Juan Miranda startet durch: Linksverteidiger zukünftig eine Option für Koeman?

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Juan Miranda blüht aktuell während seiner Leihe bei Real Betis in Sevilla auf und glänzt zudem bei der laufenden U21-Europameisterschaft. Der Linksverteidiger zieht so das Interesse auf sich, trotz des im Sommer auslaufenden Vertrages hat der FC Barcelona in der Entscheidung über Mirandas Zukunft weiterhin die Oberhand.

Juan Miranda ist bisher eine der Erscheinungen der laufenden U21-Europameisterschaft in Slowenien und Ungarn. Im ersten Gruppenspiel erzielte der Linksverteidiger den 3:0-Endstand beim Auftaktsieg der spanischen U21 gegen Slowenien. Nach einem 0:0-Remis gegen Italien geht La Roja am Dienstag (21 Uhr) als Tabellenführer mit vier Punkten in das letzte Gruppenspiel gegen Tschechien. Die Leihgabe des FC Barcelona bestätigt mit den jüngsten Turnierleistungen seine Form in La Liga, dort kämpft der Linksfuß mit Real Betis um den Einzug ins europäische Geschäft. Bei seinem früheren Jugendverein, den Miranda 2014 im Alter von 14 Jahren für La Masia verlassen hat, kommt seine Profikarriere allmählich in Fahrt.

Miranda etabliert sich bei Betis

In der vergangenen Saison sah das noch ganz anders aus. Der Verteidiger war auf Leihbasis beim FC Schalke 04 in der Bundesliga, fand dort nicht wirklich in die Spur, konnte kaum glänzen und kam in der Spielzeit 2019/2020 lediglich auf elf Bundesliga-Einsätze. Ohne die erhofften Entwicklungssprünge ging es zunächst wieder zurück nach Barcelona. Der U17- sowie U19-Europameister absolvierte die Vorbereitung auf die aktuelle Saison bei der Blaugrana, um aber Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln, ging es am Deadline Day auf Leihbasis zu den Verdiblancos. Ein Deal, der nach rund sieben Monaten alle Seiten zufriedenstellt.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist Miranda inzwischen aus der Elf von Trainer Manuel Pellegrini nicht mehr wegzudenken. Das liegt vor allem daran, dass der Linksfuß kaum Risiko eingeht, dadurch nur wenige Fehler macht und so eine solide Stütze darstellt. In der laufenden Spielzeit stand der 21-Jährige in elf seiner 15 La-Liga-Einsätze (ein Tor, eine Vorlage) über die volle Dauer auf dem Rasen. Der Fokus liegt bei ihm zunächst auf der Defensivarbeit, um die linke Abwehrseite zu schützen. Im Angriffsspiel überlässt Miranda seinen Mitspielern die Bühne und hält sich eher bedeckt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Miranda in der Offensive keine Gefahr ausstrahlen kann, bewies er doch zuletzt bei seinem Torerfolg gegen die slowenische U21 das Gegenteil. Spaniens U21-Trainer Luis de la Fuente setzt den Außenverteidiger während der Junioren-Europameisterschaft im Vergleich zu seinen Liga-Auftritten offensiver ein und überträgt ihm Verantwortung im Offensivspiel, von der Linksverteidiger-Position aus dringt Miranda über die Halbräume durch die gegnerischen Abwehrketten.

 

Zurück nach Barcelona oder in Sevilla bleiben?

Die Entwicklung des La-Masia-Schülers ist nicht unbemerkt geblieben, das Portal Transfermarkt wertete den Marktwert des Verteidigers zuletzt um drei auf nun sieben Millionen Euro auf. Laut eines Berichtes der Mundo Deportivo besteht ein Interesse von mehreren Vereinen an dem 21-Jährigen.

Nicht nur die Leihe bei Betis endet im Sommer, sondern auch der Vertrag von Miranda beim FC Barcelona. Zwar darf der U21-Nationalspieler mit anderen Klubs über eine gemeinsame Zukunft sprechen und hat sogar schon eine Einigung mit den Verdiblancos über einen Drei-Jahres-Vertrag ab der kommenden Spielzeit erzielt, Barça hat in der Angelegenheit jedoch noch die Oberhand und die Option, den Kontrakt um zwei Jahre bis Sommer 2023 zu verlängern. Laut der Mundo Deportivo ist nicht undenkbar, dass die Blaugrana den Vertrag mit Miranda erst verlängern wird, um ihn anschließend wieder nach Andalusien zu verleihen.

Dabei könnte in den nächsten Monaten in Barcelona die Position hinter Jordi Alba frei werden, schließlich soll Back-Up Júnior Firpo zu den Verkaufskandidaten zählen. Aufgrund seiner Spielweise würde Miranda keine Eins-zu-Eins-Alternative zu Alba darstellen, könnte den 32-Jährigen aber entlasten und zudem eine andere Option für Trainer Ronald Koeman darstellen.

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