Gerard Piqué: „Ich werde bei Barça meine Karriere beenden“

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Vor dem anstehenden Copa-del-Rey-Finale gegen Athletic Bilbao nahm sich der zuletzt stark aufspielende Barça-Innenverteidiger Gerard Piqué Zeit, der Marca ein exklusives Interview zu geben. In diesem reflektierte der 27-Jährige die herausragende Rückrunde seiner Mannschaft sowie die damit einhergehende Chance auf ein zweites ‘Triple’ in der katalanischen Klubgeschichte. Weitere Themen waren zahlreiche persönliche Aspekte.

Nachdem nun die Chance auf das Triple vorhanden ist, scheint die Liga Schnee von gestern zu sein und der Cup-Titel zur unumstrittenen Pflicht für Ihre Mannschaft zu werden.

Für uns ist der Liga-Gewinn keineswegs Schnee von gestern. Vielleicht für gewisse Medien, aber wir sind weiterhin sehr stolz, diesen Titel gewonnen zu haben. Jetzt ist natürlich die Zeit gekommen, sich auf den Cup zu konzentrieren, was zwar der leichtere Wettbewerb zu sein scheint, aber für uns denselben Stellenwert wie die Champions League genießt. Hier bei Barça weiß man nur, wie man gewinnt.“

Nach dem Spiel im Anoeta gegen Real Sociedad scheint die Mannschaft eine 180-Grad-Kehrtwende getätigt zu haben. War das der Moment, in dem sich Barças Saison verändert hat?

Man könnte nun meinen, dass wir danach gesprochen und geschworen haben, dass wir uns bessern werden, aber dem war nicht so. Das Team schöpft, wie so viele andere Klubs auch, sein Selbstvertrauen aus guten Ergebnissen. Und von diesem Moment an haben wir sehr gute Ergebnisse eingefahren und damit gleichzeitig auch Selbstvertrauen dazugewonnen. Außerdem haben wir die Anweisungen unseres Trainers immer besser umsetzen können. Es gibt einen Punkt, an dem du realisierst, dass du nach vorne stürmst und jeden Gegner nun besiegen könntest. Und das hat letztendlich dazu geführt, dass wir die Liga gewonnen haben und nun in den beiden Finals stehen. Jetzt dürfen wir nicht aufhören; wir müssen diese beiden Endspiele für uns entscheiden und die Saison perfekt machen.

Wie stehen Sie zur möglichen Reaktion vonseiten der Zuschauer, dass die spanische Nationalhyme im Cup-Finale ausgebuht wird?

Irgendjemand hat einmal gemeint, dass das Finale gestrichen wird, sollten die Zuschauer während der Hymne buhen. Aber das ist etwas, was sich nicht kontrollieren lässt. Am Ende des Tages sind es Menschen, die ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Auf der anderen Seite würde ich mich auch fragen, warum sie buhen. Die Menschen tun das nicht, weil ihnen gerade danach ist. Es ist wahr, dass das Ausbuhen der Nationalhymne nicht der richtige Weg ist, aber letzten Endes ist es auch nur das Ausbuhen einer Nationalhymne. Es ist zwar nicht die beste Entscheidung, seine Meinung so kundzutun, aber ich bin keiner der Menschen auf den Rängen. Ich bin auf dem Fußballplatz und spiele Fußball.“

Werden Sie weiterhin bei Barça spielen?

Ich werde bei Barça meine Karriere beenden. Ich weiß natürlich noch nicht wann – je später, desto besser. Diesbezüglich bin ich mir zu 100 Prozent sicher. Ich kann mich selbst nicht in einem anderen Trikot sehen. Wenn ich im nächsten Jahr sehe, dass ich nicht gut genug bin, dann werde ich meine Fußballschuhe auch mit 29 Jahren an den Nagel hängen. Ich assoziiere diesen Sport mit nichts anderem abgesehen von Barça.“

Ist es leicht ‘Gerard Piqué’ zu sein?

Ich wäre ein Idiot, würde ich sagen, dass es nicht leicht wäre. Natürlich ist es das. Es gibt klarerweise sehr viele Dinge, auf die man aufpassen muss, weil man eben ist, wer man ist. Aber ich bin ein Fußball-Spieler mit keinerlei finanziellen Sorgen und einer reizenden Familie. Es gibt nichts, worüber ich mich beschweren müsste; ich bin wahrlich sehr privilegiert.“

Haben Sie jemals in Ihrem Leben irgendetwas bereut?

Nein. Ich bereue nie etwas, was ich gemacht habe. Alles, was du in einem gegebenen Moment machst, machst du nur, weil du es als richtig betrachtest. Erst dann realisierst du, dass es womöglich eine falsche Entscheidung war, aber es hilft dir zu lernen. Selbstverständlich habe auch ich in meinem Leben schon Dinge falsch gemacht, wie jeder andere wohl auch, aber ich denke auf der anderen Seite ebenfalls, dass ich viele Dinge richtig gemacht habe. Ich fühle mich sehr stolz für das, was ich bin und was ich repräsentiere, auch wenn mich nicht jeder leiden kann. Aber das ist auch nichts, was ich versuche zu erreichen. Die ganze Welt wird dich nur schwer mögen können; jemand, der das ist, hat etwas zu verstecken.“

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