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„Ich muss es klarstellen“: Xavi tritt gegen Laporta und Co. nach

StartInterview & PK„Ich muss es klarstellen“: Xavi tritt gegen Laporta und Co. nach
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Jetzt spricht Xavi! Knapp zwei Jahre nach seiner Entlassung als Trainer des FC Barcelona entschließt sich der Katalane, die Hintergründe zum Aus zu erzählen. Er tritt gegen Joan Laporta nach und hofft bei der Wahl auf einen anderen Präsidenten.

Xavi: „Ich trage es schon lange mit mir herum“

Dieses Interview hat es in sich – und erscheint nicht grundlos zu diesem Zeitpunkt. Rund eine Woche vor der Präsidentschaftswahl beim FC Barcelona hat Xavi gegenüber der katalanischen Zeitung LA VANGUARDIA Hintergründe zu seiner Entlassung im Sommer 2024 verraten und dabei gegen die Führung rund um Joan Laporta nachgetreten.

Wichtig zu wissen: Der 46-Jährige ist gegen eine weitere Amtszeit von Laporta, hat sich öffentlich auf die Seite von dessen Rivale Víctor Font geschlagen. Wenige Tage vor dem Gang der Mitglieder an die Wahlurnen macht Xavi Stimmung gegen den bisherigen Boss.

„Nach meinem Weggang habe ich mich aus Respekt vor Barça dazu entschieden, keine Stellungnahmen abzugeben. Jeder weiß, wie sehr ich den Klub liebe. Die vom Klub verbreitete Geschichte ist völlig falsch und ich verspüre das Bedürfnis, mich dazu zu äußern. Es ist etwas, das ich schon lange mit mir herumtrage und ich muss es klarstellen“, so Xavi.

„Laporta entließ mich, ohne mir die Wahrheit zu sagen“

Der frühere Mittelfeldstratege sei habe im November 2021 als damaliger Nachfolger des geschassten Ronald Koeman „dank Laporta bei Barça unterschrieben, aber am Ende hat er mich enttäuscht. Er entließ mich als Trainer, ohne mir die Wahrheit zu sagen, beeinflusst von jemandem, der meiner Meinung nach über dem Präsidenten steht: Alejandro Echevarría. Mit anderen Worten: Es war Alejandro, der mich als Trainer entlassen hat. Ich hatte ein enges, freundschaftliches Verhältnis zu ihm, deshalb ist er bei meinem Abschied von Barça vielleicht die größte Enttäuschung. Er hat mich komplett im Stich gelassen“.

Rückblick: Nach einer Reihe von Rückschlägen hatte Xavi Ende Januar 2024 nach seiner 3:5-Niederlage gegen den FC Villarreal seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt. Dann gab es ein Hin und Her: zur Freude der Führung erst der Rücktritt vom Rücktritt, dann der plötzliche Rauswurf. Xavi: „Im Januar meiner letzten Saison als Trainer teilte ich ihnen mit, dass ich nach Juni nicht mehr weitermachen würde – zum Wohle des Klubs und auch zu meinem eigenen. Von da an gewann die Mannschaft unaufhörlich. Zwei, drei Monate lang, bis wir in der Champions League an PSG und in LaLiga an Real Madrid scheiterten, versuchten sie mich immer wieder zum Bleiben zu überreden. Ich hatte sogar ein persönliches Gespräch mit Alejandro, da ich weiß, dass er die Entscheidungen trifft. Ich sagte: ‚Ich habe Zweifel, weil ihr mich zum Weitermachen drängt, aber ich bin mir nicht sicher.‘“

„Sie starteten eine Medienkampagne gegen mich“

Bei einem größeren Sushi-Treffen im Hause Laporta ließ er sich überzeugen. Später sei Echevarría dann in einem Meeting mit Xavi und dessen neuen Fitnesstrainern aber plötzlich laut geworden. Er habe den Vorwurf geäußert, im körperlichen Bereich werde mit der Mannschaft schlecht gearbeitet. Xavi bestritt dies, belegte das mit Daten zur Laufleistung im Vergleich zu anderen Spielzeiten.

Xavi packt zu Messi-Rückkehr aus: „Laporta warf alles über den Haufen“

„Er entschied daraufhin, dass ich nicht weitermachen würde, aber anstatt mir das ins Gesicht zu sagen, vergingen zwei oder drei Wochen. Das war die Geschichte, die sie erzählten, um meine Entlassung als Trainer zu rechtfertigen. Sie starteten eine Medienkampagne gegen mich – und was noch schlimmer und enttäuschender ist: Alejandro ging in Gespräche mit Spielern wie Sergi Roberto, Araújo, Pedri oder Raphinha und erzählte ihnen, dass ich sie verkaufen wolle“, so der einstige Spielmacher. Zu Laporta gab es zwei, drei Wochen lang keinen Kontakt, der Präsident habe auf Kontaktversuche nicht reagiert. Irgendwann war es dann aber wieder so weit. Xavi: „Ich sage zu ihm: ‚Okay, ich bin wohl raus, aber erkläre mir, warum.‘ Er antwortet, ich würde nicht an die Mannschaft glauben. Das war gelogen, aber ich sagte ihm: Egal, ich werde Barça nicht verlassen und dabei dreckige Wäsche waschen.“

Jetzt plädiert der Ex-Coach dafür, dass es keine weitere Amtszeit für Laporta gibt. Die Entscheidung fällt am kommenden Sonntag. „Ehrlich gesagt braucht der Klub eine komplette Überholung – eine veränderte Struktur, mehr Professionalität. Für mich ist das völlig klar und die Leute müssen es von mir hören. Wir können uns nicht auf unehrliche Menschen verlassen“, so Xavi deutlich. Für ihn selbst ist klar: „Ich glaube, dass ich nie wieder zu Barça zurückkehren werde. Meine Zeit als Spieler und Trainer ist vorbei.“

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