Lionel Messi und die Falsche Neun – Braucht La Pulga neue Aufgaben?

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Lionel Messi beteiligt sich immer stärker am Spielaufbau seiner Mannschaft und ist seltener im Sturmzentrum anzutreffen als zuvor. Eignet sich vor diesem Hintergrund eine andere Position nicht besser für den kleinen Argentinier? Unsere Mitglieder haben wieder einmal eine interessante Diskussion gestartet und sind zu erleuchtenden Erkenntnissen gekommen. In dieser Ausgabe der Forenbeiträge der Woche wird vor allem die Position der Falschen Neun behandelt, die Messi seit vielen Jahren einnimmt.

Lionel Messi und die Falsche Neun

Mit Lionel Messi verbindet man automatisch die scheinbar nur für ihn „erschaffene“ Position der Falschen Neun. Auf diesem Posten absolvierte Messi geniale und sensationelle Spiele. In einer der letzten Ausgabe wurde das Thema der Klassischen Neun angesprochen, in dieser Ausgabe geht es um die Effektivität und Transparenz der Falschen Neun. Man liest des Öfteren, dass man mit ihr keine Durchschlagskraft mehr hätte. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Bedarf es einer Klassischen Neun oder gar einer Überarbeitung des aktuellen Systems? Dieser Frage gehen wir hier und jetzt auf den Grund. Das Mitglied ‚Barcelonitis11‘ hat wieder einmal einen erstklassigen Einfall gehabt und beschrieb die Thematik hervorragend. Das möchten wir euch nicht vorenthalten.

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Die „Vorfahren“ von Lionel Messi

Hier ein Auszug aus dem Beitrag von ‚Barcelonitis11‘ zu Lionel Messis Lieblingsposition: „Erst einmal will ich klären, was es mit dem Begriff der Falschen Neun auf sich hat. […]  Nun, die Klassische Neun kennzeichnet sich heutzutage durch eine große Körpergröße, einen bulligen Körper und dass Tore oft durch Flanken per Kopf erzielt werden. Die Position der Falschen Neun wird nicht von diesem Spielertyp besetzt. Der Spieler auf dieser Position bewegt sich nicht einmal in dem Bereich, wo eine Klassische Neun normalerweise aufzufinden ist. Der Falsche Neuner kann alles sein, egal ob Mittelfeldspieler, Aufbauspieler, eine Art hängender Stürmer, aber er ist keine Klassische Neun.  Die eigentliche Aufgabe hierbei besteht darin, die Ketten in der Verteidigung auseinander zu ziehen. Die Falsche Neun bewegt sich immer dorthin wo sie will, weil sie vollständige Freiheiten hat, was die Positionierung betrifft. Die logische Schlussfolgerung lautet, dass sie, wie die Klassische Neun, auch manngedeckt wird und diese gegnerischen Verteidiger mit der Falschen Neun mitgehen müssen. Ein Lionel Messi ist deswegen wie für diese Position geschaffen. Messi kann hervorragende Pässe in die Tiefe spielen, und das obwohl er permanent manngedeckt wird. Zudem öffnet Lionel Messi

Räume für andere Spieler und durch seine herausragenden Dribblingkenntnisse schafft er es, auch seine Gegenspieler auszuspielen und in den Strafraum einzudringen. Hinzufügen muss man noch, dass Messi das perfekte Umfeld hat, um so viele Tore zu schießen. Die Positionierung von Messi ist immer klug, so dass seine Mitspieler ihn auch perfekt in Szene setzen können. Ein Grund, warum dieser Spieler so unglaubliche Torrekorde gebrochen hat.”

Heißt Falsche Neun 2.0 auch zugleich Lionel Messi 2.0?

„Jetzt sieht man, dass diese Position von Lionel Messi schon sehr alt ist. Aber diese Falsche Neun lässt sich keinesfalls mit der vor über mehreren Jahrzehnten vergleichen. Zu damaligen Zeiten wurden noch Formationen mit vier oder fünf Stürmern aufgefunden – heute ist das Maximum gerade einmal drei Stürmer. Das heißt, dass die damalige Falsche Neun sehr zum Spielaufbau beigetragen hat, wohingegen die übrigen Spieler ihre Position nicht verließen. Das ist heutzutage absolut anders. In einem heutigen Fußballspiel verändert nahezu jeder Spieler seine Position, um bestimmte Spielaufgaben zu erledigen, wie das Überladen von bestimmten Räumen oder zum Pressing. Dementsprechend ist dieser Oberbegriff der Falschen Neun eigentlich sinnlos. Wenn man diesem Schema folgt, dann hieße das doch gleichzeitig, dass ich einen der Außenverteidiger Barças als Falschen Außenverteidiger bezeichnen müsste, weil dieser Spieler sich ja meistens immer im gegnerischen Drittel aufhält. Nicht die Position der Falschen Neun wird aussterben – ihre jetzigen Aufgaben sind einfach ausrechenbar geworden. Wie Guardiola bereits bei seinem Amtsantritt bei den Bayern sagte: „Es zählt nicht die Formation bzw. die einzelnen Positionen der Spieler, sondern ihre Aufgaben und das Gesamtkonstrukt.” De facto heißt das, dass die Falsche Neun nicht aussterben wird, sondern die Aufgaben, die diese Position erfüllt, sind einfach erkennbar geworden. Die Aufgabe von Tata und nachfolgenden Trainern, die mit Messi beim FC Barcelona  zusammenarbeiten werden, ist es, für Lionel Messi neue Aufgaben zu definieren, damit die eigene Mannschaft dadurch einen Vorteil erlangt.”

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