• Geburtsdatum: 08.06.1984
  • Geburtsort: San Lorenzo, Argentinien
  • Nationalmannschaft: Argentinien
  • Größe: 174 cm
  • Position: Abwehr, Mittelfeld
  • Bildquelle: JOSEP LAGO/AFP/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
CA River Plate (Jugend) bis 2003
CA River Plate 2003-2005
S.C. Corinthians Paulista 2005-2006
West Ham United 2006-2007
Liverpool 2007-2010
FC Barcelona seit 2010

Wo immer auch Javier Mascherano seine Fußballschuhe schnürt, stehen die Anhänger stets hinter ihm wie der zwölfte Mann. Kein anderer Spieler quetscht auf dem Platz mehr aus sich heraus, niemand verteidigt das Trikotwappen mit mehr Hingabe als 'El Jefecito' - der kleine Boss. In Liverpool widmeten sie ihm einen Song, während seine Trainer, gefragt nach ihrer Meinung über den Argentinier, Lobeshymnen nur so regnen lassen. Zweifellos gehört Javier Mascherano zu den besten Spielern auf seiner Position und zu den interessantesten, die die Welt des Fußballs zu bieten hat. Nicht nur Guardiola sieht in ihm die beste Verpflichtung für den FC Barcelona der letzten Jahre, und dies ist nur ein Grund mehr, den kleinen Mittelfeldmann mit dem großen Herz genauer zu betrachten.

Mascherano: Anfänge und Erfolge in der Jugend

Jorge Solari darf sich als Entdecker von Javier Mascherano feiern lassen. Er hörte, dass in den Vereinen Cerámica San Lorenzo und Barrio Vila ein außergewöhnlicher Spieler von sich Reden macht und nahm ihn mit 14 Jahren in seiner Fußballschule Renato Cesarini in Rosario auf. Schon damals galt der kleine Argentinier als ruhiger und intelligenter Zeitgenosse mit einer sehr gut entwickelten Persönlichkeit. Er hatte ein klares Ziel vor Augen und verfolgte dieses mit einer Nachhaltigkeit, wie man sie nur von Erwachsenen kennt.

Es war früh abzusehen, dass Mascherano Karriere machen würde, und bald schon spielte er für den Club Atlético River Plate in der Jugend. Unter diesen Gegebenheiten stellten sich Erfolge schnell ein, mit jedem Jahr kam er seinem Traum von der ersten Mannschaft näher. Am 3. August 2003 gab 'El Jefecito' schließlich sein Debüt für die erste Mannschaft gegen New Chicago im Alter von 19 Jahren unter der Führung von Manuel Pellegrini, nachdem er einen Monat zuvor - eine wahre Kuriosität - seine Premiere als Nationalspieler der argentinischen A-Auswahl im Spiel gegen Uruguay feierte.

Mit River Plate gewann er die Primera División Argentina; Erfolge in dem prestigeträchtigsten Wettbewerb in Südamerika, der Copa Libertadores, waren ihm jedoch nicht vergönnt. Lange blieb Mascherano nicht bei dem argentinischen Top-Verein, der Sport Club Corinthians Paulista klopfte an die Tür und verpflichtete Mascherano für 12 Millionen Euro. In seinem Abschiedsspiel erhoben sich die Anhänger von River Plate von ihren Plätzen und verabschiedeten den Nationalspieler, der dank seines unerschöpflichen Einsatzes für den Verein ein hohes Ansehen genoss, mit stehendem Beifall.

Kaum bei Corinthians angekommen, verletzte sich Javier Mascherano schwer und musste dem Spielbetrieb für sieben Monate fernbleiben - ein Tribut an die hohe Doppelbelastung mit zahlreichen Einsätzen für den Verein und die Nationalmannschaft. Die Ernennung von Emerson Leao zum Cheftrainer, für seine von Rivalität geprägte Haltung zu Argentinien berüchtigt, besiegelte den Abgang des Mittelfeldspielers nach Europa: Nachdem Leao den argentinischen Spielern des Vereins, darunter auch Carlos Tévez, die Teilnahme an einem Freundschaftsspiel gegen Brasilien in London verwehrte, kam es zum Zerwürfnis und in der Folge zu einem endgültigen Vertrauensbruch. Der Weg nach Europa war nun frei, Mascherano verließ Corinthians nach nur einem gewonnen Liga-Titel in Richtung West Ham United.

