Die Double-Saison des FC Barcelona: Zehn imposante Fakten

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Der FC Barcelona hat es in der jüngsten Spielzeit geschafft, die hauseigene Trophäensammlung um zwei weitere Titel zu ergänzen. Was aber bleibt – von Ehre und Ruhm abgesehen – noch in Erinnerung von einer Saison, in der die Culés erfolgreichen Offensivfußball, Pokale und eine überragende Teamleistung bewundern durften? Allen voran rollten die Offensiv-Kräfte Messi, Neymar und Suárez über sämtliche Abwehrreihen und machten weder vor Fußball-Zwergen noch vor namensgroßen Gegnern halt. Am vergangenen Wochenende hat die offizielle Internetpräsenz Barças 10 Fakten und Statistiken über eine beeindruckende Spielperiode veröffentlicht. Darunter befinden sich Informationen über Torausbeute, Defensivleistung, individuelle Klasse und sportliche Dominanz. Wir haben die 10 Fakten auf der Webseite der Katalanen genauestens unter die Lupe genommen, übersetzt und mit Eigenrecherche komplettiert und kommentiert. Seht selbst.

46 Siege

Barça hat die Saison 2015/16 mit 46 Siegen in 6 unterschiedlichen Wettbewerben beendet. Daraus entsprangen 4 Trophäen, die fortan im Vereinsmuseum bewundert werden können. Zusätzlich zum Double konnten die Katalanen den europäischen Super Cup und die Klub-WM in Georgien und Japan zu ihren Gunsten entscheiden. Lediglich die Champions League (ausgeschieden gegen Atlético Madrid nach 2:1 und 0:2 in Hin- und Rückspiel) und die Supercopa (ausgeschieden gegen Athletic Bilbao nach 0:4 und 1:1 in Hin- und Rückspiel) konnte man nicht gewinnen.

112 Liga-Tore

Barças wirbelnde Offensive war einer der Hauptfaktoren für die erfolgreiche Verteidigung des Meistertitels. Immerhin hat es kein anderes Team in Spanien zustandegebracht, öfter zu treffen. Allein Luis Suárez erzielte 40 Treffer – genug für den Uru, um die ‚Pichichi‘-Trophäe und den goldenen Schuh noch vor Cristiano Ronaldo und Gonzalo Higuaín einzusacken. Bereits in der Saison 2013/14 wurde Barças Stoßstürmer – damals noch für den FC Liverpool aktiv – als bester Torschütze der englischen Liga und Europas Fußballlandschaft ausgezeichnet.

131 mal ‚El tridente‘

Messi, Neymar Jr. und Suárez hatten auch in der zurückliegenden Saison eine Schlüsselrolle für den Erfolg, den Teamgeist und das Image der Blaugranas inne. Mit wettbewerbsübergreifenden 131 Treffern hat das südamerikanische Trio seinem Ruf als gefährlichste Offensivlinie des Weltfußballs alle Ehre gemacht. In der Liga konnten ‚MSN‘ satte 90 Treffer beisteuern. Neben dem Suárez-Bestwert von 40 Toren gingen außerdem 26 Treffer auf das Tor-Konto von Lionel Messi. Der junge Brasilianer Neymar fügte sich mit 24 Treffern gemeinsam mit Karim Benzema auf Platz 4 der La Liga-Torjägerliste ein.

Von Eigensinn ist beim ‚Dreizack‘ keine Spur, und das liegt auch daran, dass sich dessen Akteure ihrer Aufgaben bewusst zu sein scheinen: Neymar, der im Gegensatz zu den Einsätzen in der brasilianischen Nationalmannschaft von Enrique auf dem linken Flügel aufgestellt wird, verstand es 2015 und 2016 wie kein Zweiter, seine Gegner mit vielfältigen Trickeinlagen zur Verzweiflung zu bringen. Mit ihm gewann Barça aber auch weitere Komponenten hinzu, deren Wichtigkeit sich vor allem in den kommenden Jahren ausspielen dürften: Schnelligkeit, Diagonalläufe und das Auge für die Mitspieler.

Bei den Südamerikanern ist weit und breit keine Missgunst in Sicht. Und auch abseits des Platzes sollen ‚El tridente‘ Berichten zufolge wohl auf einer Wellenlänge surfen. Auf dem Feld macht die ständige Rotation der drei Angreifer die Attacken für den Gegner zusätzlich unberechenbar. Weil jeder fast alles kann, aber zusätzlich noch persönliche Fähigkeiten wie Spielwitz, Physis und Vision mit sich bringt, darf wohl ungetrübt von dem stärksten Offensivtrio im aktuellen Vereinsfußball gesprochen werden.

296640 Sekunden ‚el Pistolero‘

Oder 4944 Spielminuten stand Luis Suárez wettbewerbsübergreifend für Barça auf dem Platz. Damit erreichte er im Vergleich zu seinen Teamkollegen einen Höchstwert. Suárez erzielte in seinem 2. Jahr bei Barça 59 Tore – doppelt so viele wie in der vorherigen Saison (25 Treffer). Ungewöhnlich und beeindruckend zugleich hat es der Uruguayer in seiner Rolle als Barças einzige Spitze außerdem geschafft, 22 Vorlagen für seine Teamkollegen zu servieren. Messi lieferte im Vergleich in dieser Saison 23 Assists.

Suárez ist aktuell der vielleicht stärkste Neuner der Welt. Das liegt daran, dass er beeindruckend viele Tore schießt und zudem wie am Fließband assistiert. Instinkt und Wille erlauben es ihm, Treffer aus den schwierigsten Positionen zu erzielen und mit seinem Körper den Ball abzuschirmen. Er verstärkt Barça in puncto Abschluss und Zweikampfverhalten. Aber auch wenn er nicht am Ball ist, unterstützt „el Pistolero“ das Spiel der Katalanen ungemein, indem er Lücken in die gegnerische Abwehrkette für Neymar, Iniesta oder Messi reißt und diese auch immer wieder zu One-Touch-Stafetten im Sechzehner einlädt.

