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Kapitän, Kämpfer und Sorgenkind: Araújo feiert 200. Einsatz für Barça

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Ronald Araújo hat die Marke von 200 Spielen für den FC Barcelona erreicht – und sein Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich.

200 Spiele voller Höhen und Tiefen

2018 kam der Uruguayer von CA Rentistas zu Barça B. Ein Jahr später debütierte er unter Ernesto Valverde in der ersten Mannschaft und hat mittlerweile 200 Einsätze für die Blaugrana absolviert. Dabei gewann der 26-Jährige je zwei Liga- und Pokaltitel sowie dreimal die Supercopa.

Sein Spiel ist klar definiert: aggressiv im Zweikampf, stark im Eins-gegen-eins und häufig der Absicherer hinter der hohen Abwehrlinie. Gleichzeitig bringt er das Tempo für Rettungsaktionen und Kopfballstärke bei Standards mit – schließlich spielte er als Jugendlicher sogar im Sturm. Doch Araújos Karriere war von Höhen und Tiefen geprägt. Was folgt, ist eine Auswahl seiner besten und schlechtesten Momente.

Rote Karte beim Debüt

Araújos erwähnenswertes Debüt ist allerdings keines, auf das er gerne zurückblickt: Als Einwechselspieler sah er gegen den FC Sevilla nach gerade einmal 15 Minuten die glattrote Karte – etwas, das ihm später noch öfter passieren sollte. In seinen sechseinhalb Spielzeiten mit der ersten Mannschaft kommt er auf fünf Platzverweise, drei davon nach direkter Roter Karte.

Besonders in Erinnerung bleibt Araújos Platzverweis gegen PSG im Jahr 2024. Barça ging mit einem 3:2-Vorsprung aus dem Hinspiel ins heimische Rückspiel, spielte jedoch ab der 29. Minute in Unterzahl: Araújo foulte als letzter Mann ohne Not den davongeeilten Bradley Barcola. Die Mannschaft von Xavi schied anschließend noch mit 1:4 aus – nachdem Barça bereits in den beiden Jahren zuvor jeweils in der Champions-League-Vorrunde ausgeschieden war.

Notwendige Pause für die mentale Gesundheit

Auch ein Jahr später präsentierte sich Araújo nicht in Bestform. Beim Halbfinal-Aus gegen Inter Mailand sah er bei mehreren Gegentoren unglücklich aus, nachdem er bereits im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund alles andere als souverän aufgetreten war.

Den Tiefpunkt seiner bisherigen Karriere markierte wohl seine rote Karte in der frisch abgeschlossenen Ligaphase gegen den FC Chelsea. Wie schon gegen Paris sah er auch hier nach einem unnötig harten Einsteigen gegen Marc Cucurella noch vor der Pause Gelb-Rot.

Barça verlor am Ende mit 0:3, und Araújo setzte anschließend einige Wochen aus, um sich mental zu erholen. Nicht zu vergessen ist das die Horror-Halbzeit gegen Atlético Madrid im Hinspiel des Pokal-Halbfinals, als Barcelona schon zur Pause mit 0:4 hinten lag.

Meister unter Xavi und Hansi Flick

Dennoch hatte Araújo auch einige große Momente. So erzielte er im Dezember 2020 gegen Valencia sein erstes Tor für Barça, und beim 4:0-Sieg bei Real Madrid im März 2022 traf er per Kopf.

Zwar ging der Ligatitel in dieser Spielzeit in die Hauptstadt, doch im Sommer 2023 leistete Araújo einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Barça mit gerade einmal 20 Gegentoren – elf davon nach dem 30. Spieltag feiern konnte.

Zwei Jahre später folgte sogar das Double unter Hansi Flick, auch wenn der flexible Defensivakteur diesmal kein unumstrittener Stammspieler war. Doch wenn Araújo gebraucht wurde, war er da.

Der Kapitän hat sich zurückgekämpft

Auch wenn sich das Verhältnis zwischen Barça und südamerikanischen Spielern häufig als kompliziert erwiesen hat, hielten die Katalanen und das Semi-Eigengewächs Araújo stets zusammen.

Nach einer spirituellen Reise nach Israel, die ihm helfen sollte, mit seinen eigenen Depressionen umzugehen, kehrte Araújo – wenn aucherst in der Nachspielzeit – im Supercopa-Finale gegen Real Madrid zurück. Nach dem 3:2-Sieg reckte er als Kapitän den Pokal in die Höhe und durchlebte damit nach einer düsteren Zeit ein wichtiges Erfolgserfolgnis.

Etwas was ihm sichtlich gut tat – wenige Wochen später kehrte er im Copa-Achtelfinale gegen Albachete als Kapitän in die Startelf zurück und erzielte das Siegtor. Der Fall Araújo steht exemplarisch dafür, wie wichtig es ist, eigene Fehler nicht zu sehr an sich heranzulassen – und dass selbst nach der tiefsten Talfahrt wieder ein Hoch folgt.

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Kevin Leonhardt
Kevin Leonhardt
Großer Messi-Fan mit einer Schwäche für Miroslav Klose und KDB. Blaugrana-Anhänger seit 2014 und Freier Mitarbeiter seit 2024.
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