Reise nach Europa: Große Anlaufschwierigkeiten

Mit großen Hoffnungen nach Europa gereist, verflüchtigte sich der Traum von einem guten Einstand auf dem neuen Kontinent sehr schnell. Für eine Summe von mutmaßlich 35 Millionen Euro ist er zusammen mit Tévez zu West Ham United transferiert worden, kam jedoch in der ersten Saisonhälfte - obschon West Ham sich sportlich in Schwierigkeiten befand - lediglich in fünf Spielen zum Einsatz. Gerüchten zufolge habe es eine Klausel gegeben, die in Abhängigkeit von Mascheranos Spielzeit den Spielerpreis für die Engländer ansteigen ließ.

Die Dinge entwickelten sich wieder nicht zu seiner Zufriedenheit, es war mit Sicherheit die schwierigste Phase in seiner Karriere. Der Trainer der argentinischen Nationalmannschaft, Alfio Basile, riet seinem Schützling dringend zu einem Wechsel zu einem der vielen Vereine, die zuvor bereits reichlich Interesse an dem Mittelfeldspieler bekundet haben. Mascherano folgte dem Ratschlag, am Ende machte der FC Liverpool das Rennen und beantragte bei der FIFA am 16. Januar 2007 die erforderliche Freigabe für einen unter normalen Umständen nicht möglichen Leihtransfer zu einem dritten Verein innerhalb der gleichen Transferperiode. Ein Jahr später sicherten sich die Engländer die Dienste von Mascherano bis 2012 und ließen sich den Neuzugang 22,5 Millionen Euro kosten.

Auf dem Platz ist er sehr cool. Er analysiert das Spiel in jedem Moment. - Xabi Alonso

In Liverpool reifte der kleine Argentinier zum Spieler der Extraklasse und war eine tragende Säule der Mannschaft. An der Seite von echten Fußballgrößen wie Xabi Alonso und Steven Gerrard erreichte er sogar das Finale der Champions League, in dem sich Liverpool dem AC Milan knapp mit 2:1 geschlagen geben musste. Die Fans, die Javier Mascherano sehr für seine Hingabe für den Verein schätzten, wählten ihn im Anschluss zum besten Spieler des Spiels. Nach dem Triumph in der Champions League 2011 mit dem FC Barcelona richtete er einige versöhnliche Worte an seine einstigen Unterstützer: „Ich möchte nur sagen, dass ich weiß, dass die Anhänger von Liverpool nach meinem Weggang ein wenig traurig waren. Das alles ist auch für sie.“ Nicht nur die Fans hat er in seinen Jahren bei Liverpool auf seine Seite gebracht, auch sein Trainer, Rafael Benítez, hielt große Stücke von ihm und adelte ihn als „ein echtes Tier von Spieler“.

Wechsel zum FC Barcelona

Der FC Liverpool war für Javier Mascherano vor dem Hintergrund einer gesunden Weiterentwicklung als Spieler eine sehr wichtige Adresse, seinen Durst nach Erfolgen und dem ganz großen Wurf konnte er bei den Engländern aber nicht stillen. Am 27. August 2010 erklärte der englische Klub daher auf Drängen von 'el jefecito' sein Einverständnis zu einem Wechsel zum FC Barcelona für 24 Millionen Euro. Der Argentinier bekam einen Vierjahresvertrag, sein Gehalt wurde auf 5,5 Millionen pro Jahr geschätzt. Während der damalige Trainer des FC Barcelona, Pep Guardiola, mit der Verpflichtung äußerst zufrieden war, keimten an anderer Stelle Zweifel an seiner Integrität als Spieler auf. Hat er die Klasse für den FC Barcelona, für diese Mannschaft gespickt mit technisch und taktisch unglaublich versierten Superstars?

