FC Barcelona 2006 gegen den FC Porto 2004 – Eine hochbrisante Partie endet Remis

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Was war das für ein Spiel? Ein Spiel, das sich jeder wünscht, meine Damen und Herren! Decos Abschiedsspiel war ein klares Indiz dafür, dass Offensivfußball mehr Spaß macht als Defensivfußball. Es wurde auf jegliche Taktik verzichtet, so wie es die Brasilianer gegen Deutschland bei der vergangenen WM getan haben. In dieser Partie spielte der FC Barcelona mit dem Kader aus dem Jahr 2006 gegen den FC Porto, der den Kader aus dem Jahr 2004 zusammenstellte. Mit dabei waren Lionel Messi, Samuel Eto’o, Giuly, Belletti, Edgar Davids und viele weitere (Alt-)Stars, die dem Abschiedsspiel eines großartigen Fußballers die Ehre gaben. Leider Gottes konnte ein weiterer Fußballgott nicht an dieser Partie teilnehmen, der einst jeden Fan verzaubert hat und immer noch verzaubert: Ronaldinho. Sein Verein Atlético Mineiro erteilte ihm keine Freigabe.

Porto führt zur Halbzeit mit 2:0

„Was geht denn da ab?“, dachte sich wohl ein jeder Culé. Tische flogen durch die Lüfte, Fernseher wurden kurzerhand ausgeschaltet. Die Barça-Fans rieben sich verwundert die Augen, denn der FC Porto ging in Führung – ausgerechnet durch Deco! Als ob er seinen zweiten Frühling gerade erst durchlebt, sprintet er wie Usain Bolt in Richtung Tor. Derlei sieht das und er weiß: Wenn er nicht abspielt, darf er die nächsten Spiele nicht mitspielen. Er passt zu Deco und dieser schiebt ziemlich cool zur Führung ein. Da war selbst die Tiefkühltruhe neidisch. Die ehemaligen Barça-Stars völlig paralysiert und kurze Zeit später war es wieder Deco, der ihnen einen Streich spielte. Diesmal zeigt er sich, wie auch in der Vergangenheit, als echter Teamspieler und legt ab zu McCarthy, der sofort abzieht- 2:0!

Deco wird zwei Mal transferiert, Messi das Kopfballungeheuer

Es musste etwas passieren und tatsächlich: Die Ereignisse überschlugen sich! Während der Halbzeitpause einigten sich die Klubbosse auf einen Transfer Decos. Nachdem er schnell in der Umkleidekabine präsentiert worden war, wurde er gemeinsam mit Samuel Eto’o und Lionel Messi eingewechselt – so etwas sieht man nicht alle Tage. Vor allem die Akteure des FC Porto ahnten, dass etwas Böses auf sie zukommen wird. Und es kam, wie es kommen musste: Lionel Messi sprintet dem Ball hinterher und lässt die älteren Gegenspieler realisieren, dass auch ein Messi laufen kann. Dies schienen seine Gegenspieler vergessen zu haben, und nebenbei auch viele Fans. Messi dribbelt um den Keeper herum, spielt noch mal quer zu Eto’o. Samuel wartet – hat er Angst? Ist er paralysiert, weil das Spiel gerade auch im Fernsehen und im Internet ausgestrahlt wird und er, falls er nicht trifft, von den Medien zerfetzt wird? Er schaut sich um, guckt dann wieder runter auf den Ball und betet zu Gott, dass er trifft. Dann fasst sich der kamerunische Nationalspieler ein Herz und schiebt den Ball gefühlvoll ins Tor – was für eine Erleichterung! Leo nahm ihn danach in den Arm und sagte, das berichteten mehrere Medien übereinstimmend: „Das hast du super gemacht, Samuel. Du wirst noch ein Tor schießen.“ Aber vorher sollte Deco den Ausgleichstreffer erzielen. Wieder war Messi beteiligt. La Pulga wird freigespielt, er will den Keeper umkurven, schafft es allerdings nicht. Deco, der von dieser Unfähigkeit sichtlich überrascht war, überlupfte den Messi-Schreck total lässig und zeigte, wie es geht!

Daraufhin der Spieler mit der Nummer 9 von Porto, der einen Abpraller von Vitor Baía per Volleyy nimmt und zur erneuten Führung einnetzt. Mit solchen Aktionen hat sich Vitor nicht für künftige Einsätze empfohlen und es wird gemunkelt, ob Messi seine Macht ausnutzt und ihn deswegen nun ganz aus dem Kader rausschmeißt. Angeblich wollte er schon die Torwart-Position während des Spiels bekleiden. Es kam dann doch anders – eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte, denn Lionel Messi war wieder am nächsten Tor beteiligt. Mit einem tollen Assist setzt er Eto’o in Szene und dieser schiebt zum Ausgleich ein. Danach präsentierte sich Messi von einer Seite, die wohl jeden vom Hocker riss. Samuel Eto’o mit einer tollen Flanke, das Kopfballungeheuer Messi per Kopf zur erstmaligen Führung. Was zum Teufel geht denn hier ab? Zuerst der Deco-Transfer und nun ein Kopfballtor von Messi? Keine Zeit zum Durchatmen, die nächste Überraschung wartet: Deco lässt sich noch mal transferieren. Er hatte keine Lust mehr. Zubizarreta ließ sich über den Tisch ziehen und Bartomeu las nicht das Kleingedruckte, eine Eigenschaft, die er von Sandro Rosell und seinen Anwälten gelernt hat. Deco nun wieder beim FC Porto und prompt erzielt der Star des Abends den Ausgleichstreffer – 4:4, und dabei blieb es auch. Ein tolles Spiel mit tollen Spielern und echten Legenden fand ein Ende, das wohl am gerechtesten war.

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