Luis Enrique: „Ich verstehe den Trubel um Suárez überhaupt nicht“

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Vor dem Liga-Duell zwischen dem FC Barcelona sowie Elche CF gab Teamchef Luis Enrique seine obligatorische Pressekonferenz vor den lokalen Medienvertretern. Neben dem Gegner kam der Asturier auch auf die Gefahr einer möglicherweise zu laschen Spieleinstellung gegen Elche zu sprechen. Ebenfalls fanden sich auch noch die Namen des kritisierten Luis Suárez sowie Gerard Piqué in der Fragerunde wieder.

Angesprochen auf den morgigen Gegner und den bereits stattgefundenen Begegnungen mit Elche, antwortete Enrique zu Anfang wie folgt: 

Die Liga ist voll mit Überraschungen. Es gibt schlicht und einfach keine leichten Partien für uns. Wir hatten nicht viele Möglichkeiten uns auf dieses Spiel in Form von Trainings vorzubereiten und ich bin mir sicher, dass das eine sehr schwierige Partie für uns sein wird. Sie spielen um sehr viel, noch dazu im eigenen Stadion. Intensität ist heutzutage das A und O im Fußball, somit könnte es dir theoretisch jedes Team im Spiel sehr schwer machen. […] Wir schauen nicht auf dieses 9-0-Gesamtergebnis aus der Copa zurück. Das ist ein anderes Spiel und wir wissen, dass es äußerst kompliziert sein wird. Wir werden versuchen, Räume aufzumachen und sie werden versuchen, intensiv gegen uns zu spielen. Hauptsächlich werden sie wohl auf Konter lauern. Es ist wichtig, vollständig auf diese Partie fokussiert und aufmerksam zu sein, was ihre intensive Spielweise anbelangt. Wir müssen sicher gehen, dass wir diese Intensität mitgehen können.

Anschließend kam der Teamchef auf die mögliche Gefahr einer zu laschen Spielanlage, aufgrund der Spiele gegen Atlético Madrid, zu sprechen: Das ist natürlich immer ein möglicher Aspekt. Wir haben jetzt zwei hochklassige Partien gegen Atlético Madrid hinter uns und müssen auch dazwischen mit derselben Intensität spielen. Es gilt also in allen drei Spielen eine ähnliche Leistung zu zeigen. Wir müssen selbstverständlich immer auf so etwas achtgeben, aber die Spieler sind derartig professionell, sodass sie sich bewusst sind, wo die Prioritäten liegen. Es steht ein wichtiges Liga-Spiel bevor und wir müssen genauso intensiv spielen, wie schon in den Spielen zuvor.“

Auch der zuletzt stark aufspielende Gerard Piqué beziehungsweise die Entwicklung der ganzen Mannschaft fanden in der Pressekonferenz eine Erwähnung: Ich versuche, das Beste aus jedem einzelnen Spieler herauszuholen. Viele spielen gerade auf einem unglaublich hohem Level, da muss man niemanden explizit herauspicken. Mein Job ist es, die Charakteristiken der Spieler zu kennen, um dann so gut wie nur möglich das volle Potenzial auszuschöpfen.“

Enrique macht sich keine Sorgen um Luis Suárez

Darauf folgend äußerte sich Enrique zu Suárez beziehungsweise dessen magerer Torausbeute: „Alle Stürmer müssen einmal solche Perioden durchstehen. Manchmal schießt ein Stürmer sehr viele Tore und manchmal dann auch wieder eher weniger. In jedem Spiel leistet er einen kraftvollen Aufwand für das gesamte Team. Seine Vorstellungen waren wirklich gut, ungeachtet dessen, wer nun die Tore letzten Endes erzielt hat. Es gibt Spieler, die immer sehr formstark sind und manche, die kurze Phasen dazwischen haben, die nicht so gut laufen, speziell bei Stürmern. Aber er hat uns trotz alledem viele Dinge im Spiel geboten.

Kurz danach war die fehlende Kaltschnäuzigkeit des Uruguayers vor dem Tor ein zentrales Thema„Wir alle machen Fehler während Spielen, oder auch während der Saison. Das ist bei allen, sowohl Spielern als auch Trainern, der Fall. Wir wollen alle Spieler zu ihrer bestmöglichen Form bringen und bis auf die Tatsache der vergebenen Torchancen spielt Suárez sehr gut. Daran habe ich keine Zweifel. Ich mache mir wirklich keine Sorgen um ihn und ich verstehe diesen Trubel um ihn auch überhaupt gar nicht. Am liebsten würde ich jeden Stürmer Tore schießen sehen und jedes Spiel zu null gewinnen. Aber so läuft der Fußball nicht. […] Es geht darum, ihn in Positionen, wo der Torerfolg möglich ist, zu bringen und sein Instinkt wird dann den Rest bringen. Mehr kann ich ansonsten auch nicht an meine Spieler überbringen. Ich kann ihnen nur sagen, dass sie weiterarbeiten und die Sachen, die sie gut können, ausführen sollen. Aber das Erzielen von Toren kann man nicht vorausplanen, es kommt einfach und das wird auch bei Suárez passieren.“

Zum Schluss sprach der Katalane noch kurz über die Änderung, die offensichtlich bei der Mannschaft zu Anfang des Monats stattgefunden und für einen Leistungsaufschwung gesorgt hat: Ich glaube nicht, dass sich nur ein Aspekt geändert hat. Alles zusammen – beziehungsweise sehr viele einzelne Facetten – haben sich verändert. Es gibt andere Situationen, die aufkommen und auch die Ergebnisse kommen nun wie von selbst. In verschiedenen Aspekten des Spiels konnten wir uns verbessern und jetzt gilt es sich stetig weiterzuentwickeln. Ich denke, dass dies auch ein normaler Prozess eines Teams in einer Saison ist.“

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