Offiziell: Arda Turan an Istanbul Başakşehir FK verliehen

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Arda Turan, welcher nach dem Triple 2015 von Atlético Madrid zum FC Barcelona wechselte, dort den hohen Erwartungen aber nie so wirklich gerecht werden konnte und in dieser Saison vergeblich auf seine ersten Einsatzminuten wartete, wurde jetzt nun für die nächsten 1,5 Jahre an Istanbul Başakşehir FK verliehen. Das bestätigte der FC Barcelona auf seiner offiziellen Website.

„Der Transfer von Arda Turan wird heute oder am Freitag wohl offiziell“ Mit diesen Worten machte der Trainer von Basaksehir, Abdullah Avci, am Mittwoch den ersten von wohl so einigen Winterabgängen des FC Barcelona vermutlich fix. Auch Ardas Berater Ahmed Bulut, welcher schon im Dezember einen Abgang ankündigte, bestätigte bereits eine Einigung mit den Worten: „Er möchte zurück in die Türkei. Wir sind zu einer Einigung mit Başakşehir gekommen und werden uns keine weiteren Angebote anhören.“ Nach diesen doch sehr konkreten Zitaten bezüglich einer Einigung zwischen Spieler und Klub fehlte diese nur noch zwischen den beiden Vereinen. Barcelona hätte für den Mittelfeld- und Flügelspieler wohl gerne noch zehn Millionen Euro an Ablöse, nachdem lange über einen ablösefreien Wechsel oder gar eine Leihe spekuliert worden war. Da Turan bei den Katalanen trotz der nicht vorhandenen Spielzeit aber zu den Topverdienern zählt und wohl auch keine Einbußen beim Gehalt machen möchte, war es für den türkischen Klub schwer, diesen Deal zu stemmen. Das Ergebnis ist, dass Turan nun verliehen wird, und zwar für die nächsten 1,5 Jahre. In dieser Zeit werden laut übereinstimmenden Medienberichten aber die Gehaltszahlungen von Istanbul geleistet. Für Barça entstehen damit keine Kosten. Nach der Ende der Leihe hat der türkische Klub angeblich eine Kaufoption. Arda wird zu diesem Zeitpunkt noch ein Jahr Restvertragslaufzeit bei Barcelona haben.

Ein millionenschweres Missverständnis findet sein Ende

Als Arda Turan im Sommer 2015 für ganze 34 Millionen Euro von Atlético Madrid zu den erfolgsverwöhnten Katalanen wechselte, waren die Erwartungen an den Türken immens. Nach dem Abgang der lebenden Legende Xavi Hernández nach Katar sollte Arda dem Mittelfeld die nötige Breite verleihen und gleichzeitig auch den Abgang von Pedro auf dem Flügel kompensieren, dazu sollte es aber aufgrund einer Transfersperre vorerst nicht kommen, wegen welcher der Türke zuerst ein halbes Jahr zusammen mit der anderen Verstärkung Aleix Vidal auf der Tribüne Platz nehmen musste. Als es dann endlich soweit war und Arda endlich den Platz seines Traumklubs betreten durfte, floppte er in der Rückrunde der Saison 2015/16 auf ganzer Linie und konnte auf der Achterposition kaum Akzente setzen und somit auch das Ausscheiden gegen seinen Ex-Klub im Viertelfinale der Champions League nicht verhindern. Im Sommer darauf war er nach einer schwachen Vorbereitung bereits wieder Verkaufskandidat, konnte sich in Neymars Abstinenz durch starke Leistungen auf dem Flügel aber doch noch das Vertrauen des damaligen Trainers Luis Enrique erspielen und nahm in der darauffolgenden Hinrunde doch noch eine wichtige Rolle als Kaderspieler ein, in der er auch durchaus überzeugen konnte und von der im Vergleich zu Superstar Neymar vor allem die Linksverteidiger Jordi Alba und Lucas Digne merklich profitierten, und wirkte in einem Großteil der Spiele mit. Er war der Meinung der Verantwortlichen nach sogar so wichtig, dass man sich laut Medienberichten sogar gezwungen sah, ein circa 50 Millionen schweres Angebot aus China abzulehnen. Allerdings sollte ihn eine Verletzung in der Mitte der Saison so sehr ausbremsen, dass er nie mehr wirklich ins Team zurückfand. So hatte er nach diesem Ausfall nur noch zwei Liga-Einsätze in Spielen, in denen Luis Enrique fast komplett durchrotierte, zu verzeichnen. In der laufenden Saison hingegen setzte der neue Coach Ernesto Valverde mehr auf jüngere Kräfte wie Denis Suárez oder Gerard Deulofeu, weshalb für Arda kein Platz mehr war. Hätte man also im Januar letzten Jahres noch ein klares Transferplus für einen damals fast 30-jährigen verzeichnen können, steigt man bei der Leihe nun ohne Ablöse aus.

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