Ich würde Mascherano niemals hergeben. Er ist die beste Verpflichtung von Barcelona in den letzten Jahren. Er ist einzigartig. - Pep Guardiola

Die Antwort konnte Mascherano auf dem Platz geben, bereits in seiner ersten Saison hatte er maßgeblichen Anteil an den Errungenschaften in der Liga und der Champions League. In den nächsten Jahren folgten weitere Titel wie die Supercopa, die Copa del Rey oder eine weitere Meisterschaft, und mit jeder Spielzeit wurde "der kleine Chef" als Spieler und als Mensch wichtiger für das katalanische Starensemble. Das stellte er auch in der historischen Triple-Saison 2014/15 unter Beweis, in der er wiederum eine Säule des Erfolges bildete. Doch ist auf ihn nicht nur Verlass, wenn es gut läuft. In der Vergangenheit zeigte sich, dass in schwierigen Momenten und scheinbar aussichtslosen Situationen ausgerechnet Javier mit großem Beispiel voranschreitet. Mit seinem großen Kämpferherz stemmt er sich gegen drohende Niederlagen und sendet an seine Mitspieler unmissverständliche Signale. In der Saison 2015/2016, so schwierig sich die Lage für den FC Barcelona mit zunehmender Dauer auch darstellte, war Mascherano häufig ein Lichtblick.

Erfolge mit der Nationalmannschaft

Aufrichtige Anerkennung verdiente sich Javier Mascherano auch für seine Einsätze im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft, wo er sich schon früh zu einer zentralen Figur entwickelte. 2008 verkündete Diego Maradona voller Überzeugung, wen er sich als Kapitän seiner Auswahl wünscht: „Ich will, dass Mascherano mein Kapitän wird, weil ich glaube, dass er derjenige Spieler ist, der meiner Vorstellung von der Bedeutung des argentinischen Trikots am nächsten kommt - man muss für das Trikot schwitzen, sich aufopfern, professionell sein und den Kameraden nahe stehen. Ich werde ihn überzeugen - er wird mein Kapitän sein!“

Und so kam es dann auch, Mascherano wurde zum Kapitän ernannt. Wenngleich das Amt vor der WM 2014 in Brasilien an Lionel Messi überging, an den grundsätzlichen Verhältnissen änderte sich aber nichts: Mascherano war essenziell für die Mannschaft und leistete einen herausragenden Beitrag zum Final-Einzug der Argentinier im vorgenannten Turnier. Er benötigte die Kapitänsbinde nicht, um seine Mannschaftskameraden zu erreichen, allein mit der Macht seiner sorgsam gewählten Worte rührte er seine Mitspieler zu Tränen und holte das Beste aus ihnen heraus. Seinen Worten ließ er Taten sprechen - er schwitzte und opferte sich auf, wie Maradona es von einem argentinischen Nationalspieler erwartete und war allen Spielern ein Vorbild und eine noch größere Inspiration. Unvergessen seine Rettungstat im Halbfinale gegen Arjen Robben und sinnbildlich für seine Spielernatur, die von harter und ehrlicher Arbeit zehrt.

Als Belohnung gab es nicht die begehrteste Trophäe der Welt, dafür umso mehr Anerkennung von der fachkundigen Fußballpresse. Mit Argentinien wartet 'El Jefecito' aber weiterhin auf einen großen Titel, auch die Copa América 2015 in Chile vermochte in dieser Hinsicht keine Abhilfe zu bringen. Argentinien erreichte wiederum das Finale, scheiterte im Elfmeterschießen aber deutlich am Turniergastgeber. Im Jahr darauf, als die Copa América Centenario 2016 aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Fußballverbandes CONMEBOL ausgetragen wurde, gab es für Mascherano eine noch größere Enttäuschung. Einmal mehr scheiterte die argentinische Auswahl im Finale an Chile, im Elfmeterschießen unterlag die 'Albiceleste' mit 4:5. Die Medien streuten Gerüchte, Javier Mascherano werde seine Karriere in der Nationalmannschaft beenden, nachdem auch die dritte Teilnahme an einem Finale am Ende nur Tränen und Enttäuschung bereithielt. Ungeachtet dieser leidvollen Erfahrungen hat Mascherano als Fußballer auf Länderspielebene zumindest ein kleines Kunststück vollbracht: Er ist Doppel-Olympia-Sieger, in Chile war er 2004 erfolgreich, vier Jahre später verteidigte er mit der argentinischen Auswahl das goldene Metall. 

