Wenn Raphinha fehlt, gerät der FC Barcelona ins Wanken. Mehrere deutliche Niederlagen in dieser Saison zeigen: Der Brasilianer ist für Hansi Flicks System weit mehr als nur ein Offensivspieler – er ist der entscheidende Matchwinner.
Flicks Spielstil bekommt die Grenzen aufgezeigt
1:4 gegen Sevilla, 0:3 gegen Chelsea, 0:4 gegen Atlético – der FC Barcelona hat in dieser Saison bereits die eine oder andere herbe Niederlage hinnehmen müssen. Doch was hatten all diese Spiele gemeinsam – abgesehen davon, dass Hansi Flicks Abseitsfalle ihm in jeder dieser Partien um die Ohren flog? Genau: Raphinha fehlte – zumindest größtenteils.
Im Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea wurde der Brasilianer erst in der 62. Minute eingewechselt – zu einem Zeitpunkt, als die Katalanen bereits mit 0:2 zurücklagen und zudem eine Rote Karte von Ronald Araújo verkraften mussten.
Mit Raphinha auf dem Platz fiel kurz darauf noch das 0:3, womit Barça die zweite Niederlage in der Königsklasse hinnehmen musste. Spielte Raphinha von Anfang an, gewann Barcelona jedes Spiel in der Ligaphase 2025/26.
Barça kann nur mit Raphina mithalten
Bereits das Vorrundenspiel gegen Paris Saint-Germain war mit 1:2 an den französischen Rekordmeister gegangen – Raphinha fehlte verletzt. Auch bei der 1:4-Ligaklatsche gegen den FC Sevilla (8. Spieltag) sowie beim 0:4-Pokal-Debakel gegen Atlético Madrid (Halbfinale, Hinspiel) stand er dem Team nicht zur Verfügung.
In der Liga verpasste Raphinha zudem die Niederlage gegen Real Sociedad (1:2, 20. Spieltag) sowie die knappe Clásico-Pleite im Oktober (1:2, 10. Spieltag). Gerade sein Ausfall gegen den Erzrivalen wog schwer. Schließlich hatte der Brasilianer den spanischen Supercup zuvor dominiert wie kaum ein anderer: zwei Tore und eine Vorlage im Halbfinale gegen Athletic Bilbao (5:0) sowie ein Doppelpack im Finale gegen Real Madrid (3:2).
Es bleibt daher zu hoffen, dass Raphinha vor allem für die Königsklasse fit bleibt. Auch wenn der Toptorjäger der Vorsaison in der laufenden Champions-League-Saison bislang erst einmal getroffen hat, spielt er seine zweite starke Spielzeit in Folge.
Wichtiger als Pedri oder Yamal?
Seine Bilanz nach 22 Einsätzen ist beeindruckend: 20 Siege, ein 1:1 gegen Rayo Vallecano und lediglich die unglückliche Niederlage gegen Chelsea. Oder anders ausgedrückt: Mit Raphinha auf dem Platz gewann Flick in dieser Saison 90,90 % aller Spiele und verlor kein einziges mit dem Brasilianer in der Startelf.
Beim ebenfalls verletzten Pedri liegt dieser Wert nach 25 Spielen übrigens bei 80 % (20 Siege, ein Remis, vier Niederlagen). Ohne Raphinha kommt Barcelona in bislang 16 Partien auf zehn Siege, fünf Niederlagen und ein 3:3 gegen den FC Brügge. Individuell stehen für den Offensivallrounder zudem 13 Tore, fünf Vorlagen und vier Doppelpacks in 22 Einsätzen zu Buche.
Damit kommt er auf eine Torbeteiligung pro 78,27 Minuten. Zum Vergleich: Lamine Yamal kommt bislang auf 13 Tore und 15 Vorlage in 31 Spielen – 92,18 Minuten pro Scorer. Zudem hat Yamal zwei Remis und fünf Niederlagen miterlebt, weshalb seine Siegquote bei 77,42 % und damit unter der von Pedri und Raphinha liegt.

