Luis Suárez im Doppel-Interview: Über das Verhältnis zu Busquets, Mascherano, Piqué und Adriano

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Neulich gab Javier Mascherano zwei Exklusivinterviews für das vereinseigene Format Barça-Fans und dabei viele interessante Informationn preis. Diesmal war Luis Suárez an der Reihe und musste Frage und Antwort stehen. Im ersten Interview wurden zunächst persönliche Fragen von Fans beantwortet, die zweite Runde thematisierte die Beziehungen des Uruguayers zu seinen Mitspielern Sergio Busquets, Gerard Piqué, Adriano und Javier Mascherano.

Was machst du, um deinen Gegenspielern immer einen Schritt voraus zu sein? „Ich bin mir immer darüber im Klaren, dass ich vorausdenken muss, um das Spiel antizipieren zu können. Der Drang, Tore zu erzielen, macht dies erforderlich.“

Wer hat dich bei deinem Transfer zu Barça am meisten unterstützt? „Eine Menge Leute haben mir beim Transfer zum Verein, für den ich schon immer auflaufen wollte, geholfen. Es sind einfach so viele, ich kann nicht alle nennen.“

Wen magst du am meisten im Team? Ich pflege zu allen eine tolle Beziehung. Natürlich gab es von Beginn an Leute, mit denen ich mich besser verstand und die mir näher standen als andere, aber die Wahrheit ist, dass ich mit allen grandios auskomme. Sie sind alle direkt sehr nett zu mir gewesen.“

Worin siehst du den Hauptunterschied zwischen der englischen und der spanischen Liga? „Hauptsächlich liegt dieser in der Art, wie die Mannschaften spielen. In England spielen alle körperbetonter, rauer und schneller, in Spanien hingegen wird deutlich mehr Wert auf die Taktik gelegt. Es kann daher ein wenig komplizierter werden, für eine Mannschaft wie den FC Barcelona zu spielen. Es ist aber schwer, die Ligen miteinander zu vergleichen.“

Magst du es, zu kochen? „Ja, ich mag es. Manchmal ist das allerding ein bisschen schwierig, da ich zwei Kinder habe. Vorher war das nie ein Problem, meine Frau und ich hatten uns immer abgewechselt, wenn es darum ging, das Essen vorzubereiten.“

Wer waren deine Idole, als du noch ein Kind warst? „Einerseits war es Gabriel Batistuta, der Argentinier und andererseits war es ein Uruguayer: Enzo Francescoli. Dies hat sich seit meiner Kindheit nicht geändert.“

Was ist deine Lieblingsmusik? „Nicht viele kennen sie hier. Cumbia, einen Musikstil aus Uruguay, höre ich am liebsten und häufigsten.“

Frage von einem 5-jährigen Mädchen: Suárez, könntest du aufhören, so gut Fußball zu spielen, damit mein Vater mich in Ruhe Zeichentricksendungen schauen lässt? Suárez antwortet lachend: „Frage deinen Vater, ob er umschalten kann. Dann kannst du deine Sendungen sehen und er kann sich etwas vom Fußballschauen erholen.“

Luis Suárez über seine Teamkameraden

Adriano ist ein hervorragender Mitspieler und selbiges gilt für seine Person. Er hat mich herzlichst im Verein aufgenommen. Da ich von Anfang an mit ihm gemeinsam trainierte, haben wir ein gutes Verhältnis zueinander aufgebaut. Er ist immer sehr gut gelaunt. Als Fußballer kennt man seine Karriere einfach – die vielen Jahre mit Sevilla und die Titeljagden mit dem FC Barcelona sind jedem von uns ein Begriff.“

„Zu Busquets möchte ich sagen, dass er einer derjenigen war, die mich sofort empfangen haben. Wir beide haben uns öfter gesehen und er zeigte mir bei jedem dieser Treffen, welch ein warmer und liebevoller Mensch er ist. In der Umkleidekabine zeigt Sergio sich von einer sehr souveränen und seriösen Seite. Er präsentiert sich als ein professioneller Sportler, der komplett darauf fokussiert ist, seine Arbeit gründlich zu verrichten. Von Tag eins seiner Karriere beweist er, was für ein fabelhafter Fußballer er ist. Für die spanische Nationalmannschaft ist er ein Schlüsselspieler. Das sagt mehr als genug.“

Mascherano ist eine Person [Suárez unterbricht und lächelt] – die Leute werden schimpfen, dass ich zu jedem das Gleiche sage -, aber er war von Beginn an äußerst warm zu mir. Vielleicht brachte uns die Tatsache, dass wir beide Mate mögen, noch näher zusammen. Er ist ein Feldspieler, aber er könnte genauso gut ein klasse Trainer sein. Er liest Spielsituationen und ist sehr intelligent. Im Umkleideraum ist er hochseriös. Er konzentriert sich voll auf seine Arbeit. Dennoch ist Javier sehr unterhaltsam. Wahrscheinlich teilen wir einen ähnlichen Humor, da er aus Argentinien kommt und ich aus Uruguay – wir scherzen häufig darüber. Spielerisch kann ich nur sagen, dass er in den Jahren hier beim Verein eine Menge erreicht hat, so wie bei all seinen Teams – River, Corinthians oder auch Liverpool. Er kann einen Champions-League-Titel zu seinen Erfolgen zählen. Seine Karriere ist ein Traum. Er wird als einer der Argentinier mit den meisten Spielen für die Nationalelf in die Geschichtsbücher eingehen.“

Piqué? Was kann ich über ihn sagen? Er ist ein souveräner Typ. Anfangs fiel es mir schwer, mit ihm zu plaudern, aber wir kamen uns näher und ich muss sagen, es handelt sich bei ihm um einen total witzigen Kerl. Er hat immer einen Spaß auf Lager und hält Ausschau nach mir, um seine Streiche zu spielen. Wir haben eine tolle Beziehung zueinander entwickelt. Gerard ist ein Spitzentyp. Im Umkleideraum bietet er uns viel – er sorgt dafür, dass wir eine aufgelockerte, spaßige Stimmung haben. Spielerisch sieht seine Karriere ähnlich aus wie jene von Busi. Lediglich der Umstand, dass er von Manchester United kommt, unterscheidet ihre Karrierelaufbahn. Er hat eindeutig unter Beweis gestellt, welch ein fantastischer Innenverteidiger er ist, um nicht zu sagen einer der besten der Welt – das zeigt Piqué täglich. In der Nationalmannschaft ist er ein wahrlicher Schlüsselspieler.“

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