Verlässt Samuel Umtiti Barcelona nach nur zwei Jahren?

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Nachdem der FC Barcelona im Sommer 2016 25 Millionen Euro für den damals 22jährigen Samuel Umtiti an Olympique Lyon überwies, war die Euphorie erstmal groß. Der junge Franzose konnte jegliche Erwartungen übertreffen und wurde schon in seiner ersten Saison, in der er unter dem Strich der wohl beste Abwehrspieler der Katalanen war, zunehmend mit der Legende Carles Puyol verglichen. Dementsprechend freuten sich die meisten Culés schon auf eine langjährige Zukunft mit dem neuen Publikumsliebling, haben nun aber wohl die Rechnung ohne José Mourinho gemacht, welcher nach dem CL-Aus von Manchester United wohl die Defensive seines Teams stärken möchte.

Vergleichsweise niedrige Ausstiegsklausel

In den letzten Tagen gab es immer mehr Gerüchte in die Richtung, dass Umtiti, welcher für Barça-Verhältnisse eher noch zu den Geringverdienern zählt, auf eine Gehaltsstufe von Luis Suárez gehoben werden möchte. So hoch wollen die Verantwortlichen der Blaugrana aber nicht gehen. Umtitis stärkstes Druckmittel ist hierbei sicherlich seine Ausstiegsklausel von „nur“ 60 Millionen Euro. In Zeiten, in denen im Winter circa 80 Millionen für Virgil van Dijk bezahlt werden, stellt diese Summe für einen finanzstarken Verein wie Manchester United, welcher in Person von José Mourinho schon indirekt eine weitere Transferoffensive angekündigte, natürlich keine Hürde mehr dar. Umtiti selbst gab auf die Frage, ob er in der Saison 2018/19 In Barcelona oder in Manchester spielen würde, keine Antwort. 

Ajax-Talent als Alternative?

Zwar gibt es bei den Katalanen Bestrebungen, den Vertrag des Innenverteidigers bis zur anstehenden Weltmeisterschaft 2018 zu verlängern, jedoch sieht man sich auch bereits nach Alternativen um. Neben Dayot Upamecano von RB Leipzig, welcher in Robert Fernandéz einen äußerst einflussreichen Bewunderer in den Reihen Barças hat, spekulieren die Medien in den letzten Tagen vor allem auf das 18jährige Supertalent Matthijs de Ligt von Ajax Amsterdam. Allerdings müssten sich die Katalanen hierbei wohl auf ein Wettbieten mit anderen Topclubs einlassen, hat de Ligt am Dienstag doch erst hinten Cristiano Ronaldo im Testspiel der Niederlande gegen Portugal komplett neutralisiert und vorne immerhin zwei Assists beigesteuert. Für den jungen Innenverteidiger würde Ajax wohl zwischen 50 und 60 Millionen verlangen. 

Einschätzung: Umtiti bleibt

Zwar wirkt es spätestens seit dem Neymar-Transfer, mit welchem ja auch fast keiner gerechnet hat, praktisch unmöglich, Prognosen für Transfers zu geben, dennoch wirken die letzten Gerüchte eher wie eine Mischung aus den üblichen Spekulationen der Medien sowie einem komplett legitimen Vertragspoker der beiden Seiten: Umtiti streut Gerüchte über einen Wechsel zu United und Barcelona im Gegenzug schon über Nachfolger. Zwar kann man wohl nicht davon ausgehen, dass Umtiti am Ende des Tages die angeblich geforderten neun Millionen Euro bekommen wird, allerdings wird er sich durchaus über eine üppige Gehaltserhöhung freuen dürfen. Der sympathische Franzose wirkt äußerst gut in den Kader integriert und auch abgesehen davon fühlte er sich in der katalanischen Metropole immer extrem wohl. Auch kann man nicht davon ausgehen, dass es Umtiti nur ums Geld geht. So bestätigte er bereits 2017, dass er einige finanziell interessantere Angebote aus der Premier League abgelehnt hatte, um zu seinem Traumverein wechseln zu können. Sollte es aber dennoch zu einem Wechsel zu Manchester United kommen, müsste der FC Barcelona sowohl menschlich als auch sportlich einen unglaublich herben Verlust hinnehmen und dafür finanziell im heutigen Markt nicht einmal angemessen entschädigt werden. 

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