Marc Bartras erste Saisonhälfte 2012/2013

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Er gilt als eines der größten Talente des FC Barcelona auf der Position des Innenverteidigers. Nach dem Weggang von Fontàs und der schweren Verletzung von Muniesa ruhen viele Hoffnungen auf ihm. Die Rede ist vom 21-jährigen Marc Bartra, der den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Angesichts der Leistungsdichte beim FC Barcelona waren Einsätze des Jungspielers eher rar. Immerhin brachte es Bartra aber auf sieben Einsätze, in drei Spielen fand er sich in der Startformation wieder. 346 Minuten stand Bartra für die Blaugrana auf dem Spielfeld – lang genug, um seine Hinrunde einer genaueren Würdigung zu unterziehen.

Im Alter von nur 11 Jahren wechelte Marc Bartra zum FC Barcelona und durchlief dort alle Jugendstationen, somit spielt Bartra seit einer Dekade beim FC Barcelona. Gegen Ende der Saison 2011/2012, als er noch im B-Team spielte, erhielt er einen Kontrakt für die erste Mannschaft des FC Barcelona, welchen er ohne zu zögern unterschrieb. Vor Saisonbeginn in der Vorbereitung zeigte sich Marc Bartra in einer guten Verfassung und Form. Er ließ all sein Talent und das Potenzial in sämtlichen Testspielen aufblitzen.

Marc Bartras Saisonverlauf

Unseligerweise konnte Bartra bis zum achten Spieltag der LaLiga noch keine Einsatzzeit für den FC Barcelona verbuchen. Tito schenkte zu Anfang der Saison Alexandre Song in der Innenverteidigung das Vertrauen, der solide spielte. Nicht wenige waren der Meinung, dass Bartra seine Sache genau so gut wie Song hätte erledigen können. Nach der Verletzung von Piqué und Puyol und dem Formtief von Mascherano deutete in den darauffolgenden Spielen alles auf eine vermehrte Einsatzchance von Bartra hin. Statt Bartra in der Innenverteidigung auflaufen zu sehen, bekamen jedoch Mascherano, Busquets und Adriano den Vorzug.

Am 23.10.2012 aber schlägt die große Stunde des Marc Bartra. In der Verteidigung des FC Barcelona gleicht es einem Lazarett. Alle Vorzeichen waren dahingehend zu deuten, dass Bartra gegen Celtic Glasgow am 23.10.2012 zu seinem ersten Saisoneinsatz kommen würde. Eine Stunde vor Anpfiff folgt die Bekanntgabe der Aufstellung, Marc Bartra wird als Innenverteidiger aufgelistet. So weit so gut, jetzt steht dem ersten Auftritt nichts mehr im Wege. Diese 90 Minuten legt Bartra mit Bravour ab und überzeugt durch Tranquilität. Später erwähnte er in einem Interview, dass das sein bis dato größter Tag war, anders kann man diesen wundervollen Tag für Bartra auch nicht beschreiben.

Im darauffolgenden Spiel gegen Rayo Vallecano stand Bartra nicht in der Startaufstellung. Wobei es genügend Indikatoren für einen Einsatz gab, sogar mehr als gegen Celtic, denn zu den Verletzten kam auch noch die Gelbsperre von Mascherano hinzu. Somit stand kein gelernter Innenverteidiger in der Barça-Startformation. Die Bekanntgabe der Aufstellung überraschte wohl die meisten, Busquets und Adriano starteten in der Innenverteidigung. Marc Bartra wurde erst gegen Ende des Spieles eingewechselt und zeigte sich wie gewohnt solide.

Die folgenden Spiele bestritt Bartra gegen Klubs wie Deportivo Alavés, Celta Vigo, RCD Mallorca, Real Saragossa und Celtic Glasgow. Seine Performance in diesen Spielen war solide und ließ die Angriffe des Gegners meist in Zusammenarbeit mit Mascherano verstummen. Bei vielen Eckbällen für den FC Barcelona strahlte Bartra Gefahr durch seine gute Kopfballtechnik aus. Es war eine Zunahme an Aufgaben und Verantwortungen und Forderungen an Bartra zu beobachten. Er wurde in seinen ersten Spielen gehütet wie ein Schaf, aber sukzessiv wurden ihm immer mehr Aufgaben zugesprochen.

Für Bartra läuft die Saison recht wünschenswert und die Einsatzzeiten steigen ebenfalls – dann kam das Verletzungspech. Der 18.11.12 markiert den Tag, an dem sich Bartra eine Adduktorenverletzung zuzog. Er sollte für 15-20 Tage fehlen. Am 22.12.2012, dem letzten Spieltag in der Primera División vor dem Jahreswechsel, steht Bartra nach seiner Verletzung wieder im Kader, aber ohne Einsatz im Spiel gegen Real Valladolid.

Marc Bartras Spielstil

Bartras Spielstil ist dem von Piqué zu Anfang dessen Karriere recht ähnlich. Bartra wurde zu Anfang seiner Einsätze nicht mit Aufgaben überfordert, er agierte zumeist als der passivere Innenverteidiger. Er zeigte in seinen ersten Spielen eine sehr gutes Stellungsspiel und gewann viele Zweikämpfe. Es war evident, dass Bartra immer mehr Aufgaben in der Innenverteidigung zugesprochen bekam. Er zeigte auch, dass er mit den steigenden Anforderungen zurechtkommt und agierte wie gewohnt solide in seinen späteren Spielen.

Fazit

Es bleibt abzuwarten, ob Bartra den Sprung in die Weltklasse schafft. Er bestritt die meisten seiner Spiele gegen schwächere Gegner, früher oder später muss aber der Zeitpunkt kommen, in dem sich Bartra gegen stärkere Kontrahenten beweisen muss. Die Anlagen und das Potenzial dazu hat er durchaus. 

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