Gerard Piqué reagiert auf Kritik: „Ich muss mich für nichts entschuldigen“

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Mit seinen jüngsten Aussagen über Erzrivale Real Madrid hat sich Innenverteidiger Gerard Piqué nicht unbedingt die Gunst der Fans der spanischen Fußballnationalmannschaft erworben. Der Katalane wird mittlerweile regelmäßig von gellenden Pfiffen empfangen – selbst Innenverteidiger-Kollege Sergio Ramos kritisierte den 28-Jährigen kürzlich öffentlich. Die heutige Pressekonferenz des Barça-Stars wurde daher mit großer Spannung erwartet.

Einleitung in diese Pressekonferenz: Es sind hauptsächlich die sportlichen Aspekte, die mich in der Nationalmannschaft beschäftigen, und die beiden Spiele liefen ziemlich gut. Und über andere Angelegenheiten habe ich nichts zu sagen. Ich fühle mich gut und bin stets eine fröhliche Person. […] Ja, ich denke, dass ich mich in einer ganz guten Stimmung befinde. Bezüglich der letzten zwei Spiele, die ich aufgrund meiner Sperre absitzen muss, müssen wir noch abwarten und schauen, was die Ergebnisse bringen werden.“

Seine Sicht der Dinge, was das Auspfeifen von Fans der spanischen Nationalmannschaft gegen ihn anbelangt: Ich kann meine Meinung nun äußern, aber ich glaube, dass man hier die Leute fragen muss. Ich glaube, dass es an der Rivalität zwischen Barcelona sowie Madrid und vielleicht auch mit meinen Aussagen darüber zu tun hat. Es mag vielleicht Leute geben, die anders denken. Letztes Jahr am 11. September bin ich allerdings auch zur ‘Diada’ gegangen und wurde danach nicht ausgepfiffen. Ich glaube nicht, dass man das auf die Beziehung zwischen Katalonien sowie Spanien zurückführen kann. Ich habe bei der Nationalmannschaft immer versucht, das Maximum aus mir rauszukriegen, sei es selbst bei der U15 oder U16. Aber es wird immer diese Rivalität zwischen Barcelona und Madrid existieren und das wird sich auch nicht verändern. Es gibt Leute, die mich so akzeptieren, wie ich bin, und andere wiederum, die das nicht tun. Diese Leute werden sich dann wohl an mich gewöhnen müssen, bis ich meine Fußballschuhe an den Nagel hänge.“

Seine Beziehung mit den spanischen Nationalspielern: Ich hatte schon immer eine gute Beziehung zu den Kaderspielern in der spanischen Nationalmannschaft. Vielleicht war die Stimmung am Anfang noch etwas kalt, aber jetzt ist es wundervoll. Gegen Mazedonien beispielsweise waren wir vor dem Spiel im Raum von Iker Casillas und haben uns nicht über dieses spezielle Thema unterhalten, sondern über andere Dinge. Ich komme mit Sergio Ramos gut aus und unsere Beziehung hat sich mit der Zeit gut entwickelt. Ich fühle mich wohl, wenn ich auf dem Platz mit ihm spiele und muss sagen, dass er eine großartige Person ist. Ich genieße es, neben ihm spielen zu dürfen.“

Ob ihn das Auspfeifen beeinträchtigen würde: Ehrlich gesagt hat es mich überhaupt nicht beeinträchtigt – vielleicht das Team etwas. Ich habe schon auf vielen verschiedenen Plätzen gespielt und eine derartige Reaktion von Fans gegen mich bin ich gewohnt. Die Fans haben jedes Recht, ihre Meinung auszudrücken und ich muss das so hinnehmen. Ich möchte allerdings nicht mit Worten, sondern mit meinen Aktionen auf dem Platz antworten. Wenn ich für Spanien spiele, dann gebe ich immer alles, damit wir miteinander Titel gewinnen und das Team vorantreiben. Wenn es etwas gibt, was mich ein wenig beunruhigt, dann ist das der Teamchef, weil ich weiß, wie sehr ihm diese Situation missfällt. Beim Team weiß ich es – wie schon erwähnt – nicht. Aber es ist nun einmal so, wie es ist und ich habe das zu akzeptieren, wie so vieles im Leben.

