• Geburtsdatum: 12.02.1993
  • Geburtsort: São Paulo, Brasilien
  • Nationalmannschaft: Brasilien U23
  • Größe: 174 cm
  • Position: Mittelfeld, Sturm
  • Bildquelle: Denis Doyle/Getty Images

Karriere

VereinZeitraum
Flamengo (Jugend) 2001-2005
FC Barcelona (Jugend) 2006-2011
FC Barcelona B 2011-2013
Celta de Vigo (Leihe) 2013-2014
FC Barcelona seit 2014

Seit dem Jahr 2006 durchlief Rafinha Alcântara die gesamte Jugendabteilung des FC Barcelona. Aufgrund seiner äußerst flexiblen und dynamischen Spielweise konnte er sich dort stets durchsetzen und in allen Altersklassen überzeugen. Der Sohn von Weltmeister 'Mazinho' und der Bruder von Thiago Alcântara gilt als ein äußerst talentierter und disziplinierter Fußballer, der im Spiel nur darauf aus ist, abgeklärt zu agieren und die Anweisungen des Trainers zu befolgen. Technische Feinheiten kommen dabei nicht zu kurz, so wie es sich für einen Brasilianer gehört. Eine große Zukunft bei der Blaugrana ist ihm damit gewiss.

Bilderbuchentwicklung zum besten Nachwuchsspieler Spaniens

Der Sohn von 'Mazinho', der im Jahr 1994 mit der brasilianischen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gewann, trat im Alter von zwölf Jahren der Jugendakademie des FC Barcelona bei. Anders als sein älterer Bruder Thiago (in Italien geboren), der Barça inzwischen verlassen hat, kam Rafinha im brasilianischen São Paulo zur Welt. Nachdem der Spieler mit doppelter Staatsbürgerschaft (spanisch und brasilianisch) die Jugendakademie der Blaugrana durchlaufen hatte, berief man ihn 2011 aufgrund einer langen Verletztenliste in die Barça B, die zweite Mannschaft der Katalanen.

Sein Debüt bei der Barcelona B war unglücklich, gleich zu Beginn setzte es eine Niederlage. Doch schon in seinem zweiten Spiel konnte er mit einem Tor und einem Assist einen großen Beitrag zum 3:2-Erfolg über die UD Salamanca leisten. Die Saison 2010/11 sollte für ihn zudem nicht ohne Titel bleiben: Im Finale der Copa de Campeones bezwang die Juvenil A, deren Kader Rafinha weiterhin angehörte, die Alterskollegen des Erzrivalen Real Madrid mit 3:1. Zum Erfolg steuerte er zwei Treffer bei und war somit maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Ab der Saison 2011/12 war er schließlich fester Bestandteil der Barça B. Und siehe da: Postwendend schaffte er es, acht Tore in der Segunda División zu erzielen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dabei durfte er in 39 Partien mitwirken und war sogar schon mit der ersten Mannschaft unterwegs: Pep Guardiola nominierte Rafinha für die Champions-League-Partie gegen BATE Borisov. Beim 4:0-Sieg stand Rafinha in der Startelf und wurde erst in der 70. Spielminute ausgewechselt. Es sollte es allerdings nicht bei dieser einzigen Partie für die erste Mannschaft des FC Barcelona bleiben. Im spanischen Pokal kam Brasilianer außerdem gegen CE L'Hospitalet zum Einsatz und durfte die letzten 15 Minuten der Partie mitwirken. Das Spiel endete mit einem 1:0-Auswärtssieg für den FC Barcelona.

Die darauf folgende Spielzeit war für Rafinha die erfolgreichste bei der Barça B. Bei 36 Einsätzen hatte er zehn Tore und acht Assists zu verbuchen. Hinzu kam, dass Tito Vilanova ihm beim 0:0 gegen Benfica Lissabon in der Champions League 58 Minuten Spielzeit schenkte. Seine Leistungen blieben nach seinen erfolgreichen Jahren bei der Barça B nicht unbemerkt. Um sicherstellen zu können, dass der Spieler sich gut weiterentwickelt, war eine Leihe zu einem Erstligisten aus Spanien die bestmögliche Option.

Und so ging der Weg 2013 zu Celta de Vigo, wo damals Luis Enrique als Trainer aktiv war. Der Nordspanier schenkte ihm sofort das Vertrauen und Rafinha avancierte zu einem Leistungsträger der Mannschaft. Im Monat Februar wurde er gar zum Spieler des Monats der spanischen Liga gewählt. Bei dieser Auszeichnung der Liga BBVA sollte es allerdings nicht bleiben. Im Laufe des Jahres wurde er sogar noch zum besten Nachwuchsspieler Spaniens gekürt.

