Sollte Barça über den ablösefreien Dani Alves nachdenken?

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Dani Alves verlängert seinen auslaufenden Vertrag bei Paris Saint-Germain nicht, ist somit ablösefrei zu haben. Jüngst nannte er den FC Barcelona „sein Zuhause“. Sollte Barça also darüber nachdenken, den legendären Rechtsverteidiger zurückzuholen?

Am Sonntag verkündete Dani Alves via Instagram, künftig nicht mehr für Paris Saint-Germain zu spielen. Der Vertrag des Rechtsverteidigers bei PSG läuft am 30. Juni aus, Alves hat sich entschieden, diesen nicht mehr zu verlängern – und somit eine neue Herausforderung anzugehen. Denn ans Karriereende denkt der brasilianische Paradiesvogel noch nicht. Könnte diese neue Herausforderung eine Rückkehr zu seinem Herzensklub bedeuten? In einem Interview mit der Sport sagte Alves jüngst: „Barça ist mein Zuhause. Ich habe das schon immer gesagt: Ich liebe den Verein und alles, was ich da erlebt habe.“

Dani Alves ist kein bisschen müde

Schon springen die katalanischen Sportgazetten auf das Thema auf. Alves sei „eine Option“ beziehungsweise wolle gar zurückkehren, behaupten Mundo Deportivo und Sport. Gemäß Rac1 sei er dem FC Barcelona sogar angeboten worden. Doch sollte Barça wirklich in Erwägung ziehen, den in die Jahre gekommenen Außenbahnspieler zurückzuholen?

Zuallererst mal: Dani Alves ist 36 Jahre alt. Ja, das ist ein äußerst fortgeschrittenes Alter für einen Fußballspieler. Doch trotz seines fast schon biblischen Alters hat er gezeigt, dass er immer noch auf hohem Niveau spielen kann, bei PSG war Alves Stammspieler, bei Brasilien ist er das ebenfalls und sogar Kapitän, soeben erzielte er ein sehenswertes Tor wie zu seinen besten Zeiten bei der Copa América:

Wer Alves spielen sieht, der würde nicht meinen, dass da ein 36-Jähriger auf dem Platz steht, er galoppiert immer noch die Linie rauf und runter als wäre er gerade mal Ende 20, sprüht vor Spielfreude, schlägt Haken und Flanken und erzielt sogar Tore. Seit seinem Abgang, das muss man so ehrlich sagen, geht Barcelona immer noch ein richtig starker Rechtsverteidiger ab. Weder Nelson Semedo noch Sergi Roberto konnten die Lücke, die er hinterlassen hat, füllen. Nicht umsonst rotiert Trainer Ernesto Valverde auf dieser Position ständig, man hat das Gefühl, dass Valverde auch nicht so wirklich zufrieden mit seinen beiden Optionen ist.

Dani Alves als Komplettpaket vor Semedo und Roberto anzusiedeln

Semedo ist hinten solide, bietet nach vorne aber zu wenig an, bei Sergi Roberto ist es umgekehrt. Alves war das Komplettpaket, dazu perfekter Spielpartner für Lionel Messi auf der rechten Seite, die beiden verstanden sich im wahrsten Sinne blind auf dem Platz. Es ist nicht unbedingt gewagt zu behaupten: ein 36-Jähriger Alves wäre auf Anhieb der beste Rechtsverteidiger im Kader des FC Barcelona. 

Alves ist ablösefrei zu haben, ihn selbst nur für ein Jahr zu holen wäre also finanziell problemlos machbar und keinerlei Risiko – so könnte er als Überbrückungs-Rechtsverteidiger dienen, bis Moussa Wagué so weit ist. Denn weder Semedo noch Roberto scheinen wirklich eine perfekte Zukunftslösung zu sein. Semedo ist eh unzufrieden und abwanderungswillig, Barça könnte also eine stattliche Ablösesumme durch seinen Verkauf einstreichen, ehe dann Wagué erfahren und kompetent genug ist, um dauerthaft die Rolle zu übernehmen. Bis dahin könnte Dani Alves noch eine Spielzeit im Camp Nou die Linie rauf und runter flitzen, seine Doppelpässe mit Messi spielen und mit seiner Leidenschaft das Team mitreißen. Wie zu seinen besten Zeiten im Dress der Blaugrana. 

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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