Nach den Abgängen von Robert Lewandowski und Ferran Torres verfügt der FC Barcelona im Kader über keinen richtigen Mittelstürmer mehr. Und jetzt? Was am naheliegendsten ist.
FC Barcelona: Top-Vorbereitung sieht anders aus
Als Hansi Flick neulich im Trainingslager in England ein Zwischenfazit zog und über die bisherige Vorbereitung auf die Pflichtspiel-Saison sprach, geriet er ins Schwärmen. Er wird damit sicherlich nicht daneben gelegen haben, wenn es ihm um die reine Trainingsarbeit derer ging, die er bei sich hatte. Was die generelle Präparation mit Blick auf Organisation und Personal betrifft, kann der deutsche Erfolgscoach aber wohl zweifellos kaum glücklich sein – und das hat nicht nur mit der Weltmeisterschaft zu tun.
Von den Katalanen waren gleich zehn Akteure bis zum finalen Turnier-Wochenende am 18. und 19. Juli im Einsatz, sodass sich dieses fast halbe Dutzend nach dem Urlaub erst kürzlich bei Barça zurückgemeldet hat. Flick hat vor dem Startschuss in LaLiga am 22. August beim FC Elche keine zwei Wochen Zeit, um mit den betroffenen WM-Akteuren im Mannschaftstraining zu arbeiten.
Umso bitterer, dass sich vor diesem Hintergrund nun noch ein weiteres Problem auftut: Die Blaugrana hat keinen richtigen Mittelstürmer mehr im Kader. Seit Samstag ist offiziell: Nach Robert Lewandowski, der eine Vertragsverlängerung dankend abgelehnt hatte, gehört auch Ferran Torres dem Klub nicht mehr an. Für fast 50 Millionen Euro hat es den spanischen WM-Helden zu Paris Saint-Germain gezogen.
50 Scorerpunkte gehen abhanden
Um anhand von Zahlen deutlich zu machen, was Flick dadurch verliert: Lewandowski kam in der vergangenen Saison in 51 Einsätzen auf 22 Tore und vier Assists, während Torres in 49 Partien 21 Mal knipste und drei Treffer vorbereitete. Insgesamt sind das 50 Scorer.
Barça legte sich in diesem Sommer früh darauf fest, Julián Alvarez holen zu wollen – bisher und wohl auch weiterhin vergebens, denn Atlético Madrid würde den Argentinier nach eigenen Angaben nicht einmal für 200 Millionen Euro abgeben. Alvarez wäre in der Angriffsmitte fraglos gesetzt. Aber er ist nun mal nicht da.
Anthony Gordon drängt in die Startelf
Was also nun? Einerseits bleibt Sportdirektor Deco noch bis einschließlich den 31. August Zeit, eine passable Alternative zu finden. Bis dahin scheint am naheliegendsten: Die Mittelstürmer-Position bekleidet erst einmal Anthony Gordon, der mit einer fixen Ablöse in Höhe von 70 Millionem Euro teuerste Einkauf des Sommers. Allein des Preises wegen ist der englische Nationalspieler bis auf Weiteres wohl die erste Wahl.
Man gibt eigentlich nicht so viel Geld für jemanden aus, damit der dann auf der Bank sitzt. Auf der anderen Seite ist Raphinha für Flick aus der Anfangsformation nicht wegzudenken. Der Brasilianer gehört zu den absoluten Lieblingen des Trainers, während Gordon im Zuge seiner Verpflichrung bereits darauf aufmerksam machte, nicht nur links spielen zu können, sondern auch in der Angriffsmitte. Die Gesamtgemengelage lässt also darauf hindeuten, dass er nun neu in die Startelf drängt – noch vor Karim Adeyemi, der im Sturm ebenso variabel einsetzbar ist. Eine ideale Lösung wird Gordon auf Dauer aber vermutlich nicht sein. Er ist kein purer Torjäger, mit seinen 72 Kilogramm auf 1,83 Metern auch eher von schmächtiger Statur. Deco, dessen Fokus gerade offenbar auf der Verpflichtung von Mittelfeldregisseur Rordi liegt, hat einen Job zu erledigen.

Das das unser Stab nicht versteht ist echt lachhaft, Alvarez wird streiken und wir hatten schon mal solche Fälle wie coutinho oder Dembele und es hat uns außer Schulden nichts gebracht. Wieso sind unsere Zugänge immer mit Drama verbunden. Ein Trainer braucht sein Kader immer in der Vorbereitung und nicht am Deadline Day. Jeder andere 9er könnte uns nützlich sein weil wir einen brauchen egal wer. Gordon könnte nur in einem 2 Mann sturm funktionieren , also in einem 4-4-2 mit hamza oder Adeyemi, außen klar Raphina und yamal. Es gibt genug 9er aufm Markt.