Spielweise: Hart, fair und intelligent

Die Anhänger des FC Barcelona und die Presse vermuteten eine Diskrepanz zwischen den Ansprüchen Vereins und den Qualitäten von Javier Mascherano bei seiner Ankunft. Dass es sie gab, war nicht von der Hand zu weisen. Und doch war sie kleiner, als gemeinhin vermutet. Er war kein Sergio Busquets, das war von vornherein kein Geheimnis; er erachtete sich selbst aber auch nicht als Konkurrenz des La-Masia-Absolventen, von dessen Spielweise er vom ersten Tag in Barcelona angetan war. Niemals im Leben hätte er auf der Position des Sechsers so wirken können wie der Welt- und Europameister, sprach er einst in die Kamera. Auf seine eigentümliche Art und Weise konnte er der Mannschaft aber sehr helfen, zunächst nur im Schatten der zahlreichen Superstars im Kader, ja fast unauffällig und bei jedem Fehler mit einer gehörigen Portion Kritik konfrontiert, später mehr im Scheinwerferlicht und dem Bewusstsein, dass seine Leistungen für den Verein nicht nur erkannt, vielmehr auch anerkannt werden.

Pep Guardiola erkannte das Potenzial von Mascherano und sicherte ihm trotz der im defensiven Mittelfeld vorzugswürdigen Lösung mit Sergio Busquets einen Platz in der Startelf, indem er aus der damals vorhandenen Personalnot eine Tugend und die Stärken des kleinen Kraftpakets für die Innenverteidigung fruchtbar machte. Eine weise Entscheidung des Trainers, dank seiner Stärke und Beharrlichkeit im Zweikampf ist Mascherano - von seiner Größe einmal abgesehen - prädestiniert für einen Einsatz auf der Position des Innenverteidigers. Das Defizit an spielerischem Glamour füllte er also mit Aufopferung und Hingabe, und bald wurde aus der mutmaßlichen Diskrepanz, gemessen an den Erwartungen der Anhänger, ein Überangebot an fußballerischer Klasse, das Mascherano sogar noch ausbaute.

Mit Ablauf der Jahre nämlich konnte der Argentinier auch andere Facetten seiner Spielerpersönlichkeit unter Beweis stellen. Zunächst stachen seine Stärken als spielaufbauender Innenverteidiger ins Auge - als Mittelfeldspieler verfügt Mascherano über eine passable Technik und kann den Ball auch in hohem Tempo eng führen; bei einem offensiven Pressing gegen die eigene Mannschaft eine wertvolle Eigenschaft, die ihr in vielen Situationen den entscheidenden Vorteil verschafft hat. Seine Spielintelligenz und Qualitäten als Mannschaftsführer blitzten insbesondere bei der WM 2014 in Brasilien öffentlichkeitswirksam auf. Mascherano war nicht nur Wortführer der Argentinier, er war nicht nur der Kämpfer, der es Akteuren von Weltklasseformat wie Arjen Robben schwer machte. Es war die Kombination aus vorausschauendem und aufopferungsvollem Spiel, die für Aufsehen sorgte und die argentinische Auswahl beisammenhielt. 

Dem neuen Trainer Luis Enrique reichten diese Eindrücke, um Mascherano auch in Barcelona bei Gelegenheit auch höhere Aufgaben zu überantworten. Zwar sieht der Spanier in Mascherano in erster Linie ebenfalls einen Spieler für die Innenverteidigung, ließ ihn aber, wenn die Situation es erforderte, auf der Sechserposition auftreten. Wie groß das Vertrauen des Barça-Coaches in die Fähigkeiten seines Schützlings sind, zeigte sich im Spiel gegen Paris Saint-Germain in der Champions-League-Gruppenphase 2014/2015, als Mascherano in hybrider Funktion Aufgaben eines defensiven Mittelfeldspielers und diejenigen eines Innenverteidigers ausübte. Kein anderer Spieler auf dem Feld wird so oft vom Trainer an die Seitenlinie bestellt wie er, um taktische Anweisungen entgegenzunehmen und sie an die Mitstreiter weiterzuleiten.

