Derby-Zeit: Das Debüt des neuen Hoffnungsträgers

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Die für viele Fans wohl unnötigste Länderspielpause der Saison ist Geschichte. Am Samstag um 20:45 Uhr CEST kehrt der Vereinsfußball zurück nach Barcelona, wenn es für die Blaugranes an der Zeit ist, den Stadtrivalen Espanyol Barcelona im heimischen Camp Nou zu empfangen. Als wäre die Aufmerksamkeit bei diesem Duell nicht schon groß genug, könnte es mit großer Wahrscheinlichkeit zum lang ersehnten Debüt des neuen Hoffnungsträgers, Ousmane Dembélé, kommen. Wir geben euch einen kleinen Ausblick, was die Fans von dem jungen Talent erwarten können.

Eine neue „Droge“

Das berüchtigte Sturmtrio „MSN“ wurde gesprengt. In manchen Fankreisen wird deshalb schon intensiv über ein neues Kürzel für den hoffentlich nicht minder erfolgreichen Sturm philosophiert. Von „LOL“ (Leo, Ousmane, Luis) bis „DMS“ (Dembélé, Messi, Suárez) ist jede Abkürzung denkbar, doch es scheint sich ein leichter Favorit heraus zu kristallisieren: „LSD“ (Leo, Suárez, Dembélé). Ob Dembélé im Zusammenspiel mit seinen neuen Sturmpartnern wirklich zu einer Art „Droge“ für die Fans des FC Barcelona werden kann, bleibt abzuwarten, doch der Hype um den Neuankömmling ist riesig. Um eines vorweg zu nehmen: Ich möchte bewusst keinen direkten Vergleich zwischen Neymar und Dembélé herstellen. Neymar war über Strecken eine herausragende Waffe für die Mannschaft und ähnliche Dinge von einem 20-jährigen Talent zu erwarten, wäre schlicht falsch. Also was genau kann Dembélé der Mannschaft sportlich geben?

Tempo, Spielwitz und keine Angst

Mit dem jungen Franzosen hat der FC Barcelona ein entscheidendes Defizit nach Neymars Abgang geschlossen: Tempo. Oftmals ist ein großes Problem der Blaugranes, dass mit Messi im offensiven Mittelfeld viel Geschwindigkeit auf den außen verloren geht. Die Außenverteidiger konnten offensiv letzte Saison nicht überzeugen, sodass fast jegliche Arbeit in der Vorwärtsbewegung an den Stürmern hängen blieb. Außerdem haben Neymar und Jordi Alba auf der linken Seite nie eine wirkliche Verbindung schaffen können. Sollte es Dembélé gelingen die Räume richtig zu besetzen, kann er sowohl im Zentrum eine Anspielstation für Messi sein und Alba den Raum auf der linken Seite öffnen, als auch über die Seite viel Geschwindigkeit mitbringen. Seine jetzt schon enorme Spielintelligenz konnte man bereits letzte Saison beim BVB beobachten, lediglich bei der Ausführung hat es das ein oder andere Mal nicht ganz funktioniert. Dies war aber auch dem geschuldet, dass seine Kollegen oftmals nicht auf diese Ideen vorbereitet waren. Insgesamt hat Dembélé das Potential, einer der komplettesten Außenstürmer der Welt zu werden, da er alle nötigen Voraussetzungen mitbringt. Er kann mit extremem Tempo im Dribbling eins-gegen-eins gehen, hat aber auch durchaus ein Auge für den besser postierten Mitspieler, sowie die Technik, die richtigen Bälle zwischen die Linien bzw. Gegenspieler zu spielen. Seine enorme Variabilität macht ihn ein Stück weit unberechenbar, da er beidfüßig ist und in vielen Situationen die richtigen Antworten parat hat. Besonders in den großen Spielen, zum Beispiel gegen Bayern München oder Real Madrid, konnte Dembélé in der letzten Saison mehr als überzeugen. Diese Tatsache lässt hoffen, dass er Messi an einem schlechten Tag ein wenig Last von den Schultern nehmen kann.

Fazit

Ungeachtet des Preises ist Ousmane Dembélé eines der größten Talente im Fußball. Man sollte jetzt allerdings nicht den Fehler machen und schon nach wenigen Spielen Wunderdinge von ihm erwarten. Er soll sich erst einmal an das System und seine neuen Kollegen gewöhnen, doch dann bin ich überzeugt, dass er die Mannschaft um ein großes Stück besser machen kann. Besonders auf das Zusammenspiel mit Messi freue ich mich sehr und auch Suárez dürfte davon profitieren. Man muss nur mal bei Aubameyang nachfragen, der letzte Saison einige Tore mustergültig vom jungen Franzosen aufgelegt bekam. Alles in allem ist Dembélé kein „neuer Neymar“, sondern er selbst und ich freue mich sehr auf seine Einsätze im blau-roten Dress.

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