Lucas Digne: „Entscheidend ist, dass wir alles geben und die Mannschaft stärker wird“

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Bei seinen ersten Einsätzen auf der linken Abwehrseite hat Neuzugang Lucas Digne bereits mächtig Staub aufgewirbelt. Vor allem seine technischen Qualitäten und sein offensiver Geist sorgten für Wohlgefallen bei den Culés. Im Interview mit der Sport sprach der Franzose über seine Anfänge beim FC Barcelona. Die Beziehung zu seinen Mannschaftskameraden war dabei genauso Gegenstand der Erörterung wie die Spielweise der Blaugranas, seine Aufgaben als Außenverteidiger und der Konkurrenzkampf mit Jordi Alba.

Wie war dein Start beim neuen Klub?

Ich fühle mich gut und bin mit dem Team sehr zufrieden. Dank dem Verein fühle ich mich vom ersten Tag an wohl und wie zu Hause.

Hat dich die herzliche Begrüßung überrascht an einem Ort wie Barcelona, der etwas einschüchternd sein kann?

Meine Kameraden und die Mitarbeiter haben alles für mich getan und mir das Leben vereinfacht.

Wer hat dir am meisten geholfen?

Alle! Messi, Suárez, Ter Stegen, Piqué, Mathieu, der Französisch spricht. Jeder ist sehr freundlich zu mir.

Hast du enge Beziehungen zu den jungen Spielern?

Ja, Denis Suárez ist mein Nachbar in Barcelona. 

Du hast gegen ihn 2013 bei der U20-Weltmeisterschaft in der Türkei gespielt. Erinnerst du dich noch, als ihr auf Spanien getroffen seid?

Das ist richtig, mit Samuel haben wir gegen ihn gespielt in der ersten Phase und Spanien hat uns geschlagen, obwohl wir am Ende Champions wurden. Wir haben über dieses Spiel gesprochen und uns an die Weltmeisterschaft erinnert, die eine sehr gute Erfahrung war.

Was kannst du mir über Luis Enrique sagen?

Er hat mit mir gesprochen und mir erklärt, wie Barcelona spielt und was ich zu tun habe. Es ist sehr wichtig zu wissen, was du zu tun hast, wenn du bei einem neuen Verein ankommst.

Ist es in Barcelona etwas anders, ein Außenverteidiger zu sein als bei anderen Vereinen?

Hier musst du sehr viel angreifen, auch pressen, um den Ball schnell wieder zurückzuerobern. Das ist eine etwas andere Art zu spielen.

Hier musst du sehr viel angreifen und pressen

Es scheint, als solltest du eher einen zentralen Mittelfeldspieler als ein Verteidiger abgegeben…

Nein, nein, ich bin ein Verteidiger. Wenn der Gegner angreift, ist es wichtig, vier Spieler in einer Linie für die Verteidigung zu haben. Bei Ballbesitz ist das eine andere Geschichte, wir müssen permanent in Bewegung sein.

Wie ist es für dich, wenn du den Ball nicht in den Strafraum spielen kannst, weil sich dort kein Angreifer befindet?

Du musst den Ball halten, die Position halten und den Raum finden. Das ist eine wichtige Sache und die Methode in Barcelona, zum Torerfolg zu kommen.

Es ist erstaunlich, dass du so aggressiv in der Defensive bist, du schienst nicht unbedingt der Typ dafür zu sein…

Ein Verteidiger muss aggressiv sein, jeder Verteidiger sollte so spielen.

Wurdest du in Italien abgehärtet?

Ich habe viel in Rom gelernt. Es unterscheidet sich taktisch von Frankreich, sie arbeiten sehr stark an der Taktiktafel und dies hilft dir, Fortschritte zu erzielen.

Ab wann hast du als kleines Kind Barça verfolgt?

Barcelona ist die Referenz im Fußball. Wegen La Masia, dem Klub, der Spielweise. Barça ist Fußball.

Stimmt es, dass dein Vater den Traum hatte, dich in Barcelona spielen zu sehen?

Die Geschichte geht so: Als ich klein war, habe ich mit meinen Eltern Späße gemacht und ihnen erzählt, dass ich im Camp Nou spielen werde. Sie haben mir gesagt: „Wir werden sehen, wir werden sehen…“ Es ist ein Traum für alle von uns, eine unglaubliche Sache für einen 23-jährigen Spieler.“

Welche Spieler hast du als Vorbild?

Zidane war mein Idol, heute ist aber klar: Messi ist der Beste in der Welt.

Zidane war mein Idol, heute ist aber klar: Messi ist der Beste in der Welt

Und welchen Spieler bewunderst du auf deiner Position?

Ich mochte Roberto Carlos. Er war sehr gut um Angriff und der Verteidigung. Ich mag auch Philipp Lahm, der im Zentrum und in der Verteidigung spielen kann.

Du scheinst ein großer Fußballfan zu sein. Schaust du dir viele Videos an und analysierst sie zu Hause?

Ja, ich habe in dem letzten Jahr in Italien viel in dieser Hinsicht gelernt. Es ist interessant, mit Videos zu arbeiten und sich zu verbessern.

Siehst du dich eines Tages als Trainer?

Ja, mir gefällt es, Fußball zu schauen und es zu studieren.

Wie siehst du den Konkurrenzkampf mit Jordi Alba auf der Linksverteidigerposition?

Jordi ist ein großartiger Spieler und die Mannschaft ist am wichtigsten. Entscheidend ist, dass wir alle unser Bestes geben und die Mannschaft stärker machen.

Hast du Ambitionen und denkst du, dass du seinen Platz übernehmen kannst?

Ich beharre darauf, dass die Mannschaft das Wichtigste ist und wir alle dazu etwas beitragen müssen.

Lass uns über die Mannschaft sprechen. Als du letzte Saison im Camp Nou gespielt hast, gab es eine Schlappe für die Roma. Wie war es, Barcelona als Gegner zu haben?

Es ist etwas sehr anderes, gegen Barcelona zu spielen als umgekehrt. Es gegen sie aufzunehmen, ist sehr schwierig – vor allem im Camp Nou. Du hast den Ball nicht und wenn du ihn hast, drosseln sie dich und du kannst gar nichts machen.

Ist dein Hauptanliegen die Champions League?

Barcelona ist der größte Verein der Welt. Wir müssen alles geben, um die Champions League zu gewinnen.

Wir müssen alles geben, um die Champions League zu gewinnen

Bei PSG schien es unmöglich, die Champions League zu gewinnen…

Es ist ein sehr schwieriger Wettbewerb, der schwierigste in der Welt. Ich konzentriere mich jetzt auf uns, wir haben ein großartiges Team und werden alles geben.

Du hast einst die Umkleide mit Ibrahimovic geteilt. Wie ist er so?

Jetzt ist er bei Manchester United. Ein großartiger Spieler, er hat sehr viel Charakter, aber er ist ein guter, ruhiger Mensch. Bei PSG war das Verhältnis mit ihm immer sehr gut.

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