Wenige Optionen für einen guten Fußballer: Darum sollte Dani Alves gehalten werden

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Die Zukunft von Dani Alves beim FC Barcelona steht in den Sternen. Noch immer konnte der Brasilianer mit den Verantwortlichen der Blaugrana keine Einigung erzielen. Gerüchten zufolge möchte Alves einen Vertrag, der über den Zeitraum von lediglich einem Jahr hinausgeht, während der Verein eine kurzweilige Bindung bevorzugt. Die endgültige Entscheidung sollte wohl abgewogen werden: Auf der Position des Rechtsverteidigers stehen gute Alternativen nicht gerade Schlange, was den Brasilianer nahezu unverzichtbar werden lässt. Vor allem mit Blick auf seine jüngsten Darbietungen.

Dani Alves als Teil der erfolgreichsten Mannschaft, die der FC Barcelona je hatte

Dani Alves war in der erfolgreichsten Ära des Vereins eine der tragenden Säulen. Unter Pep Guardiola gehörte der Brasilianer genauso zu den Schlüsselfiguren wie das offensive Kreativ-Trio um Messi, Xavi und Iniesta. Dani Alves trug mit seinen Leistungen immens dazu bei, dass man zahlreiche Titel einfahren konnte.

Ein Überblick der Titel mit dem FC Barcelona:

 ©fcbarcelona.com

Bei nahezu jeder Offensivaktion spielte der Brasilianer eine zentrale Rolle im erfolgreichen Tiki-Taka-Passspiel des Vereins, so war Dani Alves oftmals bei Vorstößen in die Spitze anwesend und spielte häufig den Schlüsselpass, welcher anschließend zum Tor führte. Der Abwehrspieler wurde zu Recht als bester Spieler auf seiner Position angesehen. Durch seine enorme Dynamik bot Dani Alves sowohl defensive Stabilität als auch offensive Vielfalt. Der Sturmdrang des Brasilianers verlieh dem FC Barcelona stets einen Offensivmann mehr und ermöglichte den Katalanen, das Spielfeld in seiner gesamten Breite zu nutzen. Dieser Vorteil befähigte, dass man ein unglaublich starkes Pressing ausüben konnte, da man im Sturm mit mehr Spielern besetzt war als unter normalen Umständen. Neben den wichtigen Schlüsselpässen, die Dani Alves oftmals spielte und auch heute noch regelmäßig an den Mann bringt, segnete der Brasilianer den FC Barcelona schon zu Zeiten Guardiolas mit Fernschüssen par excellence. Fanden die anderen Spieler keine Mittel, um den Ball mal auf das Tor des gegnerischen Keepers zu befördern, war Dani Alves oft derjenige, der mit Distanzschüssen aus der zweiten Reihe zu überraschen wusste. Mit Éric Abidal auf der linken Verteidigerposition konnte es sich der Rechtsverteidiger leisten ,weit vorne zu stehen, da die Balance durch den defensiven Franzosen stets gegeben war. Dennoch flitzte Dani Alves jedes mal in die Abwehr zurück, um brenzlige Situationen zu entschärfen.

Wir haben für euch ein Video gefunden, in dem ihr die Qualitäten des Brasilianers noch einmal genauer anschauen könnt:

Weshalb sollte die Blaugrana am Brasilianer festhalten?

Daniel Alves da Silva bietet dem Verein immer noch mehr als man gelegentlich vermuten mag. Der Rechtsverteidiger gehört weiterhin der Elite auf seiner Position an und bietet Barça – wie in vergangenen Tagen – Eigenschaften, die von großer Wichtigkeit sind. Mit einer erfolgreichen Passrate von 88% steht der Brasilianer nur knapp hinter Andrés Iniesta (91%). Ein weiteres Element, das Dani Alves dem Club bietet, sind seine Flanken. Auch wenn diese häufig im Nirgendwo landen, handelt es sich bei seinen Flankenbällen um eine wichtige Komponente im Spiel der Blaugrana. Kaum ein anderer Spieler spielt derart viele hohe Bälle vom Flügel in die Mitte und erweitert somit die Varianten der Katalanen wie Daniel Alves. Seine spielerischen Qualitäten werden zudem durch seinen Umgang mit dem Ball untermauert. Der magische brasilianische Touch ist zu erkennen, wenn der Rechtsverteidiger am Ball ist. Ein kleines Beispiel gefällig:

Neben seinen Stärken im Offensivbereich besitzt Dani Alves natürlich auch in der Abwehr gewisse Vorzüge, durch seine Geschwindigkeit gelingt es ihm häufig, bestehende Lücken zu schließen. Dies funktioniert auch noch in der laufenden Saison sehr gut, nachdem es in der Vergangenheit regelmäßige Kritik gab, basierend auf Fehlern in der vergangenen Spielzeit.

