regeln.

    #500434
    Falcon
    Teilnehmer

    Die bevorzugten Vereine haben mMn auch nichts unrechtes getan.
    Sie haben durch die Gesetzgebung bessere Steuersätze und nutzen die halt.
    Ich zahle auch nicht mehr Steuern als ich muss.
    Dennoch ist das in der Liga selbstverständlich Wettbewerbsverzerrung und das sollte korrigiert werden.
    Die EU geht das aber mMn nichts an das ist eher was um dys sich die Liga kümmern sollte.
    Ich würde nicht einsehen warum ich bei selbem Gehalt und Tätigkeit mehr Steuern zahlen sollte als mein Nachbar blos weil ich in einer anderen Firma arbeite im selben Ort. Du?
    Die Tätigkeiten der Vereine unterscheidet sich ja nicht.

    Monaco ist ein Fall für sich, das ist ein eigener Staat. Auch hier könnte die Liga ihnen die Teilnahme verwehren und wäre mMn auch deren Aufgabe für Wettbewerbsgleichheit zu sorgen.

    #500428
    Feips
    Teilnehmer

    Naja die Diskussion ist ja noch nicht so wirklich im Gange und außerdem ist sowieso jeder Post immer willkommen und deiner war ja auch sehr interessant zu lesen.

    Im Prinzip gebe ich dir vollommen recht, denn jeder Staat sollte sofern keine EU Gesetze verletzt werden seine Steuern so eintreiben wie er es für richtig hält. Aber zwei Punkte möchte ich noch anfügen.

    Roland wrote:
    In Frankreich ist unter Hollande eine starker Linksruck in die Legislative eingetreten. Spitzensteuersätze bis zu 75 % werden den Vereinen aka Sport-Unternehmen dort das Genick brechen und ihre Wettbewerbsfähigkeit beinträchtigen.

    Und auch in der Ligue 1 gibt es eine Mannschaft die ganz klar steuerliche Vorteile hat –> As Monaco

    Roland wrote:
    Spitzensteuersätze bis zu 75 % werden den Vereinen aka Sport-Unternehmen dort das Genick brechen und ihre Wettbewerbsfähigkeit beinträchtigen.Dafür ist der Wille des Volkes (wenn man die aktuellen Umfragen mal außen vor lässt ^^) durchgesetzt worden. Die Niedrigverdienenden fühlen sich weniger ungerecht behandelt gegenüber den immer reicher werdenden Reichen.

    Sofern man sowas nicht in einem einzlnen Land mach (Europaweit), würde es im Prinzip ja auch Sinn machen.

    Denn Geld entsteht in unserem System ja nur wenn ein anderer Schulden macht und eben dieses Prinzip lässt nur folgenden Umkehrschluss zu –> Wer Schulden abbauen will muss einer Berufsgruppe, sozialen Schicht etc. Geld wieder abnehmen.

    Dies kann natürlich auf verschiedene Arten erfolgen, da wäre die Inflation oder eben die Erhöhung der Steuern etc. Es gibt sicher noch ein paar andere Möglichkeiten, aber mir fällt spontan nur noch die mMn sehr intelligente Lösung von Dirk Müller ein, aber das würde hier wohl nicht mehr zum Thema passen. :)

    Wenn die Zahlen die ich im Kopf habe, dass 90% der Europäer 10% des Vermögens besitzen und nur 10% um die 90% des Vermögens, dann macht die Idee eines Spitzensteuersatzes im Prinzip schon Sinn. Denn um Schulden abzubauen muss ich ja einem anderen Geld/Vermögen wegnehmen und wer besitzt das meiste Vermögen…

    Wie schon erwähnt sollte ein solcher Steuersatz aber nicht nur in einem einzelnen Land angewendet werden und vielleicht ist dies auch nicht die beste Lösung um Schulden abzubauen.

    #500427
    Roland
    Teilnehmer

    Ich wollte nicht die Diskussion killen, sorry.

    Also mein Statement ist bloß, dass nationale Steuer- und Wirtschaftspolitik europäischer Mitgliedsstaaten sich nicht zugunsten des Fussballs verbiegen wird und es deshalb immer Bevor- oder Benachtiligung geben wird im internationalen Vergleich.

    Andere Meinungen sind willkommen :)

    #500417
    Roland
    Teilnehmer
    Falcon wrote:
    Das wäre natürlich deutlich Wettbewerbsverzerrend und der Steuersatz sollte mMn für alle FB Vereine in einem Land einheitlich sein.

