• Geburtsdatum: 25.07.1988
  • Geburtsort: São Paulo, Brasilien
  • Nationalmannschaft: Brasilien
  • Größe: 181 cm
  • Position: Mittelfeld
  • Bildquelle: Alex Caparros/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
Pão de Açúcar EC
(dazwischen an Juventus São Paulo, FC Vilnius, ŁKS Łódź und CA Bragantino verliehen)
2006-2010
Corinthians São Paulo 2010-2013
Tottenham Hotspur 2013-2015
Guangzhou Evergrande 2015-2017
FC Barcelona 2017-2018
Guangzhou Evergrande (Leihe) seit 2018

Viele Culés waren schockiert als der FC Barcelona im Sommer 2017 die Verpflichtung von Paulinho Bezerra bekanntgab. Der Brasilianer war bereits früh nach China gewechselt und somit von der Bildfläche des europäischen Topfußballs verschwunden. Umso überraschender kam dann für viele Barcelona-Fans der Wechsel, der ganze 40 Mio. Euro kostete. Der Brasilianer wurde damals als "physischer" Spielertyp für das Mittelfeld geholt. Ernesto Valverde wusste gerade in der Hinrunde, ihn richtig einzusetzen.

Paulinho als Wanderer

Pão de Açúcar EC, Juventus São Paulo, FC Vilnius, ŁKS Łódź, CA Bragantino, Corinthians São Paulo, Tottenham Hotspur, Guangzhou Evergrande, FC Barcelona und wieder Guangzhou Evergrande. Die Vereinsliste von Paulinho würde locker auch für drei Profi-Karrieren reichen und dabei ist seine Karriere noch nicht einmal im Ansatz vorbei. Paulinho hielt sich nie besonders lange bei einem Verein auf und seine schnelle Rückkehr nach China unterstreicht auch so ein bisschen seine Wanderbereitschaft. Dabei war das Jahr bei Barça für ihn mehr als erfolgreich. Mit dem Double, an dem er unbestritten auch seinen Anteil hatte, fällt es mit Sicherheit leichter, sich wieder aus Europa zu verabschieden. Bei der Weltmeisterschaft 2018 war er für Brasilien auch unangefochtener Stammspieler. Die Saison 2017/18 war für den Brasilianer also zweifelsfrei eine ganz erfolgreiche, wohl sogar die erfolgreichste in seiner Karriere.

Spielweise: Physis und Torgefahr

Paulinho ist nicht der klassische Barça-Spieler - eigentlich ist er das genaue Gegenteil davon. Während das Kurzpassspiel und die Technik nicht zu seinen Stärken gehören, sind seine Physis, sein Einsatz und seine Torgefahr die Attribute, die ihn zweifelsfrei von anderen Mittelfeldspielern abheben. Er hatte bei Barça, wenn man so will, gar keine feste Position, er war irgendwie immer und überall für einen Abschluss gut, gleichzeitig aber auch keine konstante Anspielstation. Seine Position ist also gar nicht wirklich in Worte zu fassen. Am ehesten könnte man den Brasilianer wahrscheinlich als Box-to-Box-Player beschreiben.

Paulinhos Interview nach dem Transfer

Paulinho äußerte sich über seine Anfänge mit dem Fußball: „Mit fünf Jahren habe ich angefangen, Fußball zu spielen. Mein Bruder spielte damals bereits. Er spielte bei Corinthians, einem Team, bei welchem auch ich später spielen sollte. Als ich drei oder vier Jahre alt war, brachte er mir das Schießen bei. Mit fünf oder sechs begann ich dann mit dem Hallenfußball. Ich hatte damals noch nicht begonnen, 11-gegen-11 zu spielen. Bis ich dreizehn war blieb ich dort. Dann hörte ich mit dem Fußball auf und fing erst später wieder an. Meine Mutter hat mich immer bei allem unterstützt, als ich mit dem Fußballspielen begann. Sie hatte zwar nicht viel Geld, um mir zu helfen, aber sie brachte mich zum Training, zu Spielen und tat, was sie konnte, um mir Schuhe und Trikots zu kaufen. Ich werde ihr immer dankbar sein, weil sie eine wichtige Rolle in meiner Karriere gespielt hat.“

Auch über seine Zeit bei Tottenham äußerte er sich: „Ich denke, in der ersten Saison habe ich sehr gut gespielt. In der zweiten Saison kam ich nicht so oft zum Einsatz, da der Coach mehrere Optionen zur Auswahl hatte. Als ich die Saison 2014/15 beendete, setzte ich mich mit meinen Beratern zusammen und teilte ihnen mit, dass ich den Verein verlassen wollte. Ich bekam keine Spielzeit und war dementsprechend nicht glücklich.“

Seine Zeit in China beschreibt er wie folgt: „Das war ein sehr schwieriger Moment für mich. Ich entschied mich dazu, nach China zu wechseln. China ist komplett anders. Dort blieb ich zwei Jahre lang und habe (heute) sehr viel Respekt für die Leute dort. Das gilt auch für meine Familie. Das erste Jahr in China war besonders schwer, ich kam gerade aus England und dann folgte der chinesische Fußball. Alles war neu und nicht leicht. Aber ich habe es geschafft, mich schnell anzupassen und in der zweiten Saison lief alles seinen natürlichen Weg. Ich war angekommen und lebte an einem sehr schönen Ort. Es gab Restaurants aus aller Welt, spanische sowie italienische. Meine Familie, meine Frau waren glücklich und haben sich in China entspannt. Aber Chinesisch ist sehr schwer. Ich habe es versucht, bin aber kläglich gescheitert (lacht).“

Barcelonas Ballkunst beeindruckt Paulinho: „2015 hatte ich die Chance, gegen Barcelona in der Klub WM zu spielen. Danach habe ich mit meinen Teamkameraden darüber gesprochen, wie natürlich und mit welcher Qualität Barça den Ball gespielt hat. Das war unbeschreiblich.“

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