FC Barcelona – Inter Mailand: 3 Brennpunkte zum Spiel

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Zwei Siege in zwei Spielen – Der FC Barcelona ist mit den Triumphen gegen Eindhoven und Tottenham perfekt in die diesjährige Champions-League-Saison gestartet. Am dritten Spieltag kam der italienische Spitzenklub Inter Mailand ins Camp Nou, womit Barça den Hattrick schaffte, trotz dass Superstar Lionel Messi dem Verein verletzt fehlte. Wie immer haben wir drei Brennpunkte für euch zusammengestellt, um unseren Teil zur Rekonstruktion des Spielverlaufs beizutragen.

Das Messi-Problem

Vor dem Spiel beschäftigte die Fans des FC Barcelona vor allem eine Frage: Wer ersetzt den besten Spieler, welcher je mit dem Fuß gegen einen Ball getreten hat? Die Antwort lieferte Trainer Ernesto Valverde, indem er Rafinha auf Messis nomineller Position aufbot. Die Aufgabe von diesem war klar: Er sollte eben nicht die rechte Seite des spanischen Double-Siegers bearbeiten, sondern sich bei Bedarf auf seine Stammposition ins zentrale Mittelfeld zurückfallen lassen, um dort für eine situative Überzahl zu sorgen. Die rechte Seite wurde daraufhin vor allem von Rechtsverteidiger Sergi Roberto für dessen offensive Flankenläufe genutzt. Eins sei gesagt: Der Qualitätsverlust in der Offensive, welcher durch das Fehlen von La Pulga entstand, konnte von Rafinha nicht aufgefangen werden, was von diesem allerdings auch nicht verlangt werden konnte. Viel mehr wurde er mit der Aufgabe betreut, im ballbesitzlastigen Spiel der Katalanen seinen Teil zur Ballsicherheit im Mittelfeld, sowie zur Absicherung der Konter beizutragen, die durch die schnellen Spieler von Inter Mailand eine konstante Gefahr darstellten. Darüber hinaus war er ab und zu auch im Strumzentrum zu finden, womit er schließlich auch den Führungstreffer der Katalanen erzielte. Um Messis fehlenden Offensivdrang im Mittelfeld zu kompensieren, schaltete sich außerdem auf der anderen Seite Coutinho oft ins zentrale Mittelfeld ein und überließ Jordi Alba die linke Seite, über die dieser kurz vor Schluss das vorentscheidende 2:0 erzielte.

Ein überragendes Mittelfeld

Wenn man einen Aspekt von Barças Spiel in dieser Partie hervorheben kann, dann ist es das Mittelfeld. Es war teilweise unglaublich schön mit anzusehen, was der FC Barcelona im Mittelfeld zusammen kombinierte. Angeführt von einem überragenden Arthur dominierte Barça über fast das komplette Spiel Ball und Gegner. Der junge Brasilianer war praktisch überall zu finden und trug mit seinen Pässen und seiner Pressingresistenz maßgeblich zu Barcelonas starkem Spiel bei. Durch das Zuschalten der beiden nominellen Außen Coutinho und Rafinha entstand eine Ballsicherheit, wie man sie vom FC Barcelona im Mittelfeld lange nicht gesehen hat. Selbst bei Ballverlusten war der Ball innerhalb von Sekunden wieder in den eigenen Reihen. Natürlich fehlte mit Lionel Messi ein essenzieller Baustein von Barças Mittelfeld, welcher vor allem für die offensiven Impulse verantwortlich ist. Dennoch war es bemerkenswert und vor allem überraschend, wie gut die Mannschaft La Pulgas Ausfall phasenweise kompensierte. Dementsprechend war offensiv vom Gegner aus Italien nicht allzu viel zu sehen, wenn man von einzelnen Aktionen, vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte und gegen Ende der Partie, absieht.

Luis Suárez dreht auf

Als am vergangenen Wochenende feststand, dass Lionel Messi ausfallen würde, war klar, dass „El Pistolero“ eine Sonderstellung in Barcelonas Offensive einnehmen würde. Und der Uruguayer lieferte. Immer wenn Barcelona offensive Momente hatte, war Suárez daran beteiligt. Dieser war während des gesamten Spiels extrem bemüht, Schwung in den Angriff des amtierenden spanischen Meisters zu bringen. Ständig in Bewegung, immer anspielbar und sogar mit gelegentlichen Ausflügen ins zentrale Mittelfeld sowie über die Außen. Sein Positionstausch mit Rafinha führte dann schlussendlich auch zur Führung. Suárez gab in dieser Spielsituation die Vorlage für den Treffer des Brasilianers und sorgte auch darüber hinaus für viele gefährliche Anspiele auf seine Kollegen. Ein eigener Treffer war Barcelonas Mittelstürmer leider vergönnt. Trotz allem hat man ihm angemerkt, dass er heute motiviert war, seine Mannschaft in Abwesenheit des Kapitäns zum Sieg zu führen. Auch den Spielern von Inter Mailand fiel dies auf, waren sie doch oft dabei zu sehen, wie sie den Uruguayer zu Fall brachten, bevor dieser für schlimmere Gefahren sorgen konnte.

 

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