Die Verlierer des Coutinho-Deals

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Als Barça Philippe Coutinho vom FC Liverpool verpflichtete, wurden nicht nur den Fans des FC Barcelonas, sondern auch seinen Spielern einige Fakten ganz schnell klar. Es müssen Akteure im Kader der Blaugrans weichen, damit der Brasilianische Toptransfer auf seine Pflichtminuten kommen wird. Einige Verhandlungen liefen parallel und man hat sich bereits von genannten Spielern verabschiedet und andere Spieler tragen noch das Trikot des FC Barcelonas, müssen sich allerdings schon auf einen baldigen Abgang gefasst machen.

Die ersten sind bereits gegangen!

Zugegeben, die gleich genannten Spieler hatten auch ohne Philippe Coutinho keine rosigen Aussichten mehr beim FC Barcelona, allerdings sorgte die Verpflichtung des vielfältig einsetzbaren Offensivmanns für die finale und endgültige Bestätigung, dass es das war für einige Spieler. Diese Akteure sind namentlich an dieser Stelle: Gerard Deulofeu

, Arda Turan und Rafinha.

Arda Turan wurde damals als vielversprechender Führungs- und Starspieler von Atlético Madrid verpflichtet. Der Deal schien ein Clou zu sein. Beim FC Barcelona kam von Monat zu Monat eine größer werdende Enttäuschung auf. Man hatte sich geirrt: Barça und der Mittelfeldakteur – diese Kombination ging nicht auf. Abgesehen von wenigen Spielen auf dem Flügel, konnte der Türke kaum bis gar nicht überzeugen, als er für die Katalanen auflief. Hinzu kamen negative Schlagzeilen außerhalb des Feldes, die das ohnehin immer tiefer sinkende Image des ehemaligen Topspielers letztlich ganz im Dunklen versinken ließen. Im Grunde genommen war Arda Turans Abgang eine Frage der Zeit, oder halt eine Frage nachdem Augenblick der Verpflichtung Philippe Coutinhos. Schließlich gehörte Arda Turan zu den besser verdienenden Spielern im Club und es war lange Zeit aussichtslos einen Abnehmer zu finden.

Die anderen beiden Leidtragenden an dieser Stelle waren der allzu verletzungsanfällige Rafinha und Gerard Deulofeu. Beide streifen zur aktuellen Saison nicht mehr das Trikot der Katalanen über. Rafinha hatte einfach wahnsinnig Pech mit seiner Verletzungsmisere. Diese hinderte ihn daran, sich langfristig zu entfalten und beweisen zu können. Am Ende kam ein „Killerfoul“ von Nainggolan, welches den Brasilianer bis auf unbekannte Zeit pausieren ließ. Nun ist der kleine Bruder von Bayernspieler Thiago an Inter Mailand verliehen, mit einer möglichen Kaufoption, sollten die Italiener mindestens Platz 2 in ihrer Liga belegen. Gerard Deulofeu erging es im Grunde ähnlich wie Arda Turan. Der junge Außenspieler konnte einfach nicht zu Genüge überzeugen und wies oftmals in den Spielen auf, dass er noch nicht bereit schien. Letzten Endes wechselte Deulofeu zum FC Watford in die englische Liga.

Hier seht ihr nochmal das Killerfoul:
https://www.youtube.com/watch?v=qpjyvWNA-jE

Wer wird folgen?

Interessant wird es auch, wenn man schaut und überlegt, wer als nächstes den FC Barcelona verlassen könnte. Betrachtet man das Ganze mit Hinblick auf die Coutinho-Verpflichtung, dann stellt man schnell fest: Auch Denis Suárez und André Gomes haben nicht mehr allzu große Chancen auf eine feste Integration in den momentanen Kader. Beiden fiel es schon schwer, vor der Verpflichtung des talentierten Offensivallrounders Fuß in der Startelf zu fassen. Kriegt man nun noch ein Kaliber wie Coutinho, anstelle eines Deulofeus, vor die Nase gesetzt, weiß man als rational denkender Mensch, dass hier nun noch weniger geht als davor. Die beiden scheinen vielversprechende Talente zu sein, zumindest wurden sie als solche mal angesehen – allerdings reichte es bisher kaum zum Durchbruch in die A-Mannschaft und wird es dementsprechend auch sehr unwahrscheinlich in absehbarer Zeit. Ein Wechsel von mindestens einem der beiden scheint unausweichlich. Ein realistisches Szenario wäre: Suárez wird verliehen, um Spielpraxis zu sammeln und André Gomes wird verkauft oder bleibt als Luxusreservist im Team. Da stellt sich halt nur die Frage, ob ein so junger – eigentlich talentierter – Spieler sich das antun möchte. Fest steht bis zum derweiligen Zeitpunkt nur eins: Spieler die bisher Probleme hatten in der Startelf ihre Namen zu finden, werden es mit einem Teamkameraden wie Philippe Coutinho erst recht schwierig haben.

Wie sieht es mit Carles Aleñá aus? Wird dem nicht auch seine Chance geraubt, wenn man ihm einen milionenschweren Mann vor die Nase stellt? Nicht ganz. Sollten die genannten Akteure ebenfalls das Feld räumen, weil Coutinho als Signal stark genug strahlt, so stehen dem jungen Mittelfeldspieler aus der Jugend weniger Konkurrenten im Wege. Es ist für einen Jugendspieler durchaus leichter, sich gegen einen Topmann auf obersten Niveau einige Einsatzminuten zu schnappen, als neben einer Mischung aus über 6 Spielern, die alle um einen Platz buhlen. Dahingehend hat Philippe Coutinho also eine Hilfestellung für den jungen Carles Aleñá in die Wege geleitet. Es scheint tatsächlich also einen Gewinner im Team zu geben, wenn man sich die Kadereintrittschancen anschaut.

Einige Impressionen des Youngstars:
https://www.youtube.com/watch?v=LmZv5e2UTc0

Was denkt ihr Culés? Klar standen einige Spieler ohnehin auf der Abschussliste, aber hat Coutinho letzten Endes als Auslöser gedient, um sich von einigen Altbeständen zu lösen? Wird er auch noch die Wechsel weiterer Offensivspieler bewirken? Welche Wirkung hat die Verpflichtung Coutinhos auf Aleñá? Ihr seid gefragt!

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