Dani Alves sollte jedoch nicht nur auf Grund seiner spielerischen Qualitäten unbedingt gehalten werden, sondern auch deshalb, weil der Brasilianer enorm wichtig für das Mannschaftsklima ist. Der mittlerweile 31-Jährige ist ein Spieler, welcher immer gut gelaunt ist und dadurch eine positive Aura auf die Mannschaft ausstrahlt. Vielfach wird unterschätzt, wie wichtig es ist, Leute dabei zu haben, die die Stimmung aufzulockern wissen und dem Rest der Spieler somit eine bessere Spielmoral geben können. Wer sich selbst überzeugen will, sollte sich nur einmal die Videos anschauen, die der Brasilianer in Social Networks hochlädt.

Weiterhin spricht die Erfahrung des Brasilianers für einen Verbleib. Dani Alves hat die zweitmeisten Spiele für den FC Barcelona gemacht, die ein Ausländer je bestritten hat; lediglich Lionel Messi liegt hier vor ihm. Ein erfahrener Mann kann in den wichtigen Spielen die nötige Ruhe bewahren, außerdem fließt die Vertrautheit der Spielweise sanft in den Spielverlauf hinein.

Welche Möglichkeiten stehen dem Verein zur Verfügung?

Angenommen, man würde den Brasilianer ziehen lassen, auf wen würde der FC Barcelona dann auf der rechten Seite setzen? Die Alternativen im Verein kann man an einer Hand abzählen.

Douglas: Die Neuverpflichtung des letzten Sommers war bis kurz vor dem Transfer ein Fremdwort für den europäischen Fußballfan. In seinen Einsätzen konnte er bis dato nicht wirklich Punkte sammeln und spielte nicht auf einem Niveau, dass er als Erbe Dani Alves’ angesehen werden könnte.

Montoya: Gehörte der Spanier noch vor wenigen Jahren zu den großen Talenten, denen man eine goldene Zukunft nachgesagt hat, hat sich dieser Status mittlerweile durch mangelnde Praxiserfahrung leider abgebaut. Ohne regelmäßige Einsätze unterliegt der Spieler einem enormen Leistungsdruck in jeder Partie. Das wiederum verleitet den Rechtsverteidiger erst recht zu einem fehleranfälligen Auftritt, auch wenn Montoya zumeist mit soliden Auftritten aufwarten konnte – nicht mehr und nicht weniger.

Pedro: Dieses Experiment klingt von vornherein waghalsig und ist mit einem zu großen Risiko verbunden. Es handelt sich hierbei um einen klaren Offensivspieler, welcher einen noch stärkeren Drang zum Sturm verspürt als Dani Alves. Mit Jordi Alba auf der Gegenseite wird dies nichts – definitiv zu wackelig.

Bartra: Ein talentierter, vielversprechender Innenverteidiger, der langsam den Sprung zu einem Spieler mit regelmäßigen Einsätzen machen sollte, da er sonst ähnlich wie Martín Montoya versauert und das Talent schnell verschwendet wäre. Die Frage wäre nur, ob es sinnvoll ist, aus dem Innenverteidiger einen Außenverteidiger zu formen. Bei Sergio Ramos von Real Madrid klappte eine solche Umformung gut, immerhin konnte Ramos bei diesem Schritt aber auf eine große Erfahrung zurückgreifen.

Einen Spieler verpflichten: Die anderen Vereine wissen um die Not des FC Barcelona und würden utopische Summen für den Verkauf eines Rechtsverteidigers fordern. Aber der Blaugrana sind ohnehin die Hände gebunden. Die FIFA-Sperre untersagt dem Klub die Verpflichtung von neuen Spielern. Besonders tragisch ist dies nicht, der Transfermarkt bietet nicht allzu viele Alternativen zu einem Akteur vom Schlag eines Dani Alves. Entweder handelt es sich bei den möglichen Kandidaten um Verteidiger in einem ähnlich hohen Alter, meistens um Spieler, die nicht die notwendige Qualität mitbringen oder aber auch um solche, die nicht entbehrt werden können.

Dani Alves behalten: Was bleibt Barça also übrig, außer Dani Alves zu halten. Der Spieler bietet dem Verein immer noch einen Mehrwert, da er über unerreichte Qualitäten verfügt und diese einsetzt, perfekt in das Mannschaftsgefüge eingebunden ist und den Verein kennt und liebt wie kaum ein anderer. Darüber hinaus mangelt es an Möglichkeiten, einen gleichwertigen Ersatz zu finden. Der FC Barcelona sollte definitiv mit Dani Alves verlängern, und wenn dieser den Wunsch verspürt, über eine längere Zeit zu bleiben, dann sollte dieser Wunsch zunächst auch erfüllt werden, anstatt einen guten Spieler ziehen zu lassen und die Mannschaft dadurch zu destabilisieren. Sollte es aber gelingen, einen der vorhandenen Spieler auf der Position des Rechtsverteidigers zu integrieren, so wäre das wahrscheinlich langfristig die beste Lösung.

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