„Außergewöhnlich, großartig, unerschütterlich“

Mit viel Herz auf dem Platz eroberte Mascherano die Herzen der Fußballwelt im Sturm. In Argentinien lieben sie ihn und erweisen ihm den Respekt, den er sich über viele Jahre hart erarbeitet hat.

Diego Maradona während seiner Zeit als Nationaltrainer Argentiniens über den Barça-Star: „Mascherano ist ein Vorbild. Ich wünschte, alle Spieler würden ihr Trikot so sehr lieben.“

César Luis Menotti über Mascherano: „Javier ist ein außergewöhnlicher Spieler; ein Symbol für die Argentinier für all das, was mit großer Mühe erreicht wurde. Ein Spieler, der immer an die Mannschaft denkt, einer, der seinen Part kennt und das Ganze sieht.“

Marcelo Bielsa als Nationaltrainer Argentiniens im Jahr 2004: „Großartige Spieler wie Mascherano sind, wie sie sind, das ist genetisch. Der einzige Weg, der ihm bleibt, wird ihn glücklich machen. Es ist bekannt, dass Erfahrung gewisse Aspekte noch weiter festigen kann, die in seinem Fall bereits ohne Erfahrung evident sind.“

Jorge Parodi (Journalist) über Javier Mascherano: „Ich lernte ihn vor zehn Jahren kennen, bei der U17-WM in Trinidad und Tobago. Er war ein ernstes Kind, höflich. Respektvoll. Er war das Vorbild der Mannschaft, wie ein älterer Bruder und Kapitän. Der kleine Junge ist groß geworden, die Jahre sind nur so verstrichen. Er ist sich für nichts zu schade beim Spielen und Kämpfen. Er gibt nie auf. Seine Hingabe ist unerschütterlich.“

Antonio Rattín (ehemaliger argentinischer Fußballer): „Heute gibt es sehr wenige Anführer. Mich trifft es sehr, dass die Trainer sich dazu entscheiden, ihre Schützen zu Kapitänen zu ernennen! In der letzten Dekade war Mascherano der Beste. Er beeindruckte mich, seit ich ihn in der U17 gesehen habe.“

Javier Mascherano: „Es ist unmöglich, Sergio zu ersetzen“

Javier Mascherano über die Unterschiede zwischen Busquets und ihm: „Wir sind zwei verschiedene Spielertypen. Ich denke, dass es unmöglich ist, Sergio zu ersetzen, weil er so gut ist. Er ist als Mittelfeldspieler für diese Mannschaft gemacht. Der Unterschied zwischen meinem Fußball und jenem von Sergio besteht darin, dass Sergio etwas positionstreuer agiert. Er hält seine Position gut und macht unser Spiel fluider. Ich dagegen mache die Mannschaft physisch stärker und lege größere Wege zurück, um den anderen zu helfen. Das bedeutet nicht, dass wir nicht zusammenspielen können. Wir sind aber sehr unterschiedliche zentrale Mittelfeldspieler und Sergios Stil wird der Spielweise des FC Barcelona mehr gerecht als meiner.“

Über Gerard Piqué, als sich dieser immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik befand: „Leider werden die Spieler sehr oft nicht nur aufgrund der Ausübung ihres Berufes kritisiert. Sie werden auch aufgrund persönlicher Angelegenheiten verurteilt, aber man darf diese Dinge nicht in einen Topf werfen. Ich habe eine sehr gute Beziehung zu Gerard. Für mich ist er eine fantastische Person. Jeden Tag im Training gibt er alles, was in ihm steckt. Es ist alles in Ordnung - er ist einer der besten Innenverteidiger der Welt und für mich war es bisher immer eine Ehre, neben ihm zu spielen und von ihm zu lernen.“

Der Argentinier nach dem verlorenen Elfmeterschießen im Finale der Copa América 2015: „Ich werde nie jemandem die Schuld zuweisen, der die Eier hat, um in einem Finale vor so vielen Zusehern einen Elfmeter zu schießen.“

'El Jefecito' über seinen Torinstinkt: „Ich habe bisher nicht viele Tore erzielt, nicht mal dann, als ich im Mittelfeld spielte.“

Einige Monate nach dem verlorenen WM-Finale 2014: „Die Weltmeisterschaft hat mich sehr angeschlagen zurückgelassen.“