Ein paar Zeilen zu Arthur Melo

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Das war am Mittwoch vielleicht eine Freude. Barça hatte im Mittelfeld endlich wieder ein Element, das dem Spiel so ziemlich ab dem Zeitpunkt fehlte, zu welchem Xavi die Reise nach Katar antrat. Die Rede ist von einem ballsicheren Mittelfeldspieler, der den Ball eng am Fuß führt, kein Problem mit Bedrängnis hat, auch bei mehreren Gegenspielern ruhig bleibt und zusätzlich auch schwierige Pässe souverän spielt, wobei die einfachen bevorzugt werden – ganz nach dem Motto: „Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?“.

All die in der Einleitung aufgezählten Attribute sind diejenigen, die Xavi wohl nennen würde, wenn man ihm nach den Eigenschaften für einen guten Mittelfeldspieler bei Barça fragt. Er selbst perfektionierte alle dieser Attribute und nun hat der FC Barcelona auch endlich wieder einen Spieler, der diese Tugenden verkörpert – Arthur Melo. Natürlich ist er mit seinen 22 Jahren noch kein fertiger Spieler, aber das war selbst ein Xavi nicht. Damit soll keineswegs angedeutet werden, dass Arthur der nächste Xavi ist oder zwangsläufig dessen Level erreichen wird. Das wäre zu früh und absolut vermessen. Diese Bürde sollte man einem Juwel wie den Brasilianer auch nicht aufbinden. Der Brasilianer soll sich in Ruhe entwickeln können, doch auch bei seinem derzeitigen Entwicklungsstand ist er bereits ein Spieler, der dem FC Barcelona im Mittelfeld endlich wieder Leben einhauchen kann. Und ganz ehrlich, wer bei einer „Feuertaufe“ dieser Art, nachdem man drei Spiele nicht gewinnen konnte und nun eben zu Tottenham nach Wembley fuhr, so ein Spiel abliefert, der ist bereit für größere Aufgaben.

Es führt schon leistungstechnisch kein Weg an Arthur vorbei und auch der Fakt, dass Barça in dem adaptierten System wesentlich homogener und „spielfähiger“ wirkte, unterstreicht das noch. Bitter ist das natürlich für Ousmane Dembélé, der in diesem System nicht wirklich Platz findet, aber die Einsatzminuten sollten sich trotzdem gut verteilen lassen. Coutinho kann eine Pause bekommen und stattdessen kann Dembélé auf seine Minuten kommen, gleichzeitig könnte man es auch mit Dembélé anstelle von Luis Suárez versuchen und wenn man Coutinho mehr Optionen offen lässt, dann, man stelle sich vor, hätte man sogar die Luxusmöglichkeit, Messi einmal zu schonen.

Summa summarum ist Arthur ein wirklicher Gewinn, ein Puzzleteil, das das Barça-Mittelfeld wieder zum dominantesten der Welt machen kann. Kommt jetzt noch Rakitić in Form und ist Suárez neben seiner unnachahmlichen Arbeit für die Mannschaft auch wieder dazu in der Lage, Tore zu schießen, ist doch noch einiges möglich. Dazu erfordert es aber auch Mut von Valverde. Ein kleines bisschen davon ließ er aufblitzen, indem er Arthur bei Tottenham starten ließ. Auch, wenn der Vidal-Wechsel sinnbefreit war, so muss man ihm hier zumindest einen kleinen Kredit zusprechen. Spielt sich das Team in dieser Form ein, dann kann Barça um Titel mitspielen. Mit diesem Messi ist sowieso alles möglich, aber dieser Messi kann noch mehr aufblühen, wenn er neben Busquets einen zweiten Mann im Mittelfeld hat, auf den er sich verlassen kann. Dieser jemand ist Arthur.

Ach ja, und noch ein kleines Addendum: Ein Mittelfeld aus Arthur, Riqui und Busquets ist in der Copa del Rey einfach ein Muss. Da gibt es keine Entschuldigung!

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