Sorry, wenn ich nerve… wollte mir nochmal die Gegentore gegen Atleti anschauen. Verstehen, was da genau los war.
Bei der ersten Chance, wir spielen schon sehr gefährlich bei der Spieleröffnung. Die Mitte war vollkommen frei, und Balde verliert den Ball, Cubarsi will den Ball-annehmenden Spieler unter Druck setzen (klappt nicht) und zack kommen die zu nr Chance.
23. Minute spielen die nicht mal auf Abseits, es stehen alle in der gegnerischen Hälfte. Eric verlässt die 4er-Kette um zu pressen, kommt natürlich zu spät. Kounde klärt auf der Linie. Ich glaube, eine Sache die ich verbieten würde, ist, dass die Innenverteidiger alleine vorpreschen und somit ein Loch in der Abwehr kreieren. Sowas ist immer dazu verdammt für totales Chaos und Gefahr zu sorgen. Wenn es soweit kommt, dass der Innenverteidiger so hoch pressen will/muss, dann stimmt schon von der Abstimmung etwas nicht. Was man schon bei der ersten Chance gesehen hat mit dem klaffenden Loch vor dem Strafraum und Cubarsis gescheiterten Intervention. Immer schön die Ordnung behalten.
Drittes Tor… ich trau meinen Augen nicht. Cubarsi und Kounde stehen auf der Mittellinie, Eric nen Meter weiter hinten, der Gegenspieler vor ihm startet in seiner Hälfte.
Viertes Tor… hahaha wie dich sich aufregen, weil das x-te gleiche Tor fiel. Vor allem Fränkie. Junge, Junge, Junge… wie nennt man so was?
Was würde ich zu dem ganzen sagen… ich glaube, unsere Jungs sind sehr angriffsorientiert. Sogar in der Defensive, denn, in der Offensive sind wir eh schon sehr sehr sehr vertikal unterwegs. Leider kommt noch hinzu, dass wir nicht grade die feinsten Techniker haben. Sonst könnte man sich bei der ersten Chance (oben erwähnt) besser aus dem Pressing befreien. Fehlpässe gehören ja auch dazu und davon gab es schon gegen Mallorca in der ersten Hälfte einige (vor allem, weil man eben so schnell nach vorne spielen will, sehr hektisch unser Spiel).
Die Lösung? Flick ein One-Way-Ticket nach Deutschland oder in ein Land seiner Wahl schenken und bye bye Flicki 👋🏻 spass. Hmm, ich weiss nicht. Pedri bringt schon sehr viel Ruhe in unser Spiel. Pressingresistent und so. Fehlt extrem. Wenn man ehrlich ist, fehlt halt ein kongenialer Partner zu ihm. Unser Spiel ist sooo vertikal, weil wir im Grunde gegen einen pressenden Gegener, den Ballbesitz nicht dominieren können -> lieber so schnell wie möglich nach vorne spielen. Mit Pedri hat das nicht so die Eile, plus ist er e genial. Es fehlt ein kongenialer Partner, Fränkie ises nicht. Der dreht sich zu oft ab. Bernal? Weiss nicht, Flick will wohl (hoffentlich nur) kein Risiko eingehen. Mir fehlt auch ein bisschen dieses Blinde verstehen in der Truppe. Hier kommt vlt die Brücke zum Artikel. Ich weiss die genau Zahl nicht, aber wieviele Treffer hat Lamine Raohi vorgelegt? Alleine der Assist gegen Benfica, als er ihn auf halbem Wege das Zeichen gab, mit seine Lauf zu warten. Raphi ist natürlich was das Pressing angeht unverzichtbar. Seine Unermüdlichkeit wieder nach vorne zu sprinten (Vertikalität unseres Spiels) machen ihn für Flicks Spielstil unersetzbar.