Des Weiteren über die Pfiffe: „Für mich ist es eine Symphonie, wenn sie mich im Bernabéu auspfeifen. Aber nicht mit dem spanischen Nationalteam.“

Seine kontroversen Aussagen gegenüber Real Madrid nach dem europäischen Supercup: Ich bereue überhaupt nichts! Ich habe das einmal getan und werde es 1000 Mal tun. Ich bin vor dem Champions-League-Halbfinale von Real gegen Juventus hier an diesem Platz an sie alle herangetreten und habe gesagt, dass ich mir einen Clásico im Finale wünschen würde. Während des Spieles habe ich dann aber trotzdem zu Juventus gehalten und ein Buffon-Trikot getragen. Das ist doch, worum es im Fußball geht. Ich liebe diesen Klub und ich muss mich nicht ändern oder mich gar für irgendetwas entschuldigen. Ich liebe Barça, aber ich habe zum Beispiel auch Beziehungen zu Real-Madrid-Spielern, die sehr gut sind. Vor der 0:4-Niederlage Reals gegen Atlético wurde mein Sohn Sascha geboren und Iker hat Shakira und mir über das Handy Glückwünsche hierzu geschickt. Ich habe ihm als Antwort geschrieben, dass er am folgenden Tag hoffentlich mit 0:4 verliert, was tatsächlich eingetreten ist. Es war wahnsinnig komisch und man lacht über derartige Sachen lediglich. Iker und ich haben eine großartige Beziehung, was auch auf Ramos und mich zutrifft. Vielleicht ist sie nicht so gefestigt, wie die mit Iker, aber trotzdem ist sie sehr gut und wir quatschen auch über bestimmte Themen. Die Stimmung in der spanischen Nationalmannschaft ist vielleicht so gut wie noch nie zuvor. An Tagen nach den Spielen treffen wir uns im Teamhotel und besprechen Tausende von Themen. Es sind externe Personen, die das alles nur kompliziert gestalten wollen.“

Ob er die Nationalmannschaft aufgrund all der Kritik verlassen werde: „Nein, die Nationalmannschaft zu verlassen wäre das letzte, was ich tun würde, weil das dann bedeuten würde, dass diese Personen recht haben. Das haben sie aber nicht. Solange der Teamchef an mir festhält und mich in den Kader beruft, werde ich für Spanien auflaufen und das wird durch nichts Externes beendet.“

Der Ausfall von Claudio Bravo: Das ist gewiss ein wichtiger Ausfall für uns. Er hat letztes Jahr die Zamora-Trophäe gewonnen und….entschuldigung, mit dieser Frage haben Sie mich jetzt aus dem Konzept gebracht (lacht), ja und natürlich auch die Copa América. Er hat letztes Jahr eigentlich alles gewonnen, und er wird ein wichtiger Ausfall sein (lacht)“

Zur anstehenden Partie gegen Atlético Madrid: Es ist niemals sonderlich leicht, nach einer Länderspielpause wieder in den Liga-Alltag einzusteigen. Die Argentinier haben einen langen Weg hinter sich und es handelt sich hier um eines der schwierigsten Spiele der Liga-Saison. Deswegen müssen all unsere Sinne extrem geschärft sein. Ich würde gerne spielen. Es besteht immer noch eine Chance und vielleicht wird dem Einspruch stattgegeben. Das Wichtige aber wird sein, die drei Punkte mitzunehmen.“

Ob die Rote Karte durch die Barcelona/Madrid-Rivalität beeinflusst wurde: Nein, die Rote Karte hatte sicherlich nichts mit der Rivalität zwischen Barça und Madrid zu tun. Ich habe in dieser Situation einfach mein Temperament nicht unter Kontrolle gehabt, da muss ich ehrlich sein. Ich bin ein sehr temperamentvoller Spieler. Es kann passieren und wir müssen nun nicht wieder darauf zurückkommen.

Seine Aussagen bezüglich Cristiano Ronaldo und Kevin Roldán: Es war sicherlich keine elegante Aussage, aber ich bin dafür auch kein sonderlich eleganter Mensch. Während einer Titelfeier ist jeder entspannt und feiert. Wir besitzen eine große Rivalität und ich kann Ihnen sagen, dass ich überaus stolz bin, Teil dieser Periode gewesen zu sein, als Barça so viel gewonnen hat und Real vielleicht nicht so viel. Das war eine historische Periode und wir haben in diesem Jahrhundert den Umschwung gebracht. Das stimmt mich unglaublich stolz.“

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