Brennpunkte | Defensiv kompakt, Offensiv vertikal und zielstrebig

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Barcelona überzeugte beim 3:0-Auswärtserfolg bei Celta Vigo vor allem in der Defensive im Spiel gegen den Ball. Ronald Koemans Umstellungen taktischer und personeller Natur scheinen schon früh in der Saison Früchte zu tragen – dabei konnte er sich einmal mehr auf Ansu Fati verlassen. Die Brennpunkte.

Koemans Taktik greift

Ronald Koeman schickte seine Mannschaft gegen Celta Vigo im Vergleich zum überzeugenden 4:0 gegen Villarreal unverändert aufs Feld und wieder überzeugte seine Elf. Es ist zwar noch sehr früh in der Saison, doch die Spielidee von Koeman ist bereits zu erkennen. Der Niederländer legt sehr viel Wert auf hohe Balleroberungen und verlangt von seinen Spielern vor allem, bei Ballverlust in höchstem Tempo den Ball umgehend wieder zu erobern. Dieses hohe Gegenpressing praktizierte Koeman zuletzt schon bei der niederländischen Nationalmannschaft und erinnert damit jeden Culé wohlwollend an die Zeit unter Pep Guardiola.

Mit dem Ball legten die Katalanen weniger Wert auf endlose Ballbesitzpassagen (wie es noch unter Vorgänger Quique Setién planmäßig der Fall war), vielmehr geht es schnell und vertikal nach vorne mit gewolltem Risiko im Offensivspiel. Generell ist viel mehr Bewegung in Barças Offensivaktionen festzustellen, vor allem, wenn man die vergangene Saison noch vor Augen hat.

Messi hat weiterhin seine gewohnten Freiheiten, aber auch Ansu Fati und Antoine Griezmann rochieren viel und halten nicht starr ausschließlich ihre Position. Dahinter wusste Rückkehrer Coutinho auch im zweiten Spiel auf der Zehn mit seinem Engagement zu überzeugen.

Barça auch defensiv verbessert

Nach Lenglets Platzverweis mussten die Katalanen über eine Halbzeit in Unterzahl agieren, doch von der nummerischen Unterlegenheit war auf dem Feld nichts zu merken. Insgesamt ließ die Blaugrana defensiv vor dem Platzverweis gar nichts anbrennen, und auch in Durchgang zwei mit einem Mann weniger verteidigte Barça sehr konsequent und aktiv, ohne sich einzuigeln. Bis auf einen Lattentreffer der Celestes erlaubte Barça den Gastgebern keine gefährlichen Abschlüsse – vielmehr machte Messi mit einem unnachahmlichen Dribbling unter Mithilfe von Lucas Olaza den Sack zu, danach kontrollierte die Blaugrana das weitere Geschehen, ohne in wirkliche Bedrängnis zu geraten –  ein bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison sehr reifer Auftritt beim Angstgegner Celta Vigo.

Zwar eine spekulative Aussage, aber vergangene Spielzeit hätte Barça nach dem Platzverweis das Spiel wohl noch an den Gegner abgegeben und nicht mit dieser Konsequenz im Verbund verteidigt. Koeman scheint sehr schnell das richtige Konzept und die richtige Ansprache der Mannschaft gegenüber gefunden zu haben.

 

Go-to-Guy Ansu Fati

Auch hier sei nochmals hervorzuheben, dass erst zwei Spiele absolviert sind, dennoch kann man festhalten, dass sich Ansu Fati mit seinen gerade einmal 17 Jahren bereits zu einem Schlüsselspieler des FC Barcelona entwickelt. Schon in der abgelaufenen Saison war der spanische Nationalspieler einer der ganz wenigen Lichtblicke in einer schlechten Saison, nun scheint er nahtlos an seine positiven Ansätze anzuknüpfen und vielmehr schon einen weiteren Schritt nach vorne gemacht zu haben.

Gegen Villarreal war er unser Man of the Match, im Gegensatz zu La Liga, da der Award von einem Bierhersteller gesponsort wird und Fati als Minderjähriger noch nicht ausgezeichnet werden durfte. Gegen Celta Vigo erzielte Fati das wichtige 1:0 mit einer überragenden Ball- und Mitnahme und einem eiskalten Abschluss.

Er ist aktuell aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken und sorgt neben Messi für den Unterschied. Das scheint auch Koeman so zu sehen, nicht ohne Grund wechselte er nach Lenglets Platzverweis Griezmann aus und brachte Araujo für die Innenverteidigung – Youngster Fati wollte er nicht vom Feld nehmen.

 

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