Gehaltsbudget in La Liga: FC Barcelona und Real Madrid einsam an der Spitze

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Staatliches Regionalfernsehen, Transfers, Trikotverkäufe und Sponsoren:  Die Quellen, aus denen die großen La-Liga-Vereine wie der FC Barcelona oder Real Madrid ihre Gelder für die zu bezahlenden Gehälter beziehen, sind vielfältig. So wurde die Spanische Liga trotz des riesigen Verkehrs von Geldsummen oft als „Schuldenliga“ von den ausländischen Eliten bezeichnet. In der Tat sind auch die Gehälter von Spielern wie Lionel Messi, Neymar, Cristiano Ronaldo oder Gareth Bale dafür verantwortlich, dass die Topteams immer tiefer in eigene und fremde Taschen greifen müssen, sich teilweise in Unkosten stürzen und dennoch von Staat und TV privilegiert werden. Wer seine Schützlinge halten will, muss den Druck, der auf dem europäischen Fußballmarkt lastet und primär seitens der protzigen englischen Liga immer massiver erhöht wird, handeln können. Somit verändern sich Spielerwerte zwangsläufig und Determinanten wie Gehälter, Marktwerte und Ablösesumme schießen unaufhaltsam in die Höhe. Das bei all dem Wettbieten und Geldverpulvern die kleineren Klubs in Spanien auf der Strecke bleiben, verdeutlicht eine von der spanischen Presse veröffentlichte Tabelle.

FC Barcelona und Real Madrid geben weiterhin den Ton an

Aktuell hat Real Madrid nicht nur was die Tabellenplatzierung in der spanischen Liga angeht die Nase vorne. Die spanischen Hauptstädter haben auch im Rahmen der laufenden Saison mehr liquide Mittel zur Verfügung als der FC Barcelona, um Löhne und Gehälter zu bezahlen. Aufgrund einer allgemeinen fortbestehenden Forderung, die klaffende Lücke zwischen den reichsten Klubs und den auf dem Markt eher moderat agierenden Vereinen in Spanien zu schließen, wurde das Budget-Limit aller La-Liga-Vereine öffentlich publiziert.

Den Publikationsplattformen ‚Sport’‚ ‚Palco23‘ und weiteren diversen Medienberichten zufolge stehen Real in dieser Spiel-Periode 419 Millionen Euro für die erste Mannschaft zur Verfügung. Somit sinkt der Wert um 2.8 % im Vergleich zur Saison 2015/16, in der das Budget der Madrilenen sogar auf satte 431,3 Millionen taxiert war.

Auf Platz 2 der größten Budgets folgt der Geldtopf der Katalanen mit einem Inhalt von 390 Millionen Euro. Dahinter rangiert mit großem Abstand zu den beiden Hauptkonkurrenten Atlético Madrid mit 182 Millionen Euro auf dem dritten Platz. Hinter den ‚Rojiblancos‘ folgt dann erst einmal eine ganze Weile lang gar nichts, bis sich Valencia und Sevilla mit jeweils 129,7 und 123,8 Millionen Euro im vorderen Drittel einpegeln.

‚Palco 23‘ über das Gehaltsbudget von Barça und Real

„Barcelona ist um 7,9 % gefallen im Vergleich zu den Informationen, die über die 2015/16 Saison vorhanden sind. Da gibt es mehrere Gründe, um diese Situation zu erklären, von denen zwei herausstechen. Madrid generiert mehr Geld durch gewöhnliche Geschäftstätigkeiten (Transfers ausgeschlossen) als der Rivale, der viel mehr Geld in die Tilgung von Defiziten, die durch Bereiche wie Basketball oder Handball generiert werden, stecken muss.“  

Fazit: Spaniens Geldlage sorgt für gemischte Gefühle

In der zurückliegenden Saison lagen Barças Geldmittel noch bei 421 Millionen Euro. Barça scheint weniger Einnahmen zu erwirtschaften als Real und zusätzlich mehr Ausgaben für die weiteren Sportarten und Disziplinen ausgeben zu müssen. Das ist vielleicht ein Resultat, das damit einhergeht, eben mehr als ein Klub sein zu wollen.

Die Schere zwischen arm und reich wird in der Zukunft vermutlich immer weiter aufklappen. Zum vollkommen Spagat ist es bislang zwar noch nicht gekommen, jedoch ist schon jetzt deutlich erkennbar, dass Vereine wie Osasuna oder Eibar kaum eine Chance auf die Verpflichtung und langfristige Beschäftigung von großen Spielernamen haben werden. Aus neutraler Sicht bleibt es vor allem spannend, ein Auge auf die Entwicklung von Atlético in den nächsten Jahren zu werfen. Ob Spieler wie Antoine Griezmann, Koké oder Saúl bei den Mega-Offerten der nationalen Wettbewerbsteilnehmer oder der Scheiche aus Großbritannien auf Dauer widerstehen können, ist fraglich. Dass Diego Simeone und seine Mannen ihre Star-Abgänge durchaus kompensieren können, verrieten vor nicht allzu langer Zeit die Transfergeschichten von Diego Costa, Fernando Torres, Filipe Luis und Barça-Allrounder Arda Turan.  

Die Medien und Förderer und somit auch die größten Stücke vom Geld-Kuchen bestimmen auch in dieser Saison Wohl oder Übel Barça und Real. „Höher, schneller, weiter“ – die Aufrechterhaltung des eigenen Prestiges hat eben ihren Preis. Über maßgebliche Veränderung bezüglich der zur Verfügung stehenden Geldsummen der Blauroten und ihrer größten Rivalen halten wir euch auch in der Zukunft auf dem Laufenden.

Hier ist das vollständige Gehalts-Ranking der spanischen Erstliga-Klubs abgebildet (Angabe erfolgt in Millionen / Euros):

TEAM/ SAISON Real Madrid FC Barcelona Atlético de Madrid Valencia CF Sevilla FC Villareal Atheltic Club Real Sociedad RCD Espanyol Real Betis
2016/2017 419,3 390,7 182,8 129,7 123,8 76,9 61,4 56,7 47,4 44,6
2015/2016 431,3 421,9 159,6 122,8 105,1 61,5 53,7 56,6 30,6 39,2
2014/2015 328 437,9 105 73 78,6 44,2 49,9 38,9 32,3 13,6
TEAM/ SAISON Malaga CF Celta de Vigo Granada CF Leganés Alaves Deportivo de la Coruna UD Las Palmas SD Eibar Sporting de Gijon Osasuna
2016/2017 43,1 39,3 31,9 30,2 28,6 24,7 24,6 23,5 21,3 15,6
2015/2016 28,7 22,6 25,3 4,6 4,8 17,8 18,5 19,1 14,6 4,4
2014/2015 27,5 18,7 22,8 2,7 3,5 15,3 4,8 12,8 5,1 7,9

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