FC Barcelona – SD Huesca: 3 Brennpunkte zum Spiel

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Am dritten Spieltag gastierte der Aufsteiger SD Huesca im Camp Nou. Jeder ging von einer klaren Angelegenheit aus, was im Endeffekt auch zutraf, wobei Huesca es kurzzeitig interessant machte, als sie in der zweiten Minute in Führung gingen. Danach wurden sie allerdings von einer blauroten Dampfmaschine überrollt. Messi (2), L. Suárez (2), Dembélé, Rakitić und Alba erzielten die Treffer, ein Eigentor Huescas war ebenfalls dabei.

Rechte Asymmetrie

Erneut ließ Ernesto Valverde seine Mannschaft im 4-3-3 mit Lionel Messi als nominellem Außenstürmer auflaufen. Der Argentinier ist aber nur auf dem Papier klar auf dieser Position zu finden. Im Spiel selbst ist er komplett frei darin, sich dorthin zu bewegen, wo er sich am wohlsten fühlt. Und genau das macht Barças Spiel ja auch so gut. Der Argentinier ist überall zu finden und kreiert Gefahr. Doch im Umschaltspiel führt die partielle Verwaisung des rechten Flügels, auf den eben nicht immer jemand wie Ivan Rakitić ausweicht, zu einer gewissen Asymmetrie. 

Verliert die Blaugrana den Ball, wird stets versucht, ihn durch ein hohes Pressing zurück zu erobern. Normalerweise wird dieses Pressing auf Außen durch den Außenstürmer begonnen, den es auf rechts aber nicht immer gibt. Von daher übernimmt Sergi Roberto oftmals diese Aufgabe und presst sehr hoch. Dadurch ist logischerweise aber die Zone, die normalerweise vom Rechtsverteidiger abgedeckt werden sollte, frei. Das führt dazu, dass Gerard Piqué immer wieder nach außen rücken muss, um diese Zone abzudecken. Er fehlt dann wiederum bei Hereingaben in der Mitte, wo dann Jordi Alba aushelfen muss.

Dieses Problem ist die Kehrseite von Messis freier Rolle, die aber wiederum so sehr positiv ins Gewicht fällt, dass man diesen Nachteil in Kauf nimmt. Dennoch sollte Valverde überlegen, wie man die Absicherung dieser Situationen noch etwas optimiert, sodass man auch gegen die großen Gegner stabil steht.

Fehlende Rotation

Viele Fans forderten vor dieser Runde ein paar Änderungen in der Startelf, schließlich hat man jetzt ja eine starke Bank, mit Arthur, Malcom oder Lenglet. Valverde entschied sich dagegen und das mit gutem Grund. Es war erst das dritte Ligaspiel der Saison und zudem gab es jeweils eine volle Woche Pause dazwischen. Es gibt noch keinen Grund, zu rotieren. Außerdem brauchen Spieler wie Umtiti, Coutinho oder Rakitić diese Partien noch, hatten sie doch keine Vorbereitung. Und von den Stürmern hätte man auch niemanden herausnehmen können. Messi sowieso nicht, Suárez braucht erst Tore, andernfalls würde man ihm zu viel Selbstvertrauen nehmen und Dembélé braucht weiter Einsatzzeit, um endgültig seinen Rhythmus zu finden.

Nach der jetzt folgenden Länderspielpause machen Rotationen durchaus Sinn, gerade da Spieler wie Malcom oder Lenglet nicht zu ihren Nationalmannschaften reisen und die ganze Zeit in Barcelona sein werden. Dass Rotationen insgesamt natürlich sinnvoll sind, damit jeder Akteur seinen Rhythmus findet und wettbewerbsfähig in die entscheidende Saisonphase geht, steht außer Frage. Doch noch war der richtige Zeitpunkt dafür nicht gegeben.

Spaßfußball unter Valverde

Ernesto Valverde scheint nun dauerhaft auf das klassische 4-3-3 zu setzen, auch weil er gerade mit Dembélé jetzt auch einen zuverlässigen und fitten Flügelspieler hat. Es ist aber nicht nur die reine Formation, die sich geändert hat, sondern scheinbar die Einstellung. Gegen Huesca zeigte die Blaugrana große Spielfreude und hörte auch nie auf Fußball zu spielen. Letzte Saison hätte Barça irgendwann angefangen, das Spiel zu verwalten. Möglicherweise wird sich das diese Saison ändern und Barça wird gerade in solchen Partien wie gegen Huesca 90 Minuten mit Spaß spielen, sodass auch die Fans über die komplette Länge Freude an ihrer Mannschaft haben.

Wird dies tatsächlich der Fall sein, ist das auf jeden Fall ein gutes Zeichen für die Fans, aber auch für die Mannschaft. Und es dürfte Ernesto Valverde ein paar mehr Freunde einbringen.

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