    Das sehe ich etwas anders. Grundsätzlich hast du natürlich Recht. Wenn es Vereine gibt, die geringere Lohnnebenenkosten (u.a. Steuer & Sozialabgaben) haben als andere Vereine, so müssen sie im Vergleich weniger Mittel aufweden, um das gleiche Nettogehalt anzubieten. Dadurch ergibt sich ein großer wirtschaftlicher Voreil.

    Allerdings ist Steuerpolitik gleichzeitig immer Wirtschaftspolitik. Diese obliegt dem souveränen Staat und der demokratisch gewählten Regierung. Wenn es keinen Missbrauch gab, was ja jetzt geklärt werden soll, so halten sich die Vereine lediglich an die Rahmenbedingungen, die ihnen vorgegeben werden – und die sind unterschiedlich. In Frankreich ist unter Hollande eine starker Linksruck in die Legislative eingetreten. Spitzensteuersätze bis zu 75 % werden den Vereinen aka Sport-Unternehmen dort das Genick brechen und ihre Wettbewerbsfähigkeit beinträchtigen. Dafür ist der Wille des Volkes (wenn man die aktuellen Umfragen mal außen vor lässt ^^) durchgesetzt worden. Die Niedrigverdienenden fühlen sich weniger ungerecht behandelt gegenüber den immer reicher werdenden Reichen.

    Was ich eigentlich sagen will ist: Die Steuerpolitik obliegt dem Souverän selbst und damit dessen Bevölkerung. Sozial- und Wirtschaftspolitik sind treibende Faktoren und werden es auch bleiben. Die Vereine ordnen sich diesen lediglich unter.

    Eine Vereinheitlichung der Steuersätze im Fussballsport wird es ohnehin nicht geben. Selbst wenn man die Einkommenssteuer dahingehend reformieren würde, würde es die Vereine nicht auf die gleiche Ebene hieven. Unterschiedliche Beurteilung des Sponsorings, der Bilanzierung, des Vereinsrechts, des Grundstücksrechts etc. werden immer und immer wieder zu Bevor- oder Benachteiliung führen. Das ist systemimmanent.

    Damit will ich aber nicht sagen, dass die spanischen Vereine eine Art Freilos haben. Geltendes Recht soll durchgesetzt werden und sollten es sich ebstätigen, dass zum Beispiel ein FCB oder RM dagegen verstoßen haben, dann sollten sie auch entsprechend bestraft werden. Da darf es kein Pardon geben.

    #500416
    Falcon
    Teilnehmer

    Das wäre natürlich deutlich Wettbewerbsverzerrend und der Steuersatz sollte mMn für alle FB Vereine in einem Land einheitlich sein. Die Vereine zu einer AG zu zwingen finde ich jedoch nicht der richtige Weg. Wie gut das funktioniert hat sieht man ja auch an den anderen spanischen Vereinen die ja bekanntlich wirtschaftlich alles andere als toll dastehen.

    #500415
    Feips
    Teilnehmer

    Hmm, ich hätte vielleicht doch noch ein paar Zeilen dazu schreiben sollen :). Der Artikel selbst gibt nicht so viel her da gebe ich dir vollkommen recht, allerdings geht es mir auch mehr um das Thema und um eure Sichtweisen bzw. ob jemand mehr Informationen dazu hat.


    Während diese vier Klubs gemeinnützige Vereine sind, mussten sich alle anderen Profiteams zu Beginn der 1990er-Jahre per Gesetz zur als Sportaktiengesellschaften umwandeln. So sollten private Investoren angelockt werden. Barcelona, Madrid, Bilbao und Osasuna blieb dieser Schritt erspart, da sie als solvent galten.

    Durch niedrigere Regelsteuersätze für gemeinnützige Vereine sollen die vier Klubs seitdem Millionenvorteile eingefahren haben. Allein Real Madrid hat seit der Spielzeit 2009/2010 Vorsteuergewinne von 138,9 Millionen Euro ausgewiesen. Die EU ist in diesem Fall zuständig, da die Vergünstigungen auch bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten eine Rolle spielen. Hierunter fallen internationale Transfers.“ (goal.com)

    Sofern das oben geschriebene stimmt, stellt sich für mich die Frage ob das so ok ist oder nicht und ob die EU hier was machen kann und soll.

    #500409
    Coopjack
    Teilnehmer

    Hmm eigentlich sollte man der Angelegenheit nicht so viel Beachtung schenken, denn in dem Artikel wird zwar Barcelona genannt, aber keine spezifischen Angaben dazu gemacht, was diese denn nun sich vorzuwerfen haben, außer dass sie keine AG sind… Warten wir es mal ab, wie sich die Sache weiter entwickelt…

    #474833
    Feips
    Teilnehmer
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