31 Wochen an der Liga-Spitze

Innerhalb einer langen Saison über 38 Spieltage fiel der FC Barcelona in der Tabelle nie auf eine Platzierung unterhalb des zweiten Ranges ab. Auch in dieser Kategorie setzt Barça die Messlatte hoch, für die Gegner in der kommenden Saison, aber auch für die eigenen Ansprüche.

25 Pokal-Treffer innerhalb des Sechzehners

Dass der FC Barcelona seine Gegner weniger durch Distanzschüsse und vielmehr durch präzise Steilpässe und Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem gegnerischen Goalie in Verlegenheit bringt, ist allseits bekannt. Auch mit Luis Enrique an der Seitenauslinie, unter dessen Trainerschaft das Offensivspiel konterlastiger und temporeicher wurde, sehen Messi und Co. nur selten davon ab, das runde Leder ins Eckige zu tragen.

In 9 Copa-del-Rey-Spielen erzielte Barça 27 Tore, das macht summa summarum einen spektakulären Schnitt von 3 Toren pro Spiel. Ein weiterer beeindruckender Fakt des Sturmlaufs der Blauroten im diesjährigen Pokal: 25 dieser Tore wurden innerhalb des Sechszehners erzielt. Dazu zählen unter anderem die Treffer von Jordi Alba und Neymar Jr. im Finale gegen den FC Sevilla. In der Liga wurden 104 von 112 Toren innerhalb des Strafraums erzielt, in der Königsklasse waren es 21 von 22.

24 Tore in den letzten 5 Pflichtspielen

Nachdem Barça gegen die beiden Rivalen aus Madrid schwer einstecken musste, die CL verspielte und die Verfolger in der Liga nicht mehr auf Abstand halten konnte, platzte 5 Spieltage vor Saisonende der Knoten beim amtierenden Meister. Um genau zu sein glich es einem atemberaubenden Endspurt, den Barça sowohl Im Camp Nou als auch auf fremden Rasenplätzen zelebrierte.

In 5 Spielen erzielte die Truppe von ‚Lucho‘ 24 Tore (8 gegen Deportivo, 6 gegen Sporting, 2 gegen Betis, 5 gegen Espanyol und 3 gegen Granada). Zu den daraus entstandenen 15 Punkten gesellt sich der Umstand, dass die Katalanen in dieser Periode kein Gegentor kassierten. Dabei standen sowohl Claudio Bravo als auch Marc-André Ter Stegen zwischen den Torstangen, da letzterer Spieler den chilenischen Schlussmann aufgrund dessen Verletzung ersetzen musste. Insgesamt erspielte sich das Team aus dem Nordosten der Iberischen Halbinsel 18 weiße Westen. Dagegen musste man 29 Gegentreffer hinnehmen – ein Wert, der in la Liga nur von Atlético Madrid (18 Gegentreffer) untertroffen wurde.

25.807 erfolgreiche Pässe

Dass Barça-Spieler trotz einer schnelleren Spielweise unter Luise Enrique weiterhin Passmonster sind, beweist wohl diese Statistik: 25.807 Pässe konnten mit einer Erfolgsrate von 86,7 % an den Mann gebracht werden.

450 mal Messi

Nach vielen Jahren in Barcelona hat Leo diese unfassbare Marke an Treffern für seinen Klub erreicht. 41 Tore konnte er in dieser Saison zu seinen Karriere-Statistiken hinzufügen. Vor allem seine klinische Vollstreckung durch Standards machte ihn erneut zum Freistoßkönig von Barça. 7 Mal konnte der kleine Argentinier einen ruhenden Ball im Tornetz unterbringen (3 gegen Sevilla, 2 gegen Espanyol und jeweils einen gegen Celta und Deportivo).

Der Argentinier wurde 2015/16 durch seine beiden explosiven Kollegen entlastet und konnte so auch phasenweise seine Kräfte sparen. Während Neymar und Suárez sich dem Standing von Messi eher unterordnen, überlässt dieser den beiden regelmäßig Elfmeterschüsse und beliefert sie mit Zuspielen. Messi selbst bleibt ein Visionär, Flügelflitzer und Spielmacher. Über die rechte Seite leitet er das Spiel durch seine Aktionen, egal ob Sololäufe, Freistöße, Beinschüsse oder millimetergenaue Pässe. Auch wenn sich Messis Aufgabenbereich mit der Ankunft seiner beiden Sturmpartner vom Goalgetter mehr in die Richtung des Takt- und Vorlagengebers verschoben hat; ein Ende von ‚la pulgas‘ sportlicher Dominanz ist keinesfalls in Sicht.

39 Spiele ungeschlagen

Es musste ausgerechnet Real Madrid den Spielverderber spielen – wer sonst? Einer der Hauptfaktoren, wieso diese Saison in die Geschichtsbücher eingehen wird, ist die Serie von 39 Partien, in denen der spanische Meister ungeschlagen bleiben konnte. Ab dem 7. Spieltag (Auswärtsniederlage gegen Sevilla nach 1:2-Ergebnis) verlor der FC Barcelona kein Ligaspiel mehr, bis zum Clásico in der 31. Woche. Der Erfolgslauf umfasste 32 Siege und 7 Unentschieden in allen Wettbewerben sowie 122 erzielte Tore und 23 Gegentreffer.

Alle Tore von ‚MSN‘ aus der Saison 2015/16 gibt es im folgenden Video zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=cbUDvbjKWIU

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