Kommentar zu Lionel Messi: Endlich ist er gefallen, der blöde Torrekord!

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Der Bann ist endlich gebrochen: Vergangenen Samstag hat Lionel Messi den Thron der ewigen Torschützenliste der Primera División bestiegen. Es ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Superstars – ein weiterer, in einer Liste, die längst nicht mehr zu überblicken ist. Die Freude war ihm ins Gesicht geschrieben, doch nicht nur das: Es war eine wahrhaftige Erlösung! Lionel Messi ist befreit, und zwar von einer Last, die mentaler Natur war.

Wir schreiben den 22. November 2014: Wieder einmal ist alles angerichtet für eine ganz große Feier beim FC Barcelona. Nur noch zwei Treffer fehlen, dann ist Lionel Andrés Messi 

endlich Führender der ewigen Torschützenliste in La Liga. Sportjournalisten, verteilt auf allen Kontinenten der Welt, tippten sich bereits die Finger wund, um den großen Moment endlich heraufzubeschwören. Immerhin wartet man seit dem 18. Oktober auf einen Ligatreffer der ‚Nummer 10‘ von Barça. Ungewöhnlich lange, fast schon unverschämt. Dabei ist das sonst gar nicht die Art des bescheidenen Vorbildschülers.

Messi: Dein Zeitpunkt ist gekommen!

Doch an diesem Samstagabend sollte der Bann endlich gebrochen werden. Vier Lattentreffer in den vergangenen zwei Liga-Partien waren genug der Pechsträhne. Nach 20 Minuten Schonfrist für den FC Sevilla beginnt sie tatsächlich, die magische Messi-Show: Nach einem direkten Freistoß lässt sich der Ball endlich wieder einmal dazu nieder, nicht als Magnet für die Aluminium-Umrandung des Tores zu fungieren. Das Netz zappelt, die Fans im Camp Nou vor lauter Freude ebenso. Lionel Messi fehlt nur noch ein Treffer, um die hochgesteckten Erwartungen der Fußballwelt abermals zu erfüllen.

In Minute 72 kommt schließlich jener Moment, auf den man seit Wochen sehnsüchtig wartete: Mathieu erobert den Ball, der sich fast schon naturgegeben seinen Weg zu Xavi bahnt. Eine weitere Sekunde später wandert das Kunstleder zum Mann mit der ‚Rückennummer 10‘. Das Camp Nou stöhnt, aus gutem Grund! Das tödliche Sturmtrio – bestehend aus Lionel Messi, Neymar Jr. und Luis Suárez – hat die gesamte gegnerische Spielhälfte und nur noch zwei Widersacher vor sich. ‚La Pulga‘ zieht an, bedient den brasilianischen Zauberkicker und setzt zum historischen Sprint an. Ein Augenzwinkern später ist der Ball auch schon im Netz! Der Bann? Er ist nun endgültig gebrochen! Lionel Messi ist der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte der Primera División. Oder um es mit den Worten von Sportkommentator Ray Hudson zu sagen: „Welcome to Messi’s world, where the insane becomes the predictable.“

Es ist vollbracht: Auf in eine unbeschwerte(re) Zukunft!

Ich möchte euch nun noch offenbaren, aus welchen Gründen ich mich ausnahmsweise einmal derart überschwänglich über einen persönlichen Rekord freuen konnte. Obwohl man es manchmal nicht zu glauben vermag, ist der Wunderknabe im kleinen Körper von Lionel Messi ein natürliches, menschliches Wesen – mit allen Stärken und Schwächen, Hoch- sowie Tiefgefühlen. Obschon er im Bewältigen von Drucksituationen bereits bestens geschult ist, können auch beim Argentinier mentale Blockaden oder hemmende Gedanken aufkeimen. Die mediale Berichterstattung der vergangenen Monate ist auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen, ein (mentaler) Befreiungsschlag wurde längst überfällig. Nachdem der blöde Torrekord schließlich gefallen war, sah man einen Messi, der über beide Ohren strahlte. Seine Mannschaftskollegen, das Camp Nou und die Medienwelt lagen ihm an diesem Abend zu Füßen. Sein Gesicht, Ausdruck einer mentalen Befreiung, die Wunder wirken kann. Und wenn Lionel Messi Wunder bewirkt, trifft selbiges zumeist auch auf den FC Barcelona zu.

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