Zusammenarbeit mit UN in Sachen Flüchtlingshilfe

StartFC BarcelonaSonstigesZusammenarbeit mit UN in Sachen Flüchtlingshilfe
- Anzeige -
- Anzeige -

Der FC Barcelona bemüht sich, den sozialen Charakter des Vereins zu unterstreichen und seine Verantwortung als Teil der Gesellschaft wahrzunehmen. Diesem Zweck dient die Einrichtung der FC Barcelona Foundation, welche sich nicht nur auf lokale Projekte innerhalb von Katalonien oder Spanien beschränkt. Angesichts des europa- bzw. weltweiten Problems der Versorgung von Flüchtlingen arbeitet der Verein nun in einer besonderen Kampagne mit den Vereinten Nationen zusammen.

Die 1994 gegründete FC Barcelona Foundation hat sich das Ziel gesetzt, soziale und kulturelle Aktivitäten mit dem Fußball zu verbinden und so die vereinseigenen Werte zu erhalten und auch nach außen zu tragen. Die Finanzierung erfolgt primär durch Spenden. Beispielsweise gehen 0,5% aller Spielergehälter seit dem Jahr 2010 an die Stiftung. Dabei werden sowohl lokale Organisationen als auch solche von globaler Bedeutung unterstützt. Kooperationspartner der FCB Foundation sind unter anderem das Internationale Olympische Komitee sowie die Stiftungen von Johan Cruyff und von Lionel Messi. Eine besondere Stellung nimmt die Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, ein. Seit 2006 hält die Partnerschaft nun bereits an.

Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen in Sachen Flüchtlinge

Obwohl die FCB Foundation vordergründig und aufgrund des katalonischen Bekenntnisses des Vereins Projekte innerhalb Kataloniens fördert, befasst sie sich auch mit weltweiten Problemen. Beispiel dafür ist die am vergangenen Dienstag begonnene Kampagne „Sign and Pass“. In Zusammenarbeit mit der UNHCR, der Behörde der Vereinten Nationen für Flüchtlingshilfe, soll die Kampagne Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie auch einzelne Privatpersonen mobilisieren, um etwas gegen die momentane Situation des Großteils der Flüchtlinge zu unternehmen. Jeder sollte sich nach seinen Möglichkeiten dafür engagieren, dass Flüchtlinge einen sicheren Ort zum Leben, Bildungschancen und Arbeitsplätze erhalten. Auch die Integration ist ein vielfach diskutiertes Thema. Die Kampagne macht auf die Integrationsfunktion des Fußballs und Sports im Allgemeinen aufmerksam.

Einen ähnlichen Zweck verfolgt das Programm „FutbolNet“. Es macht sich den Fußball zunutze, um soziale Kompetenzen von Kindern und jungen Menschen zu stärken und ihnen das Vermeiden und Lösen von Konflikten näher zu bringen. In verschiedenen Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Griechenland, Italien und im Libanon wird das Projekt im Juli 2017 beginnen.

Sign and Pass bedeutet, dass alle Interessenten mit ihrer imaginären Unterschrift die Petition #WithRefugees unterschreiben und damit ein Gesuch an Regierungen stellen können, mehr in Sachen Flüchtlingshilfe, insbesondere Kinderhilfe, zu unternehmen. Bereits mehr als 1,5 Millionen Menschen haben unterzeichnet. Möglich ist dies unter der Adresse www.signandpass.org. Die Kampagne wird bis 2018 andauern. Nächstes Jahr soll sodann ein Treffen zahlreicher Regierungschefs unter dem Dach des UN-Flüchtlingskommissariats stattfinden, bei dem über Themen wie die Verteilung von Aufgaben angesichts der Flüchtlingskrise gesprochen und entschieden werden soll. Um Probleme von globalem Charakter zu bekämpfen, ist die Zusammenarbeit aller Länder notwendig. Die betroffenen Staaten können die Flüchtlingswellen in der Regel nicht alleine bewältigen und brauchen sowohl finanzielle als auch organisatorische Unterstützung.

Hier lässt sich die Parallele zum Fußball ziehen: Eine Mannschaft kann nur im Kollektiv Erfolg haben, egal ob es um das kollektive Pressing oder den Ballbesitz geht. Darauf spielt auch der Name der Kampagne an, der an das Passspiel als Kernstück der Spielphilosophie des FC Barcelona erinnert. Genauso wenig wie eine Mannschaft aus elf Alleingängern gewinnen wird, können auch gesellschaftliche Probleme nur im Kollektiv gelöst werden. Dazu gehört auch die Aufopferung eigener Interessen. Und in der heutigen Welt gibt es keinen Lionel Messi oder Sergio Ramos, die das Übel in letzter Sekunde abzuwenden vermögen.

Teilgenommen haben im Übrigen auch Messi und Neymar, wie im folgenden Video zu sehen ist:

https://www.youtube.com/watch?v=eWaQBQACekU

Stellungnahmen

Lionel Messi:

„Ich bin stolz darauf, dass ich Teil dieser Initiative zugunsten von Flüchtlingen bin und hoffe, dass sie dazu beiträgt, die momentane Situation, in der sich Millionen von Flüchtlingskindern weltweit befinden, zu verbessern.“

Filippo Grandi, UN-Flüchtlingsbeauftragter: „Die Liebe zum Sport verbindet Menschen auf einzigartige Weise. Die Leidenschaft und Akzeptanz, die aus der Unterstützung von Mannschaften resultieren, können Differenzen auflösen. Ich hoffe darauf, dass die enge Zusammenarbeit mit der Stiftung des FC Barcelona den Weg für die Verbesserung der Leben vieler Millionen Kinder ebnen und Gesellschaften zusammenbringen wird.“

Als Fans des FC Barcelona und vorrangig als Fans von schönem Fußball sollten wir den friedlichen Aspekt dieses Sports bewahren.
Mehr Informationen gibt es unter: www.unhcr.org/refugeeday/de.

- Anzeige -

AKTUELLE USER-KOMMENTARE