Dank ter Stegen und Messi-Elfer: Barça müht sich zu Sieg gegen Dynamo Kiew

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Der FC Barcelona konnte auch seine dritte Partie in der Champions League gewinnen. Gegen Dynamo Kiew gab es einen nicht allzu souveränen 2:1-Erfolg. Lionel Messi leitete den Sieg ein, während Marc-André ter Stegen ihn mit zahlreichen Paraden festhielt.

Wenngleich der FC Barcelona in der spanischen Liga derzeit eine Mini-Krise durchlebt (zuletzt vier sieglose Spiele in Folge), läuft es für die Katalanen in der Champions League deutlich besser. Nach Siegen über Ferencváros Budapest und Juventus Turin grüßt das Team von Ronald Koeman von der Tabellenspitze der Gruppe G.

Am dritten Spieltag der Königklasse empfing die Blaugrana nun den ukrainischen Rekordmeister Dynamo Kiew. Obwohl die Mannschaft von Trainer Mircea Lucescu nur einen Punkt aus den beiden bisherigen Spielen einfahren konnte, plagen die Osteuropäer derzeit andere Sorgen, denn gegen Barça konnten insgesamt elf Spieler des Profikaders aufgrund von positiven PCR-Tests nicht anreisen.

Bei den Katalanen feierte währenddessen Marc-André der Stegen nach überstandener Knieverletzung sein Saisondebüt. Vor ihm in der Innenverteidigung lief neben Gerard Piqué überraschenderweise Frenkie de Jong auf. Koemans Sturmquartett an diesem Abend bestand aus Ansu Fati, Lionel Messi, Pedri und Antoine Griezmann.

Messi trifft per Elfmeter

Der FC Barcelona übernahm gleich von Beginn an die Kontrolle über die Partie und schnürte die Gäste hinten ein. Die erste auffällige Aktion gehörte Messi, der sich im Strafraum an Denys Popov vorbeizudribbeln versuchte, von dem Verteidiger jedoch zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Michael Oliver zeigte auf den Punkt, und Messi selbst verwandelte den Elfer sicher (5. Minute).

Die Katalanen hielten das Tempo trotz der frühen Führung weiterhin hoch. In der sechsten Minute traf Pedri nach einer Hereingabe von Sergiño Dest freistehend im Strafraum nur die Latte, während Griezmann 30 Sekunden später den Ball kläglich aus wenigen Metern nicht im leeren Tor unterbrachte, nachdem ihm zuvor ein Abpraller von Kiews Keeper Ruslan Neschcheret vor die Füße fiel.

Die Ukrainer hatten Schwierigkeiten, sich einmal zu befreien, und so verzeichnete Barça nach knapp zehn Minuten über 87 Prozent Ballbesitz. Doch trotz des vielen Ballbesitzes fuhren die Mannen von Ronald Koeman das Tempo anschließend etwas runter. Mit Ausnahme eines gefährlichen Abschlusses von Messi, der knapp am langen Pfosten vorbeiging (17.), erspielten sich die Gastgeber vorerst keine Chancen mehr.

Ter Stegen rettet

Währenddessen versuchte Kiew seinerseits Nadelstiche durch Konter zu setzen, von denen die Ukrainer jedoch keinen wirklich vernünftig zu Ende gespielt bekamen. In der 36. Minute kamen die Gäste dann aber doch zu ihrem ersten gefährlichen Abschluss. Vitaliy Buyalskyi kam im Strafraum Barças völlig freistehend zum Kopfball, den ter Stegen jedoch mit einem starken Reflex parierte.

Abgesehen davon plätscherte die Partie relativ ereignislos vor sich hin und näherte sich der Halbzeitpause, ehe die Blaugrana doch noch einmal aufdrehte. Pedris Schuss in der 42. Minute konnte Neschcheret noch parieren, während Messis Abschluss wenige Sekunden darauf abgefälscht wurde und deshalb knapp vorbeiging. 

Tore fielen jedoch keine mehr, wodurch der FC Barcelona zwar mit einer verdienten, aber auch alles andere als komfortablen Führung in die Pause ging.

Dynamo Kiew dreht auf

Die Gäste kamen dann jedoch frisch aus der Pause. Bereits nach wenigen Sekunden tauchte Viktor Tsygankov frei vor ter Stegen auf, der den Ball aber mit einer guten Parade zur Ecke abwehrte. Nach dem Eckball traf dann Tomasz Kedziora per Kopf, das Tor wurde jedoch aberkannt, weil sich der Ball bei der Hereingabe im Toraus befunden haben soll – Glück für die Katalanen, die hierbei zu körperlos agierten.

Doch Kiew blieb gefährlich. In der 53. Minute sah de Jong gegen Vladyslav Supryaha im Laufduell nicht gut aus, doch auch der 20-Jährige scheiterte am grandios aufgelegten ter Stegen. Zwar hatte Barça auch in dieser Zeit des Spiels viel Ballbesitz, doch Messi & Co. taten sich sehr schwer, ein Lücke in der gegnerischen Abwehr zu finden.

Barças erste gefährliche Aktion der zweiten Halbzeit kam infolge eines Standards. Die Gastgeber bekamen einen Freistoß in zentraler Position knapp 25 Meter vor dem Tor zugesprochen, dessen Ausführung sich selbstverständlich Messi annahm, doch Neschcheret fischte den Schuss des Argentiniers mit einer Glanzparade aus dem Winkel.

Piqué erhöht, Dynamo verkürzt

Der FC Barcelona wusste dann aber doch eine seiner wenigen Chancen zu nutzen. In der 65. Minute fand Ansu Fati den nach eine Ecke vorne gebliebenen Gerard Piqué mit einer Flanke, die der Innenverteidiger zum 2:0 einköpfte. 

Doch Dynamo Kiew wusste erneut zu antworten, nichtsdestotrotz blieb das Bild dasselbe: In der 67. Minute tauchte Tsygankov wieder frei vor ter Stegen auf, doch Barças Nummer 1 ging auch aus diesem Duell wieder als Sieger hervor, tauchte ab und bewahrte sein Team zum wiederholten Male vor einem Gegentor.

Das hielt jedoch nur bis zur 75. Minute an. Zwar parierte ter Stegen zunächst einen Abschluss des eingewechselten Benjamin Verbic, doch der deutsche Schlussmann konnte den Ball nur nach vorne abwehren, von wo ihn Tsygankov zum hochverdienten 1:2-Anschlusstreffer einschob.

Zu mehr reichten die Kräfte der Gäste jedoch nicht. Barça verwaltete die Führung im Folgenden klug und gewann somit schlussendlich mit 2:1. Dadurch verteidigt die Blaugrana die Tabellenführung in ihrer Gruppe gegen Juventus Turin, das sich mit 4:1 bei Ferencváros Budapest durchsetzte. Durch den mühsam erwürgten Pflichtsieg rangiert Barcelona nun mit neun Punkte an der Spitze der Gruppe G und steht angesichts von acht Punkten Vorsprung auf Rang drei sogar mit mehr als einem Bein schon in der nächsten Runde.

 

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