Auch beim Erstligisten Celta Vigo ließen sich seine Werte durchaus sehen: Insgesamt kam Rafinha auf 32 Liga-Einsätze, in denen er vier Treffer markieren und sieben Tore vorbereiten konnte. Dazu kam noch ein Spiel in der Copa del Rey. Nachdem Luis Enrique zum Nachfolger des zurückgetretenen 'Tata' Martino auserkoren wurde, entschied er sich dafür, seinen Schützling Rafinha nicht in Galicien zurückzulassen, sondern nach Barcelona zu holen. Dort kam er in seiner ersten Saison als Spieler der A-Mannschaft auf 36 Einsätze (19 Mal als Startelfspieler) - zu Beginn wurde er vermehrt auf dem Flügel aufgeboten, später agierte er als Back-up im Mittelfeld. Der FC Barcelona holte in diesem Jahr das zweite Triple der Vereinsgeschichte.

Spielweise: Technisch versiert und vielfältig einsetzbar

Schon früh in seiner noch jungen Karriere erkannten seine Mentoren, dass Rafinha nicht nur auf einer einzigen Position brillieren kann. Seine brillante Technik gepaart mit seiner Dynamik gestattet ihm, mehrere Positionen zu bekleiden, ohne dass sich ein Leistungsabfall einstellen würde. Bei der Barça B agierte der jüngere Alcântara zumeist als offensiver Mittelfeldspieler. Vor allem in seiner letzten Saison bei der zweiten Mannschaft des FC Barcelona konnte er aufgrund seiner Vielfältigkeit und seinem Spielverständnis für Furore sorgen. Gemeinsam mit Luis Alberto war er der Antreiber des Offensivspiels. Alberto und Rafinha befanden sich in ständiger Rotation, sodass Rafinha auch als 'Falsche Neun' oder sogar als echter Neuner in Erscheinung trat.

Überdies vermitteln ihm seine dynamische und disziplinierte Spielweise die Eigenheiten eines 'Box-to-Box'-Spielers. Denn nicht nur in offensiven Zweikämpfen zeigt er Stärken, sondern auch in defensiven. Der Linksfuß kann auf der linken als auch auf der rechten Außenbahn eingesetzt werden. Dort kann er seine Vorzüge ebenso ausspielen wie auf der 'Acht', seiner bevorzugten Position in der ersten Mannschaft. Rafinha hat die Fähigkeit, ein Spiel zu beruhigen und das Tempo zu bestimmen. Mit seiner Übersicht und seinen ausgesprochen starken Passqualitäten weiß er zudem seine Mitspieler gut einzusetzen.

Prinzipiell bevorzugt der Allrounder eine vertikale Spielweise und sucht meist den schnellen Weg in Richtung gegnerisches Tor. Aufgrund seiner enormen Dribbelstärke, Ballsicherheit und Schnelligkeit schafft es der Sohn von 'Mazinho', Lücken im Defensivverbund des Gegners aufzureißen und selbst auch Torchancen zu kreieren. Alles in allem bietet der Brasilianer dank seiner ungeheuren Flexibilität dem Trainer hervorragende Optionen in verschiedensten Situationen.

„Rafinha ist ein viel ernsthafterer Spieler als ich“

Thiago über seinen Bruder: „Rafinha ist ein viel ernsthafterer Spieler als ich.“

Mazinho über seine Söhne: „Früher sprachen die Leute immer über Thiago und Rafinha als Söhne von Mazinho. Nun ist es genau umgekehrt: Ich bin der Vater von Thiago und Rafinha.“

Luis Enrique über Rafinha: „Ich vertraue ihm zu 100 Prozent.“

Rafinha: „Habe Gott für diesen Bruder gedankt“

Rafinha über seinen Bruder: „Ich habe Gott für diesen Bruder gedankt, weil wir zusammen so viel Spaß gehabt haben.“

Der Brasilianer über seine Kindheit: „Von dem Moment an, als ich aufgestanden bin, bis hin zu dem Zeitpunkt, als ich wieder schlafen gehen musste, habe ich ständig Fußball gespielt.“

Über seine Zeit bei Celta Vigo: „Das Jahr bei Celta Vigo war sehr gut. Es war sehr hilfreich, um bereit zu sein, für Barça zu spielen.”