Neymar Jr. verabschiedet sich von seinen Mitspielern

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Der Wechsel von Neymar Jr. zu Paris SG scheint nur noch Formsache zu sein. Laut übereinstimmenden Medienberichten von RAC1 und CatRadio hat der Brasilianer sich heute 15 Minuten zu spät am Trainingsgelände eingefunden und verließ dieses bereits nach weiteren 15 Minuten wieder. Ernesto Valverde habe den Brasilianer von seiner Trainingspflicht entbunden, damit dieser seine Zukunft klären könne. Barças Nummer 11 hat sich angeblich bei seinen Mitspielern verabschiedet und ihnen mitgeteilt, dass er zu Paris wechseln werde. Das Hin und Her dürfte damit beendet sein, ein Wechsel zu Paris steht unmittelbar bevor. Wir haben versucht, die Details der letzten Tage für euch kompakt zusammenzutragen.

Der Wechsel im Schnelldurchlauf

Neymars Wechsel war das bestimmende Thema der vergangenen Wochen. Barças Superstar sei bei Barça unglücklich bzw. locke ihn und seinen Vater das große Geld von Paris. Er wolle aus Messis Schatten treten und endlich auch im Verein der Leader sein. In der jüngsten Vergangenheit wechselten mit Dani Alves und Adriano zwei Freunde von Neymar den Verein. Mit Rafinha und Douglas gab es im Verein nur noch zwei weitere Brasilianer, wobei letzterer in der vergangenen Saison verliehen war.

Barça wurde und wird immer wieder mit Lucas Lima, Paulinho und Coutinho in Verbindung gebracht, angeblich Transferwünsche Neymars. Da die Gerüchte um den Paulinho-Wechsel jedoch nicht abreißen, scheint dahinter mehr als der bloße Wunsch des Brasilianers und seiner Familie zu stecken.

Nach der Auseinandersetzung mit Neuzugang Nélson Semedo wurde außerdem spekuliert, dass Barças Nummer 11 sauer darüber sei, dass für die Rechtsverteidiger-Position kein Brasilianer geholt wurde.

Ebenso wurde gemutmaßt, dass die ganze Transfer-Saga nur Taktik sei, um einen besser dotierten Vertrag mit den Katalanen auszuhandeln, obwohl Neymar seinen Kontrakt erst im vergangenen Herbst bis 2021 mit großer Aufbesserung des Gehalts verlängerte. Im Rahmen dieser Verlängerung wurde offensichtlich ein Bonus mit Neymars Vater in Höhe von 26 Millionen Euro vereinbart. Nach übereinstimmenden Medienberichten weigert sich der Club durch den bevorstehenden Wechsel nun allerdings, diesen zu bezahlen bzw. will ihn anteilig bezahlen. Auf Twitter wurde diesbezüglich sogar gemutmaßt, dass die Entourage des Brasilianers nun von Paris die Differenz einfordere. Diese Vermutungen sind allerdings alle sehr vage und sicher scheint aktuell nur zu sein, dass Neymar den Verein in Richtung Paris verlässt.

Meine persönliche Meinung zum Transfer

Ich selbst stehe dem Wechsel gespalten gegenüber. Als Neymar-Kritiker erster Stunde bin ich einer der Culés, die zum Brasilianer nie den „Bezug“ aufbauen konnten, wie beispielsweise zu Messi, Xavi, Iniesta, Puyol, Piqué oder Busquets. Ich persönlich habe von Anfang an nicht verstanden, welche Privilegien man ihm einräumte, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nichts für den Club geleistet hatte. Allein das Handgeld an die Firma seiner Familie und die Tatsache, dass sein Vater laut einigen Medienberichten angeblich innerhalb dieser vier Jahre mehr Geld von Barça erhalten hat als Lionel Messi, stoßen mir sehr sauer auf.

Neymar ist zweifelsfrei ein begnadeter Fußballer, jedoch habe ich immer Zweifel daran gehegt, ob er Messi in Zukunft auch nur im Ansatz beerben kann. Sein Verhalten auf und abseits des Platzes hat mir nie gefallen. Der Gipfel waren immer die „Urlaube“ im März, weil er zu diesem Zeitpunkt zufällig gelb-gesperrt war.

Ich für meinen Teil finde den Verlust seiner fußballerischen Komponente äußerst schmerzlich, werde dem Spieler Neymar allerdings keine Träne nachweinen. Was mich jedoch sehr beunruhigt, ist die Tatsache, dass unser Präsidium wohl mit ca. 222 Millionen Euro hantieren wird dürfen. Da scheint dann auch die Ausstiegsklausel für Paulinho kein Problem mehr zu sein.

Ich vertrete in dieser Hinsicht die unpopuläre Meinung, dass es für den Verein wohl besser wäre, gar nicht zu sehr auf eine Nachfolge in dieser Preisklasse fixiert zu sein, sondern das Geld eventuell in die Jugendarbeit und das neue Stadion zu investieren. Wirtschaftlich könnte Barça diesen Transfer sehr gut ausnutzen.

Wenn man sich den Markt aktuell ansieht, geht es meiner Meinung nach auf Dauer sowieso nur über die Jugendarbeit, erfolgreich zu sein. Spieler wie Samper und Aleñá haben in der Vorbereitung aufgezeigt. Ich sehe nichts, was dagegen spräche, den beiden ausreichend Minuten in der neuen Saison zu gewähren. Denis und Deulofeu könnten sich, sofern denn Draxler wirklich in den Deal eingebunden wird, auf links und rechts mit dem Deutschen die Minuten teilen. Wenn man das Mittelfeld stattdessen mit beispielsweise Seri verstärkt und dafür Gomes verkauft, dann hätten wir auch einen anderen Spielertypen und wären auf jeder Position doppelt besetzt. Der Angriff wird in einer Hinsicht sogar vom Abgang profitieren, nämlich weil Alba nun hoffentlich wieder mehr in das Spiel eingebunden wird.

Gegen das Zurückholen von Pedro hätte ich im Übrigen nichts.

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