Kommentar: FC Barcelona mit erster Niederlage unter Luis Enrique – Euphorie weicht Panik!

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Nach der gestrigen Niederlage des FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain konnte man ein Phänomen beobachten, welches in der modernen Fußballwelt der Fans zum Alltag gehört. Viele Culés hatten nun eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich gebracht: Nach null Torschüssen gegen Málaga und einem anschließenden 6:0-Kantersieg gegen Granada folgte die Niederlage gegen PSG. Die Tugend der Geduld findet in der modernen Fußballwelt kaum mehr Platz, umso mehr fordere ich sie nun ein.

Zuallererst möchte ich loswerden, dass mir das gestrige Aufeinandertreffen sehr viel Spaß bereitete. Selbstverständlich war ich wenig erbaut, als Paris ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor des FC Barcelona kam. Doch im Grunde genommen sah ich endlich wieder Fußball, der mir Freude bereitete und richtig viel Spaß machte. Das lag auch am Auftreten der Katalanen!

Nur ein Katzensprung beim FC Barcelona: Von Euphorie zur Panik

Bereits während des Spiels war mir bewusst, dass dieser Auftritt in der Fangemeinde viel Panik erzeugen würde. So manch einer traute seinen Augen nicht: Am Wochenende konnte man schließlich noch ein halbes Dutzend Tore fabrizieren. Messi, Neymar und Co. ließen klingenden Namen wie Jean-Sylvain Babin oder Dimitri Foulquier keine Chance und Jérémy Mathieu sowie seine defensiven Nebenleute konnten Success Isaac und Youssef El-Arabi in die Schranken weisen. Im Parce des Princes stellten sich die Stars des FC Barcelona nun jedoch an, als würden sie zum ersten Mal gegen einen Ball treten. Diesen Eindruck vermittelten zahlreiche Einschätzungen von einigen Culés.

Eigentlich sollte es keine Probleme geben, um zwischen diesen zwei Spielen eindeutig zu differenzieren. So manch einem gelingt dieser Schritt jedoch nicht gänzlich. Die Euphorie nach dem Spiel gegen Granada CF war wiederholt ungebremst. Luis Enrique herrschte wie ein Sonnenkönig über seine Mannen, Messi und Neymar verzauberten jede Abwehrreihe und die Verteidigung stand wie ein Fels in der Brandung. Drei Tage später weicht der Aufbruchsstimmung nun einer Panik, welche amüsanter kaum sein könnte. Es ist ein Phänomen, welches in der modernen Fußballwelt mittlerweile zur Routine zählt. In nur drei Tagen von grenzenloser Euphorie zur Panik: Offensichtlich nur ein Katzensprung beim FC Barcelona!

Die Tugend der Geduld im modernen Fußball: Gibt es noch Platz dafür?

Zugegeben: Der FC Barcelona investierte diesen Sommer unheimlich viel Geld für Neuverpflichtungen. Deswegen mag der Geduldsfaden vieler Fans sehr schnell reißen. Doch im Grunde genommen gehen diese großen Investitionen mit weitreichenden Veränderungen einher. Samt dem Trainerwechsel verpflichtete der FC Barcelona sage und schreibe acht neue Gesichter. Zudem ergänzen einige unerfahrene La-Masia-Absolventen das Star-Ensemble der Katalanen.

Bis dato kann man noch schwer abschätzen, ob die Ära Luis Enrique eine erfolgreiche wird. Nach der Niederlage gegen PSG sollte man jedoch möglichst Ruhe bewahren, vor allem, weil es durchaus viel Grund zur Hoffnung und Zuversicht gibt. Einerseits blüht Lionel Messi wie in besten Zeiten auf – wenn auch in veränderter Form – andererseits gab es intelligente Neuverpflichtungen und der Trainer beweist viel Mut. Zudem erwartet uns Anhänger noch der Einstieg von Starstürmer Luis Suárez. Doch auch nach diesem Ereignis sollte man noch Ausdauer beweisen: Im Gegensatz zu Tata Martino soll Luis Enrique eine ernsthafte Chance bekommen, seine Ideen auch umzusetzen.

Es ist jetzt weder Zeit, in grenzenlose Euphorie zu verfallen, noch, um Panik zu schieben. Schlussendlich brachte der FC Barcelona gerade einmal acht Pflichtspiele in neuer Besetzung hinter sich. Es gab Auftritte, die Mut und Hoffnung machen, jedoch auch Spiele, die nicht unbedingt positiv stimmen. Scheinbar: Denn obwohl der große (mediale) Hype um Luis Enrique mir ein Dorn im Auge ist, sehe ich einen Trainer, der Veränderungen durchführen möchte. Glücklicherweise ist er dazu auch befähigt und genießt großes Ansehen in der katalanischen Metropole. Er durfte kräftig in die Personalpolitik eingreifen und Investitionen tätigen, von denen Gerardo Martino nur träumen konnte. Das aber nur am Rande.

Fazit

Beim FC Barcelona ist es wie bei zahlreichen anderen Topvereinen nur ein Katzensprung, um grenzenlose Euphorie unter den Fans in Panik umzuwandeln. Als Einzelperson sollte man sich davon jedoch nicht anstecken lassen und sich vor allem auf die Tugend der Geduld besinnen. In der modernen Fußballwelt mit ihrer populistischen medialen Berichterstattung fällt das jedoch nicht immer leicht. Gerade deswegen sollte man von Zeit zu Zeit in sich gehen und öffentliche Meinungen reflektieren.

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