Der katarische Fußballverband gab am Sonntag bekannt, dass er wegen der Instabilität in der Golf-Region alle Wettbewerbe auf seinem Territorium bis auf Weiteres aussetzt. Heißt: Zu einem Nationalmannschaftsduell zwischen Lamine Yamal und Lionel Messi kommt es dort vorerst nicht.
Messi und Yamal treffen erstmal nicht aufeinander
Keine 24 Stunden nach dem israelisch-US-amerikanischen Militärangriff auf den Iran hat sich „Brüllen des Löwen“ beziehungsweise „Epischer Zorn“ bereits auf die Welt des Fußballs ausgewirkt – und das auf größtmöglicher Bühne.
Spanien und Argentinien hatten ursprünglich geplant, am 27. März als Europa- und Südamerikameister die „Finalissima“ auszutragen – eine Art Supercup zwischen Europa und Südamerika. Als Austragungsort entschied sich die FIFA wenig überraschend für Doha in Katar, den Wohnsitz von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Eine umstrittene Entscheidung, wenn man überlegt, das die Turnierausgabe 2022 in London (England) stattfand.
Dennoch hatten sich viele Fußball- und insbesondere Barça-Fans auf das erste Aufeinandertreffen zwischen der 38-jährigen Legende Lionel Messi (Argentinien) und Barcelonas 18-jährigem Jahrhunderttalent Lamine Yamal (Spanien) gefreut – vor allem, da beide Kontinentalmeister zu den Topfavoriten auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA zählen.
Das Chaos bricht knapp 100 Tage vor dem WM-Start aus
Doch nun kommt es anders: 102 Tage vor dem Start der FIFA-Weltmeisterschaft hat der katarische Fußballverband auf X bekanntgegeben, dass sämtliche Turniere, Wettbewerbe und Spiele ab sofort verschoben werden. Neue Termine würden über die offiziellen Kanäle kommuniziert. Das Aufeinandertreffen Yamal gegen Messi müsste also an einen anderen Ort verlegt werden, sofern sich die Mannschaften Ende März gegenüberstehen sollen.
📄 | Statement from the Qatar Football Association regarding the postponement of all tournaments, competitions, and matches until further notice. pic.twitter.com/NlpBpjMMW3
— Qatar Football Association (@QFA_EN) March 1, 2026
Grund dafür sind die Angriffe auf den Iran, die die USA und Israel am 28. Februar gestartet haben. Bereits die bisherigen Auseinandersetzungen Israels mit den Palästinensern sowie Irans Kämpfe gegen kurdische Organisationen machten die arabische Halbinsel zu einer sicherheitspolitisch sensiblen Region – für Katar jedoch bislang nicht unmittelbar vor der eigenen Haustür.
Die jüngsten Angriffe auf den Iran, teils auch im Süden des Landes nahe dem Persischen Golf, befinden sich jedoch in unmittelbarer geografischer Nähe zu Katar. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Verbände gegen die Durchführung der geplanten Veranstaltungen.
Zahlreiche Länderspiele fallen aus
Dabei hatte Qatar Airways bereits Reisepakete inklusive Flug, Übernachtung und Ticket angeboten. Neben dem spanischsprachigen Gigantenduell sollten Ende März außerdem die Partien Katar gegen Argentinien, Spanien gegen Ägypten und Ägypten gegen Saudi-Arabien vorgesehen.
Außerdem sollte Serbien je ein Testspiel gegen Ägypten und Saudi-Arabien bestreiten. Zusätzlich war ein Konzert von Shakira geplant; Tickets, um Gerard Piqués Ex-Frau live zu sehen, gab es im Kombipaket mit der „Finalissima“ bereits im Verkauf. Daraus wird jetzt aber erstmal nichts.
Es könnte auch Cristiano Ronaldo betreffen
Zudem hat die Asiatische Fußballkonföderation bestätigt, dass die für Montag und Dienstag im Nahen Osten angesetzten Partien der Asiatischen Champions League verschoben wurden. Geplant waren vier Hinspiele im Achtelfinale in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar.
Die Begegnungen werden nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Darunter fallen die bevorstehenden Aufeinandertreffen zwischen Karim Benzemas Al-Hilal (Saudi-Arabien) und Roberto Firminod Al-Sadd (Katar) sowie Marco Verratis Al-Duhail SC (Katar) und dem Club von Riyad Mahrez (Al-Ahli, Saudi-Arabien).
Selbiges Schicksal könnte auch Messis ewigem Rivalen Cristiano Ronaldo ereilen: Für CR7 und Al-Nassr (Saudi-Arabien) sollte es am Mittwoch (17 Uhr) eigentlich in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen, um dort das Achtelfinal-Hinspiel der AFC Champions League Two (asiatische Europa-League) gegen Al-Wasl zu bestreiten.
