Barça gastiert bei Granada: Hält der Aufwärtstrend in der Fremde an?

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Am 17. Spieltag kommt es in La Liga zum Duell zwischen dem FC Granada und dem FC Barcelona. Für die Katalanen geht es darum, die Serie von sieben ungeschlagenen Ligaspielen in Folge auszubauen. Dabei hofft Barça wieder auf Glanzmomente seines Offensiv-Quartetts. Unsere Vorschau zum Spiel.

Für beide Teams ist die Partie wichtig, da Barça quasi zum Gewinnen verdammt ist, um zumindest eine kleine Meisterchance weiter zu wahren. Granada hingegen will den Anschluss an die europäischen Plätze nicht abreißen lassen.

Granadas Woche war eher durchwachsen: Erst gab es ein 0:2 gegen Eibar, anschließend wurde zwar im Pokal die nächste Runde erreicht, allerdings musste Granada im Spiel beim Drittligisten Cultural Leonesa über 120 Minuten gehen und konnte erst in der 116. Minute das Siegtor durch Darwin Marchis erzielen.

Gerade in Zeiten des aufgrund von Covid-19 eng gesteckten Terminplans ist jede Erholung notwendig, die 30 Minuten Verlängerung könnten das Zünglein an der Waage sein. Für die Blaugrana ist Granada derweil ein gutes Pflaster: Von den letzten vier Begegnungen gewannen die Katalanen drei. Allerdings gab es letzte Saison eine 0:2-Pleite, damals noch unter Ernesto Valverde.

Granada heimstark und schwer ausrechenbar

Granada ist mit Celta Vigo und Athletic Bilbao die einzige Mannschaft der oberen Tabellenhälfte, die ein negatives Torverhältnis aufweist: 19:25. Das zeigt, dass das größte Problem Granadas das Toreschießen ist – und gleichzeitig liegt hier auch eine ihrer größten Stärken: Sie sind schwierig auszurechnen. Sechs Spieler haben zwei oder mehr Tore gemacht, die Hälfte dieser Spieler sind Angreifer, unter ihnen auch Luis Suarez. Der Namensvetter des ehemaligen Barça-Neuners steht bei drei Saisontoren, womit er die klubinterne Torschützenliste zusammen mit Jorge Molina und Roberto Soldado anführt.

Insgesamt entfallen auf das Trio neun der 19 geschossenen Tore. Eine gewisse Abhängigkeit ist also nicht von der Hand zu weisen, allerdings kann sich die Verteidigung auch nicht nur auf einen Spieler konzentrieren. Es wird also die Aufgabe der Viererkette sein, beide Stürmer im vom Granada praktizierten 4-4-2 im Auge zu behalten.

Das Granada über eine gut austarierte Mannschaft verfügt, zeigt unter anderem, dass sie mit diesen 19 Toren schon 24 Punkte sammelten. In der Europa League sind sie zudem mit elf Punkten hinter der PSV Eindhoven souverän in die nächste Runde eingezogen. Das war so nicht unbedingt zu erwarten, schließlich sind die Andalusier zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in einem europäischen Wettbewerb vertreten. In La Liga ist Granada sehr heimstark, nur vier Mannschaften haben zuhause mehr Punkte eingefahren. Fünf ihrer acht Heimspiele konnten die Andalusier gewinnen. Barça sollte also gewarnt sein.

 

Lenglet gesperrt – Kein Anlass für Wechsel im Mittelfeld

Es ist davon auszugehen, dass Ronald Koeman der gleichen Elf vertrauen wird, die unter der Woche in Bilbao eine starke Partie ablieferte. Die Viererkette der Blaugrana stellt sich wegen Verletzungssorgen und Sperren fast von selbst auf: Sergiño Dest dürfte wieder als Rechtsverteidiger starten, ebenso wie sein Pendant auf der linken Seite, Jordi Alba. Auch in der Innenverteidigung ist klar, wer die Positionen vor Marc-André ter Stegen besetzt. Neben dem zuletzt formstarken Ronald Araujo wird vermutlich Óscar Mingueza starten. Clement Lenglet holte sich bei seinem schwachen Auftritt beim 3:2-Sieg gegen Bilbao seine fünfte gelbe Karte ab und fehlt somit gesperrt.

Wie schon die Abwehr stellt sich auch das Mittelfeld zurzeit fast von alleine auf, hier allerdings weniger aufgrund von Verletzungen, sondern vielmehr wegen der erbrachten Leistungen der Spieler. Frenkie de Jong, der Siegtorschütze aus dem Spiel gegen Huesca, ist bei Koeman ohnehin gesetzt und zeigt seit Wochen gute Leistungen. Er wird sicherlich genauso wie Pedri wieder auf der Acht beginnen, dahinter sichert Sergio Busquets ab. Schließlich hat Koeman zuletzt auf das 4-3-3 umgestellt, mit großem Erfolg.

Besonders das hervorragende Zusammenspiel zwischen Pedri und Lionel Messi stach dabei ins Auge. Dieser scheint mit Pedri endlich wieder einen Spielpartner gefunden zu haben und zeigte gegen Bilbao seine beste Saisonleistung. Vielleicht ist La Pulga nun auch richtig in der neuen Saison angekommen. Schlecht für Granada, denn in elf Spielen gegen die Andalusier erzielte der sechsmalige Weltfußballer zwölf Tore und gab dazu noch drei Vorlagen.

Begeistert Barças Offensiv-Quartett erneut?

Es könnte natürlich sein, dass Koeman aus Schonungsgründen einen Spieler aus der offensiven Dreierreihe austauschen wird. Hier könnte es Ousmane Dembélé treffen. Die Verletzungsanfälligkeit des Franzosen ist bekannt, Koeman könnte ihn auch deswegen auf die Bank setzen, um ihn nicht zu verheizen. Andererseits ist der Franzose momentan sehr gut in Form, was auch im Spiel in Bilbao wieder zu sehen war: Der 23-Jähirge war einer der aktivsten Spieler, versuchte Dribblings, spielte gute Pässe und suchte auch selbst den Abschluss. Außerdem harmonierte er prächtig mit Messi und Pedri. In dieser Form kann Koeman schwer auf Dembélé verzichten.

Nach dem Spiel gegen die Basken wird der Trainer auch wieder schwerer auf Antoine Griezmann verzichten können. Er wirkte besser in das Spiel einbezogen als noch Braithwaite gegen Huesca. Die Vorlage zum zwischenzeitlichen 3:1 durch Messi war das Resultat. Es scheint, als würde Griezmann sich langsam aus seinem kleinen Formtief befreien, etwas, das nur gut für die Blaugrana sein kann. Gegen Granada muss er die Leistung nun bestätigen.

Mit dem überzeugenden 3:2-Sieg gegen den Athletic Club geht Barça also gut gerüstet in das Duell mit Granada. Wenn Pedri seine Form konserviert, das Zusammenspiel mit Messi wieder so aufziehen kann wie gegen Bilbao, Griezmann seine Leistung bestätigt und Ousmane Dembélé weiter so spielt wie zuletzt, steht einem Sieg der Blaugrana gegen den Tabellensiebten nichts im Weg.

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